400 Gäste feiern Einbürgerungen im Kreis Pinneberg

Mit einer feierlichen Veranstaltung würdigte der Kreis Pinneberg die Menschen, die in den vergangenen Monaten die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen haben. Zur zentralen Einbürgerungsfeier in Elmshorn sind alle Menschen im Kreis eingeladen worden, die im zurückliegenden Jahr eingebürgert worden sind. 

Die Feier bietet den neuen Staatsbürger*innen die Möglichkeit, ihre Einbürgerung gemeinsam mit Familienangehörigen, Freunden sowie Repräsentant*innen aus Politik und Verwaltung zu begehen. 

„Wir freuen uns über und auf Sie alle“, sagte Kreispräsident Helmuth Ahrens, der die Gäste gemeinsam mit Landrätin Elfi Heesch begrüßte. „Sie bereichern unsere Gesellschaft und sind uns willkommen. Mit der deutschen Staatsangehörigkeit sind nicht nur Rechte wie das Wahlrecht verbunden, sondern auch die aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Lassen Sie uns gemeinsam das Leben vor Ort gestalten. Die Einbürgerung ist ein bedeutender Schritt für die Menschen, die sich bewusst für Deutschland und unsere Gesellschaft entscheiden. Sie ist Ausdruck gelungener Integration und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Weitere Worte des Willkommens kamen vom Elmshorner Bürgervorsteher Andreas Hahn sowie von Albrecht Broemme, Bevölkerungsschutzexperte und ehemaliger Präsident der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. 

Im Jahr 2025 hat der Kreis Pinneberg 1.108 Menschen eingebürgert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 641 Einbürgerungen entspricht dies einer Steigerung um 73 Prozent. Die Einbürgerungsfeier unterstreicht die wachsende Bedeutung des Themas im Kreis Pinneberg. Die hohe Zahl an Einbürgerungen zeigt, dass viele Menschen ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft im Kreis gefunden haben und sich aktiv in das gesellschaftliche und demokratische Leben einbringen möchten.

Ein Blick auf die Einbürgerungsstatistik 2025 zeigt zugleich die Vielfalt der Menschen, die im Kreis Pinneberg die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben. Die größte Gruppe der Eingebürgerten stammte aus Syrien. Mit 343 Personen entfielen rund 31 Prozent aller Einbürgerungen auf syrische Staatsangehörige. Es folgten Menschen aus Afghanistan (91 Personen) sowie aus dem Iran und dem Irak mit jeweils 71 Einbürgerungen. Auch Menschen aus der Türkei, Russland, der Ukraine, Indien, Ghana und Ägypten gehörten zu den zehn häufigsten Herkunftsstaaten.

Die Einbürgerungen verteilen sich über nahezu alle Altersgruppen. Besonders stark vertreten waren Menschen im Alter zwischen 31 und 40 Jahren. Mit 297 Personen stellte diese Gruppe mehr als ein Viertel aller Eingebürgerten. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass Einbürgerungen keineswegs nur junge Erwachsene betreffen: Auch Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen bis weit über das 60. Lebensjahr hinaus nahmen die deutsche Staatsangehörigkeit an.

Nahezu vollständig ausgeglichen ist die Verteilung zwischen den Geschlechtern: 556 Männer und 552 Frauen wurden im Jahr 2025 eingebürgert. Damit entfielen jeweils rund 50 Prozent der Einbürgerungen auf Männer und Frauen. Die Zahlen unterstreichen, dass Einbürgerung ein Querschnittsthema der gesamten Gesellschaft ist und Menschen unterschiedlichster Herkunft, Lebenswege und Generationen betrifft.








  
Medieninformation vom 15.06.2026