Pflegekonferenz 2026 im Kreis Pinneberg: „Pflege gemeinsam weiterdenken“

„Pflege gemeinsam weiterdenken“ – unter diesem Motto fand Ende Mai die erste Pflegekonferenz im Kreis Pinneberg statt. Rund 80 Teilnehmende aus den Bereichen Pflege, Pflegekassen, Beratung, pflegende Angehörige, Seniorenvertretungen, Politik, Kommunen, Jobcenter, der Fokusgruppe Pflege und Altenhilfe sowie der Kreisverwaltung kamen zusammen, um sich über die zukünftige pflegerische Versorgung im Kreis Pinneberg auszutauschen.

Die Pflegekonferenz steht im Kontext der Pflegebedarfsplanung für den Kreis Pinneberg. Der Pflegebedarfsplan soll eine Grundlage dafür schaffen, die zukünftige Ausrichtung der pflegerischen Versorgung im Kreis Pinneberg aktiv zu gestalten. Er wird aktuell mit Unterstützung durch die Universität zu Lübeck erstellt. Die beiden ersten Phasen – eine Online-Befragung aller Anbieter und telefonische Interviews mit verschiedenen Personen aus dem Kreis Pinneberg – sind abgeschlossen und haben eine Menge Erkenntnisse und Informationen erbracht. Diese wurden den Mitwirkenden der Pflegekonferenz vorgestellt und daraufhin in fünf Workshops vertieft. Sämtliche erfassten Daten, Informationen und Ideen zur Sicherstellung einer pflegerischen Versorgung im Kreis Pinneberg auch für die nächsten Jahre fließen nun in den Pflegebedarfsplan ein, der im Sommer fertiggestellt sein wird.


20260603 Pflegekonferenz

Professor Dr. Katrin Balzer führte aus, dass der Kreis Pinneberg sowohl in Bezug auf die altersmäßige Bevölkerungsstruktur als auch hinsichtlich des bestehenden Angebots im Vergleich mit anderen Kreisen derzeit noch recht gut dastehe. Die aktuelle kleinräumige Bevölkerungsprognose deute im Hinblick auf die Altersstruktur aber Veränderungen an, vor allem im ländlichen Raum.

Maike Bredehorn, Fachdienstleitung des Fachdienstes Soziales bei der Kreisverwaltung Pinneberg verwies auf die Bedeutung von Pflegeprävention und gesundem Altern als größter Stellschraube, um die zukünftige pflegerische Versorgung sicherzustellen. Sie wies auf die Entwicklung hin, dass die Generation Baby-Boomer jetzt schon zeige, dass sie gesünder altern wird. Dies können den prozentualen Anteil pflegebedürftiger Menschen in den Alterskohorten im Laufe der Jahre sinken lassen.


Emrah Haldiz, der das Team Pflege im Fachdienst Soziales der Kreisverwaltung Pinneberg leitet, sieht den Kreis Pinneberg insbesondere im Bereich der ambulanten Pflege vergleichsweise gut aufgestellt. Mit einer der höchsten Anzahlen ambulanter Pflegedienste in Schleswig-Holstein verfüge der Kreis über eine starke Ausgangsbasis. Zugleich habe die Pflegekonferenz verdeutlicht, wie wichtig der gemeinsame Austausch aller Beteiligten für die zukünftige Sicherstellung der pflegerischen Versorgung ist.  

 
Medieninformation vom 08.06.2026