Wappen und Geschichte


Wappen des Kreises Pinneberg

Das Wappen des Kreises Pinneberg zeigt eine freischwebende grüne Tanne mit goldenen Wurzeln in einem silbernen, stilisierten Nesselblatt auf rotem Grund.

Das Nesselblatt erinnert an das Wappen der Schauenburger Grafen als ehemalige Herrscher in unserer Region. Die Tanne ist Ausdruck dafür, dass sich im Kreis Pinneberg eines der größten zusmmenhängenden Baumschulgebiete befindet.

Die heraldisch korrekte Formulierung lautet: "In Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, belegt mit einer stilisierten grünen Tanne, die goldene Wurzeln hat".

Der Wappenentwurf wurde von dem Künstler A. P. Weber, Schretstaken erstellt.


Geschichte des Kreises Pinneberg

Die geschichtliche Entwicklung bis zur Bildung des Landkreises Pinneberg war eine Zeit der häufig gewaltsam vorgenommenen Machterweiterungen.

Besonders seit dem Jahre 1110 setzte ein deutlicher Wandel in unserer Region ein. Holstein und Stormarn wurden durch den Herzog Lothar von Sachsen an den Schauenburger Grafen Adolf I. verliehen. Durch die seinerzeit geltenden Erbrechtsgrundsätze wechselten in der folgenden Zeit die Territorien, der zeitweise bis zu fünf Schauenbuger Linien, ihre Besitzverhältnisse.

Graf Adolf VI. (Pinneberger Linie) verfolgte das Ziel einen zusammenhängenden Besitz im südwestlichen Holstein zu erhalten. Durch das Aussterben der anderen Schauenburger Linien entstand zwischen den Elbmarschen im Westen und der Alster im Osten ein kleiner nahezu souveräner Staat, welcher sich relativ unbehelligt fast 300 Jahre entwickeln konnte.

Verschiedene Bezeichnungen gab es für dieses Gebiet. Schauenburger Anteil, Grafschaft Holstein-Schauenburg, Grafschaft Pinneberg, Herrschaft Pinneberg. Vielleicht ist der Bezeichnung Grafschaft Holstein-Schauenburg der Vorzug zu geben (s. Ehlers: Geschichte und Volkskunde des Kreises Pinneberg 1922 S. 49 ff).

Aus Teilen dieser Grafschaft (Herrschaft Pinneberg, Grafschaft Rantzau) und den Güterbezirken Haseldorf, Haselau und Seestermühe sowie des Klosters Uetersen und des Kanzleigutes Flottbek entstand 1867 ungefähr der heutige Kreis Pinneberg. Bis 1970 veränderte sich das Kreisgebiet durch Gebietsverluste und Gebietsgewinne mehrfach.

Diesem Herrschaftsgeschlecht hat der Kreis Pinneberg zum Teil sein Wappen zu verdanken.