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Kreis Pinneberg führt Pflegebedarfsplanung durch


Mehr alte Menschen bedeutet: mehr Bedarf an Pflege: Der demografische Wandel stellt auch den Kreis Pinneberg vor große Herausforderungen, wenn es darum geht, die pflegerische Versorgung sicherzustellen. Um sich für die künftige Entwicklung gut vorzubereiten, führt der Kreis Pinneberg aktuell eine wissenschaftlich gestützte Pflegebedarfsplanung durch. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens hat die Universität zu Lübeck mit ihrer Expertise und ihrem Konzept hierfür den Zuschlag bekommen.

Die Pflegebedarfsplanung startet nun im Februar mit einer flächendeckenden Online-Befragung aller Anbieter von Pflegeleistungen im Kreisgebiet. Ergänzend werden Einzelinterviews mit zentralen Institutionen, wie beispielsweise dem Pflegestützpunkt oder der Alzheimerberatung, geführt.

„Ein ‚Weiter-wie-bisher‘ wird aufgrund der demografischen Entwicklung weder finanziell noch personell möglich sein“, sagt Maike Bredehorn, Fachdienstleitung Soziales. „Wir bitten alle Befragten, sich Zeit zu nehmen für die Online-Befragung. Sie helfen uns, ein möglichst realistisches Bild der aktuellen Situation zu gewinnen. Befragungen kosten Zeit. Diese Zeit ist aber gut investiert in die Verbesserung der pflegerischen Situation im Kreis Pinneberg.“

Seitens des Kreises wird der Prozess fachlich begleitet und koordiniert. „Die Rückmeldungen aus der Praxis ermöglichen es, Trends frühzeitig zu erkennen und zukünftige Bedarfe fundiert einzuordnen“, ergänzt Emrah Haldiz, Teamleiter Team Pflege.

Die erhobenen Informationen in Kombination mit den vielen für den Kreis Pinneberg verfügbaren Daten, wie etwa die kleinräumige Bevölkerungsprognose bis zum Jahr 2040, ergeben die Grundlage für den von der Universität zu Lübeck zu erstellenden Pflegebedarfsplan.

Ein weiterer Baustein wird eine am 28. Mai 2026 stattfindende Pflegekonferenz mit Beteiligung von Expert*innen, relevanter Akteure aus der Pflege und Politik sein. In Workshops sollen dort gemeinsam Ansätze zur Sicherung und Verbesserung der pflegerischen Versorgung im Kreis Pinneberg erarbeitet werden.

Aus all diesen Informationen und Daten wird dann gepaart mit wissenschaftlicher Expertise der Universität Lübeck ein umfänglicher Pflegebedarfsplan für den Kreis Pinneberg entstehen. Aus Lagebericht und Prognosen wird der Pflegebedarfsplan Rahmenlinien für zukünftige Maßnahmen ableiten. Er soll Fragen beantworten wie: Wo bestehen bereits heute oder künftig Versorgungsengpässe? Welche Ressourcen oder Best-Practice-Beispiele können die pflegerische Versorgung auch für die Zukunft absichern? Wie können Prävalenzen für zukünftige Pflegebedarfe gesenkt werden?

All diese Fragen können auf Grundlage des Pflegebedarfsplans datenbasiert angegangen werden. Der Pflegebedarfsplan soll im Sommer 2026 vorliegen.

Medieninformation vom 12.02.2026

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