Bund Deutscher Nordschleswiger lädt zum Deutschen Tag ein


BDN lädt zum Deutschen Tag ein

Seit der Volksabstimmung im Jahre 1920 besteht die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig. Sie umfasst heute etwa 15.000 Mitglieder aus einer Gesamtbevölkerung von 250.000 in Nordschleswig. In den 20er Jahren übernahm der Kreis Pinneberg die Patenschaft über die Deutsche Volksgruppe von Hadersleben und Umgebung. Die deutsche Volksgruppe unterhält heute eigene Kindergärten, Schulen und Büchereien, betreibt kirchliche und soziale Arbeit, gibt eine eigene Tageszeitung heraus und bietet in vielen Vereinen sportliche und kulturelle Aktivitäten an.

Sie wird vertreten durch den Bund Deutscher Nordschleswiger. Zum Selbstverständnis der deutschen Minderheit gehören die Pflege eines guten und vertrauensvollen Verhältnisses zur dänischen Mehrheitsbevölkerung und die Funktion als Brückenbauer zwischen Deutschen und Dänen. Dazu trägt auch der jährlich abgehaltene Deutsche Tag in Tingleff bei.

BDN lädt zum Deutschen Tag einKreispräsident Burkhard E. Tiemann und die Bundestagsabgeordnete Dr. Valerie Wilms waren wie schon im Vorjahr Gast beim Deutschen Tag, der unter dem Motto „Nordschleswig - grenzenlose Möglichkeiten“ stand. Uwe Jessen, Generalsekretär des BDN, begrüßte neben dem Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen, dem Vorsitzenden der Region Süddänemark Carl Holst und dem Botschafter Michael Zenner auch zahlreiche Gäste aus Schleswig-Holstein, u.a. Innenminister Andreas Breitner, Landtagsdirektor Prof. Dr. Utz Schliesky, diverse Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete sowie zahlreiche Kreispräsidenten.

Die Festveranstaltung zum Deutschen Tag fand am Sonnabend, 3. November 2012 in der Sporthalle in Tingleff statt. Auf dem Programm standen neben der Festansprache von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ein Musikprogramm der Deutschen Schule Rothenkrug sowie die traditionelle musikalische Umrahmung durch das Blasorchester des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig. Dem Festakt voran gingen schon morgens Informationsgespräche über die Situation der deutschen Volksgruppe und Aktuelles aus der dänischen Politik.


Foto: Henriette Hindrichsen