Feierliche Verleihung der Kreiskulturpreise in der Drostei

 


Feierliche Verleihung der Kreiskulturpreise in der Drostei

Der Kreis Pinneberg sei reich an Kunst und Kultur. Er zeichne sich besonders durch Vielfalt und ein hohes Qualitätsniveau in allen Sparten aus, machte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann bei der Verleihung der Kreiskulturpreise 2012 in der Drostei in Pinneberg deutlich.

Kulturpreisverleihung 2012„Künstlerische Aktivitäten bereichern unser Leben und sind Teil unserer Kultur, unserer Gesellschaft und nicht zuletzt Ausdruck unserer Identität und unseres Selbstverständnisses. Der Kreiskulturpreis würdigt Leistungen von herausragender Bedeutung, aber auch Leistungen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich durch die Kraft der Idee abheben, die Grenzen überschreiten, Neuland erkunden und den Menschen und der Kunst Orientierung geben und Wege in die Zukunft weisen“, so Tiemann am Sonntag in der Eröffnungsrede.

Kultur verlange den ganzen Menschen und Reichtum bemesse sich nicht am Geld. Die Kulturpreise seien zwar mit Geld dotiert, der Anerkennungspreis mit 5.000, der Förderpreis mit 2.500,- Euro, aber nicht nur die Preisträger, alle Anwesenden würden reicher nach Hause gehen. Der besondere Wert des Kulturpreises sei nämlich nicht nur darin zu sehen, die besonderen Leistungen der Künstlerinnen und Künstler anzuerkennen.

Insbesondere solle er auch in breiteren Bevölkerungskreisen das Interesse am kulturellen Geschehen in der Region wecken.

Im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Kreises verlieh der Kreispräsident dem Musiker Professor Peter Heidrich den Anerkennungspreis für sein Lebenswerk. Die Laudatio für Heidrich hielt Gerhard Folkerts, selbst Kulturpreisträger. Er bezeichnete den Geiger, Komponisten und Lehrer Heidrich, der 1935 in Dresden geboren wurde und seit 1997 in Wedel lebt, als eine herausragende Musikerpersönlichkeit des Kreises Pinneberg. "Er ist der Gegentypus eines Showstars und doch einer der glanzvollen Repräsentanten des Kreises." Heidrich trat selber mit dem 1991 von ihm gegründeten Albis-Quartett auf.

Mit dem Förderpreis, mit dem der Kreis junge Künstler würdigt, ehrte Landrat Oliver Stolz die 39-jährige Malerin und Fotografin Birgit Bessler aus Brande-Hörnerkirchen. Die Künstlerin arbeitet abwechselnd in Brande-Hörnerkirchen und Berlin. Der Gegensatz zwischen der Stille hier und der pulsierenden Hauptstadt befruchte ihre Arbeit, berichtete Bessler am Rande der Preisverleihung. In Galerien in Hamburg, Wien und Berlin seien ihre Werke zu bewundern.

Klaus Bremer sagte als Vorsitzender der Kulturpreis-Jury in einem Grußwort, die Vorschläge für die Preisträger seien so gut gewesen, dass sich die Jury innerhalb von 45 Minuten einig gewesen sei.