Planfeststellungsbeschluss für den Neu- und Ausbau der K22 liegt vor



Kreisstraße K22

Kreisstraße K22 (2)

Nach fast 40-jähriger Planungszeit und 4 erforderlich gewordenen Planänderungsverfahren erreichte die Kreisverwaltung Pinneberg am Mittwoch lang erwartete Post:

Der Planfeststellungsbeschluss für den Neu- und Ausbau der K22 auf dem Gebiet der Städte Tornesch und Uetersen.


Das rund 200 Seiten starke Papier wurde dem Kreis am 19.09.2018 auf elektronischem Wege vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein übersandt. Dazu der dortige Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs: „Ich freue mich, dem Kreis Pinneberg diese sicherlich lang ersehnte Nachricht überbringen zu können. Auch wenn es bis zur endgültigen Genehmigung aufgrund von Umplanungen und der Notwendigkeit von neuen Gutachten eine ganze Weile gedauert hat, so haben Kreis und Land über die gesamte Zeitdauer sehr intensiv und konstruktiv zusammengearbeitet. Mit Erfolg, denn der Ausbau der Kreisstraße 22 ist ein wichtiges Verkehrsprojekt, nicht nur für einzelne Kommunen, sondern für die gesamte Region.“

Landrat Oliver Stolz freute sich über die Nachrichten aus Kiel, warnte aber gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen an einen schnellen Baubeginn: „Die Planfeststellungsbehörde hat angekündigt, die Zustellung an die Einwender sowie die Träger öffentlicher Belange und Verbände im Laufe des Oktobers und die Auslegung voraussichtlich nach den Herbstferien vornehmen zu wollen. Der weitere Fortgang, insbesondere, ob der Beschluss noch beklagt wird, bleibt nun abzuwarten. Sollte dies der Fall sein, rechne ich mit einer Verfahrensdauer vor Gericht von mindestens einem Jahr, eher mehr.“

Der beim Kreis zuständige Fachdienst Straßenbau und Verkehrssicherheit hat zu den gerade begonnen Haushaltsberatungen für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 notwendige Planungskosten in Höhe von 200.000 € für die weitere Fortführung des Projektes eingeworben, die für Dezember 2018 geplanten entsprechenden politischen Beschlussfassungen des Kreistages bleiben abzuwarten. Diese Mittel werden benötigt, damit die Verwaltung die Planungen weiter vorantreiben kann.

Landrat Oliver Stolz rechnet damit, dass frühestens 2020 „die ersten Bagger rollen“ und mit der Realisierung des Neu- bzw. Ausbaus der K22 begonnen werden kann. Die bisherigen Kostenschätzungen für den Ausbau müssen vor dem Hintergrund des jetzt vorliegenden Planfeststellungsbeschlusses und den darin enthaltenen Auflagen, geforderten Untersuchen usw. allerdings nochmals überarbeitet und aktualisiert werden, „so dass zum jetzigen Zeitpunkt seriös keine Summe genannt werden kann“ so Kreissprecher Oliver Carstens.


Geplanter Streckenverlauf

Die Ausbaustrecke beginnt in Uetersen in Höhe der Gleisanlage Stora Enso und führt mit einer neuen Brücke mit südlicher Trassenverschwenkung über den Ohrtbrookgraben sowie begradigtem Trassenverlauf im Bereich Wischmöhlenweg / In de Hörn / Bi de Möhl in Tornesch zur bereits 2001 ausgebauten Einmündung der L107/In de Hörn/Wischmöhlenweg.

Im Bereich der Trassenverschwenkung wird der Geh- und Radweg separat über den alten Wischmöhlenweg mit entsprechender Teilentsiegelung der Oberfläche geführt. Anschließend erfolgt ein Vollausbau der Kreuzung K22/L107 (Ostseite) mit Signalanlage und eine Unterführung der DB-Gleisanlagen mit Anschluss des ausgebauten (2004) Großen Moorweges.


 
Pressemitteilung vom 21.09.2018
Bildinformation: Kreisstraße K22 © Kreis Pinneberg