Besuch aus dem Partnerkreis Rayon Selenogradsk


Besuch aus dem Partnerkreis Rayon Selenogradsk

Aus dem Partnerkreis Rayon Selenogradsk stammen 37 Besucher, die zur Zeit auf Einladung des Vereins Selenogradsk e.V. im Kreis Pinneberg zu Gast sind.

Besuch aus dem Partnerkreis Rayon Selenogradsk Laut Aussage der Vereinsvorsitzenden Gabriele Kascha seien die Gäste besonders kulturinteressiert. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann begrüßt wurden, der für einen Tag Gastgeber der russischen Delegation war. Solche Treffen seien geeignet, gemeinsam eine lebendige Gesellschaft zu gestalten, die mit Offenheit und Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit sich auch in kommenden Generationen in Freundschaft begegnet, erklärte der Kreispräsident. Schon vormittags traf man sich in der Dittchenbühne in Elmshorn, wo Reimar Neufeldt, Vorsitzender des Forum Baltikums durch das Mehrgenerationenhaus und das Theater führte. In einem launigen Vortrag ließ er die lange Geschichte des Kulturzentrums Revue passieren.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen in der Kantine des Kreishauses ging es unverzüglich weiter zur Barmstedter Schlossinsel. Nach einem Rundgang konnte die Gruppe in der Galerie Atelier III in Anwesenheit des Künstlers Andre Attyas die aktuelle Ausstellung bewundern, und Atelier-Chefin Karin Weißenbacher gab einen Einblick in ihr Schaffen auf der Museumsinsel.

Besuch aus dem Partnerkreis Rayon SelenogradskDie nächste Station auf der kulturellen Rundreise durch den Kreis war das Samlandmuseum in Pinneberg, wo Geschäftsführerin Ursula Albers nicht nur zur Kaffeetafel, sondern auch zum Rundgang durch die Ausstellung einlud. Für die russischen Partner war es besonders eindrucksvoll, Fotos und Exponate aus ihrer neuen Heimat zu betrachten aus der Zeit, bevor sie die russische Enklave im ehemaligen Ostpreußen besiedelten. Beeindruckt waren der Kreispräsident und die Vorsitzende des russischen Vereins, Jelena Alexandrowa, wie freundschaftlich sich Russen und Deutsche, darunter einige Vertriebene begegneten. Besonders die jungen Russen hingen Albers an den Lippen, als sie die Vertreibung, aber auch das Leben im Königsberger Gebiet lange vor dem 2. Weltkrieg schilderte. „Wir können nur hoffen, dass durch unsere Partnerschaft das gegenseitige Vertrauen wächst. Wir alle haben die Möglichkeit, unseren Beitrag für dauerhaften Frieden zu leisten und gefestigte Völkerverständigung zu praktizieren“, so Tiemann. Der versöhnende Gedanke sei immer die Richtschnur des gemeinsamen Handelns gewesen.

Letzte Station eines langen Tages war der Besuch der Drostei in Pinneberg. Hier wartete eine besondere Überraschung auf die Besucher. Der Kreispräsident hatte kurzfristig die im Kreis lebende russische Pianistin Maria Livaschnikova gebeten, für seine Gäste zu spielen. Schon bei der Ankunft vor dem Haus, als der Kreispräsident die Geschichte der Drostei erläuterte, waren die Klänge des Flügels zu hören. Von der Musik Livaschnikovas, die zunächst im Saal für ihre Landsleute spielte, waren alle Besucher stark beeindruckt.

Die Kulturreferentin der Drostei, Stephanie Fricke führte anschließend ausführlich durch die aktuelle Ausstellung „GEDOK unterwegs“. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages wurden im Amtssitz des Kreispräsidenten im Obergeschoss der Drostei Gastgeschenke ausgetauscht. Alexandrowa bedankte sich für den ereignisreichen Tag. Man verabredete sich für die Protokollfortschreibung der deutsch-russischen Partnerschaft, die im August in Selenogradsk stattfinden wird.


Fotos: oben: Russische Gäste in der Dittchenbühne; unten: Galerie Atelier III - von links, Barmstedts Bürgervorsteher Christian Kahns, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Dolmetscherin Natascha, Karin Weißenbacher, Andre Attyas, Jelena Alexandrowa