Kulturpreise 2014 gehen an Anna Gudjónsdóttir und das A-Cappella Ensemble „Quartonal“


Kulturpreis 2014

Kulturpreis 2014 (© gma/ Pinneberger Tageblatt)

Im Rahmen einer von der Kulturpreisjuryvorsitzenden Stefanie Fricke einberufenen Pressekonferenz wurden die Preisträger des Jahres 2014 vorgestellt.

Die feierliche Kulturpreisverleihung fand am 2. November 2014 in der Landdrostei Pinneberg statt.


Der Anerkennungspreis, der mit 5.000 € dotiert ist, geht an die freischaffende Künstlerin Anna Gudjónsdóttir

Mit dem Kulturpreis an Anna Gudjónsdóttir ehrt die Jury eine Künstlerin, deren Schaffen in herausragender Weise künstlerische Verantwortung und gesellschaftliches Bewusstsein verbindet.

Anna Gudjónsdóttir wurde 1958 in Reykjavík, Island, geboren. In den Achtzigerjahren kam sie nach Hamburg und studierte freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste bei Professor Franz Erhard Walther. Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtete sie als Gastprofessorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und an der Kunsthochschule in Reykjavík.

Anna Gudjónsdóttir ist Malerin und hat ihr Atelier in Schenefeld. Sie benutzt das Medium in seiner vielfältigen Art und Weise innerhalb ihrer Ausstellungen wie auch im öffentlichen Raum. Inhalte mit denen sie sich in ihren Werken beschäftigt sind unter anderem: Herkunft und Ursprung, das Leben in seinem konstanten Fluss und Wachstum, Geburt und Tod, die Endlosigkeit des Weitergehens, der Versuch, Unsichtbares sichtbar zu machen und die Sensibilisierung der Sinne.

Ein anderes Thema, dass die Künstlerin in der Ausstellung in Schenefeld aufgefriffen hat und das den Titel „Vitrine“ trägt, ist die Auseinandersetzung mit der Innen- und der Außenwelt, wie sie in den Vitrinenbildern sich darstellt. Dabei setzt sich die Künstlerin besonders mit dem jeweiligen Ort auseinander. In diesem Fall stellt sich der Ratssaal des Rathauses Schenefeld seinerseits als Vitrine in der Vitrine dar.

Der Förderpreis, der mit 2.500 € dotiert ist, geht an das A-Cappella Ensemble "Quartonal"

Hervorgegangen ist „Quartonal“ aus den Chorknaben Uetersen. Mirko Ludwig, Tenor, Florian Sievers, Tenor und Christoph Behm, Bariton, haben dort ihre Wurzeln, wurden geprägt und konnten dort behutsam ihren homogenen Ensemble-Klang entwickeln, der Quartonal heute besonders auszeichnet. Lediglich Bassist Sönke Tams Freier stammt aus Hamburg.

Wo immer aber Quartonal auftritt: Die Chorknaben Uetersen und damit auch der Kreis Pinneberg sind mit im Gepäck. Insofern müssen die vier ohne Frage als erfolgreiche und positive Botschafter des Kreises Pinneberg gesehen werden. Darüber hinaus ist es ihnen aber auch ein Anliegen, Ihre Konzerttätigkeit in der Region immer wieder sehr aktiv voranzutreiben. Immer wieder ist Quartonal in der Region zu hören, sei es in der Klosterkirche Uetersen, in der Drostei oder anderen Orten. Im Sommer 2014 ist Quartonal zudem gleich mit drei Konzerten im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals vertreten.

 
Foto: © gma/ Pinneberger Tageblatt