Kindertagespflege - Informationen für Kindeseltern


Informationen für Kindeseltern

Änderungen in der Kindertagespflege ab August 2018

Das vom Kreis Pinneberg maximal anerkannte Entgelt von Kindertagespflegepersonen beträgt künftig 4,34 € pro Kind und Betreuungsstunde. Eine Erhöhung des Entgelts erfolgt nicht automatisch, sondern auf Antrag der Kindertagespflegeperson, nachdem der den Zahlungen zugrunde liegende Betreuungsvertrag mit den Eltern entsprechend angepasst worden ist.

Für ein Kind im Krippenalter muss ab August 2018 keine Differenzkostenermäßigung mehr beantragt werden, sofern das Kind mindestens 12 Stunden pro Woche betreut wird. Dann erhalten die Eltern einen Kostenbeitragsbescheid in Höhe des vergleichbaren Kita-Beitrags, sodass die Differenzkosten zwischen der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson und der in einer Krippe automatisch vom Kreis Pinneberg übernommen werden. Für Kinder, die sich bereits in der Betreuung befinden, muss also keine Verlängerung der Differenzkostenermäßigung beantragt werden. Ist jedoch eine Geschwisterermäßigung oder eine einkommensabhängige Ermäßigung beantragt worden, deren Gewährung bis zum 31.07.2018 befristet worden ist, ist für das neue Kindergartenjahr ein Folgeantrag einzureichen.

Zahlungen des Kostenbeitrags ab August 2018

Aufgrund eines hohen Arbeitsaufkommens zum Wechsel des Kindergartenjahres ist es möglich, dass nicht alle Eltern zum 01.08.2018 einen ab dann geltenden Kostenbeitragsbescheid erhalten. Wenn Ihr Kind sich bereits in der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson befindet, können Sie Ihren Dauerauftrag zunächst unverändert lassen, bis Ihnen der neue Kostenbeitragsbescheid vorliegt.


 
Im Kreis Pinneberg sind ab dem 01.08.2014 umfassende Änderungen in der Kindertagespflege in Kraft getreten. Kindertagespflegepersonen („Tagesmütter/ Tagesväter“) können für die Betreuung von im Kreis Pinneberg wohnhaften Kindern ein Entgelt beim Fachdienst Jugend und Bildung der Kreisverwaltung Pinneberg beantragen. Im Gegenzug wird bei den Kindeseltern ein Kostenbeitrag erhoben, der mit einer Rechnung vergleichbar ist. Dann besteht die Möglichkeit, eine Reduzierung des Kostenbeitrags zu beantragen. Sobald eine Ermäßigung beantragt wurde, ist der ursprünglich geforderte Betrag von den Eltern zunächst nicht zu überweisen: Nach der abschließenden Bearbeitung des Ermäßigungsantrages erhalten die Antragsteller einen korrigierten Kostenbeitragsbescheid, aus dem der tatsächlich monatlich zu zahlende Betrag hervorgeht. Für etwa 2100 Kinder erfolgte oder erfolgt die Abrechnung bereits über den Kreis Pinneberg.


Welche Ermäßigungen kann man beantragen?
Voraussetzungen für eine Ermäßigung
Anträge auf Weiterbewilligung einer Ermäßigung
Differenzkosten
Mehrkosten in einer Kindertagesstätte außerhalb des Kreises Pinneberg
Einkommensabhängige Ermäßigung
Geschwisterermäßigung
Höhe von Ermäßigungen
„Ich habe vor längerer Zeit einen Ermäßigungsantrag gestellt, von diesem aber noch nichts gehört.
Kita-Geld ab Januar 2017

Welche Ermäßigungen kann man beantragen?

Steht kein Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung zur Verfügung, kann die Erstattung der sogenannten Differenzkosten beantragt werden. Werden weitere Kinder betreut, kommt eine Geschwisterermäßigung in Betracht. Für Geringverdiener besteht die Möglichkeit, eine einkommensabhängige Ermäßigung zu beantragen.


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Voraussetzungen für eine Ermäßigung

Für alle Ermäßigungen gilt: Seit August 2014 ist die Abrechnung über den Kreis Pinneberg eine Voraussetzung für die Bewilligung einer Ermäßigung. Dazu muss die Kindertagespflegeperson beim Fachdienst Jugend und Bildung des Kreises Pinneberg die Zahlung einer laufenden Geldleistung beantragt haben. Die im Kreis Pinneberg tätigen Kindertagespflegepersonen haben hierfür gelbe Antragsformulare erhalten. Eine Bezuschussung erfolgt bis zu einem Stundensatz in Höhe von 4,00 €. Ab August 2016 beträgt das maximal anerkannte Entgelt 4,24 € pro Betreuungsstunde. Darüber hinausgehende Beträge, die mit der Kindertagespflegeperson evtl. beispielsweise in Form von zusätzlichen Verpflegungskosten oder einem höheren Entgelt pro Stunde vertraglich vereinbart, sind direkt von den Eltern an diese zu zahlen und nicht zuschussfähig. Informationen zu der Abrechnung und weitere wichtige Hinweise erhalten Kindertagespflegepersonen unter Informationen für Tagesmütter und Tagesväter.

Für eine Ermäßigung muss der wöchentliche Betreuungsumfang mindestens 12 Stunden betragen. Jedes Kind hat ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen Anspruch auf eine wöchentlich 20-stündige Betreuung, wenn ein oder beide Elternteile nicht berufstätig sind. Findet die Betreuung bereits vor dem ersten Geburtstag statt oder erfolgt in einem größeren Umfang als 20 Stunden pro Woche, ist der Mehrbedarf von den Eltern geltend zu machen. Anerkannt werden hier beispielsweise Schul-, Ausbildungs- und Arbeitszeiten sowie entsprechende Fahrtzeiten. Während der Elternzeit erfolgt eine Bezuschussung der Betreuungskosten lediglich für die jeweils ersten 20 Stunden der wöchentlichen Betreuung. Darüber hinausgehende Betreuungsstunden sind in voller Höhe von den Kindeseltern zu bezahlen.

Wird ein Kind an mehr als 3 Tagen wöchentlich und jeweils länger als bis 13 Uhr betreut, wird den Erziehungsberechtigten für die Verpflegung eine häusliche Ersparnis in Höhe von 40,00 € monatlich angerechnet, da im Leistungsentgelt der Kindertagespflegepersonen eine Verpflegungskostenpauschale bereits enthalten ist.


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Anträge auf Weiterbewilligung einer Ermäßigung

Eine Differenzkostenermäßigung wird grundsätzlich für die Dauer eines Kindergartenjahres bis zum 31.07. befristet und ist dann erneut zu beantragen. Anderenfalls sind die Betreuungskosten in voller Höhe von den Eltern zu bezahlen.

Wenn sich an der Betreuung des Kindes und der beruflichen Situation der Eltern nichts geändert hat, genügt es, wenn das Antragsformular erneut eingereicht und auf diesem beispielsweise „Folgeantrag, Situation unverändert“ vermerkt wird. Die Ablehnungen der Krippen müssen nicht erneut erbracht werden, lediglich Änderungen sind mitzuteilen. Wenn sich das Entgelt der Tagespflegeperson ändert, ist der neue Betreuungsvertrag mit dem Antragsformular einzureichen. Bei einer einkommensabhängigen Sozialstaffelermäßigung erfolgt die Ermäßigung ggf. analog der Befristung des vorliegenden Jobcenterbescheids, sodass rechtzeitig der nächste Bewilligungsbescheid in Kopie eingereicht werden muss. Alternativ müssen die Nettoverdienstbescheinigungen der vergangenen 12 Monate bei einem Folgeantrag eingereicht werden.


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Differenzkosten

Durch die Erstattung der sogenannten Differenzkosten soll den Familien, die sich nachweislich um einen Betreuungsplatz in einer Krippe oder in einem Kindergarten bemüht und diesen nicht erhalten haben, kein finanzieller Nachteil im Vergleich zu den Familien entstehen, denen der gewünschte Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden konnte. Entscheiden Familien sich bewusst für die Betreuung in Kindertagespflege, obwohl ein bedarfsgerechtes Angebot in einer Kindertageseinrichtung im Wohnort zur Verfügung steht, sind die Kosten in der Kindertagespflege selbst zu tragen.

Steht nachweislich nicht der gewünschte, bedarfsgerechte Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte im Wohnort zur Verfügung, werden die in der Kindertagespflege entstehenden Mehrkosten auf Antrag erstattet bzw. der Kostenbeitrag wird reduziert. Als Nachweis gelten eine Bescheinigung der Wohnortgemeinde oder die Ablehnungen der Kindertagesstätten, die über ein bedarfsgerechtes Angebot verfügen. Ist die Anzahl der infrage kommenden Einrichtungen hoch, genügen die Ablehnungen von drei Kindertagesstätten. Wenn innerhalb des Wohnortes hingegen keine Kindertagesstätte vorhanden ist, welche die erforderliche Betreuung abdecken kann, ist keine Ablehnung zu erbringen - wo keine Kindertagesstätte, da keine Anmeldung, da keine Ablehnung.

Eine Ermäßigung wird grundsätzlich für die Dauer eines Kindergartenjahres befristet und ist dann erneut zu beantragen. Bei einem Folgeantrag für ein weiteres Kindergartenjahr ist lediglich das Antragsformular einzureichen. Sollte sich der Betreuungsumfang ändern, ist zudem das Einreichen des neuen Betreuungsvertrages und ggf. von Arbeitszeitnachweisen erforderlich.


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Mehrkosten in einer Kindertagesstätte außerhalb des Kreises Pinneberg

Ebenfalls unter die Differenzkostenregelung fällt die Erstattung von Mehrkosten, die zusätzlich zu dem Elternbeitrag in einer Kindertagesstätte außerhalb des Kreises Pinneberg entstehen. Neben dem Antragsformular ist der Kostenausgleichsbescheid der Wohnortgemeinde einzureichen, aus dem die Mehrkosten hervorgehen.


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Einkommensabhängige Ermäßigung

Geringverdiener können eine Ermäßigung des Kostenbeitrags aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse beantragen, wenn der Betreuungsumfang mindestens 12 Stunden wöchentlich beträgt. Das Antragsformular ist vollständig ausgefüllt und mit Nachweisen über die gemachten Angaben einzureichen. Unterlagen werden weder kopiert noch zurückgeschickt, bitte reichen Sie daher Kopien ein. Bitte beachten Sie außerdem die Hinweise zum Antrag auf Ermäßigung des Kostenbeitrages. Wenn Sie selbstständig tätig sind, ist zusätzlich die Anlage für die Ermittlung des Einkommens Selbstständiger einzureichen.

Sollten Ihnen bei Antragsstellung einzelne Gehaltsabrechnungen oder eine genaue Miet- und Heizkostenbescheinigung fehlen, fügen Sie bitte eine unterzeichnete Verdienstbescheinigung bzw. Vermieterbescheinigung bei.


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Geschwisterermäßigung

Die Reduzierung des Kostenbeitrags aufgrund von sich ebenfalls in einer Betreuung befindlicher Geschwisterkindern in Tagespflege, Krippe, Kindergarten oder Hort ist ebenfalls ab einer wöchentlichen Betreuung im Umfang von 12 Stunden möglich. Wird ein Geschwisterkind in einer Betreuungsklasse betreut, besteht kein Anspruch auf eine Ermäßigung. Neben dem Antragsformular sind Nachweise über die Betreuung der Kinder in Kopie einzureichen. Zu Beginn eines neuen Kindergartenjahres ist der Nachweis über die Betreuung weiterer Kinder erneut zu erbringen.


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Höhe von Ermäßigungen

Je nach Art der beantragten Ermäßigung fallen die noch zu zahlenden Kostenbeiträge aus. Bei der Erstattung der Differenzkosten ist die Empfehlung des Kreises Pinneberg hinsichtlich der zu zahlenden Teilnahmebeiträge oder Gebühren der Kindertagesstätten die Grundlage für die Berechnung.

Bei einer einkommensabhängigen Ermäßigung erfolgt eine Überprüfung der individuellen wirtschaftlichen Verhältnisse, sodass eine Einkommensgrenze oder feste Beträge an dieser Stelle nicht genannt werden können. Empfänger von Hartz IV werden in der Regel von dem erhobenen Kostenbeitrag für 20 Betreuungsstunden pro Woche befreit.

Bei der Beantragung der Geschwisterermäßigung wird der Kostenbeitrag in der Reihenfolge des Alters der Kinder für das 2. Kind um 50 % und für alle weiteren Kinder um 100 % reduziert

Wichtig: Wird ein Kind an mehr als 3 Tagen wöchentlich und jeweils länger als bis 13 Uhr betreut, wird den Erziehungsberechtigten für die Verpflegung eines häusliche Ersparnis in Höhe von 40,00 € monatlich angerechnet, da im Leistungsentgelt der Kindertagespflegepersonen eine Verpflegungskostenpauschale bereits enthalten ist.


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„Ich habe vor längerer Zeit einen Ermäßigungsantrag gestellt, von diesem aber noch nichts gehört.

Liegt mein Antrag überhaupt vor, fehlen noch Unterlagen, wann höre ich von Ihnen?“

Die Umstellung der Zahlungsmodalitäten hat einen erheblichen Mehraufwand mit sich gebracht. Außerdem erfolgt die Berechnung von Ermäßigungen zu Beginn jedes Kindergartenjahres erneut. Aufgrund der hohen Arbeitsauslastung ist es daher zu Bearbeitungsrückständen gekommen, für die wir um Entschuldigung bitten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund der Vielzahl der beantragten Ermäßigungen keine Aussage hinsichtlich einer Bearbeitungsdauer getroffen werden kann und sehen von diesbezüglichen Nachfragen möglichst ab. Sollten Unterlagen fehlen, werden Sie zu gegebener Zeit zu deren Einreichung aufgefordert. Wir sind bemüht, die vorliegenden Anträge so schnell zu bearbeiten, wie es mit den vorhandenen Ressourcen möglich ist.


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Kita-Geld ab Januar 2017

Informationen zum Kita-Geld erhalten Sie unter dem Link http://www.schleswig-holstein.de/DE/Themen/K/kitageld.html bzw. direkt beim Landesamt für Soziale Dienste.

Sollten Sie den geforderten „Bescheid des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe“ noch nicht erhalten haben, können Sie den Antrag beim Landesamt für Soziale Dienste fristwahrend einreichen und mitteilen, dass Sie den Kostenbeitragsbescheid nachreichen, sobald er Ihnen vorliegt.


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