Fokusgruppe Integration wird gegründet: Damit gute Ideen ihren Weg finden


Menschen nichtdeutscher Herkunft noch besser in das gesellschaftliche Leben vor Ort einzubeziehen, ist das Ziel der Fokusgruppe Integration des Kreises Pinneberg. Sie wird Anfang Juli gegründet und wird sich zusammensetzen aus Expert*innen, die in ihren jeweiligen Bereichen mit dem Thema Integration zu tun haben, etwa Schule, Kita, Kommunen, Arbeit und Beruf, Sport, Sprache, Migrationsberatung oder Ehrenamt. Zudem sind Menschen dabei, die selbst einen Migrationshintergrund haben und aus ihrem eigenen Erleben die Herausforderungen kennen. Ende April hatte es bereits eine Auftaktveranstaltung gegeben, um die Gründung vorzubereiten. Jetzt laufen die letzten Klärungen, um bei der Gründung einen möglichst umfassenden Querschnitt der Integrationsarbeit abzubilden.

Aktuell leben 42.500 Menschen im Kreis Pinneberg, die einen ausländischen Pass haben. Sie stammen aus unterschiedlichsten Ländern und bringen alle ihre eigenen Geschichten und Perspektiven mit. Hinzu kommen weitere Menschen, die zwar einen deutschen Pass haben, von denen aber mindestens ein Elternteil nichtdeutscher Herkunft ist.

„Es geht darum, in der Fokusgruppe vorhandenes Wissen und praktische Erfahrungen zusammenzutragen, um daraus Handlungsempfehlungen für die politischen Entscheidungsgremien zu entwickeln“, erklärt Maike Bredehorn, Fachdienstleiterin Soziales beim Kreis Pinneberg. „Auf diese Weise sorgen wir dafür, dass gute Ideen den Weg in die Politik finden. Die Politik entscheidet schließlich darüber, welche Ideen und Projekte sie finanziert.“


20220524 Gründung Fokusgruppe Inklusion_Bredehorn
20220524 Gründung Fokusgruppe Inklusion_Yzidi

Die Anzahl der Mitglieder ist mit rund 15 Personen bewusst so gewählt, dass die Fokusgruppe ergebnisorientiert arbeiten kann. Sie wird sich in regelmäßigen Abständen alle paar Monate treffen und ist auf Dauer angelegt. Über Jahre hinweg soll sie das Thema Integration vorantreiben und als Beratungsgremium für die Politik zur Verfügung stehen.

„Integration braucht Aufmerksamkeit und wirksame Strukturen“, sagt Bachir Yzidi, Integrationsbeauftragter des Kreises Pinneberg und ebenfalls Mitglied der Fokusgruppe. „Hier geht es um eine friedliche und gut funktionierende Gesellschaft.“

Die künftige Fokusgruppe Integration ist Teil der Sozialplanung des Kreises Pinneberg. Mit dem Ziel, die benötigten Sozialleistungen im Kreis wirtschaftlich zu erbringen und wirkungsorientiert zu steuern, haben sich im Kreis bereits elf Fokusgruppen gebildet, unter anderem zur Gesundheitsversorgung, zur Inklusion oder zur Kinder- und Jugendarbeit. Sie alle folgen dem Prinzip, lokale Institutionen und relevante Akteur*innen im jeweiligen sozialpolitischen Handlungsfeld dauerhaft einzubinden und gemeinsam mit ihnen Impulse für den politischen Diskurs zu geben. Die Fokusgruppen arbeiten selbstbestimmt und können auch Untergruppen einrichten.

Indem sie den Input aus ihren fachlichen Netzwerken kanalisieren und aus unterschiedlichen Perspektiven Vorarbeit für die politische Entscheidungsfindung im Kreistag leisten, werden sie zu einem zentralen Element der Partizipation.

 
Medieninformation vom 24.05.2022


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