Breitbandversorgung im Kreis Pinneberg - Kreis startet Markterkundungsverfahren

 



Breitbandversorgung

Nach der Erstellung einer Grundlagenstudie im Jahre 2009 hatte der Kreis Pinneberg es in der Folge den kommunalen Entscheidungsträgern in ihren Gemeinden überlassen, selbstständig und eigenverantwortlich auf den Ergebnissen der Gutachter aufzubauen und geeignete Schritte zum Breitbandausbau vor Ort zu wählen.

In diesen 5 Jahren wurden sehr unterschiedliche Aktivitäten unter Beteiligung verschiedenster Akteure zum Ausbau der örtlichen Breitbandversorgung angeschoben. Das Ziel, eine flächendeckende Versorgung mit zukunftsfähiger Breitbandinfrastruktur zu entwickeln, konnte auf diesem Wege aufgrund der Unterschiedlichkeit der getroffenen Maßnahmen jedoch nicht realisiert werden. Diesen Umstand nimmt der Kreis nun zum Anlass, seine Kommunen - dort wo gewünscht - zu unterstützen.

Der Kreis Pinneberg hat durch Beschluss des Kreistages vom 14.10.2015 deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er das Ziel verfolgt, bis Ende 2018 flächendeckend eine Versorgung aller Haushalte des Kreises mit Internetleistungen zu gewährleisten, von denen mindestens 95% eine Bandbreite von mind. 30 Mbit/s (im download) aufweisen wird.

Als erster Schritt zu diesem Ziel hat der Kreis Ende November daher ein sogenanntes „Markterkundungsverfahren“ beauftragt. Im Zuge dieses Verfahrens sind alle Versorgungsunternehmen einschließlich kommunaler Stadtwerke, Zweckverbände etc. aufgerufen, ihre Ausbaupläne für die nächsten 3 Jahre leistungs- und technologiespezifisch offenzulegen und mitzuteilen.

Übergeordnetes Ziel ist es dabei, Einblick in das aktuelle Marktgeschehen zu erhalten und für alle Beteiligten weitgehende Transparenz zu schaffen, um auf dieser Grundlage kooperatives Handeln und die Nutzung von Synergien zu ermöglichen.

Aufgrund der speziellen Komplexität sowie der besonderen beihilfe- und europarechtlichen Rahmenbedingungen bedient sich der Kreis Pinneberg bei der Markterkundung eines fach- und rechtskundigen Beratungsbüros.

Zusätzlich steht mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) dem Kreis Pinneberg ein fachlich kompetenter Partner prozessbegleitend zur Seite.

Das Gesamtverfahren der Markterkundung erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 12 Wochen, so dass mit konkreten Ergebnissen im Laufe des Februar 2016 zu rechnen ist. Die Ergebnisse werden in der Folge allen Kommunen zur Verfügung gestellt, um darauf aufbauend die künftigen Strategien zur flächendeckenden Versorgung beraten zu können.

Für weitergehende Informationen und Rückfragen steht Ihnen Herr Teichmann vom Team Regionalmanagement und Europa des Kreises Pinneberg (Tel. 04121/ 4502 4413 / Mail h.teichmann@kreis-pinneberg.de) zur Verfügung.

 
Pressemitteilung vom 03.12.2015