ADHS im Klassenzimmer - Lehrer, Pädagogen, Schulsozialarbeiter ohne Chance?


Schulamt veranstaltet Informationsveranstaltung

Am 21. und 22. Januar 2013 fand im Elmshorner Kreishaus eine Veranstaltung unter dem Titel „ADHS & Co im Klassenzimmer - Lehrer, Pädagogen, Schulsozialarbeiter ohne Chance?“ statt. Rund 180 Personen sind der Einladung des Schulamtes gefolgt und haben sich über die Probleme und Lösungswege im Umgang mit ADHS-typischen Unterrichtsstörungen informiert, die vom Referenten Prof. Dr. h.c. Hans Biegert vorgestellt wurden.

2013-01-23„Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass 4-6 Prozent einer Jahrgangsstufe im Kindes- und Jugendalter hiervon betroffen sind. Dies bedeutet, dass 500.000 - 700.000 Kinder tagtäglich in deutschen Kindergärten, Schulen, im Familien- und Freizeitbereich ausgeprägtes Problemverhalten zeigen“, erläuterte Ulrike Bendiks, Kreiskoordinatorin für schulische Erziehungshilfe im Schulamt die Problematik.

„Impulsivität, fehlende Konzentration und fehlende Ausdauer sind erstes Anzeichen für Unregelmäßigkeiten. Wenn zusätzlich eine alteradäquate Sozialintegration und begabungsgerechte Schulentwicklung des Kindes tiefgreifend gestört und nicht nachhaltig beeinflussbar ist, sprechen Mediziner von Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung beziehungsweise vom Hyperkinetischen Syndrom“, erläutert Prof. Biegert die Symptome. „Nicht die Unterrichtsstörung oder die Verhaltensauffälligkeit der Kinder ist das Problem, sondern wie wir damit umgehen“, machte Prof. Dr. Hans Biegert deutlich.

In seinem rund 90 minütigen Vortrag mit anschließender Diskussion erläuterte Prof. Bieger unter anderem, welche Bedeutung Klassenregeln haben, was zu tun ist, damit Störungen oder Störverhalten nicht ausufern und wie mit Regelverstößen umzugehen ist. Außerdem wurde die Bedeutung des Klassensozialklimas und die Unterrichtsatmosphäre thematisiert.