Gleichstellungbeauftragte und Landrat unterstützen aktiv die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“



Verteilung von Brötchentüten im Kreishaus in Elmshorn

Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabuthema. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2013 zeigt, dass 35 Prozent der Frauen weltweit mindestens einmal körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt sind.

Um darauf aufmerksam zu machen, findet im Kreis Pinneberg in der Woche von Montag, 19.11., bis Sonntag, 25.11.2018, die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ statt - und zwar bereits zum 15. Mal. In diesem Zeitraum werden im Kreis Pinneberg tausende Brötchentüten mit dem Aufruf „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilt, die Telefonnummer des entsprechenden Hilfstelefons ist drauf abgedruckt. Diese Aktion findet unter der Schirmherrschaft von Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein statt und wird durchgeführt vom Landesinnungsverband des Bäckerhandwerkes, der Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen, der lokalen Bündnisse „Gewalt gegen Frauen“ und des „KIK – Netzwerk bei häuslicher Gewalt“.

Am Donnerstag, 22.11.2018, beteiligte sich die Kreisverwaltung direkt an dieser Aktion. Unterstützt vom Betreiber der Kreiskantine Carsten Pliquett, welcher die Brötchen spendete, verteilten die Gleichstellungsbeauftrage des Kreises Pinneberg, Tinka Frahm und Landrat Oliver Stolz in den Morgenstunden Dutzende Brötchentüten an die Kunden und an die Mitarbeiter im Kreishaus.


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Oliver Stolz und Tinka Frahm mit den Brötchentüten „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“

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Brötchen vom Landrat für die Kunden im Wartebereich der KFZ-Zulassung im Straßenverkehrsamt


„Wir freuen uns, dass wir die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ dieses Jahr erstmalig in der Kreisverwaltung durchführen konnten, denn mit den vielen Kundinnen und Kunden die täglich in der Verwaltung kommen und den über 900 Mitarbeitenden erreichen wir hier eine große Menge Menschen“ so Tinka Frahm und Oliver Stolz.

„Gewalt gegen Frauen ist leider immer noch ein Thema mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, im Jahr 2017 wurde in Deutschland 174 Frauen von ihren Partnern oder ex-Partnern getötet, das bedeutet im Schnitt alle drei Tage ein Tötungsdelikt. Das kann nicht einfach hingenommen werden. Mit der Unterstützung der Aktion positionieren wir uns als Kreisverwaltung des Kreises Pinneberg deutlich gegen häusliche Gewalt“ so Frahm und Stolz weiter.


Hintergrundinformation

Generell ist der 25. November der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. An eben jenem Tag im Jahr 1960 wurden drei der vier Mirabal-Schwestern vom Geheimdienst der Dominikanischen Republik aufgrund ihres Kampfes gegen die damalige Trujillo-Diktatur ermordet. Der Mut der Schwestern gilt inzwischen als Symbol für Frauen, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.


 
Pressemitteilung vom 22.11.2018