Landrätin Heesch: Nicht Wut, sondern Umsicht ist jetzt angesagt


Kurz vor Weihnachten spitzt sich die Corona-Lage auch im Kreis Pinneberg noch einmal zu. Grund dafür sind weiterhin steigende Inzidenzzahlen und die Ausbreitung der neuen Omikron-Virusvariante. Die meisten Bürger*innen verhalten sich entsprechend umsichtig. Eine Minderheit jedoch reagiert äußerst gereizt auf Vorgaben des Gesundheitsamtes zur Quarantäne-Regelung für Infizierte und enge Kontaktpersonen.

Landrätin Elfi Heesch stellt sich deshalb vor ihre Mitarbeitenden und ruft zur Mäßigung auf. „Die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt setzen sich seit fast zwei Jahren mit enormer Kraft dafür ein, diese Pandemie zu bekämpfen und Bürger*innen zu schützen“, sagt Heesch. „Ich finde eine angemessene Auseinandersetzung - mit demokratischen Mitteln - richtig und wichtig, wenn einzelne Menschen mit den von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen unzufrieden sind. Aber wenn diese Kritik zu Wut und Beschimpfungen gegenüber den Mitarbeitenden im Gesundheitsamt führt, entlädt sie sich an der falschen Stelle.“

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist um ein Vielfaches ansteckender als die bisher dominierende Delta-Variante. Das Gesundheitsamt setzt deshalb die verschärften Quarantäne-Regeln bei Omikron-Verdachtsfällen um. Für enge Kontaktpersonen wird eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, aus der auch keine Frei-Testung möglich ist. Die Quarantäne gilt unabhängig davon, ob die Kontaktpersonen geimpft oder genesen sind.

„Eine Quarantäne zur Weihnachtszeit, wünscht sich niemand“, sagt Heesch. „Trotzdem müssen wir so handeln, um das vorhandene Infektionsgeschehen mit der neuen Omikron-Variante abzubremsen.“ Gleichzeitig macht die Landrätin deutlich, dass es weiterhin wirksame Maßnahmen gibt, um das Risiko einer Infektion zu reduzieren. „Unser Erfolg bei der Bekämpfung von Corona steht und fällt mit dem umsichtigen Verhalten jedes und jeder Einzelnen“, so Heesch. „Kontakte beschränken, Abstand halten und Maske tragen – das bleibt in Kombination mit der Impfung der beste Schutz vor einer Ansteckung und damit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie.“

Die Inzidenzzahlen lagen in der zurückliegenden Woche weiterhin knapp unter 200. Die Zahl der Omikron-Verdachtsfälle im Kreis Pinneberg liegt aktuell bei rund 30.

Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie gehört die Kooperation mit dem Gesundheitsamt. Alles, was Infizierte und enge Kontaktpersonen wissen müssen, steht auf der Homepage des Kreises Pinneberg: https://www.kreis-pinneberg.de/Coronavirus/Corona+FAQs+_+Das+Wichtigste+auf+einen+Blick.html

Infizierte und enge Kontaktpersonen sind aufgerufen, sich aktiv mit dem Gesundheitsamt in Verbindungen zu setzen.
Im Folgenden die Links zur den Kontaktformularen
für Infizierte: https://www.kreis-pinneberg.de/Meldung+Positive.html
für enge Kontaktpersonen: https://www.kreis-pinneberg.de/Meldung+Kontaktperson.html


Medieninformation vom 21.12.2021