Plötzliche Schwarzfärbungen an Wänden oder Möbeln (Fogging, Magic Dust)


Was ist Fogging?

Es handelt sich hauptsächlich um Schwarzfärbungen an Außenwänden, Decken, Zimmerecken, auf Einrichtungsgegenständen und über Heizungen. Anfangs als Staubablagerungen und später als rußähnlicher Schmierfilm. Oft treten sie im Zusammenhang mit Renovierungen in den Räumen von Decken, Wänden und Fußböden auf. Der Zeitpunkt des Auftretens kann dabei individuell sehr unterschiedlich sein, kurz nach der Renovierung oder manchmal erst in der nächsten Heizsaison.

Ist es gesundheitsgefährdend?

Eine gesundheitliche Gefährdung ist laut Umweltbundesamt nicht zu befürchten.

Verursacher für diese Effekte

Als Verursacher kommen schwerflüchtige Kohlenwasserstoffe in Frage. Diese stammen unter anderem aus:

  • Farben (auch in als „lösemittelfrei“ bezeichneten Farben) und Lacken,
  • Fußbodenklebern,
  • PVC-Bodenbelägen,
  • Vinyltapeten,
  • Kunststoff-Dekorplatten,
  • Kunststoffmöbel (z. B. Spannplatten mit Folien beklebt),
  • Holzimitat-Paneelen (dazu zählt auch Laminat),
  • Trittschallmatten unter Fußbödenaufbauten,
  • Kerzen,
  • Duftöle,
  • Reinigungsmittel

Physikalisch gesehen haben diese Stoffe die Eigenschaft, weniger stark als flüchtige organische Verbindungen in die Raumluft auszugasen. Dafür tun sie dies aber oft über längere Zeiträume - in Einzelfällen sogar bis zu zwei Jahren und länger. Dies ist abhängig von der Temperatur der Raumluft.

Welche Faktoren beeinflussen das Entstehen von Fogging?

Oft spielen eine Reihe von Faktoren zusammen, um Foggingeffekte zu erzeugen. Dazu gehören:

  • Renovierungseinflüsse: Welche Stoffe wurden aus der o.g. Liste eingesetzt?
  • Bauliche Gegebenheiten: Wärmebrücken, „kalte“ Wandflächen, ungünstige strömungstechnische Einflüsse, intensive Abdichtung der Gebäudehülle und damit Verringerung des natürlichen Luftaustauschs. Gab es z. B. Sanierungen der Außenfassade, die die Gebäudehülle abdichteten oder ein Fenstertausch?
  • Raumausstattung: Materialien, die zusätzlich Weichmacher abgeben, wie PVC-haltige Dekorplatten, Trittschall unter Parkett oder Laminat, Laminat selbst, Weichmacher enthaltende Möbel etc.
  • Raumnutzung: Der Gebrauch von Öllämpchen, Ethanolöfen und/oder rußenden Kerzen in Verbindung mit nur periodischem Heizen, unzureichendes Lüften (besonders bei „luftdichten“ Gebäuden von Bedeutung) und/oder erhöhten Staubkonzentrationen in der Raumluft.
  • Raumklimatische- und Witterungseinflüsse: zu geringe Luftfeuchtigkeit

Abhilfe

Überprüfen Sie Ihr Nutzerverhalten hinsichtlich der Lüftung. Lüften Sie die Räume ausreichend. Dies vermindert auch die Schimmelbildung. Informationen hierzu finden Sie in der Broschüre "Gesund Wohnen durch richtiges Lüften und Heizen"

Vermeiden Sie durch richtiges Reinigen Staubkonzentrationen in der Raumluft. Bei glatten Oberflächen (z. B. Böden) wischen Sie diese regelmäßig feucht ab.

Vermeiden Sie bei der Auswahl der Wand- und Fußbodenbeläge solche, die schwerflüchtige Kohlenwasserstoffen enthalten.

Ggfs. ist durch eine Fachfirma zu klären, ob die Ursache baulich zu suchen ist. Sollten Wärmebrücken die Ursache sein, so empfiehlt es sich die Beseitigung einem Fachmann zu überlassen. Hier ist das Problem, dass gerade in den kälteren Monaten die Oberflächentemperatur der betroffenen Wände/Decken sinkt.  Wenn im Winter die innenseitige Oberflächentemperatur der Außenwände unter 13 Grad liegt, kommt zu dem Fogging dann tatsächlich ein erhöhtes Risiko für Schimmelpilzbildung hinzu.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/ratgeber-attacke-des-schwarzen-staubes