Fallzahlen steigen - Eigenverantwortung zählt


Die Corona-Lage hat sich nach Weihnachten und zu Beginn des Jahres weiter verschärft. Die Infektions-Zahlen schnellen auch im Kreis Pinneberg nach oben. Die Kreisverwaltung setzt alles daran, in der aktuellen Lage möglichst umfassend zu informieren und alle Fälle zügig zu bearbeiten. Das Gesundheitsamt ist aufgrund der starken Beanspruchung dennoch mit der Bearbeitung und den Meldungen in zeitlichem Verzug. Kompliziert wird die Situation dadurch, dass aktuell je nach Virus-Variante unterschiedliche Quarantäne-Regeln für Kontaktpersonen gelten. Bei Delta müssen enge Kontaktpersonen, die geimpft oder genesen sind, nicht in Quarantäne, bei der neuen und noch einmal stärker ansteckenden Omikron-Variante hingegen schon. Wer genau als enge Kontaktperson zählt und was aktuell für Infizierte und Kontaktpersonen gilt, ist ebenfalls auf der Homepage des Kreises www.kreis-pinneberg.de in einem Corona-FAQ aufgeführt.

„Wir managen gerade zwei Pandemie-Stränge gleichzeitig. Im Kreis Pinneberg haben wir sowohl Infektionen mit Delta als auch mit Omikron“, sagt Dr. Angelika Roschning, Leiterin des Gesundheitsamtes im Kreis Pinneberg. „Die neue Omikron-Variante breitet sich schneller aus als die Delta-Variante. Wir gehen davon aus, dass Omikron daher in absehbarer Zeit auch im Kreis Pinneberg dominieren wird. In der aktuellen Situation kommt es jetzt noch einmal mehr auf das eigenverantwortliche Verhalten der Bürger*innen an. Wir bitten Betroffene außerdem um Verständnis, wenn es mit der Rückmeldung aus dem Gesundheitsamt etwas dauert.“

Das Gesundheitsamt hat zwei Formulare auf der Homepage des Kreises Pinneberg, über das sich Infizierte und Kontaktpersonen registrieren sollen. Daraufhin meldet sich das Gesundheitsamt und informiert über die Quarantäne-Regeln. Doch auch vor der Rückmeldung aus dem Gesundheitsamt, die aktuell auch erst nach einigen Tagen erfolgen kann, sollten Infizierte und Kontaktpersonen bereits handeln.

Infizierte müssen sich umgehend in Quarantäne begeben und sollten ihre engen Kontaktpersonen selbstständig informieren.

Enge Kontaktpersonen sollten – auch wenn sie genesen oder geimpft sind – ihre Kontakte reduzieren und unbedingt Abstände einhalten. Nach Möglichkeit sollte mit dem Arbeitgeber eine Lösung gefunden werden, um einige Tage dem Arbeitsplatz fernbleiben zu können – sei es im Homeoffice oder durch andere Möglichkeiten der Arbeitsbefreiung.

Um in der aktuellen Situation weiterhin bei Fragen von Bürger*innen Antworten am Bürgertelefon geben zu können, verstärkt die Kreisverwaltung personell ihren Bürgerservice. Allerdings kann es auch hier zwischenzeitlich zu Wartezeiten kommen. Das Gesundheitsamt arbeitet ebenfalls weiter mit erhöhter Personalstärke. Außerdem wird das Informationsangebot auf der Website ständig aktualisiert und ausgebaut.

Neu hinzugekommen ist aktuell eine Übersicht der PCR-Teststationen im Kreis Pinneberg. Diese stehen in Schenefeld, Elmshorn, Quickborn, Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) sowie ab kommender Woche auch in Rellingen zur Verfügung. Wichtig dabei: Nur wer symptomfrei ist, kann sich in einer PCR-Teststation testen lassen. Alle anderen müssen sich an ihren Arzt oder ihre Ärztin wenden. Kostenfrei ist ein PCR-Test nur, wenn ein positiver Schnelltest vorliegt, das Gesundheitsamt den Test angeordnet hat oder die Corona-Warn-App eine rote Status-Meldung zeigt.

Die kostenlose Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts ist dazu da, Infektionsketten schnell zu durchbrechen und damit die Virusverbreitung einzudämmen. Neben der Warnung bei Kontakt mit Infizierten bietet die App noch weitere Funktionen für den eigenverantwortlichen Umgang mit der Pandemie. Dazu gehören der Check-In bei Events oder an bestimmten Orten sowie das Kontakttagebuch. Dort können persönliche Kontakte der zurückliegenden zwei Wochen vermerkt werden, um diese im Falle einer Infektion zuverlässig informieren zu können.

„Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und die vollständige Impfung sind auch bei Omikron das am besten wirksame Mittel, um eine Ausbreitung der Pandemie einzudämmen“, sagt Roschning. „Diese Maßnahmen schützen individuell und helfen dabei, unser Gesundheitssystem und kritische Infrastrukturen nicht zu überfordern.“


Weiterführende Informationen

Infizierte und enge Kontaktpersonen sind aufgerufen, sich aktiv mit dem Gesundheitsamt in Verbindungen zu setzen.

    • Personen mit einem positiver Schnelltest (egal ob zu Hause oder in der offiziellen Teststelle); Testergebnis als Nachweis mitbringen
    • direkte Kontaktpersonen einer infizierten Person; Nachweis vom Gesundheitsamt mitbringen
    • Personen mit der roten Statusmeldung auf der Corona-Warn-App; hier besteht die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen einen kostenlosen PCR- Test durchführen zu lassen; die Meldung bitte als Nachweis mitbringen

 
Medieninformation vom 04.01.2022