Landrat Oliver Stolz zu Besuch beim Kreisjugendring Pinneberg

Im Rahmen der Sommertour waren Landrat Oliver Stolz und Fachbereichsleiter Heiko Willmann am Mittwoch, den 07.09.2016, zu Gast beim Kreisjugendring Pinneberg in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt.

Der neue Vorsitzende Mats Hansen, Geschäftsführer Ingo Waschkau sowie die Leiterin der Jugendbildungsstätte, Birgit Hammermann sprachen mit ihren Gästen zunächst über den neuen Antrag des KJR zur Budgetanpassung für die „Wahrnehmung der verbandlichen Kinder-und Jugendarbeit im Kreis Pinneberg“. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben hat der KJR in der Vergangenheit ein Budget vom Kreis erhalten und dies eigenverantwortlich bewirtschaftet. Einigkeit herrschte darüber, dass die bisherigen vereinbarten Ziele dieses Budgetvertrages sich in den vergangenen Jahren bewährt haben und erhalten bleiben sollen. Dies sind der Betrieb der Jugendbildungsstätte, die Bereitstellung von Aus- und Fortbildungsangeboten für Jugendgruppenleiter, die „Aktion Ferienpass“ und die Initiative Jugendarbeit.

20160909 Besuch beim KJRDer KJR machte deutlich, warum die Anpassung des Budgets an die seit 2005 gestiegenen Personal- und Lebenshaltungskosten erforderlich sei. „Die gestiegenen Kosten dürfen nicht dazu führen, dass der KJR immer mehr Geld verdienen „muss“ so Hammermann und Waschkau. Dazu Landrat Oliver Stolz: “Was nötig ist, um die bestehenden Leistungen zu erhalten, dies muss möglich gemacht werden, aber dies ist letztendlich eine politische Entscheidung“.

Erfreulich sei die gute Auslastung der Jugendbildungsstätte, das angepeilte Ziel von 7.500 Übernachtungen im Victor-Andersen-Haus wurde in 2015 weit übertroffen (mit 11.388 Übernachtungen).

Viel Raum im Gespräch nahm die geplante Neuausrichtung des Kreisjugendringes ein. Im Vorwege des Landratsbesuches hatte der KJR alle Kreistagsfraktionen zu Gast, um über die Kernaufgaben des KJR, Demokratisierungsprozesse und politische Bildung, aber auch über aktuelle Herausforderungen und Elemente der Sozialraumplanung zu sprechen. Diese Themen sind dem KJR als Dachverband der Jugendverbände mit 60 Mitgliedsorganisationen im Kreise Pinneberg sehr wichtig, dies betonten Hansen, Hammermann und Waschkau mehrfach.

Folgende Zukunftsthemen möchte („wir wollen und müssen“ so Ingo Waschkau) der KJR anpacken:

  • Willkommenskultur / Integrationsarbeit (nach Migration) im Freizeitbereich
  • Inklusion
  • Kinderschutz
  • BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung)
  • Interkulturelle Kompetenz / Demokratie lernen

Lobend hob der KJR das Engagement der Willkommensteams in den Städten und Gemeinden hervor. Heiko Willmann und Oliver Stolz sagten zu, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, bei der Betreuung und Integration von Flüchtlingskindern durch den KJR einfachere Verfahrensabläufe zu schaffen und bürokratische Hemmnisse zu beseitigen.

Beim Thema Inklusion herrschte Einigkeit: Eine echte Querschnittsaufgabe für den KJR. Auch wenn Inklusion nicht das primäre Ziel der Arbeit des KJR sei - „dafür gibt es andere Träger, dessen originäre Aufgabe es ist“ -, so komme man an diesem Thema natürlich nicht vorbei. „Vorhandene Maßnahmen und Strukturen sind so anzupassen, dass diese sich öffnen können für neue Menschen“ so Heiko Willmann und bezieht seine Aussage auf Integration und Inklusion gleichermaßen.

Kinderschutz betrachte der KJR von jeher als dauerhafte Aufgabe, ebenso wie die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung (BNE). „BNE kann man erfreulicherweise in alle unsere Projekte hineinstrahlen lassen“ so Mats Hansen.

Abschließend warf die Gesprächsrunde einen kurzen Blick in die Zukunft. Die neuen Ziele des KJR bedeuten erhöhten Aufwand und sollten sich daher im zukünftigen Budgetvertrag mit dem Kreis Pinneberg wiederfinden. Natürlich immer unter der Maßgabe, in welchem Umfang diese Ziele „pflichtige Aufgaben“ sind und somit nicht einer Deckelung durch den sogenannten Rettungsschirm des Landes unterliegen.

Fazit des in angenehmer, sachlicher und konstruktiver Atmosphäre geführten Gespräches war, „dass viele Zukunftsthemen des KJR in die strategische Gesamtplanung des Kreises Pinneberg passen“ so Oliver Stolz abschließend.
 

Bildinformation: (v.l.n.r.) Oliver Stolz, Birgit Hammermann, Ingo Waschkau, Heiko Willmann, Mats Hansen

Pressemitteilung vom 14.09.2016