Kreis Pinneberg sieht Chance im S-Bahn-Ausbau zwischen Elmshorn und Hamburg

Der Kreis Pinneberg sieht in der Entscheidung zum weiteren Ausbau der S-Bahn zwischen Elmshorn und Hamburg eine Chance, das Bahnangebot in der Region spürbar zu verbessern. Auch wenn die Regionalbahn-Variante aus Sicht des Kreises zu bevorzugen gewesen wäre, so hat sich diese laut dem verkehrswirtschaftlichen Gutachten als nicht finanzierbar erwiesen. Mit der Entscheidung zur S-Bahn-Variante, ist nun eine wesentliche Grundlage geschaffen, um die dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten auf der Schiene auf den Weg zu bringen.

„Wer regelmäßig zwischen dem Kreis Pinneberg und Hamburg pendelt, weiß, wie dringend wir Verbesserungen auf der Schiene brauchen. Viele Menschen im Kreis Pinneberg haben sich gewünscht, dass die Regionalbahnvariante zum Zuge kommt. Dass uns die fehlenden Kapazitäten im Hamburger Schienennetz dabei Grenzen setzen, ist ernüchternd. Schon heute stehen Regionalzüge regelmäßig vor dem Bahnhof Dammtor und warten darauf, ihre Fahrt fortsetzen zu können. Der Verbindungsbahnentlastungstunnel wäre hier die Antwort, der Ausbau ist aber auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Wir können deshalb nicht darauf warten, dass irgendwann in Hamburg die Voraussetzungen für die Regionalbahn-Variante geschaffen werden“, erklärt der stellvertretende Landrat Justus Schmitt.

Wie das Land erneut bestätigt hat, bleiben die bisherigen Regionalbahn- und Regionalexpressverbindungen weiterhin bestehen. Der Kreis Pinneberg verbindet mit der geplanten S-Bahn daher insbesondere die Erwartung, dass das bestehende Schienenangebot sinnvoll ergänzt und somit das Beste aus beiden Welten optimal miteinander verbunden wird.


2026 Justus Schmitt Foto_Jonas Makoschey

„Der zusätzliche S-Bahn-Anschluss eröffnet neue Möglichkeiten, gerade für Fahrgäste, die beispielsweise aus Elmshorn oder Tornesch in den Hamburger Westen unterwegs sind. Nicht zuletzt Altona spielt hier eine wichtige Rolle, da der Bahnhof nach der Verlegung der Regionalbahnen zum Diebsteich dann wieder direkt erreichbar wird. Wer hingegen zum Hauptbahnhof möchte, wird auch künftig mit der Regionalbahn deutlich schneller ans Ziel kommen. Der eigentliche Gewinn liegt deshalb vor allem darin, dass sich die Fahrgäste künftig besser auf verschiedene Verbindungen verteilen können. So werden die heute oft überfüllten Regional- und Expresszüge entlastet und im besten Fall wird auch ein stabilerer Betrieb möglich“, so Schmitt weiter.

Entscheidend sei nun, dass möglichst rasch konkrete Fortschritte für die Region folgen.

„Für die Menschen im Kreis ist entscheidend, dass sich das Bahnangebot im Alltag verbessert. Deshalb kommt es jetzt darauf an, den Ausbau gemeinsam voranzubringen. Alle Beteiligten sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten“, erklärt der stellvertretende Landrat Schmitt.

Bildunterschrift: stellv. Landrat Justus Schmitt, Quelle: Jonas Makoschey


  
Medieninformation vom 16.10.2026