Schulen und Kitas beginnen am 1. März mit ersten Öffnungen


Schulen und Kitas im Kreis Pinneberg werden ab dem 1. März langsam wieder in eine schrittweise Öffnung gehen. Dieses Vorgehen erfolgt in enger Abstimmung zwischen den verantwortlichen Ministerien beim Land Schleswig Holstein und den Verantwortlichen des Gesundheitsamtes und des Schulamtes und Krisenstab beim Kreis. Bis dahin werden die bestehenden Angebote der Notbetreuung für die Jahrgangsstufen 1-6 und die Kinder in den Kitas fortgeführt werden.


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Was genau ist geplant?

Für die Jahrgangsstufen 1-4 wird ab dem 1. März für zwei Wochen ein eingeschränkter Regelbetrieb mit Wechselunterricht stattfinden. In dieser Zeit wird dann sorgfältig beobachtet werden, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt und wie dieses im Zusammenhang mit der vorsichtigen Öffnung der Schulen steht. Bis dahin wird der Unterricht in Form des Distanzlernens weiter fortgeführt.
Für die Jahrgangsstufen 5-13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin beim Lernen in Distanz und für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten.

Die Kitas gehen ab dem 1. März für zunächst zwei Wochen in einen eingeschränkten Regelbetrieb. Frühestens ab 15. März soll dort ein Corona-Regelbetrieb wieder aufgenommen werden.

Für die Kinder auf der Insel Helgoland sollen diese Maßnahmen für Schule und Kita nicht gelten. Dort darf ab Montag (22.02.) bereits wieder der Corona-Regelbetrieb stattfinden.


Warum ist das so?

„Die Inzidenzwerte für den Kreis Pinneberg haben sich in den letzten Tagen deutlich nach unten entwickelt und beginnen, sich zu stabilisieren“, erklärt Landrätin Elfi Heesch. „Wie schnell sich diese Inzidenzwerte wieder verändern können, konnten wir nicht nur im Kreis Pinneberg, sondern auch in anderen Regionen beobachten. Deshalb ist es wichtig, nicht nur auf die Inzidenzwerte zu schielen und sich darauf zu verlassen, sondern diese immer auch im Kontext zu sehen - wie z. B. auch das Auftreten von Mutationen. Daher ist es richtig, die ersten Öffnungsschritte anhand der Inzidenzwerte und Mutationen zu entscheiden. Wir werden nun mit dem Land darüber sprechen, welche Teststrategien für Kitas und Schulen realisierbar sind.“

Für den Kreis Pinneberg wurden insgesamt elf Fälle der Variante N501Y und ebenfalls elf Fälle der Variante N501Y+del69/70 nachgewiesen. Eine weitere Entwicklung der Fallzahlen – insbesondere vor dem Hintergrund dieser Mutationen - ist derzeit nicht sicher vorherzusagen. Die Virusvarianten wurden bislang bei 18 erwachsenen Personen und vier Kindern im Kreis festgestellt. Betroffen sind einzelne Personen bzw. wenige zusammenhängende Fälle.

Was plant der Kreis?

Seitens des Kreises wird darauf hingewirkt, dass die Schulen und Kindertagesstätten eine umfassende Teststrategie geben muss. Der Kreis hat gegenüber dem Land angeboten, für ein „Pilotprojekt“ zur umfassenden Testung der an Schule und Kita Beschäftigten zur Verfügung zu stehen. Ziel muss es sein, mehr Sicherheit und Planbarkeit für Einrichtungen und die Familien zu bekommen. Durch regelmäßige Testungen könnten mögliche Infektionsquellen gezielt entdeckt und unterbrochen werden.

 
Medieninformation vom 15.02.2021