Informationen zur Geflügelpest

Stand: 24.02.2017

Bei dem Erreger der Geflügelpest handelt um für Vögel hochansteckende Influenzaviren des Typs H5N8. Nach bisherigem Erkenntnisstand sind keine Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bekannt. Eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung „theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich“. Trotzdem ist natürlich im Umgang mit Wildvögeln grundsätzlich Vorsicht geboten, weil diese Träger verschiedener Influenza (Grippe) -viren sein können.


Karte




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PDF-Detailkarte der Beobachtungsgebiete (12 MB)
  



Informationen zum 4. Beobachtungsgebiet (AV17/4) - nördliches Kreisgebiet:
 

In der Gemeinde Mühlenbarbek, Ortsteil Neumühlen, ist am 02.02.2017 der Ausbruch der Geflügelpest bei einem Schwan amtlich festgestellt worden. Der Kreis Steinburg hat um den Fundort das Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk festgelegt. Hiervon ist der Kreis Pinneberg jedoch nicht betroffen. Darüber hinaus wurde um den Sperrbezirk ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort festgelegt.

Aufgrund dessen werden im Kreis Pinneberg ergänzend zu dem vom Kreis Steinburg und Kreis Sege-berg festgelegten Beobachtungsgebiet die Gemeinden Westerhorn, Osterhorn sowie das Gemeindegebiet Bokel nördlich der Glückstädter Straße zum Beobachtungsgebiet erklärt. 

Die genau beschriebenen Grenzen des Beobachtungsgebietes sowie die dort geltenden Schutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte der tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung Nr. 17/4 zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Pinneberg vom 07.02.2017

Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im o.g. nördlichen Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen (Anleinpflicht). Dies gilt - vorbehaltlich neuer Vorkommnisse - bis einschließlich 10. März 2017.
 

Informationen zum 3. Beobachtungsgebiet (AV17/3) - nördliches Kreisgebiet:

In der Gemeinde Sommerland, Ortsteil Grönland, ist am 24.01.2017 der Ausbruch der Geflügelpest bei einem Bussard amtlich festgestellt worden. Der Kreis Steinburg hat um den Fundort das Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk festgelegt. Hiervon ist der Kreis Pinneberg jedoch nicht betroffen.

Darüber hinaus wurde um den Sperrbezirk ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort festgelegt.

Aufgrund dessen werden im Kreis Pinneberg ergänzend zu dem vom Kreis Steinburg festgelegten Beobachtungsgebiet die Stadt Elmshorn sowie die Gemeinden Seester, Raa-Besenbek, Kölln-Reisiek, Bokholt-Hanredder, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Groß Offenseth-Aspern, Brande-Hörnerkirchen, Westerhorn und Osterhorn zum Beobachtungsgebiet erklärt.

Die genau beschriebenen Grenzen des Beobachtungsgebietes sowie die dort geltenden Schutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung Nr. 17/3 zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Pinneberg vom 30.01.2017

Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im o.g. nördlichen Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen (Anleinpflicht). Dies gilt - vorbehaltlich neuer Vorkommnisse - bis einschließlich 27. Februar 2017.


Informationen zum 2. Beobachtungsgebiet (AV 17/2) - südliches Kreisgebiet:

In der Stadt Hamburg, Ortsteil Teufelsbrück ist am 24.01.2017 der Ausbruch der Geflügelpest bei Wildvögeln amtlich festgestellt worden. Die Stadt Hamburg hat um den Fundort das Gebiet mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk festgelegt.

Darüber hinaus wurde um den Sperrbezirk ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Fundort festgelegt.

Aufgrund dessen werden im Kreis Pinneberg ergänzend zu dem von der Stadt Hamburg festgelegten Gebiet folgende Gebiete zum Beobachtungsgebiet erklärt:

  • das Stadtgebiet Wedel östlich des Straßenverlaufs Pinneberger Straße - Austraße - Schulauer Straße bis zur Elbe
  • das Stadtgebiet Pinneberg im Ortsteil Waldenau südlich des Verlaufs Schenefelder Landstraße - Hunnenbarg - Datumer Chaussee - Bredenmoorbach
  • das gesamte Gebiet der Stadt Schenefeld und der Gemeinde Halstenbek
  • das Gemeindegebiet Rellingen südlich des Verlaufs Hauptstraße - Hamburger Straße - Pinneberger Straße

Die genau beschriebenen Grenzen des Beobachtungsgebietes sowie die dort geltenden Schutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung Nr. 17/2 zum Schutz gegen die Geflügelpest durch Wildvögel im Kreis Pinneberg vom 25.01.2017

Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im südlichen Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen (Anleinpflicht). Dies gilt - vorbehaltlich neuer Vorkommnisse - bis einschließlich 24. Februar 2017. 


Informationen zum 1. Beobachtungsgebiet (AV17/1) - nördliches Kreisgebiet:

In der Gemeinde Süderau im Kreis Steinburg ist am 22.01.2017 der Ausbruch der Geflügelpest in einem Hausgeflügelbestand amtlich festgestellt worden. Um den vom Kreis Steinburg gebildeten Sperrbezirk wurde ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens zehn Kilometer um den Seuchenbestand festgelegt.

Aufgrund dessen wurden im Kreis Pinneberg die Gemeinden Raa-Besenbek, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Brande-Hörnerkirchen, Westerhorn und Osterhorn sowie in der Stadt Elmshorn der Bereich nördlich der Krückau (Postleitzahlenbezirk 25335) und Teile der Gemeinde Groß Offenseth-Aspern nördlich der L113 und westlich der L112 zum Beobachtungsgebiet erklärt.

Die genau beschriebenen Grenzen des Beobachtungsgebietes sowie die dort geltenden Schutzmaßnahmen entnehmen Sie bitte der tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung Nr. 17/1 zum Schutz gegen die Geflügelpest im Kreis Pinneberg vom 24.01.2017 

Das Beobachtungsgebiet wird voraussichtlich am 25.2.2017 aufgehoben.


Weitergehende Informationen:

Die Aufstallungspflicht gilt weiterhin. Enten, Fasane, Gänse, Hühner, Laufvögel, Perlhühner, Rebhühner, Truthühner und Wachteln dürfen seit Wochen im gesamten Kreisgebiet nur noch in geschlossenen Ställen gehalten werden. Alternativ ist auch eine Schutzvorrichtung erlaubt, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung bestehen muss und die mit einer Seitenbegrenzung versehen ist, die das Eindringen von Wildvögeln verhindert. 

Auf Erlass des Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein gilt somit in ganz Schleswig-Holstein die Aufstallungspflicht für Hausgeflügelbestände sowie ein Verbot von Geflügelmärkten, Geflügelschauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art (siehe "Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung über die Anordnung der Aufstallung von Geflügel und das Verbot der Durchführung von Geflügel- und Taubenausstellungen zum Schutz gegen die Geflügelpest im Kreis Pinneberg vom 10.11.2016").

Darüber hinaus hat das Land mit der Allgemeinverfügung zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen vom 16.11.2016 neue landesweite strenge Hygienevorschriften für jeden Geflügelhalter erlassen. Alle Geflügelhalter im gesamten Kreisgebiet (private oder gewerbliche) haben unabhängig von der Bestandsgröße folgende Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten:

  • In den Ställen muss gesonderte Schutzkleidung inklusive Schuhwerk getragen werden.
  • Transportmittel wie Fahrzeuge und Behältnisse sind nach jeder Verwendung unmittelbar zu reinigen und zu desinfizieren.
  • Große wie kleine Geflügelhaltungen müssen vor den Eingängen zu den Stallungen Desinfektionsmatten oder -wannen zur Schuhdesinfektion einrichten,
  • Personen müssen unmittelbar vor Betreten des Stalls Hände waschen und desinfizieren,
  • Hunde und Katzen sind von den Stallungen fernzuhalten.

Siehe herzu auch Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (unter 1.000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen oder BundesVO über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen. Beim Auffinden von totem Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse u.a.), Greifvögeln sowie aasfressenden Wildvögeln (Möwen, Krähen u.a.) informieren Sie bitte Ihr örtliches Ordnungsamt.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt des Friedrich-Loeffler-Instituts zur Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest, “Vogelgrippe“).


Geflügelhalter sind verpflichtet, Ihren Bestand beim Veterinäramt des Kreises Pinneberg anzuzeigen. Die unterschriebene Tierbestandsanzeige kann auf dem Postweg, per Fax (Kontaktangaben siehe Vordruck) oder per eMail an vetamt@kreis-pinneberg.de an den Kreis Pinneberg übersandt werden.


Fragen zur Geflügelpest beantworten Ihnen gern die Mitarbeiterinnen unseres Bürgertelefons Montags bis Donnerstags von 9:00 bis 16:00 Uhr und Freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr unter der Tel.-Nr.: 04121-4502-5000. Auch das Land hat ein Bürgertelefon eingerichtet; dieses ist werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr besetzt und unter der Tel.-Nr.: 0431-160 6666 erreichbar.