Der Kreis Pinneberg hat auch im Jahr 2026 drei Menschen für ihr außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement mit einer Eintragung in das Bürgerbuch ausgezeichnet. Mit dieser besonderen Ehrung würdigt der Kreis Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl und den Kreis Pinneberg eingesetzt haben.
Kreispräsident Helmuth Ahrens sowie die stellvertretenden Kreispräsidentinnen Elke Schreiber und Sabine Schaefer-Maniezki nahmen die Ehrung im Rahmen einer Feierstunde vor und würdigten den besonderen Einsatz der Ausgezeichneten.
Herr Johann Behnke engagiert sich seit über 35 Jahren in herausragender Weise ehrenamtlich für den Schutz und die Wiedervernässung des Tävsmoores in Heist. Als Gründungsmitglied des 1989 ins Leben gerufenen Vereins und dessen Vorsitzender von 1993 bis 2025 hat er maßgeblich dazu beigetragen, Flächen für den Natur- und Klimaschutz zu sichern und das Moor dauerhaft zu erhalten. Durch sein Verhandlungsgeschick, seine guten Kontakte zu Behörden und Landeseigentümern sowie seinen unermüdlichen persönlichen Einsatz konnte das Tävsmoor zu einem anerkannten Naturschutzgebiet entwickelt werden, in dem sich zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten wieder angesiedelt haben. Herr Behnke genießt große Wertschätzung in der Gemeinde, motivierte über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Helferinnen und Helfer und führte Schulklassen, Studierende und politische Vertreter durch das Moor. Auch im Alter von 84 Jahren ist er weiterhin täglich aktiv. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement hat Herr Behnke sich in besonderer Weise um Natur, Klima und das Gemeinwohl verdient gemacht.
Seit 1988 engagiert sie sich ehrenamtlich im Sozialverband Deutschland (SoVD) und setzt sich über Jahrzehnte hinweg mit großer Kontinuität für soziale Gerechtigkeit und Frauenrechte ein – trotz Berufstätigkeit, familiärer Verpflichtungen und gesundheitlicher Einschränkungen. Im Kreis Pinneberg wirkte sie insbesondere gegen soziale Isolation und organisierte vielfältige Angebote zur Unterstützung und Teilhabe. Von 1989 bis 2012 war sie Beisitzerin im Kreisvorstand und verantwortete unter anderem Schulungen sowie die Bereitstellung von Formularen. Zudem arbeitete sie über 15 Jahre im Personalausschuss des Landesverbands mit, unter anderem bei der Schaffung von Behindertenparkplätzen. Über 20 Jahre war sie als Sozialrichterin tätig und engagiert sich seit ihrem 60. Lebensjahr im Altenparlament Schleswig-Holstein. Seit acht Jahren ist sie Mitglied im Landesfrauenausschuss, beteiligt sich unter anderem an Aktionen zum Equal Pay Day und setzt sich für die Förderung von Pflege-Ausbildungsplätzen sowie soziale Projekte wie „Weihnachten im Schuhkarton“ ein. Weggefährtinnen und Weggefährten beschreiben sie als zuverlässig, mutig, zielstrebig, dialogbereit und unerschrocken.
Im Jahr 1996 begann ihr ehrenamtliches Engagement beim Förderverein SummerJazz Pinneberg e.V., dem sie bis heute aktiv verbunden ist, insbesondere beim Aufbau, in der Logistik sowie in der Betreuung der Besucherinnen und Besucher. Nach ihrem Eintritt in den Vorstand des Vereins Pinneberger Kinder e.V. übernahm sie dort über viele Jahre hinweg ununterbrochen Vorstandsverantwortung und organisierte zahlreiche Projekte für Kinder und Jugendliche, darunter den Jugendbus, den Kindertag sowie die Ausgabe von Schwimmgutscheinen. Darüber hinaus war sie lange Zeit im Vorstand des Fördervereins des Pinneberger Museums tätig und wurde kürzlich zur ersten Vorsitzenden dieses Fördervereins gewählt. Bereits 2018 übernahm sie das Amt der ersten Vorsitzenden des Kulturvereins Pinneberg e. V., in dessen Rahmen sie zahlreiche kulturelle Projekte und Veranstaltungen leitete; im Jahr 2024 realisierte sie hier das Projekt „Herzensfunken – das MutMach-Projekt“. Seit 2019 engagiert sie sich zudem im Aufsichtsrat des VfL Pinneberg, einem der größten Sportvereine Schleswig-Holsteins. Ergänzend zu diesen Funktionen bringt sie sich in der Hausaufgabenhilfe ein und unterstützt Geflüchtete im Rahmen des Ukraine-Treffs der katholischen Kirche.