Internationaler Tag gegen Homophobie am 17.05.


Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst Überfälliges: Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen. Das Europäische Parlament betonte im Januar 2006, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung auf das Schärfste verurteilt wird – eine Kampfansage gegen Homophobie und Hassgewalt, der alle Mitgliedstaaten verpflichtet sind.
Auch die Kreisverwaltung im Kreis Pinneberg stellt sich entschlossen gegen jede Form der Diskriminierung. Ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen, das gehört dazu.

Siehe hierzu auch Pressemitteilung "Landrätin setzt sich gegen Diskriminierung ein und hisst Regenbogen-Flagge" sowie nachfolgende Statements.


Statements

Profilbild Elfi Heesch
Elfi Heesch,                                     Landrätin

Wir brauchen die Heterogenität in unserer Gesellschaft und die Akzeptanz für Verschiedenheit. Als Arbeitgeber Kreisverwaltung Pinneberg legen wir bewusst Wert darauf, allen Interessierten eine Perspektive bieten zu wollen – unabhängig davon, ob sie hetero-, homo-, bi-, inter- oder transsexuell sind.

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Heiko Willmann,          Fachbereichsleiter

Vielfalt und Toleranz muss in unserer Gesellschaft in allen Bereichen gelebt werden. Wenn sich Menschen aus Angst vor Diskriminierung nicht trauen sich frei zu entwickeln, schränkt das nicht nur die Personen selbst, sondern uns alle ein.

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Tinka Frahm, Gleichstellungsbeauftragte

„Es ist was es ist, sagt die Liebe“ (E.Fried). Warum sollte das für Frauen die Frauen und Männer die Männer lieben nicht gelten?“

Personalrat
Personalrat                                                 der Kreisverwaltung Pinneberg

Unser Leitbild ruft dazu auf, andere Menschen mit Wohlwollen, Interesse, Respekt, Offenheit, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit wahrzunehmen. Wir haben uns für einen respektvollen Umgang miteinander und die Achtung von der Persönlichkeit des Anderen entschieden. Zu diesen Werten stehen wir. Deshalb zeigen wir jeglicher Form von Homophobie die rote Karte!


Profilbild Heiko Willmann
Andreas Köhler, Fachbereichsleiter

Ich freue mich, dass wir als Kreisverwaltung Pinneberg am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie Flagge zeigen. Auf Diskriminierung in unserer Gesellschaft muss offen und öffentlich hingewiesen und entgegengetreten werden. Diskriminierung betrifft zahlreiche Bevölkerungsgruppen, aber insbesondere auch diejenigen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität benachteiligt oder gar verfolgt werden. Immer noch gibt es zahlreiche Länder, in denen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle nicht frei und sicher leben können, sie gar mit Gewalt und Todesstrafe bedroht sind. In Deutschland gibt es zwar eine weitgehend liberale Grundhaltung bis hin zur Ehe für alle. Eine Garantie im Grundgesetz auf gleiche Rechte, so dass niemand wegen seiner sexuellen oder geschlechtlichen Identität  benachteiligt oder bevorzugt werden darf, fehlt allerdings immer noch. Ich setze mich daher dafür ein, dass der Artikels 3 Absatz 3 des Grundgesetz genau um diesen Punkt ergänzt wird. Erst dann gibt es eine rechtlich Gleichbehandlung aller Menschen, erst dann sind queere Menschen vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass rechtlich geschützt. Das (Um-) Denken beginnt allerdings in den Köpfen und nicht mit einer Änderung in einem Gesetz. Der 17. Mai ist ein Tag, der zum Nachdenken anregen muss und an dem jede*r sein eigenes Verhalten auf diskriminierungsfreies Handeln überprüfen und ausrichten sollte.

Seit wenige Wochen bin ich auch zuständig für den Fachdienst Personal und Organisation. Mein Ziel ist es, in der Personalstrategie des Kreises das Thema „Diversität“ zu verankern, um die Verschiedenheit in unserer Mitarbeiter*innenschaft deutlicher zu berücksichtigen. Neben der Geschlechterverteilung gehören die ethnische Herkunft und die Religion genauso dazu wie das Alter und die sexuelle und geschlechtliche Identität. Denn Vielfalt macht interessant, auch als Arbeitgeber!