Corona-Pandemie: Meldung für Kontaktpersonen jetzt deutlich vereinfacht


Das Gesundheitsamt im Kreis Pinneberg erleichtert den sogenannten „engen Kontaktpersonen“ von Corona-Positiv-Fällen ab sofort die erforderlichen Datenangaben. Bislang musste sich diese Personengruppe telefonisch oder per E-Mail beim Gesundheitsamt melden. Jetzt steht hierfür ein Online-Formular auf der Homepage des Kreises Pinneberg zur Verfügung.

Unter www.kreis-pinneberg.de/Meldung+Kontaktperson.html geben Kontaktpersonen unter anderem Namen, Geburtsdatum, Anschrift sowie ihre telefonische Erreichbarkeit an. Die Betroffenen können so jederzeit und unkompliziert ihre Daten mitteilen. Für das Gesundheitsamt ergibt sich der Vorteil, dass Daten korrekt erfasst und direkt digitalisiert in die Systeme eingespeist werden. Dies sichert noch einmal zusätzlich die Kontaktnachverfolgung ab.

Als „enge Kontaktpersonen“ gelten laut Definition vom Robert-Koch-Institut all jene, die sich länger als zehn Minuten ohne Maske auf weniger als 1,5 Metern Abstand zu einer corona-positiven Person aufgehalten haben, die direkten Gesichtskontakt mit einer positiven Person hatten oder länger als zehn Minuten in einem Raum gewesen sind, in dem mutmaßlich eine hohe Konzentration von infektiöser Atemluft vorhanden war. Für diese Menschen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Für solche „engen Kontaktpersonen“ gilt aktuell, dass sie sich – sollten sie nicht oder nicht vollständig geimpft sein – in häusliche Isolation zu begeben haben. Das zuständige Gesundheitsamt nimmt daraufhin eine Einschätzung vor, ob und wie lange die Quarantäne anzudauern hat.

Auch wenn die Kontaktverfolgung im Kreis Pinneberg für das Gesundheitsamt auf diese Weise noch einmal effektiver wird, so bleibt die Basis der Pandemie-Bekämpfung weiterhin die Eigenverantwortung der Bürger*innen. Schließlich steht am Anfang jeder Kontaktnachverfolgung, dass sich die positiv getestete Person an das Gesundheitsamt wendet und eigenständig enge Kontaktpersonen über die Infektion informiert. Nur so ist gewährleistet, Infektionsketten frühzeitig durch häusliche Isolation wirkungsvoll zu unterbrechen.

Für enge Kontaktpersonen im Bereich der Kindertageseinrichtungen und Kinderpflegestellen sowie in Schulen gilt die automatische Absonderungs- und Meldepflicht nicht. Dort greifen die Vorgaben des schleswig-holsteinischen Bildungsministerium: Ist eine Schülerin, ein Schüler oder eine andere an der Schule tätige Person mit Corona infiziert, müssen sich alle Mitglieder der Klasse oder Gruppe fünf Schultage lang täglich testen. Dies betrifft alle Klassen und Gruppen, die innerhalb der zwei Tage vor dem positiven Test-Ergebnis Kontakt mit der infizierten Person hatten.

 
Medieninformation vom 18.11.2021