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Förderung für Projekte zur Erhaltung, Erforschung und Vermittlung deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa beantragen


Sie erforschen das deutsche Kulturerbe in den ehemaligen Ostprovinzen des Deutschen Reichs, Ost-, Ostmittel-, Südosteuropa, in der ehemaligen Sowjetunion oder Zentralasien? Dann können Sie eine Förderung durch das Bundesministerium des Innern (BMI) beantragen.


Leistungsbeschreibung

Sie können eine Förderung beispielsweise für folgende Projekte in der Sparte "Wissenschaft" erhalten:

  • monografische Untersuchungen und andere Forschungsprojekte
  • Fachtagungen, Symposien, Konferenzen, Workshops
  • Erarbeitung von Lexika, Fachwörterbüchern, thematischen und regionalen Fachbibliographien und Ähnlichem mit dem Ziel der Veröffentlichung (vorzugsweise online)
  • Quellenerschließungen, einschließlich wissenschaftlicher Analyse
  • Digitalisierung des Kulturerbes
  • Veröffentlichung wissenschaftlicher Werke, vorzugsweise in digitalen Formaten
    • Wenn Sie die gedruckte Form beantragen, müssen Sie Angaben darüber machen, warum Sie eine Onlinepublikation nicht in Betracht ziehen. Der Druck von Dissertationen wird nur ausnahmsweise gefördert, wenn
      • die Arbeit die Höchstnote nach der jeweiligen Promotionsordnung erzielt hat (in Deutschland „summa cum laude“) und
      • ein spezifisches Interesse der Wissenschaft an der Veröffentlichung in gedruckter Form besteht.
      • Als Doktorandin oder Doktorand tragen Sie einen Eigenanteil von 20% des ermittelten Förderhöchstbetrages aus Bundesmitteln. Die Förderung von Übersetzungen ist möglich.

Sie können eine Förderung beispielsweise für folgende Projekte in der Sparte "Kulturelle Vermittlung" erhalten:

  • Ausstellungen
  • Tagungen, Seminare und Workshops
  • Angebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
  • Angebote der Bildungs- und Jugendarbeit
  • kulturelle Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Musik, Literatur, Theater und Tanz
  • populärwissenschaftliche Print- und Onlinepublikationen (einschließlich Druckkosten und Übersetzungen)
  • Filme, Ton- und weitere digitale Datenträger
  • Online-Dokumentationen und andere digitale Medienbeiträge (z.B. Podcasts)
  • Ankäufe von herausragenden kulturgeschichtlichen Objekten

Das BMI fördert vor allem Projekte, die folgende Aspekte berücksichtigen:

  • kulturellen Austausch zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern
  • Förderung des akademischen Nachwuchseses
  • internationale Kooperationen
  • Interdisziplinarität
  • Öffentlichkeitswirksamkeit
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen sowie Akteurinnen und Akteuren aus dem östlichen Europa

Über die Höhe der Förderung entscheidet das BMI nach Einzelfall. Sie liegt bei höchstens 100.000 EUR pro Projekt und Jahr.

Sie erhalten keine Förderung für:

  • universitäre Abschlussarbeiten einschließlich Dissertationen
  • die Gründung neuer Buchreihen

Verfahrensablauf

Stellen Sie den Antrag auf Förderung auf elektronischem Weg beim Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE).

  • Laden Sie das Antragsformular auf der Internetseite des BKGE herunter.
  • Füllen Sie den Antrag elektronisch aus.
  • Drucken Sie den Antrag aus, unterschreiben ihn und scannen Sie ihn wieder ein.
  • Senden Sie den unterschriebenen Antrag und die sonstigen erforderlichen Unterlagen per E-Mail an das an das BKGE.
  • Das BKGE begutachtet Ihren Antrag fachlich. Gegebenenfalls schaltet das Bundesministerium des Innern (BMI) weitere Gutachterinnen und Gutachter ein. Das BMI berücksichtigt diese fachlichen Stellungnahmen bei seiner Entscheidung über Ihren Antrag.
  • Das BMI informiert Sie über seine Entscheidung. Danach leitet das BMI Ihren Antrag an das Bundesverwaltungsamt (BVA) weiter. Das BVA prüft Ihren Ausgaben- und Finanzierungsplan.
  • Sie erhalten vom BVA auf elektronischem Weg Bescheid, ob Ihr Antrag auf Förderung bewilligt wird.
  • Wenn Sie Ihr Projekt abgeschlossen haben: Weisen Sie beim BVA die Verwendung der Fördermittel nach und legen den Abschlussbericht vor.
Voraussetzungen
  • Ihr Projekt leistet einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung oder kulturellen Vermittlung der deutschen Vergangenheit in den:
    • ehemaligen Ostprovinzen des Deutschen Reichs und
    • den Siedlungsgebieten der Deutschen in den Staaten
      • Ostmitteleuropas,
      • Osteuropas,
      • Südosteuropas und
      • Zentralasiens.
  • Ihr Fokus liegt in der Zeit vom Mittelalter bis in die Gegenwart. 
  • Ihr Vorhaben entspricht thematisch und methodisch aktuellen wissenschaftlichen Standards und dem internationalen Forschungsdiskurs.
  • Ihr Projekt hat einen nachhaltigen Effekt zum Ziel, etwa
    • wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn,
    • Lerneffekt beim Publikum,
    • vertiefte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit oder
    • einen Beitrag zur Aussöhnung in Europa oder Ähnliches.
  • Ihr Projekt trägt in besonderem Maße zur Erreichung der Förderziele bei.
  • Die Bearbeiterin oder der Bearbeiter Ihres Forschungsprojekts hat mindestens
    • Master,
    • Magister,
    • Staatsexamen oder
    • einen vergleichbaren Hochschulabschluss.
  • Sie haben mit dem Projekt noch nicht begonnen.
  • Ihre ordnungsgemäße Geschäftsführung ist gesichert.
  • Sie sind in der Lage, die bestimmungsgemäße Verwendung der Mittel nachzuweisen.
  • Die Gesamtfinanzierung des Projekts ist gesichert.

Anträge können stellen:

  • juristische Personen mit Sitz in Deutschland
    • Verein
    • Stiftung des Privatrechts
    • GmbH
    • Aktiengesellschaft
    • eingetragene Genossenschaft
    • Körperschaft des öffentlichen Rechts
    • Anstalt des öffentlichen Rechts
    • Stiftung des öffentlichen Rechts
Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Antrag auf Projektförderung 
  • Ausgaben- und Finanzierungsplan (Vordruck)
  • ausführliche Projektdarstellung:
    • Arbeitsmethoden
    • erwartete Ergebnisse mit zahlenmäßiger Unterlegung
    • Bedeutung der Maßnahme für die Antragstellerin oder den Antragsteller 
    • Förderziele
    • Zeitplan
    • Angaben zur Projektleiterin oder zum Projektleiter sowie zur Bearbeiterin oder zum Bearbeiter
  • zusätzlich (je nach Einzelfall):
    • Nachweis über zugesagte Drittmittel oder Nachweis über die Bemühungen, Drittmittel einzuwerben
    • Entwurf eines Werkvertrages oder eines befristeten Arbeitsvertrages beziehungsweise Honorarvertrages
    • Tagungsprogramm mit zeitlichem Ablaufplan sowie Aufstellung der Referentinnen und Referenten mit Angabe der Themen
    • Vorberechnung für Publikationen und Typoskript in digitaler Form
    • Vergleichsangebote gemäß den vergaberechtlichen Bestimmungen
    • Angaben zur Art der angestrebten wissenschaftlichen Kooperation mit Einrichtungen im In- und Ausland
    • bei erstmaliger Antragstellung: Satzung oder Geschäftsordnung
    • Vertretungsberechtigung
    • Bonitätsauskunft der Hausbank
    • Auszug aus dem Vereinsregister (bei Vereinen) 
    • Freistellungsbescheid des Finanzamtes
    • Bescheid über Vorsteuerabzugsberechtigung (bei entsprechender Berechtigung)
    • Tätigkeitsberichte der letzten 2 Jahre

Wenn Sie Ihr Projekt abgeschlossen haben, müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:

  • Nachweis über die Verwendung der Fördermittel
    • alle Rechnungen und Belege, die mit den Projektausgaben zu tun haben und
    • einen Sachbericht
  • Erfolgskontrolle:
    • Projektbericht
    • weitere Unterlagen zur Erreichung der Erfolgskontrollkriterien
Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Kosten an.

Welche Fristen muss ich beachten?
  • Einsendeschluss für einen vollständigen Projektantrag: 31. August eines Jahres
  • Nachweis über Verwendung der Mittel: spätestens 6 Monate nach Projektende 
Rechtsbehelf
  • Widerspruch
  • verwaltungsgerichtliche Klage
Was sollte ich noch wissen?
  • Sie haben keinen Anspruch auf die Bewilligung der Förderung.
  • Eine weitere Fördermöglichkeit für Projekte der kulturellen Vermittlung und der Erhaltung deutscher Kulturgegenstände gibt es im Rahmen der Kulturförderung nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG). Diese Förderung können Sie bei den Bundesländern beantragen.
Bundesministerium des Innern (BMI), Referat DG I 6
Adresse
Graurheindorfer Straße 198
53117 Bonn, Stadt
Postanschrift
53111 Bonn, Stadt
Telefon
+49 228 99681-13536
E-Mail
DGI6@bmi.bund.de
WWW
Internetseite des Bundesministeriums des Innern
Verkehrsanbindung
Parkplätze
    Verkehrsanbindung
    Parkplätze
      Gebäudezugänge
      • Aufzug vorhanden
      • Rollstuhlgerecht
      Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE)
      Adresse
      Johann-Justus-Weg 147A
      26127 Oldenburg (Oldenburg)
      Telefon
      +49 441 96195-0
      Fax
      +49 441 9619533
      E-Mail
      bkge@bkge.bund.de
      WWW
      Internetseite des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
      Öffnungszeiten

      Montag bis Freitag: 8:00 Uhr bis 16:30 Uhr

      Verkehrsanbindung
      Parkplätze

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