Wahlaufruf des kommunalpolitischen Frauennetzwerkes und der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Pinneberg



Kampagne #frauenwählteuropa

Am 26. Mai wird das neue Europäische Parlament gewählt. Die Frauen vom kommunalpolitischen Frauennetzwerk und die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Pinneberg rufen alle Wahlberechtigten auf, mit ihrer Stimme ein demokratisches und vielfältiges Europa mitzugestalten.

Die Politikerinnen Victoria Kuczka aus der SPD, Heike Beukelmann aus der CDU, Sabine Schaefer-Maniezki von den Grünen und Sabine Lankau von der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger Uetersen erzählen gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten Tinka Frahm (Kreis Pinneberg), Deborah Azzab-Robinson (Pinneberg) Eline Joosten (Uetersen) Hannah Gleisner (Quickborn) und Magdalena Drexel (Wedel) wie sie auf die Idee gekommen sind und warum für sie Europa und die Europawahl so wichtig sind.



Warum ist  Europa für Sie wichtig?

Sabine Lankau: Die Europäische Union ist eine Werte- und Wirtschaftsgemeinschaft, die die Achtung der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gleichheit vertraglich festgeschrieben hat. Dies sind an sich ja schon genügend Gründe um für Europa zu sein. Hinzu kommt, dass ich fest daran glaube, dass es ein friedliches Europa nur mit der EU geben kann. Die rechtspopulistischen Parteien in ganz Europa stellen diese Errungenschaft in Frage. Wir dürfen nicht zulassen, dass die grandiose Idee eines vereinten Europa nationalen Interessen zum Opfer fällt.

Sabine Schaefer-Maniezki: Sicher ist vieles in der EU verbesserungsfähig, aber trotzdem gilt doch: die EU ist eine historische Errungenschaft, die sich durch offene Grenzen und partnerschaftlichem Miteinander auszeichnet. Ein Leben ohne offene Grenzen ist für uns in Europa heute schwer vorstellbar! Bei de Europawahl wählen zu gehen und damit die Zukunft der EU mitzugestalten ist für mich, gerade auch in Hinblick auf die aktuell desolaten Entwicklungen um  den Brexit besonders wichtig.

Eline Joosten: Ich glaube, dass viele Menschen etwas haben, das sie mit Europa verbinden. Mein Beispiel ist ganz konkret, dass es meine Familie ohne EU wohl nicht so geben würde. Für andere ist es das ERASMUS Auslandsemester, eine neue berufliche Möglichkeit oder Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinaus. Viele der Möglichkeiten, die wir durch die EU haben, sehen wir heute als selbstverständlich an.

Der Wahlaufruf wird durch die online Aktion #frauenwählteuropa in den Sozialen Medien begleitet.
Wie funktioniert die genau?

Tinka Frahm: Los geht es ab den 24. April, alle die sich beteiligen wollen, stellen ab diesem Datum  Fotos online. Auf den Fotos ist dann ein kurzes Statement zu lesen, auf dem steht, warum die Leute zur Wahl gehen. Wo die Fotos geteilt werden, bleibt dann jeder selbst überlassen. Ob bei twitter, Instagram, facebook oder als Status Meldung bei WhatsApp, jedes Bild/jedes Statement ist wichtig und Zeichen für die  Demokratie und ein vereintes Europa! 

Hannah Gleisner: Gleichzeitig probieren wir hiermit den Schritt in die Sozialen Medien.  Für unsere Arbeit ist das  etwas relativ neues. Wir Gleichstellungsbeauftragten diskutieren den Umgang und Nutzung von Sozialen Medien schon länger und sind nun gespannt auf die Resonanz der Aktion. 

Magdalena Drexel: Für uns bleibt es allerdings wichtig, dass die Aktion nicht nur online, sondern auch offline sichtbar ist. Daher wurden auch Plakate entwickelt, die in den verschiedenen Städten im Kreis Pinneberg  neugierig machen sollen und hoffentlich dazu motivieren werden zur Wahl zu gehen!

Warum engagieren Sie sich mit dieser Aktion für die Europawahl?

Heike Beukelmann: Ich engagiere mich für die Aktion, weil ich fest an einen europäischen Zusammenhalt und die Kraft der Demokratie glaube!  Die EU ist der Grund, dass wir hier seit 70 Jahren in Frieden leben können, diese Errungenschaft dürfen wir nicht aufs Spiel setzen.

Victoria Kuczka: Ich bin der Meinung, dass Frauen überall gleich viel wert sein müssen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört von Anfang an zu den Grundwerten der EU und  ist bis heute ein Motor für Gleichberechtigung, Solidarität und die Anerkennung von Vielfalt.  Das gilt es zu schützen und zu unterstützen! Gerade die rechtspopulistischen Kräfte sind dabei die erreichten Frauenrechte wieder einzuschränken. Das darf nicht sein!

Deborah Azzab-Robinson: Für uns hat die gesamte Aktion  auch einen hohen symbolischen Charakter: Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht in Deutschland erkämpft- und zwar von einem Bündnis, das die Frauen über die Parteigrenzen hinweg geschlossen haben. Heute rufen wir, gemeinsam mit einem überparteilichen Netzwerk dazu auf, dass die Frauen dieses Recht nutzen und wählen gehen- eingeladen an der Aktion teilzunehmen ist  aber natürlich jede und jeder!


Sie wollen sich beteiligen? So geht es:

Überlegen Sie sich, warum Sie zur Europawahl gehen. Schreiben Sie ihr Statement auf - machen Sie ein Selfie von sich und ihrem Statement oder nur von ihrem Plakat und laden sie dieses Bild ab dem 24.04. auf Ihr(e) Profil(e) in den Sozialen Medien hoch.

Wichtig: unter jedem Bild muss der #frauenwählteuropa stehen. Nur so können die Bilder einander zugeordnet werden. 

Den Wahlaufruf und eine Vorlage für die Statement-Schilder finden Sie auf der Seite der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises unter www.kreis-pinneberg.de


  
Bildinformation: Bild der Gleichstellungsbeauftragten: hinten (v.l.n.r.): Eline Joosten, Magdalena Drexel, Hannah Gleisner; vorne (v.l.n.r.): Deborah Azzab-Robinson, Tinka Frahm
  
Pressemitteilung der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Pinneberg vom 17.04.2019