Jugendferienwerk

Das Land Schleswig-Holstein gewährt auf der Grundlage des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz), nach §19 des Schleswig-Holsteinischen Jugendförderungsgesetzes (JuFöG) Zuwendungen für Ferien- und Freizeitmaßnahmen von freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe, an denen Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren (ausschlaggebend ist hierbei das Alter bei Eintritt der Maßnahme) aus finanziell bedürftigen Familien teilnehmen.

Träger von Freizeiten können daher ihre Fahrten zur Teilnahme am Jugendferienwerk anmelden.

Zu den finanziell leistungsschwachen Familien gehören grundsätzlich Familien, die

  • Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (ALG 2), III (ALG 1) oder XII (Sozialhilfe) bzw.
  • Wohngeld oder
  • Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz erhalten, sowie
  • Familien, deren regelmäßiges Nettoeinkommen die Einkommensgrenze nicht übersteigt.
      

Die Einkommensgrenze ist auf 180 % der in Schleswig-Holstein geltenden Sozialhilferegelsätze festgesetzt. Die genauen Beträge können Sie bei uns erfragen.

Die Ferienaufenthalte sollen mind. 10 Tage, höchstens 21 Tage dauern. Aus besonderen Gründen kann die Mindestdauer geringfügig unterschritten werden.

Je nach Größe der Gruppen kann folgende Anzahl von Betreuer/innen in die Förderung einbezogen werden:

  • 1 bis 8 Jugendferienwerkskinder = 1 Betreuungskraft
  • 9 bis 16 Jugendferienwerkskinder = 2 Betreuungskräfte
  • 17 bis 24 Jugendferienwerkskinder = 3 Betreuungskräfte

 
Die Kostenbeteiligung sollte pro Kind 7,-- EURO pro Person und Tag nicht übersteigen. Außerdem hat der Veranstalter eine Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Jugendferienwerkskinder und Betreuer/innen abzuschließen.

Zur Zeit wird für einen Platz, der am Jugendferienwerk teilnimmt, 10 € pro Tag und Teilnehmer gezahlt. Mit dem Landeszuschuss muss die Gesamtfinanzierung der Maßnahme sichergestellt sein.

Anträge sind bis 01.05. eines Jahres beim Fachdienst Jugend und Bildung des Kreises Pinneberg einzureichen. Später eingereichte Anträge können nachrangig berücksichtigt werden.