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Notfall-Infopunkt im Kreis Pinneberg erfolgreich im Echt-Einsatz aktiviert


Als Anfang Juni in Bokholt-Hanredder ein Gasaustritt an einer Baustelle eine großräumige Evakuierung erforderlich machte, kam im Kreis Pinneberg ein Notfall-Infopunkt (NIP) im Echt-Betrieb zum Einsatz. Das Fazit aller Beteiligten fällt positiv aus: Die neu eingerichtete Versorgungsstruktur funktioniert – auch unter realen Einsatzbedingungen.

Am Abend des 1. Juni ging der Alarm an die Freiwillige Feuerwehr Bokholt-Hanredder: Gasaustritt an der Hauptstraße. Schnell stellte sich heraus, dass die Lage ernst war: Messungen ergaben eine explosionsfähige Gaskonzentration, die sich im weiteren Einsatzverlauf sogar noch erhöhte. Aufgrund der dynamischen Entwicklung mussten Feuerwehr und Polizei den Gefahrenbereich evakuieren. Rund 50 Personen hatten ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.


20260608 Einsatz Bokholt-Hanredder_Foto_KFV

Parallel dazu richtete die Gemeinde das Bürgerhaus als Notunterkunft (NUK) ein. Auch Bürgermeisterin Katrin Weihrauch-Lenz war vor Ort, um die Menschen zu betreuen, die nicht in ihren Häusern und Wohnungen sein konnten. Da zeitweise auch in Betracht kam, den Strom abzuschalten, aktivierte die Feuerwehr in Abstimmung mit der Kooperativen Regionalleitstelle West zusätzlich den Notfall-Infopunkt im Middenhuus. Damit musste einer der aktuell rund 50 potenziellen Notfall-Infopunkte im Kreis Pinneberg den Betrieb aufnehmen.

„Bokholt-Hanredder hat gezeigt, dass die Konzepte und Strukturen zur Krisenvorsorge im Kreis Pinneberg funktionieren“, sagt Robert Schwerin, Fachbereichsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Pinneberg. „Der aktivierte Notfall-Infopunkt hat seine Praxistauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“


Die Bürgermeisterin lobt insbesondere die enge Abstimmung mit der Einsatzleitung der Feuerwehr. Sie sei frühzeitig über die Gefahrenlage informiert worden und habe während des gesamten Einsatzes regelmäßige Lageupdates erhalten. „Die Kommunikation war zielgerichtet, verlässlich und für die Lagebewältigung äußerst hilfreich“, berichtet Katrin Weihrauch-Lenz.

Im Bürgerhaus konnten sich die wenigen betroffenen Personen, die keine andere Unterbringungsmöglichkeit hatten, sicher aufhalten. Insgesamt wurden vier Personen über einen längeren Zeitraum betreut. Ein von der Feuerwehr eingerichteter Shuttle-Service zwischen Evakuierungsgebiet, Notunterkunft und Notfall-Infopunkt unterstützte insbesondere mobilitätseingeschränkte Menschen. Die kontinuierliche Weitergabe aktueller Informationen trug zudem dazu bei, Betroffene zu beruhigen und Unsicherheiten abzubauen.

Auch Einsatzleiter Christoffer Sühlsen zieht eine positive Bilanz. Neben der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Bürgermeisterin und Leitstelle hebt er die Unterstützung durch die nachalarmierte Feuerwehr Barmstedt sowie die Polizei hervor. „Die Zusammenarbeit aller Beteiligten war konstruktiv, verlässlich und partnerschaftlich“, so Sühlsen.

Während des gesamten Einsatzes wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert. Dort wurde auch auf den Notfall-Infopunkt hingewiesen, der als Anlaufstelle für Informationen und Unterstützung diente.

Der Einsatz macht deutlich, welchen Mehrwert Notfall-Infopunkte bieten. In Krisen- und Katastrophenlagen, aber auch bei örtlichen Gefahrenlagen nehmen sie eine wichtige Rolle ein – insbesondere dann, wenn Kommunikationswege eingeschränkt sind und die Menschen vor Ort persönliche Ansprechpersonen benötigen.

Ein Überblick der Notfall-Infopunkte findet sich auf „Sei bereit“, der Vorsorge-Website des Kreises Pinneberg:
https://sei-bereit.kreis-pinneberg.de/Im+Ernstfall/Notfall-Infopunkte.html

 
Medieninformation vom 08.06.2026


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