Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

72 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz durch die Soldaten der 100. Infanteriedivision der Roten Armee fand - wie jedes Jahr - am 27. Januar in der Drostei in Pinneberg die kreisweite Feierstunde zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Die Ansprachen wurden von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, dem Vorstandssprecher des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein, Landespastor Heiko Naß sowie dem Geschäftsführer des Kreisjugendringes, Ingo Waschkau gehalten.

Gedenkfeier in der Drostei in PinnebergKreispräsident Burkhard E. Tiemann machte deutlich, dass die Gedenkfeier Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken solle. Mit der Befreiung von Auschwitz endete das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, dem allein dort geschätzte 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Auschwitz sei zum Symbol für die gnadenlose Vernichtung menschlichen Lebens geworden und stehe stellvertretend für alle Vernichtungs- und Konzentrationslager auf der Landkarte des nationalsozialistischen Terrors und stelle den schrecklichen Höhepunkt einer mörderischen Ideologie dar, die jeden Respekt vor dem menschlichen Leben und seiner Würde verloren und an die niedersten Instinkte des Menschen appelliert hätte.

Diese Menschheitsverbrechen seien allgegenwärtig und für alle Zeiten ein Mahnmal, wohin menschliche Vermessenheit führen könne. Wenn man heute erlebe, dass in Deutschland wieder Menschen in Parlamenten säßen, die die Nazi-Ideologie verharmlosen, die auf den Straßen demonstrieren gegen Flüchtlinge, Andersdenkende oder Andersaussehende, dann seien Demokraten umso mehr gefordert, wachsam zu sein und die vom Nationalsozialismus begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit für alle Zeiten wach zu halten.

Seit 1996 wird in Deutschland der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar gedacht. Er ist von dem kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten a.D. Roman Herzog als zentraler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ausgerufen worden.

Bild: © Jann Roolfs 

Pressemitteilung vom 05.02.2017
Büro des Kreispräsidenten