Ü60? - Dann jetzt den zweiten Booster mitnehmen!


Mit dem Herbst kommen die Infektionen, und oft ist es jetzt auch wieder Corona. Durch den häufigeren Aufenthalt in Innenräumen steigt die Ansteckungsgefahr. Weiterhin hilft neben der Maske und den Hygieneregeln auch die Impfung. Sie reduziert vor allem das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Der aktuelle Impf-Monitor für Schleswig-Holstein zeigt jedoch, dass beim Thema Impfen noch Luft nach oben ist, besonders bei der Booster-Impfung.

Von den besonders gefährdeten älteren Personen hat die große Mehrheit die dritte Impfung bereits bekommen. 90,6 Prozent sind geboostert. Mittlerweile empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) aber schon die vierte Impfung - also den zweiten Booster - für die Über-60-Jährigen. Von denen jedoch sind mit 48,6 Prozent erst knapp die Hälfte ein zweites Mal geboostert worden. Die vierte Impfung kann erfolgen, wenn entweder die dritte Impfung oder aber eine Infektion nach zwei vorangegangenen Impfungen sechs Monate zurückliegt. Der vierte Booster wird überdies empfohlen für Risikogruppen mit besonderen Erkrankungen sowie für Mitarbeitende im Gesundheitswesen.

Auch bei der dritten Impfung - also dem ersten Booster - besteht Nachholbedarf. Hier sind es die Jüngeren, die ihren Coronaschutz auffrischen lassen sollten. Laut STIKO ist die dritte Spritze für alle Über-Zwölf-Jährigen sinnvoll. In der Altersgruppe zwölf bis 17 sind zurzeit erst 47,7 Prozent geboostert. Bei den 18- bis 59-Jährigen liegt der Anteil bei 74,2 Prozent. Auch hier gilt, dass das letzte „immunologische Ereignis“, das heißt: Impfung oder Infektion, sechs Monate her sein muss.

Mittlerweile stehen auch die auf die Omikron-Variante adaptierten Impfstoffe für die Auffrischimpfungen zur Verfügung. Geimpft wird im Kreis Pinneberg weiterhin in der Impfstelle Prisdorf mit vorheriger Anmeldung unter www.impfen-sh.de sowie von niedergelassenen Hausärzten.

 
Medieninformation vom 07.10.2022


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