Umsetzung des Projektes E-Fuhrpark gestartet - Ausschreibung der E-Flotte läuft



Elektromobilität beim Kreis Pinneberg

Der Kreistag hat es im Dezember 2016 beschlossen - die Kreisverwaltung setzt es um und bereitet sich auf ein neues mobiles Zeitalter vor: Das Projekt E-Fuhrpark ist mit der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen dem Kreis Pinneberg und GP JOULE CONNECT den nächsten konkreten Schritt gegangen.

Die Vereinbarung sieht vor, die E-Flottenlösung mit einer nachhaltigen Ladeinfrastruktur mit 36 Ladepunkten und einer Photovoltaikanlage inkl. Speicher am Standort Elmshorn zu realisieren. Damit setzt die Kreisverwaltung Pinneberg auf eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Mobilität. Zum Jahreswechsel 2019/2020 soll der gesamte Fuhrpark der Kreisverwaltung elektrifiziert sein, der dank intelligenter Buchungsplattform komfortabel nutzbar sein wird. Das Projektvolumen beläuft sich auf insgesamt 490.000 Euro.

Vertragspartner GP JOULE CONNECT liefert nicht nur die Hardware, sondern übernimmt Planung, Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur sowie der eingebundenen PV-Anlage und des Speichers. Zusätzlich wird eine Buchungssoftware für das Fuhrparkmanagement identifiziert, bis zur Einbindung in die bestehenden Systeme durch GP JOULE CONNECT begleitet und am eigenen Firmenstandort in Reußenköge im Kreis Nordfriesland am Live-Beispiel in der E-Mobilität getestet.


20190521 PM E-Mobilität

„Grundlage unserer Entscheidung für diese Zusammenarbeit war die ganzheitliche Betrachtung eines erneuerbaren Systems mit eigener Stromerzeugung, da damit der E-Fuhrpark tatsächlich klimafreundlich und nachhaltig wirkt“, erklärt Andreas Köhler, Leiter des Fachbereiches Service, Recht und Bauen beim Kreis Pinneberg. „Außerdem ist es für uns wichtig, dass der E-Fuhrpark ab dem ersten Tag voll funktionstüchtig bereitsteht. Bis dahin müssen die zu entwickelnden Systemkomponenten praxistauglich entwickelt, erprobt und implementiert werden.“


Torben Jöns, Leiter Vertrieb und Marketing bei GP JOULE CONNECT erklärt dazu: „Von der Beratung, über die Umsetzung bis hin zur vollumfänglichen Wartung - diese 360 Grad Lösung bedeutet eine deutliche Arbeitserleichterung für die Kreisverwaltung Pinneberg, macht eine sehr schnelle Realisierung möglich und hebt wirtschaftlich vorteilhafte Synergien. Das Zusammenspiel von Erneuerbarer Energien, Ladeinfrastruktur und dem smarten und digitalen Buchen der Fahrzeuge ist ein in alle Richtungen innovatives Vorzeigeprojekt.“

Landrat Oliver Stolz, der selbst dienstlich und privat gern e-mobil unterwegs ist, sieht auch einen Mehrwert für andere Kommunen. „Unser Fuhrpark-Konzept kann als Blaupause für vergleichbare kommunale Fuhrparks dienen“, ist Stolz überzeugt. „Der Kreistag hat mit seinem Beschluss zur Umstellung des kreiseigenen Fuhrparks auf E-Mobilität nicht nur Mut bewiesen. Der Kreis trägt damit auch den umweltpolitischen Herausforderungen Rechnung und investiert verantwortungsvoll in die Zukunft,“ so Stolz weiter.


Hintergrundinformation

Der Kreistag hat am 07. Dezember 2016 entschieden, bei Auslaufen der herkömmlichen Leasingverträge des kreiseigenen Fuhrparks grundsätzlich nur noch E-Fahrzeuge zu beschaffen. Auf Basis eines erarbeiteten Feinkonzeptes wird der Beschluss zum kommenden Jahreswechsel umgesetzt. Die Zusammenarbeit mit GP JOULE CONNECT ist ein Teil der Realisierung. Hinzu kommt die Erweiterung der bestehenden Carport-Anlage um 14 Plätze und die Ausschreibung der neuen E-Fahrzeuge. Letztere ist in Arbeit und sieht die Beschaffung von 29 Kleinwagen und 2 Mittelklasse-Wagen mit einer Reichweite von bis zu 200 km vor, 5 Hybrid-Fahrzeuge, die die hohen Reichweiten abdecken werden, sowie 2 herkömmlichen Transportern. Neben der Schaffung von Ladepunkten am Standort Elmshorn sollen alle Außenstellen und übrigen Liegenschaften des Kreises mit Lademöglichkeiten versorgt werden.

Die neue Photovoltaikanlage liefert 65 Kilowatt Nennleistung und kann im Sommer 75 % der täglichen Fahrleistungen des Fuhrparks abdecken.

Im Vorfeld ist im Rahmen der Erstellung des Feinkonzeptes im Detail die Fahrleistung ermittelt worden. Dabei hat sich herausgestellt, dass 30 % der Tagesfahrten bis zu 30 km lang sind, 95 % der Fahrten liegen bis max. 200 km. 95 % aller Tagesfahrten können damit zukünftig rein elektrisch erfolgen. Die Beschäftigten des Kreises wurden bei einer Befragung zu ihren Bedarfen und den Herausforderungen befragt. Das Ergebnis der Befragung, an dem fast 28 % der Mitarbeiter*innen teilgenommen haben, ist in das Feinkonzept eingeflossen. Vor Inbetriebnahme des Fuhrparks sind Schulungen zur veränderten Nutzung des Fuhrparks, zum Betrieb der Fahrzeuge und zur Buchungsplattform vorgesehen.


 
 
Bildinformation: Vertrag für klimafreundliche Mobilität der Kreisverwaltung Pinneberg - Andreas Köhler (links), Kreis Pinneberg, Fachbereichsleiter Service, Recht und Bauen und Torben Jöns (rechts), GP JOULE CONNECT, Leiter Vertrieb und Marketing

Pressemitteilung vom 21.05.2019