PUMA verstärkt ZEUS: Kreis Pinneberg setzt zweiten Blitzer-Anhänger ein


ZEUS bekommt Verstärkung. Mit PUMA hat der Kreis Pinneberg jetzt einen zweiten mobilen Blitzer-Anhänger im Einsatz. Er ergänzt den bewährten ZEUS und erlaubt es nun, an zwei Standorten gleichzeitig die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Im Fokus stehen der Messungen stehen Gefahrenstellen in den Städten und Gemeinden des Kreises.

Wie bei ZEUS handelt es sich auch bei PUMA um einen sogenannten semistationären Blitzer-Anhänger. Er kann flexibel an wechselnden Standorten aufgestellt werden und dort über mehrere Tage hinweg eigenständig die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge messen.

Mit dem zweiten Anhänger erweitert der Kreis seine Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsüberwachung. Der Fokus liegt dabei auf dem innerörtlichen Verkehr, etwa im Umfeld von Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen.

„Blitzer erhöhen die Verkehrssicherheit“, sagt der Stellvertretende Landrat Justus Schmitt. „Das Ziel ist nicht, möglichst viele Autofahrende zu blitzen, sondern dass sich möglichst viele an die vorgegebenen Geschwindigkeiten halten. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmenden – gerade dort, wo Kinder unterwegs sind, Menschen zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Mit PUMA können wir noch mehr für die Sicherheit auf unseren Straßen tun.“

Die Anschaffung eines zweiten Blitzer-Anhängers hatte der zuständige Fachausschuss bereits im August 2022 beschlossen. Gleichzeitig wurde die Neuordnung der stationären Geschwindigkeitsüberwachung auf den Weg gebracht. Für die stationären Blitzersäulen waren ursprünglich zwölf neue Standorte vorgesehen, die gemeinsam mit den Städten und Gemeinden sowie der Polizei festgelegt worden waren.

Umgesetzt werden konnten bisher allerdings nur fünf Standorte. Der sechste und vorerst letzte Standort soll in Rellingen nach Abschluss der Baumaßnahme Adlerstraße - voraussichtlich Beginn 2028 - in Betrieb genommen werden. Hintergrund sind begrenzte personelle Kapazitäten bei der Polizei, die im Rahmen einer Kooperation mit dem Kreis die Auswertung der Messdaten übernimmt. Aus demselben Grund musste auch die Anschaffung des zweiten mobilen Blitzer-Anhängers zunächst zurückgestellt werden. 

Mit PUMA setzt der Kreis nun den damaligen Beschluss um. Der zusätzliche Anhänger soll vor allem an Gefahrenstellen für mehr Verkehrssicherheit sorgen und zumindest einen Teil der bislang nicht realisierten stationären Messanlagen kompensieren.

Anders als ZEUS wird PUMA zunächst nicht gekauft, sondern für einen Zeitraum von 18 Monaten gemietet. Damit erprobt der Kreis Pinneberg zugleich ein neues Modell der Geschwindigkeitsüberwachung: ein externer Dienstleister stellt den Anhänger zur Verfügung und übernimmt auch die technische Aufbereitung der Messungen.

Die hoheitlichen Aufgaben bleiben dabei vollständig beim Kreis Pinneberg. Der Dienstleister hat keine Kenntnis darüber, wer das gemessene Fahrzeug gefahren hat oder wem es gehört. Er stellt der Bußgeldbehörde ausschließlich die ausgewerteten Messdatensätze zur Verfügung. Erst dort erfolgt die Zuordnung der personenbezogenen Daten und die Entscheidung darüber, ob und wie ein Geschwindigkeitsverstoß geahndet wird. Auch die Verwarnungs- und Bußgeldbescheide werden ausschließlich vom Kreis Pinneberg verschickt.

Mit dem Mietmodell soll erprobt werden, ob sich die Geschwindigkeitsüberwachung auf diese Weise wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll erweitern lässt. Ob darüber hinaus weitere feste Blitzersäulen hinzukommen, muss die Kreispolitik entscheiden. Die ursprünglich vorgesehenen Standorte müssten dafür erneut auf ihre Eignung überprüft werden.



  
Pressemitteilung vom 04.11.2026


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