Städtepartnerschaften des Kreises Pinneberg

Einander besser kennen und verstehen lernen - auch Kommunen aus dem Kreis Pinneberg leisten einen aktiven Beitrag zur europäischen und innerdeutschen Verständigung.

Städtepartnerschaften entstanden kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Sinn und Zweck dieser Verbindungen zwischen zwei Kommunen sollte es sein, die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner zu fördern und ein Verständnis füreinander zu erwecken. Nebenbei sollten die politischen Beziehungen Deutschlands zu den Siegermächten gefestigt und auf freundschaftlicher Basis ausgebaut werden.

Zentrum von Caudry (F) - Partnerschaft mit der Stadt WedelDie erste Städtepartnerschaft wurde 1947 zwischen Bonn und der britischen Stadt Oxford gegründet. Viele Kommunen folgten diesem Beispiel.

Mitte der 80'ger Jahre wurden auch vermehrt Partnerschaften mit Städten und Gemeinden in der DDR begründet. Die deutsch-deutschen Partnerschaften trugen zu Zeiten der Wende aktiv zur Zusammenführung Deutschlands bei, indem Sie z.B. finanziell halfen oder den politischen Aufbau in der Partnergemeinde förderten.



Im Jahr 1984 bildete sich der "Rat der Gemeinden und Regionen Deutschlands" mit der Zielsetzung der Aussöhnung der Völker und einer besseren Kommunalen Zusammenarbeit (vor allem von Ost- und Westdeutschland).Heute gibt es mehrere Tausend Partnerschaften von Kommunen und Kreisen im In- und Ausland.

Seit Beginn der neunziger Jahre existieren vermehrt auch Partnerschaften zu Kommunen in osteuropäischen Ländern. Im Rahmen der Osterweiterung der EU ergeben sich durch die Städtepartnerschaften vielseitige Möglichkeiten die "neuen EU-Bürger" mit den Themen der Europäischen-Gemeinschaft bekannt zu machen und somit eine bessere und schnellere Integration zu fördern.

Städtepartnerschaften existieren auf der Basis der Kommunalen Selbstverwaltung. Sie ermöglichen den Partnerstädten nicht nur die Durchführungen von Schul- und Sportaustauschen, sondern auch einen aktiven Austausch an Erfahrungen und die Arbeit an gemeinsamen Projekten z.B. in den Bereichen lokale Integration, Umwelt, wirtschaftliche Entwicklung und kulturelle Vielfalt.

Da die Städtepartnerschaften aktiv zur Entwicklung einer "Unionsbürgerschaft" beiträgt, gibt es seit 1989 ein Förderprogramm der Europäischen Union, in dem Zuschüsse zu Veranstaltungen und Projekten aus diesem Themenbereich beantragt werden können. Vorrang haben zur Zeit vor allem Veranstaltungen mit Städten und Gemeinden der neuen Beitrittsländer. Allein im Jahre 2002 erhielt die EU 2500 Zuschussanträge.

Weiterhin werden jedes Jahr die "Goldenen Sterne der Städtepartnerschaften" an zehn herausragende Projekte, die zur Europäischen Integration beigetragen haben, von der Europäischen Kommission verliehen.

Die Gemeinden und Städte des Kreises Pinneberg und auch der Kreis selbst unterhalten Partnerschaften zu Kommunen aus vielen verschiedenen Gebieten Deutschlands, Europas und der ganzen Welt.

Weitere Informationen zu Städtepartnerschaften erhalten Sie auf der Internetseite der Europäischen Union: www.europa.eu.int und der Internetseite des "Rates der Gemeinden und Regionen Europas": www.rgre.de.