Kulturpreis 2006


Kulturpreis 2006

Kulturpreis 2006Kulturpreise 2006 gehen an Valeri Krivoborodov und Olrik Kohlhoff

Klaus G. Bremer -als Vorsitzender der Kulturpreisjury- und Marlene Köhler -als Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport- haben die diesjährigen Kulturpreisträger im Rahmen eines Pressegespräches der Öffentlichkeit vorgestellt.


Die feierliche Kulturpreisverleihung fand am 05. November 2006 in der Drostei statt.


Valeri KrivoborodovDer Cellist Valeri Krivoborodov erhält für seine hervorragenden musikalisch-künstlerischen Fähigkeiten den Anerkennungspreis für künstlerisch Schaffende. Er ist Solocellist der Hamburger Symphoniker und lebt in Halstenbek.

Valeri Krivoborodov ist 1947 in Moskau geboren. Er erhielt am Tschaikowsky-Konservatorium eine Dirigentenausbildung und studierte dort Violoncello mit abschließender Promotion. Von 1970 bis 1980 war Krivoborodov Mitglied des Moskauer Klaviertrios. In den Jahren 1972 bis 1980 war er Solocellist des weltberühmten Moskauer Kammerorchesters unter Leitung von Rudolf Barschai. Er emigrierte 1980 er nach Deutschland, wo er im selben Jahr in Hamburg bereits seine Stelle als Solocellist antreten konnte. Valerie Krivoborodov lebt mit seiner Familie seit 1990 als deutscher Staatsbürger in Halstenbek.

Gerhard Folkerts, Sprecher der Sparte Musik der Kulturpreisjury, beschreibt die besondere Qualitäten von Valerie Krivoborodov:

Erstens ist er ein Musiker besonderer Qualifikation. Dies dokumentieren zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen, seine umfangreichen Konzerttätigkeiten und Zusammenarbeiten, u.a. mit David Oistrach, Emil Gilels und Yehudi Menuhin, im Hamburger Klaviertrio und im Hamburger Schostakowitsch-Quartett.

Zweitens zeigt Valeri Krivoborodov im Kreis Pinneberg ein vorbildhaftes Engagement. In Wedel leitet er die Aufführungen des traditionsreichen Kammerorchesters und Kammerchores. In Halstenbek organisiert Krivoborodov die Konzertveranstaltungen. Zudem fördert er Kinder und Jugendliche im Kreis.

Die Jury begründet die Wahl von Valerie Krivoborodov mit seinem vorbildhaften persönlichen Engagement im Kreis Pinneberg und der außergewöhnlichen Musikalität.


Olrik KohlhoffDer Grafiker Olrik Kohlhoff erhält für seine hervorragenden künstlerischen Fähigkeiten den Förderpreis für den künstlerischen Nachwuchs.

Olrik Kohlhoff ist 1971 in Pinneberg geboren. Er hat 1991 am Theodor-Heuss-Gymnasium in Pinneberg sein Abitur abgelegt. Nach kurzem Studium der Freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studierte er von 1993 bis 2000 Freie Grafik an der Muthesius-Hochschule in Kiel. Dort übernahm er von 2004 bis 2006 die Vertretung einer Gastprofessur.

Olrik Kohlhoffs Werk, meist monochrome Arbeiten auf Papier, manchmal mit kurzen Texten kombiniert, zeichnet eine erkennbare Handschrift von formaler und inhaltlicher Souveränität aus. In alltägliche Szenen schleichen sich ungewohnte Elemente oder Worte ein, die die vordergründige Klarheit und Ruhe einer vermeintlich unproblematischen Realität stören. Kohlhoff durchsetzt die Wirklichkeit mit scheinbaren Banalitäten und märchenhaften Elementen, die oft stärkere Präsenz erhalten als die Wirklichkeit selbst. Damit gibt er Anstöße, allzu Selbstverständliches neu zu befragen und zu reflektieren.