Corona-Schutzimpfung im Kreis Pinneberg


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Stand 29.12.2020

Die Impfzentren im Kreis Pinneberg sind gut vorbereitet.

In Schleswig-Holstein sind erste Impfstoffdosen verfügbar. Am 27. Dezember konnten bereits mobile Impfteams mit den ersten Impfungen in Pflegeeinrichtungen beginnen.

Am 4. Januar 2021 wird das Impfzentrum in Prisdorf mit den Impfungen beginnen. In einem nächsten Schritt wird dann in Abhängigkeit von verfügbarem Impfstoff das Impfzentrum in Elmshorn starten. Einsatzbereit sind beide Impfzentren bereits seit dem 15. Dezember.

Weitere Informationen zur Anmeldung, dem Ablauf der Impfungen und Antworten zu weiteren Fragen finden Sie auf dieser Seite.

 Infoblatt Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum


Wie erfolgt eine Anmeldung zur Impfung?
Terminvereinbarungen
  • Online über www.impfen-sh.de
    Hierfür werden ein aktueller Browser, z.B. Mozilla Firefox oder Google Chrome, sowie eine gültige eMail-Adresse und ein Drucker benötigt. Die Terminbestätigung muss ausgedruckt werden, da auf dieser der QR-Code für die Einlassregistrierung vermerkt ist.
  • Telefonisch über 116 117
    Der Kunde erhält neben seinem Termin eine Ticket-Nummer, die er sich aufschreiben muss. Über diese Nummer erfolgt dann der Einlass am Impfzentrum. Wenn die Nummer oder der Termin vergessen wurde, hilft nur der erneute Anruf über die 116 117, um dies dort zu klären. Anamnese-Bogen und das Aufklärungsblatt zur Impfung werden erst vor Ort ausgefüllt. Es erfolgt keine Übersendung irgendwelcher Unterlagen per Post.

Bitte erst max. 5 Minuten vorher zum Termin erscheinen, da innerhalb der Gebäude nur begrenzt Wartemöglichkeiten vorhanden sind.

Bei zunehmender, aber weiterhin begrenzter Impfstoffverfügbarkeit sollen weitere von der STIKO definierte Personengruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden.

Auch in Schleswig-Holstein sollen entsprechend der bundesweiten Vorgaben insbesondere Hochbetagte in Pflegeeinrichtungen prioritär geimpft werden, beispielsweise auch Personen mit Dememzerkrankungen, denen die Einhaltung von Schutzmaßnahmen naturgemäß schwerer fällt. Eine Zustimmung der Person oder gegebenenfalls der jeweiligen Betreuungsperson ist dafür erforderlich. Die Inzidenzzahlen der Kreise/ kreisfreien Stadt können auch in die Priorisierung einfließen, so dass Gebiete mit hoher Inzidenz Berücksichtigung finden, da das Risiko dort höher ist. Hinzukommen kann das medizinische Personal in besonders betroffenen Bereichen.


Wie wird priorisiert?

Die Basis dafür ist eine entsprechende Verordnung des Bundes und die Empfehlung der ständigen Impfkommission. Das Bundesgesundheitsministerium teilt dazu Stand 17.12.2020 mit: „Aufgrund begrenzter Impfstoffverfügbarkeit kann die Impfung zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer Covid-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu besonders gefährdeten Personengruppen haben. Dies sind nach aktuellem Kenntnisstand folgende Personengruppen:

Höchste Priorität:
  • Personen 80+
  • Personen in einer stationären Pflegeeinrichtung (Bewohner*inne und dort Tätige)
  • Mitarbeiter*innen ambulanter Pflegedienste
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Expositionsrisiko, insbesondere auf Intensivstationen, in der Notaufnahme, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer spezialisierter ambulanter Palliativversorgung, in den Impfzentren, sowie in bestimmten Bereichen, in denen eine für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeit durchgeführt wird
  • Personal in medizinischen Einrichtungen, in denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin
Hohe Priorität:
  • Personen 70+
  • Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht. Personen:
    • mit Trisomie 21,
    • mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung,
    • nach Organtransplantation
  • eine enge Kontaktperson
    • von Pflegebedürftigen Personen 80+, 70+ oder mit sehr hohem oder hohem Risiko, die von dieser Person oder von ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird
    • von Schwangeren, die von dieser Person oder ihrem gesetzlichen Vertreter bestimmt wird
  • Personen die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder diese im Rahmen einer ambulanten Pflege regelmäßig behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind
  • Personen, die Obdachlosenunterkünften oder Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern, untergebracht oder tätig sind
Erhöhte Priorität:
  • Personen 60+
  • Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    1. Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30),
    2. Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
    3. Personen mit chronischer Lebererkrankung,
    4. Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion,
    5. Personen mit Diabetes mellitus,
    6. Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension,
    7. Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex,
    8. Personen mit Krebserkrankungen,
    9. Personen mit COPD oder Asthma bronchiale,
    10. Personen mit Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
  • Personen, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich Technisches Hilfswerk und in der Justiz
  • Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen
  • sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, welches keine Patientinnen oder Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die als Erzieher oder Lehrer tätig sind
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Impfberechtigt sind nach der Impfverordnung des Bundes:

  • in Deutschland gesetzlich oder privat Krankenversicherte
  • die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben
  • die in einer der oben genannten Einrichtung/Unternehmen behandelt, gepflegt oder betreut werden oder dort tätig sind
  • und Personen, die im Auftrag der benannten Einrichtungen/Unternehmen im Ausland tätig sind.

Folge- und Auffrischimpfungen haben Priorität gegenüber dem Beginn der Schutzimpfung weiterer Personen.


Ablauf in den Impfzentren
  1. Vor dem Gebäude: Klärung ob ein Termin besteht und Fiebermessung
  2. Empfang und Registrierung, Ausfüllen Anamnesebogen im Impfzentrum
  3. im Wartebereich auf freien Beratungsraum warten
  4. Beratungsgespräch mit einem Arzt
  5. Impfung und Eintrag in Impfpass
  6. 15-30 Min. Überwachungsphase nach Impfung im Ruheraum
  7. Verlassen Impfzentrum

Bitte erst max. 5 Minuten vorher zum Termin erscheinen, da innerhalb der Gebäude nur begrenzt Wartemöglichkeiten vorhanden sind.

Der Impfstoff wird aufgrund der begrenzten Lagerfähigkeit täglich angeliefert und wird zum Tagesende entsprechend verimpft sein. Impfstoff wird daher in den Impfzentren selbst nicht über Nacht lagern.


Wie und wann werden in SH Corona-Impfberechtigte informiert?

Wer wann impfberechtigt ist, darüber wird im weiteren Verlauf auch über die Medien und soziale Medien in Schleswig-Holstein informiert werden, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierung planen, dazu umfangreiche Informationen herauszugeben, wenn u.a. die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind. (Es werden keine persönlichen Benachrichtigungen versandt).


Impfen auf Helgoland

Es ist geplant, dass die Bevölkerung entweder durch das Klinikpersonal oder durch ein mobiles Impfteam auf der Insel Helgoland geimpft wird. Dies befindet sich derzeit in Klärung mit dem Sozialministerium. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, wann und wo die Impfungen vorgenommen werden. Dies hängt natürlich auch von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab.


Fragen und Antworten zu Impfungen

Weiterführende Informationen bieten


Wie viele Dosen stehen anfangs zur Verfügung?

Das ist abhängig von den Liefermengen der Hersteller und wird bundesweit entsprechend nach dem Schlüssel der Einwohnerinnen/er verteilt. Schleswig-Holstein geht mit einer ersten Lieferung im Dezember von einigen Tausend Dosen des Impfstoffes aus, nach dem derzeitigem Stand. Weitere Lieferungen sollen 2021 regelmäßig folgen.

Unter voller Auslastung werden gleichzeitig in den Impfzentren in Prisdorf ca. 90 - 120, in Elmshorn 45 - 60 Impfungen pro Stunde durchgeführt.

Die Impfungen werden in sogenannten Impflinien erfolgen. Pro 35.000 Einwohner soll eine Impflinie vorgesehen werden, für den Kreis Pinneberg sind es insgesamt 9 Impflinien. Pro Impflinie sollen ca. bis zu 15-20 Impfungen pro Stunde durchgeführt werden.


Wer sorgt für den reibungslosen Ablauf vor Ort?

Die Gesamtleitungen für die Impfzentren stellen die Kreise und kreisfreien Städte. Für den Kreis Pinneberg wird Frau Silke Dräger die Aufgabe übernehmen. Ihre Vertretung übernimmt Frau Ute Huckfeldt. Sie sind erreichbar über das Funktionspostfach impfzentren@kreis-pinneberg.de. Für die Gesamtkoordination im Kreis Pinneberg ist Herr Andreas Köhler, Leiter des Fachbereichs Service, Recht und Bauen verantwortlich.

Das ärztliche Personal wird von der KVSH rekrutiert und bereitgestellt. Das medizinische Unterstützungspersonal stellt das DRK. Das Land hat hierfür mit dem DRK einen Rahmenvertrag geschlossen. Die ärztliche Leitung übernimmt Dr. Marc Dupas.

Kräfte der Bundewehr sollen bei den administrativen Aufgaben eingesetzt werden.

Für Nachfragen zum Einsatz der Bundeswehr steht der Ansprechpartner der Pressestelle des Landeskommandos zur Verfügung:

  • Landeskommando Schleswig-Holstein, Pressestelle, Postanschrift: Schweriner Str. 17a, 24106 Kiel, Telefon: +49 (0)431 384 1010, E-Mail: pressestellelkdosh@bundeswehr.org
  • Ingolf Scheffler M.A., Fregattenkapitän, Leiter Presse- und Informationsarbeit, Telefon: +49 (0)431 384 1010, E-Mail: ingolfscheffler@bundeswehr.org