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Der Bundesrat hat dem vom Deutschen Bundestag beschlossenen „Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Finanzhilfen des Bundes zum Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder und zur Änderung weiterer Gesetze“ am 25.06.2021 zugestimmt. Das Gesetz enthält u. a. einen einmaligen Kinderfreizeitbonus für bedürftige Kinder in Höhe von 100 €.

Für Kinder und Jugendliche, die im August 2021 leistungsberechtigt nach dem Dritten Kapitel SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt) oder dem Wohngeldgesetz sind, wird der Kinderfreizeitbonus von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf Antrag gewährt.

Der Antrag ist auf der Internetseite der Familienkasse (https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderfreizeitbonus) abrufbar und auch als Dateianhang am Ende dieser Seite hinterlegt. Dort finden sich auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt weitere allgemeine Informationen rund um das Thema Kinderfreizeitbonus.


Der ausgefüllte Antrag kann zusammen mit entsprechenden Nachweisen darüber, dass das betreffende Kind im August 2021 leistungsberechtigt nach dem Dritten Kapitel des SGB XII ist bzw. beim Wohngeld als Haushaltsmitglied berücksichtigt wird, entweder per Post direkt an die jeweils zuständige Familienkasse geschickt werden oder per E-Mail an die zentrale E-Mail-Adresse Kinderfreizeitbonus@arbeitsagentur.de. Antragstellende, die das Kindergeld nicht von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten, müssen außerdem einen Nachweis über die Festsetzung des Kindergeldes für August 2021 beifügen.

Die zuständige Familienkasse kann regelmäßig dem letzten Kindergeldbescheid entnommen werden. Für den Fall, dass die Antragstellenden ihr Kindergeld nicht von der Familienkasse der BA bekommen oder den Kindergeldbescheid nicht zur Hand haben, ist auf der Internetseite der Dienststellenfinder der BA (https://www.arbeitsagentur.de/ueber-uns/an-sprechpartner) verlinkt. Über die Eingabe der Postleitzahl kann so die zuständige Familienkasse ermittelt werden.

Vorliegend nicht betroffen sind Kinder und Jugendliche, die im August 2021 existenzsichernde Leistungen nach dem SGB II, dem Bundesversorgungsgesetz oder dem AsylbLG erhalten. Für sie wird der Kinderfreizeitbonus kraft Gesetzes ohne Antrag nach dem jeweiligen Leistungsrecht SGB II, BVG oder AsylbLG gewährt.