Meilensteine der Pinneberger Verwaltungsreform

 


Meilensteine

Vor Beginn der Reform war die Verwaltung in 6 Dezernate und 19 Ämter gegliedert. Es ist seit 1992 das Ziel, die herkömmliche Verwaltung durch eine von Grund auf reformierte Kreisverwaltung zu ersetzen und ein modernes Dienstleistungsunternehmen zu schaffen.

1994

  • Der Kreistag stimmt der neuen Struktur der Verwaltung zu.
  • Eine Projektgruppe und eine Controllingstelle werden eingerichtet.
  • Die Produktdefinition beginnt.

1995

  • Der Kreisausschuss beschließt am 17. Mai auf Empfehlung des Kreistages die neue Organisationsform, ab dem 9. Juni ist das Fachbereichsmodell in der Praxis gelebte Realität. Ziele sind: Kosten- und Leistungsrechnung, Budgetierung, Berichtswesen, Anlagebuchführung.
  • Der Kreistag bindet sich selbst an die neuen Grundsätze.
  • Unter Beteiligung der Mitarbeiter/innen beginnt in den Fachbereichen die Erarbeitung der "Binnenstrukturen".
  • Die Kreisverwaltung beginnt ihre Orientierung hin zu einem modernen  Dienstleistungsunternehmen, das den künftigen Anforderungen gewachsen ist.

1996

  • Der Kreistag beschließt den ersten Teilbudgethaushalt (Personal, Sachkosten, Fortbildung, Ausbildung und Gebäudeunterhaltung).
  • Aufbau einer entsprechenden EDV.
  • Teilweise Änderung der Ausschussstruktur analog der Fachbereichsordnung.
  • Der Kreis gibt sich ein Leitbild.
  • Die erstmalige Produktdefinition ist abgeschlossen.

1997

  • Der Kreistag beschließt die ersten Zuschussbudgets.
  • Seit dem 01.01. gibt es drei Bereichsausschüsse sowie Fachausschüsse und übergreifend zunächst den Kreisausschuss als wichtigstes Beschlussgremium in den Angelegenheiten, die nicht dem Kreistag vorbehalten sind. Ebenfalls bereichsübergreifend arbeiten der Finanzausschuss, der Wahlprüfungsausschuss, der Werksausschuss für den Eigenbetrieb der vier Kliniken des Kreises und der Frauen- und Gleichstellungsausschuss.

1998

  • Die Pflicht zum Aufbau eines Berichtswesen wird in der schleswig-holsteinischen Kommunalverfassung festgeschrieben.

2000

  • Der Bedarf zur Reorganisation des bislang extrem dezentral ausgerichteten Controllings wird deutlich. (Diese wird 2005 mit der Umsetzung des Steuerungskonzeptes in seiner jetzigen Form Realität.)
  • Die vorhandenen Instrumente werden weiter professionalisiert.
  • Am 01.06. unterzeichnen der Landrat, die Fachbereichsleitungen und der Personalrat die Grundsätze der Personalentwicklung mit den Themenfeldern "Führung und Zusammenarbeit", "Berufliche Entwicklung", "Auswahlverfahren", "Gleichstellung", "Beurteilung", "Ausbildung" und "Arbeitsumfeld".
  • Zur Umsetzung der Personalentwicklungsgrundsätze werden unverbindliche Orientierungshilfen entwickelt.
  • Das Mitarbeitergespräch wird verbindlich eingeführt; die Verantwortung für die  Umsetzung der PE-Grundsätze liegt bei den Vorgesetzten.

2001

  • Der Kreis Pinneberg reflektiert knapp 10 Jahre Verwaltungsreform bei seinem Verwaltungskongress.
  • In einem Zielfindungsworkshop definieren Vertreter diverser Gruppen im Kreis erste strategische Ziele im und für den Kreis Pinneberg
    • Gesellschaftlichen Zusammenhalt und Identifikation mit dem Kreis stärken
    • Gesicherte soziale Lebensbedingungen gewährleisten und attraktive kulturelle  Lebensbedingungen ermöglichen
    • Wirtschaftsstandort fördern und Arbeitsplätze ausbauen
    • Bildung gewährleisten und lebenslange Lernprozesse unterstützen
    • Gesunde Umwelt nachhaltig sichern
    • Mehr Bürgernähe schaffen

2002

  • Start der flächendeckenden Anlagebuchführung.
  • Der Kreis stellt seinen ersten Produkthaushalt auf.

2003

  • Das neue Logo für den Kreis Pinneberg soll die Bedeutung unseres Kreises als weltweit größtes zusammenhängendes Baumschulgebiet darstellen.

2004

  • Die Stabstelle "Metropolregion Hamburg" nimmt als strategisches Projekt ihre Arbeit auf, um den Kreis Pinneberg als starken Partner innerhalb der Metropolregion zu positionieren.
  • Innerhalb der Kreisverwaltung strukturieren erstmalig in einer Zielklausur (Stärken-Schwächen-Analyse) der obersten Führungsebene erarbeitete Betriebsziele die Arbeit in den internen Zielfeldern und ordnet den Zielen Maßnahmen und Projekte zu:
    • Intensivierung der Bürgerorientierung: Aktualisieren des Beschwerdewesens
    • Entwicklung eines Konzeptes für ein geographisches Informationssystem (GIS)
    • Projekt Vernetzung: Aufbau eines Kreisnetzes zu Schaffung einer technischen Infrastruktur
    • Projekt EDV: Effiziente und effektive EDV-Strukturen schaffen
    • Projekt Haushaltskonsolidierung: Systematische und planvolle Überprüfung aller Aufgaben und Produkte des Kreises
    • Projekt: Aktualisierung des Controllingkonzeptes: Einführung eines zweckmäßigen und effektiven Planungs- und Kontrollsystems
    • Projekt Kommunikation: Identifizierung der wesentlichen Kommunikationsprobleme und Erarbeitung von Lösungsansätzen
  • Nach einem einheitlichen, strukturierten Verfahren werden erstmalig für die gesamte oberste Führungsebene Zielvereinbarungen geschlossen und quartalsweise Berichtsgespräche geführt.
  • Das bislang extrem dezentral organisierte Controlling der Kreisverwaltung wird nach intensiver Analyse zu einem großen Teil zentralisiert. Zum 01. August beginnen zwei operative zentrale Controller mit ihrer Einarbeitung.
  • Prozessoptimierung: Mit dem Stellenpool wird ein Instrument geschaffen, das Beschäftigte, für die es auf ihrem bisherigen Arbeitsplatz keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr gibt, über den Stellenpool auf feste Arbeitsplätze innerhalb oder außerhalb der Kreisverwaltung vermittelt.

2005

  • Nach Abschluss der wesentlichen Vorarbeiten in 2004 beschließt der Kreistag im Mai einstimmig das neue Steuerungskonzept des Kreises Pinneberg. Dieses führt die Vielzahl der bis dahin entwickelten Einzelkonzeptionen zu den Steuerungsinstrumenten und zur Organisation des Controllings zu einem in sich stimmigen Gesamtsystem zusammen.
  • In den "Personalwirtschaftlichen Zielen und Rahmenregelungen der Kreisverwaltung Pinneberg" sind alle personalrelevanten Themen einschließlich der Anpassung der Personalentwicklungsgrundsätze zusammengeführt.

Aktuell

  • "Neues Steuerungsmodell": Mit den neuen Zuständigkeitsregelungen in der Kreisordnung und der Doppik im neuen kommunalen Haushaltsrecht wird die Formulierung von produktbezogenen Zielen möglich und zugleich verbindlich. Im Mittelpunkt stehen alle Elemente der Verwaltungsmodernisierung  (dezentrale Aufgaben- und Ressourcenverantwortung, Produktorientierung, Zielentwicklung und Zielvereinbarung, Budgetierung und Controlling).
  • Mit der Einführung der Doppik erhält der Kreis Pinneberg als erster Kreis in Schleswig-Holstein ein neues kommunales Rechnungswesen auf Basis der kaufmännischen doppelten Buchführung. Bestandteil wird ein neues Haushaltsrecht mit der Kosten- und Leistungsrechnung, der Budgetierung und einer Produktorientierung (Produkthaushaltsplan) sein.
  • Die Umsetzung der neuen tarifrechtlichen Vorgaben des TvÖD wird zu einer Weiterentwicklung der Zielvereinbarungen führen. Dies betrifft insbesondere die Leistungsorientierte Bezahlung aber auch ein weiteres Herunterbrechen der Zielvereinbarungen bis auf einzelne Mitarbeiter.