Verdachtsfälle von mutierter Virus-Variante bestätigt


Die Charité in Berlin hat zwei Fälle der mutierten britischen Virus-Variante gegenüber dem Gesundheitsamt des im Kreises Pinneberg bestätigt.

Anfang vergangener Woche waren diese bei routinemäßigen Labortestungen aufgefallen und von dort direkt zur Sequenzierung an die Berliner Klinik versandt worden.

Die beiden Fälle stehen nicht in einem Zusammenhang zueinander. Beide hatten internationale Kontakte, waren aber nicht selbst in Großbritannien.

Bereits bei Bekanntwerden des Verdachts haben die Verantwortlichen des Gesundheitsamtes mit höchster Priorität die Kontakte dieser Personen ermittelt und mögliche Quellen analysiert, damit einer weitere Verbreitung ausgeschlossen werden kann. Zurzeit scheinen sich diese beiden Fälle tatsächlich sehr gut auf das direkte Umfeld der Betroffenen eingrenzen zu lassen.

„Das ist für uns auch nochmal eine neue Situation,“ so Dr. Angelika Roschning, Leiter des Gesundheitsamtes. „Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass die mutierte Variante bei uns im Kreis Pinneberg angekommen ist und wir auch mit weiteren Fällen rechnen müssen.“

Wie kann man sich nun am besten schützen?

Einhalten der Kontaktbeschränkungen und der AHA-+ L-Regeln.

Wie ist das übliche Vorgehen bei Verdachtsfällen von Mutationen?

Die Sequenzierung dieser Fälle ist langwierig und nimmt ca. 1 Woche in Anspruch. Verdachtsfälle werden zunächst  mit einer speziellen PCR untersucht, die den Hinweis auf eine  Mutationen geben kann. Eine vollständige Sequenzierung kann jedoch dort nicht vorgenommen werden. Sollte sich der Verdacht in diesem Labor erhärten, wird die Probe an die Charité nach Berlin weitergeleitet. Dort wird dann die vollständige Sequenzierung vorgenommen.

 
Medieninformation vom 27.01.2021