Wo wird es im Kreis Pinneberg besonders heiß? Welche Flächen sorgen für Abkühlung? Und wo sind wichtige Luftaustauschbahnen, die für ein angenehmes Stadtklima sorgen? Antworten auf diese Fragen liefert die neue Stadtklimaanalyse des Kreises Pinneberg.
Im Rahmen der aktuell stattfindenden Woche der Klimaanpassung 2026 wird unter dem Motto #GemeinsamFürKlimaanpassung“ bundesweit darauf aufmerksam gemacht, dass Klimaanpassung nur im Zusammenspiel verschiedener Akteurinnen und Akteure gelingen kann. Mit der Bereitstellung der Analyse leistet der Kreis einen konkreten Beitrag dazu, Wissen zu teilen und gemeinsame Grundlagen für die Anpassung vor Ort zu schaffen.
Die Stadtklimaanalyse zeigt erstmals flächendeckend für das gesamte Kreisgebiet, wie sich Wärme im Siedlungsraum verteilt, wo besonders belastete Bereiche liegen und welche Freiflächen eine wichtige Funktion für die Entstehung und den Transport von Kaltluft übernehmen. Die Ergebnisse können damit beispielsweise bei der Stadt- und Bauleitplanung, bei der Entwicklung von Grün- und Freiflächen oder bei der Planung konkreter Maßnahmen zur Hitzevorsorge berücksichtigt werden.
Aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger können anhand der Karten beispielsweise nachvollziehen, wo es in ihrer Stadt oder Gemeinde an einem Sommertag mit über 30 Grad besonders heiß wird oder wie warm es in ihrer Wohnstraße in einer Tropennacht mit über 20 Grad bleibt.
„Extremhitze, wie wir sie zuletzt in diesem Sommer hier im Kreis zu spüren bekommen haben, entwickelt sich zunehmend zu einer Herausforderung für die kommunale Daseinsvorsorge und die Gesundheit der Bevölkerung. Schon im Zeitraum von 2031 bis 2070 müssen wir davon ausgehen, dass sich die jährliche Anzahl der Tage mit über 30 Grad gegenüber dem 20. Jahrhundert verdoppelt. Wer wirksam vorsorgen will, braucht deshalb eine verlässliche Datengrundlage“, erklärt Nancy Kretschmann, Klimaanpassungsmanagerin des Kreises.
„Die Stadtklimaanalyse macht sichtbar, wo Hitze besonders zum Problem werden kann und welche Flächen für die Kühlung unserer Städte und Gemeinden unverzichtbar sind. Dieses Wissen hilft uns dabei, Anpassungsmaßnahmen gezielt zu planen und dort anzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die Menschen vor Ort haben.“
Die Stadtklimaanalyse wurde im Zuge der Erarbeitung des kreisweiten Klimaanpassungskonzeptes erstellt, das kommende Woche am 23. September dem Kreistag als Beschlussfassung vorgelegt wird. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auch in die weitere Umsetzung des Klimaanpassungskonzeptes einfließen.
Die Stadtklimaanalyse kann ab sofort öffentlich im Geoportal des Kreises Pinneberg eingesehen werden. Damit stehen die Ergebnisse nicht nur der Kreisverwaltung und den Kommunen, sondern allen Interessierten zur Verfügung.
Link zum Geoportal: https://geoportal.kreis-pinneberg.de/
Zentrale Website zur Woche der Klimaanpassung: https://zentrum-klimaanpassung.de/wdka26
Bildinformation: Symbolfoto erstellt mit ChatGPT
Medieninformation vom 15.09.2026