Umschreibung von Führerscheinen die in den USA, Kanada oder Australien ausgestellt wurden

 


Ausl. Führerschein UKA

Sie kommen aus den USA, Kanada oder Australien und werden zukünftig in Deutschland leben? Sie haben ein Jahr in den USA, Kanada oder Australien eine Schule besucht und dort den Führerschein gemacht? Sie haben in einem dieser drei Länder eine neue Klasse zu Ihrem bereits bestehenden Führerschein erworben?

Dann müssen Sie den ausländischen Führerschein in einen deutschen umtauschen. Sie dürfen ab dem Tag der ersten Einreise bzw. der Rückkehr nach Deutschland sechs Monate mit dem ausländischen Führerschein hier fahren. Dies gilt auch, wenn Sie noch nicht die Volljährigkeit erlangt haben, allerdings nur noch bis zum 30.06.2011. Dies begründet sich in einer Änderung der Fahrerlaubnisverordnung, die am 01.01.2011 in Kraft getreten ist.

Bei Führerscheinen aus den USA, Kanada oder Australien ist es wichtig, dass es sich um endgültige Führerscheine handelt. So genannte Lerner's driving licences (Lernführerscheine) können in der Regel nicht umgeschrieben werden. Sie erlauben auch nicht das Führen eines Kraftfahrzeuges hier in Deutschland. Trägt der Führerschein den Aufdruck probationary oder provisional, informieren Sie sich bitte in jedem Fall hier beim Fachdienst Straßenverkehr, ob dieser Führerschein umgeschrieben werden kann und somit zum Fahren in Deutschland berechtigt. In einigen Fällen ist eine Bescheinigung der deutschen Vertretung mitzubringen, die ausweist, dass es sich um eine offiziell gültige Fahrerlaubnis handelt. Es wäre auf jeden Fall vorteilhaft, sich in einem solchen Fall ein Schreiben des amerikanischen Verkehrsamtes geben zu lassen, welches aussagt, dass der vorhandene Führerschein ohne weitere Prüfung verlängert wird. Es muss ebenso ein mindestens 185 Tage währender Aufenthalt in den USA, Kanada oder Australien nachgewiesen werden (z.B. bei Austauschschülern).
Mit einigen Bundesstaaten der USA (Tabelle B) und einigen kanadischen Provinzen (Tabelle C)  und allen australischen Territorien (Tabelle D) gibt es Abkommen zur Umschreibung der dortigen Führerscheine. Bei allen nicht aufgeführten Staaten/Provinzen muss eine theoretische und eine praktische Prüfung gemacht werden. Allerdings sind keine Pflichtstunden (z.B. Autobahn, Landstraße, etc.) zu leisten.

Sie benötigen folgende Antragsunterlagen:

  • gültiger Personalausweis oder gültiger Reisepass mit Meldebescheinigung
    (nicht älter als 6 Monate)
  • Führerschein im Original
  • Führerscheinübersetzung von einem in Deutschland vereidigten Dolmetscher
  • biometrisches Passfoto (36 x 45 mm), Fotoautomat hier im Hause vorhanden
  • Nachweis über das Datum der ersten Einreise bzw. Wiedereinreise nach Deutschland oder Nachweis über 185 Tage Auslandsaufenthalt
  • evtl. Sehtest (ist in der jeweiligen Landestabelle per Fußnote gekennzeichnet)
  • Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung (nur bei C1, C1E, C, CE)
     
Gebühren:  

Bei Ersterteilung der ausländischen Fahrerlaubnis innerhalb der letzten 2 Jahre
+ evtl. Antragsprüfungsgebühr

38,30 EUR
5,10 EUR

Wenn die Fahrerlaubnis schon länger als 2 Jahre besteht
+ evtl. Antragsprüfungsgebühr

37,50 EUR
5,10 EUR

Formulare:


Für weitere Informationen stehen wir Ihnen auch gern in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. Ihre Ansprechpartner finden Sie unter Kontakt.