Kreis Pinneberg zeichnet Präventionsschulen aus



Prävention macht Schule

45 Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet haben am 19.06.2013 eine bundesweit einmalige Auszeichnung erhalten: Sie sind vom Kreis Pinneberg gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und dem Schulamt offiziell als Präventionsschulen ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand im Rahmen einer Feierstunde im Elmshorner Kreishaus statt. Voraussetzung für die Auszeichnung war, dass die Schulen über ausgebildete Präventionskoordinatoren verfügen, ein Präventionskonzept erarbeitet haben und Prävention in einer regelmäßigen Struktur in der Schule eingebunden ist.

PM 2013-06-20"Prävention geht vor Intervention“, machte Landrat Oliver Stolz in seiner Begrüßung deutlich. „In über der Hälfte aller Schulen im Kreisgebiet ist die Prävention fest in den Schulbetrieb verankert. Dies ist absolut vorbildlich. Es freut mich daher, dass wir heute eine so große Zahl von Schulen auszeichnen konnten“, so der Landrat weiter.

„Über 70 Schulen haben in den vergangenen Jahren Präventionskoordinatoren ausbilden lassen und Präventionskonzepte erarbeitet. Damit haben sie Ihre Präventionsarbeit stark vorangetrieben“, erläutert Schulrat Dirk Janssen. „Neben internen Maßnahmen vor allem zur Lebenskompetenzförderung der Schüler haben die Schulen auch externe Angebote verankert und ein tragfähiges Netzwerk ausgebaut. So haben die Träger der Sucht- und Gewaltprävention einen festen Platz in den Schulen eingenommen. Mit der Auszeichnung zur Präventionsschule wird das langjährige Engagement der Schulen gewürdigt“, so Silvia Stolze aus dem Fachdienst Prävention und Jugendarbeit weiter.

„Mit dieser Auszeichnung wollen wir Schulen im Kreis Pinneberg bestärken, ihre erfolgreiche Präventionsarbeit fortzusetzen und gemeinsam mit starken Partnern weiter zu entwickeln“, erläuterte Christa Wanzeck-Sielert, Leiterin des Zentrums für Prävention des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) die Zielsetzung der Auszeichnung. Durch die in den Präventionskonzepten entwickelten transparenten und verbindlichen Strukturen erhielten Lehrkräfte Sicherheit im Umgang mit gefährdeten Schülerinnen und Schülern und erlangten Handlungskompetenz. „Bei der Umsetzung der Präventionskonzepte unterstützen wir die Schulen weiterhin je nach Bedarf durch Fortbildung und Beratung“, sagte die IQSH-Koordinatorin Heike Kühl-Frese, die die Arbeit der Schulen bereits seit drei Jahren begleitet.

Die Auszeichnung erfolgte in Kooperation zwischen dem Kreis Pinneberg, dem IQSH und dem Schulamt.