Anlieferungen auf dem Recyclinghof nur noch beschränkt möglich



Nicht vertretbares Infektionsrisiko

Die Kreisverwaltung und die GAB appellieren an alle Bürger, nicht mehr oder nur noch im äußersten Notfall zum Recyclinghof nach Tornesch-Ahrenlohe zu fahren. Nachdem die Öffnungszeiten des Recyclinghofes auf täglich 8:00 bis 13:00 Uhr eingeschränkt werden mussten, um den Betrieb des Abfallwirtschaftszentrums insgesamt zu ermöglichen, ist es auf dem Hof und der Zufahrt dorthin überfüllt.

„Es kommt hier zu Situationen, die wir vor dem Hintergrund der hohen Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus definitiv nicht vertreten können, weil die Menschenansammlung zu dicht ist und auch die Mitarbeiter auf dem Recyclinghof so einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind“, so Landrat Oliver Stolz und GAB-Geschäftsführer Jens Ohde unisono. „Absolut unverständlich ist so ein Verhalten, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der Kunden der letzten Woche zu einer besonders gefährdeten Risikogruppe gehört“.

Die langen Wartezeiten und die Aufforderungen umzudrehen und nach der Pandemiekrise wieder zu kommen, haben diese Woche zu viel Unmut geführt und teilweise zu aggressiven Reaktionen sowie zu Verletzungen der gebotenen Distanz zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GAB und zu anderen Kunden.

Die GAB wird daher ab sofort den zeitgleichen Zugang des Recyclinghofes auf 5 Fahrzeuge beschränken. Das wird zu einem deutlichen Anstieg der Wartezeit auf mehrere Stunden führen.

Ziel der Verkürzung der Öffnungszeit ist es, den Betriebsablauf so zu organisieren, dass im Quarantänefall trotzdem Personal vorhanden ist, um so lange wie irgend möglich die öffentliche Abfallentsorgung über den Recyclinghof aufrecht zu erhalten. Sollten die Maßnahmen nicht greifen, kommen der Kreis Pinneberg und die GAB nicht umhin, den Recyclinghof generell zu schließen.

GAB-Geschäftsführer Jens Ohde und Landrat Oliver Stolz appellieren daher eindringlich an alle Haushalte im Kreisgebiet, den Recyclinghof nur im äußersten Notfall anzufahren und nennen dafür als Beispiel eine Wohnung, die geräumt werden muss, damit der Nachmieter einziehen kann.

Für die Annahme von Gartenabfällen oder dem Sammelsurium von Abfall im Rahmen einer Aufräumaktion oder des vorgezogenen Frühjahrsputzes hat der Recyclinghof derzeit keine Kapazität. Diese Abfälle müssen z.Zt. weiter zu Hause oder in einer Ecke des Gartens gelagert werden.

Kreis und GAB werden informieren, wenn Anlieferungen auf dem Recyclinghof wieder uneingeschränkt möglich sind.

Aktuelle Informationen zur Abfallwirtschaft unter www.pi-abfall.de und www.gab-umweltservice.de.

 
Pressemitteilung vom 20.03.2020