Keine Corona-Fälle mehr im Kreis Pinneberg


Corona im Kreis Pinneberg

Am Dienstag, den 03.03.2020, wurde der erste Fall einer Covid-19 Erkrankung im Kreis Pinneberg bestätigt. Seitdem hat es insgesamt 602 Infektionen gegeben, 129 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden. 46 Personen sind an den Folgen von Corona verstorben, viele aus den 4 betroffenen Seniorenresidenzen in Rellingen, Tornesch und Appen. Seit einem Monat bewegt sich das Infektionsgeschehen bei Null, immer mehr Menschen genesen, so dass Landrat Oliver Stolz Dienstag, den 16.06. die schon länger erwartete gute Nachricht verkünden konnte:

„Die Anzahl der Genesenen betrug letzte Woche 532, bedingt durch das Wochenende und der damit verzögerten Dateneingabe bei uns im System war diese Zahl seit Donnerstag unverändert. Heute hat mich das Gesundheitsamt informiert, dass die Anzahl der Genesenen 556 Personen beträgt. Dies bedeutet, dass alle aktuell Erkrankten wieder gesundet sind und es keine Corona-Fälle mehr im Kreis Pinneberg gibt“.

Das dem so ist, begründet sich nach Ansicht von Dr. Angelika Roschning durch die vom Land und vom Kreis angeordneten Maßnahmen: “Die Einschränkungen in unserem Alltag waren und sind immer noch schmerzlich spürbar. Aus epidemiologischer Sicht stehe ich aber voll hinter jeder Einzelmaßnahme, das Virus breitet sich nun seit über 30 Tagen nicht mehr im Kreisgebiet aus. Als Ärztin freue ich mich darüber und ja, ich bin auch sehr erleichtert.“

Landrat Oliver Stolz: „Als bevölkerungsreichster Kreis im Land Schleswig-Holstein kommt uns noch mal eine besondere Verantwortung bei der Eindämmung der Pandemie zu. Daher mein großer Dank an alle Beteiligten, die dies mit großer Anstrengung möglich gemacht haben. Auch nur eine auszugsweise Aufzählung der Menschen, die sich in der Krise besonders engagiert haben und die besonders gefordert waren, ist an dieser Stelle kaum möglich. Aber ohne die Mithilfe und das umsichtige Verhalten unserer Einwohner*innen aus dem Kreisgebiet hätte dies alles nichts genutzt. Der Stopp des Infektionsgeschehens hat daher nicht nur etwas mit den angeordneten Maßnahmen zu tun, sondern mit Vernunft und Einsicht. Danke!“  


Stolz
Roschning

Landrat Oliver Stolz und Dr. Angelika Roschning freuen sich über die guten Nachrichten
 

Unabhängig vom aktuellen Infektionsgeschehen arbeite das Gesundheitsamt weiter auf Hochtouren: „Kontaktermittlungen und die Betreuung von sich in Quarantäne befindlichen Personen haben in den letzten Monaten einen Großteil der Arbeitskapazitäten gebunden. Die schrittweise Rückkehr unseres Alltages inkl. der bisher getätigten und anstehenden Lockerungen stehen derzeit bei uns im Fokus. Und wir analysieren unsere bisherige Vorgehensweise, um auf eine mögliche zweite Infektionswelle noch besser vorbereitet zu sein. In der Hoffnung, dass dies nie notwendig sein wird“ so Stolz und Roschning. Und damit eine zweite Welle unwahrscheinlicher wird, plädieren beide dafür, die neue Corona-Warn-App zu nutzen: “Diese kann helfen infizierte Personen zu entdecken, die das Virus ansonsten unbemerkt verbreitet hätten. Je mehr Menschen sich beteiligen, umso besser wird es uns gemeinsam gelingen, das Virus in Schach zu halten“.

 
Pressemitteilung vom 16.06.2020