Regionalpark Weder Au - Kopfweiden für den Biotopverbund


Regionalpark Weder Au

Zum Jahresende wurde eine weitere Maßnahme des Projekts "Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au" umgesetzt. So veranlassten gleich mehrere Mitgliedsgemeinden Kopfweiden-Pflanzungen und setzten damit ein weiteres Element für den Biotopverbund.

Im Rahmen des von der Metropolregion Hamburg finanzierten Projekts der "Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au" packten Gemeinde-MitarbeiterInnen sowie die Geschäftsstelle des Regionalparks in den letzten Wochen nochmals selbst mit an und halfen dabei, insgesamt rund 40 Kopfweiden zu pflanzen.

Unter einem Biotopverbund ist die Vernetzung von Einzelbiotopen, also Lebensräumen, zu verstehen, die das Überleben bestimmter Arten sichert. Gerade in Zeiten des zunehmenden Siedlungsbaus sowie Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft sind Biotopverbunde notwendig. Kopfweiden spielen hierbei eine wichtige Rolle, da sie von besonderer ökologischer Bedeutung sind. Sie bieten Lebensräume für zahlreiche Insekten-, Käfer- und Vogelarten sowie für Fledermäuse. Sogenannte Epiphyten, auch Aufsitzerpflanzen genannt, finden an dieser Baumart vielfältige Besiedlungsmöglichkeiten. Kopfweiden prägen seit langer Zeit das regionale Landschaftsbild und zählen zu den Kulturgütern Norddeutschlands.


Kopfweiden Wedel

Mit tatkräftiger Unterstützung des Wedeler Bauhofs wurden etwa Anfang Dezember am Langen Damm in Wedel bei schönem Winterwetter 12 neue Kopfweiden gepflanzt.

In Hetlingen stehen mit tatkräftiger Unterstützung der ARGE Umweltschutz jetzt neun Bäume am Heuhafen. Auch in Pinneberg und Halstenbek kamen Spaten und Handramme zum Einsatz, um neue Weiden zu pflanzen.


In näherer Zukunft sorgen noch weitere Maßnahmen für einen besser funktionierenden Biotopverbund. So werden derzeit Renaturierungsmaßnahmen an der Schenefelder Düpenau durchgeführt. Für die Sensibilisierung und Erlebbarkeit der Moore zwischen Hamburg-Altona, Wedel und Holm wird derzeit eine neue Route für die sogenannte "EntdeckerApp" entwickelt, die Besuchern Wissenswertes über die besondere Landschaft im Bereich von Schnaakenmoor, Sandbargsmoor und Buttermoor/Butterbargsmoor erfahren lässt.


Hintergrundinformation

Im Regionalpark Wedeler Au haben sich acht Kommunen - Appen, Halstenbek, Heist, Hetlingen, Holm, Pinneberg, Schenefeld und Wedel - sowie der Bezirk Hamburg-Altona länderübergreifend zusammengeschlossen. Eines der Ziele ist es, dort, wo es naturschutzfachlich vertretbar ist, das Naturerlebnis zu fördern und Bürgern und Besuchern die vielfältige Landschaft mit Heide und Marschen, Binnendünen, Mooren und Sandstrand näher zu bringen.



  
Medieninformation des Regionalpark Wedeler Au e.V. vom 19.12.2019