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Politik und Verwaltung diskutieren Klimafolgenanpassung in der kommunalen Planung


Wie können Ämter, Städte und Gemeinden die Folgen des Klimawandels bereits bei Planungs- und Bauvorhaben stärker berücksichtigen? – Diese Frage stand im Mittelpunkt des jüngsten KlimaDialogs „Klimafolgen im Kreis verstehen – Risiken erkennen, Planung anpassen, Schäden vermeiden“. Hierzu hatte der Kreis Pinneberg Ende Mai in die Kreisverwaltung eingeladen. Rund 40 Personen aus Kommunalverwaltungen, Politik sowie den Bereichen Planung, Bauen und Klimaschutz nahmen an der Veranstaltung teil.

„Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sind eine zentrale Zukunftsaufgabe“, sagte Landrätin Elfi Heesch zur Begrüßung. „Auch wenn dies heute nicht mehr so sehr im Fokus der öffentlichen Debatte steht, bleibt es von grundlegender Bedeutung: für unseren Wirtschaftsstandort, für die Lebensqualität der Menschen im Kreis und ganz ausdrücklich auch für die Sicherheit unserer Infrastruktur und Gemeinden. Wir sollten weiterhin mit Priorität dafür sorgen, dass wir beim Schutz vor den Folgen der Klimakrise nicht hinterherlaufen, sondern vorausschauend handeln und die nötigen Entscheidungen rechtzeitig treffen.“


20260608 Klimadialog Landrätin Heesch

Im Fokus des KlimaDialogs standen konkrete Ansatzpunkte für die kommunale Planung. Denn durch eine vorausschauende Flächennutzung und geeignete städtebauliche Vorgaben können Risiken durch Überhitzung, Starkregen, Hochwasser oder Sturmschäden reduziert und widerstandsfähige, zukunftsfähige Raumstrukturen geschaffen werden.

Den fachlichen Auftakt machte Bettina Falkenhagen von der VdS Schadenverhütung GmbH mit einem Vortrag zur Risikoabschätzung von Klimafolgen aus Sicht der Versicherungswirtschaft. Nancy Kretschmann, Klimaanpassungsmanagerin des Kreises Pinneberg, stellte zentrale Erkenntnisse aus dem Klimaanpassungskonzept des Kreises vor und zeigte auf, wie die gewonnenen Daten Kommunen bei Planungs- und Anpassungsentscheidungen unterstützen können.

 

 

 


Anschließend erläuterte Teike Scheepmaker aus dem Team Räumliche Kreisentwicklung und Europa des Kreises Pinneberg präventive Ansätze für die Bauleitplanung. Dabei wurde deutlich, welche Möglichkeiten Kommunen haben, Klimafolgenanpassung systematisch in Planungsprozesse zu integrieren.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Folgen des Klimawandels in den Kommunen bereits konkret spürbar sind. Gleichzeitig wurden Herausforderungen benannt, die eine konsequentere Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen erschweren. Dazu zählen besonders begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen, Flächenkonkurrenzen, unterschiedliche Interessenlagen sowie die Notwendigkeit einer noch stärkeren Zusammenarbeit der zuständigen Akteur*innen über Verwaltungs- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg.

Mit dem aktuell in Erarbeitung befindlichen Klimaanpassungskonzept schafft der Kreis Pinneberg eine umfassende Datengrundlage sowie eine wichtige Entscheidungs- und Planungshilfe für zukünftige Anpassungsmaßnahmen. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit, Sicherheit und Lebensqualität im Kreis spürbar zu erhöhen. Das Konzept soll dem Kreistag im September 2026 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

  
Medieninformation vom 08.06.2026


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