Schule

DAZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache)

Die in Deutschland gültige Schulpflicht gilt für alle Kinder, auch für Kinder mit Fluchthintergrund. Die Schulpflicht beträgt 12 Jahre. Kinder im schulpflichtigen Alter nichtdeutscher Herkunftssprache erhalten in sogenannten DAZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache-Klassen) in den Grund- und weiterführenden Schulen eine sprachliche Förderung. Dort werden die Schülerinnen und Schüler stufenweise in die Regelklassen überführt. Die Verteilung der SchülerInnen und Schüler sowie die Feststellung eines Sprachförderbedarfs werden den sogenannten DAZ-Zentren sowie durch das Schulamt organisiert.
 


Sprachintensivförderungsmaßnahme (SPRINT)

Sollte bei der Schuleingangsuntersuchung ein besonderer Sprachförderbedarf festgestellt werden, nehmen noch nicht schulpflichtige Kinder an einer Sprachintensivförderungsmaßnahme (SPRINT) teil. Diese wird im letzten Halbjahr vor der Einschulung meist in den Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Die Kurse richten sich an Kinder mit oder ohne Migrationshintergrund, die nur geringe oder keine Kenntnisse der deutschen Sprache haben.


Anerkennung von Bildungsabschlüssen

Einige Personen können, aufgrund ihrer Flucht, unverschuldet ihre Bildungsabschlüsse nicht durch die erforderlichen Dokumente nachweisen, so dass die Anerkennung der Abschlüsse durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur nicht möglich ist. Durch die sogenannte Plausibilitätsprüfung in der Herkunfts- oder Unterrichtsprache kann der Bildungsstand abgeglichen werden und bestimmte schulische Zugangsberechtigungen bestätigt werden oder die Bescheinigung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt genutzt werden.

 

Weitere Informationen finden Sie beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.


BIK-Klassen (Berufsintegrationsklassen)

In den beruflichen Schulen in Pinneberg und Elmshorn werden berufsschulpflichtige Flüchtlinge zwischen 16 und 18 Jahren in Berufsintegrationsklassen beschult. Sie erhalten dort eine vermehrte Sprachförderung, um sprachliche Defizite zu beheben, eine Berufsvorbereitung und sozialpädagogische Unterstützung, die zu einer Ausbildungsreife führen sollen.

 

Weitere Informationen erhalten sie direkt an den Beruflichen Schulen in Elmshorn und Pinneberg.


Finanzielle Unterstützung zur Bildung und Teilhabe

Wenn Eltern und Familien Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem SGB XII (Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt) oder Leistungen nach §1a, 2 und 3 des Asylbewerber-Leistungsgesetzes beziehen, können Sie auf Antrag finanzielle Unterstützung durch das Bildung- und Teilhabe-Paket erhalten beim Kreis Pinneberg erhalten.

 
Empfänger von Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld) erhalten die Unterstützung durch das Bildung und Teilhabe-Paket beim zuständigen Jobcenter.

 

Dies gilt insbesondere für:

  • Lernförderung
  • Mittagessen in der Schule
  • Kultur, Sport und Freizeit
  • Schulausflüge
  • Schulbedarf
  • Schülerbeförderung

 
Weitere Informationen zur Förderung durch den Kreis Pinneberg unter Bildungs- und Teilhabepaket.


Praktikumsbörse

Das Praktikum stellt ein wichtiges Element in der Berufsorientierung dar und trägt somit auch zur Integration bei, indem es Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche- und strukturen gewährt. Das Projekt Rückenwind - Jugendmobilität Westküste bietet hierfür eine überregionale Praktikumsbörse an, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Unternehmen können sich präsentieren und Jugendliche haben Zugriff auf ein breites Angebotsspektrum an Praktika.