Aufstallungspflicht wird in großen Teilen des Kreises Pinneberg aufgehoben

Aufatmen für viele Geflügelhalter im Kreis Pinneberg: In einem großen Teil des Kreisgebietes wird die Aufstallungspflicht ab Freitag (07.04.2017) aufgehoben. Aber: Kreissprecher Oliver Carstens weist ausdrücklich darauf hin, dass einige der bisherigen Regelungen weiter gelten bzw. durch neue ersetzt werden.

So gelten weiterhin strenge Biosicherheitsmaßnahmen für die Geflügelhaltungen, die ihre Tiere nicht mehr aufstallen müssen. Die Tiere dürfen ausschließlich im Stall oder unter einem Dach gefüttert werden, damit Wildvögel keinen Zugang zu den Futterstellen haben. Futterreste sind zu vermeiden bzw. unverzüglich zu beseitigen. Ein Tränken erfolgt ebenfalls geschützt vor Wildvögeln. Das Tränkwasser muss eine gute Qualität haben und darf entsprechend der Geflügelpest-Verordnung keinem natürlichen Oberflächenwasser entnommen werden. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, werden gemäß Geflügelpest-Verordnung für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt. Zudem müssen die Halterinnen und Halter dafür Sorge tragen, dass das Geflügel keinen Zugang zu natürlichen oder künstlichen Wasserstellen hat, welche auch für Wildvögel zugänglich sind. Dies kann beispielsweise durch einfach aufzustellende Maschendrahtzäune um entsprechende Wasserstellen erfolgen.

Ausstellungen, Märkte und ähnliche Veranstaltungen von Geflügel bleiben weiterhin landesweit verboten.

Die Aufstallungspflicht wird aber nicht im gesamten Kreisgebiet aufgehoben. In einem Abstand von 3 km entlang der Elbe sowie in einem Abstand von 500 m entlang der Pinnau (zwischen Uetersen und Pinnaumündung) besteht die Aufstallungspflicht weiter.

Im 3000 m breiten Zonenstreifen zur Elbe sind betroffen: Seestermühe, Seester, Neuendeich, Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Holm, Wedel.

Im 500 m Streifen entlang der Pinnau zwischen Uetersen (Moorreger Chaussee) und der Mündung sind betroffen: Seestermühe, Haselau, Neuendeich, Moorrege, Uetersen.

Eine genaue Abgrenzungskarte ist dieser Pressemitteilung beigefügt. In diesen Zonenstreifen sind insgesamt 58 Geflügelhalter mit rund 1.700 Stück Geflügel betroffen.

Das Wildvogelgeflügelpest-Beobachtungsgebiet in Westerhorn, Osterhorn und Bokel (nördlich der Glückstädter Straße) wird ebenfalls zum Wochenende aufgehoben, Hunde und Katzen müssen dort somit nicht mehr an die Leine bzw. haben wieder Freilauf.

Alle Informationen rund um das Thema Geflügelpest und die aktuellen Veröffentlichungen des Kreises Pinneberg finden Interessierte unter www.kreis-pinneberg.de

Pressemitteilung vom 06.04.2017


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