Mit nachfolgenden Berichten möchten wir Ihnen einen kleinen Eindruck über die Tätigkeiten des Kreispräsidenten vermitteln, welche er im Rahmen seiner Funktion als Repräsentant des Kreises Pinneberg ausübt.
2009
Seit vier Jahrzehnten hatte der Wedeler Arno Barnick sich in besonderer Weise für den Sport engagiert. Dafür wurde ihm von Bundespräsident Horst Köhler am 03. Dezember 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Den Orden konnte Barnick aber nicht mehr selber entgegen nehmen. Kürzlich verstarb der verdiente Sportfunktionär in der Pinneberger Regio-Klinik.
Auf Bitte von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann am 13. Januar 2009 die feierliche Ehrung posthum in der Drostei in Pinneberg vorgenommen. In Anwesenheit von Vertretern des Kreissportverbandes und des TSV Wedel sprach Tiemann die Laudatio und überreichte Urkunde und Bundesverdienstkreuz an die Witwe und Sohn Arno Barnicks.
Dieser war in den 60-er Jahren Trainer einer Fußball-Jugendmannschaft im Wedeler TSV, langjährig sowohl Jugendwart der Abteilung als auch des Gesamtvereins und übernahm 1978 das Ruder des Wedeler TSV als Vorsitzender. Es sei maßgeblich seinem Wirken zu verdanken gewesen, dass sich der Verein mit über 3.400 Mitgliedern zu einem der größten in Schleswig-Holstein entwickelte. Ebenso habe er immer viel Wert darauf gelegt, eine sportliche Versorgung der Menschen vom Baby bis zum Greis sicherzustellen. Die Förderung des Leistungssports habe ihm auch sehr am Herzen gelegen. Dieses Engagement sei insbesondere in der Leichtathletik-Gemeinschaft Wedel / Pinneberg zum Tragen gekommen, der der Wedeler TSV angehört, so Tiemann.
Arno Barnick sei immer wieder Ideengeber für Neuerungen im Verein und Motor im Wedeler TSV gewesen. Maßgeblich sei es ihm zu verdanken gewesen, dass 1991 ein großes Sportzentrum mit Tanzsaal, Fitnessraum und Kegelsportanlage sowie Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Sportlerinnen und Sportler errichtet werden konnte. Auch an der Schaffung der vereinseigenen Großsporthalle sei Barnick entscheidend beteiligt gewesen. Im Kreissportverband sei er acht Jahre lang als Schriftführer Mitglied des Vorstandes gewesen und auch sein langjähriger Einsatz im Hamburger Fußballverband als Obmann des Jugendspielausschusses wurde vom Kreispräsidenten gewürdigt.
"Arno Barnick hat sich für den Kreis Pinneberg und den TSV Wedel außerordentlich verdient gemacht", erklärte Tiemann. "Sein Tod ist ein großer Verlust für den Sport im Kreis. Ich hätte mir gewünscht, er hätte die Ehrung noch miterleben können".
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Familienbildungsstätte Pinneberg im Jahr 2009 hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die engagierte Arbeit der Familienbildungsstätten gewürdigt.
Er machte deutlich, dass die Familienbildungsstätte des Kirchenkreises Pinneberg als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten mit dem Kreis Pinneberg durch einen Budgetvertrag eng verbunden sei:
Zum 01.01.2005 wurde - quasi als Prototyp - ein Budgetvertrag zwischen dem Fachdienst Jugend und der AG der Familienbildungsstätten geschlossen, mit dem diese die Aufgabe einer flächendeckenden präventiven Familienarbeit im Kreis Pinneberg übernommen haben. Die Aufgabe besteht darin, Projekte und Maßnahmen zu entwickeln, zu koordinieren und durchzuführen, die der Information, Beratung und aktiven Unterstützung von Eltern in allen Fragen der Erziehung und des Zusammenlebens dienen.
Dieser Vertrag wurde mit einer 5-jährigen Laufzeit versehen: nicht nur ein Vertrauensvorschuss in die fachlichen Qualitäten der Familienbildungsstätte, sondern auch neue Form der gegenseitigen Absicherung. Das Vertrauen habe sich nach nunmehr 4 Jahren als gute Investition erwiesen. Vorhandene Strukturen hätten gefestigt werden, Netzwerke weiter ausgebaut und Bildungsangebote bedarfsgerecht vorgehalten werden können. Aus Sicht des Kreises sei es insbesondere gelungen, zunehmend Zielgruppen zu erschließen, für die präventive Familienarbeit auch und besonders notwendig sei.
Zum 01.01.2007 wurde - dem Erfolgsmodell folgend - ein weiterer Budgetvertrag geschlossen: Die bis dahin Jahr um Jahr im Zuschussverfahren aufgebaute Wahrnehmung der Qualifizierung und Vermittlung von Tagespflegepersonen wurde ebenfalls für 5 Jahre abgesichert. Diese Aufgabe als nicht mehr hinwegzudenkendes Standbein der Kindertagesbetreuung werde im Kreis Pinneberg durch die Familienbildungsstätten nach einem landesweit einmaligen und vorbildlichen Modell umgesetzt. Auf höchstem Qualitätsniveau würden die Bedarfe der Eltern erfüllt und angesichts der bundesweiten Forderung nach einer Kindertagesbetreuungsquote von 35% für Unter-3-Jährige werde ein weiterer Ausbau folgen.
Schließlich wurde zum 01.01.2008 im Zuge des Präventionskonzeptes des Kreises Pinneberg ein Budgetvertrag geschlossen zur Wahrnehmung des flächendeckenden Präventionsangebotes "Hand in Hand". Mit diesen "Frühen Hilfen für Familien" werden junge Mütter und Familien in schwierigen Lebenssituationen vom Eintritt der Schwangerschaft bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes beraten, begleitet und unterstützt.
Soweit es im Kreis Pinneberg möglich sei, wolle man verhindern, dass Familien, die Hilfe und Unterstützung benötigen, durch die Maschen des sozialen Netzes fallen. Die Familienbildungsstätten leisteten mit "Hand in Hand" und "wellcome" hierzu einen großen Beitrag und bewiesen, dass sie sich erfolgreich der Herausforderung stellen würden, alle gesellschaftlichen Zielgruppen "in Angriff" zu nehmen. Dass auch bürgerschaftliches Engagement bei diesen Projekten von der Familienbildungsstätte in herausragender Weise gefördert werde, nötige dem Kreispräsidenten ganz besonderen Respekt ab.
Die Familienbildungsstätte wirke außerdem in NELE - Netzwerk Eltern lernen Erziehen - des Kreises Pinneberg mit. Hier bieten freie Träger der Jugendhilfe im Auftrag des Fachdienstes Jugend kreisweit Elternkurse an, in denen diese sich mit dem Thema Erziehung auseinandersetzen, weiterbilden und untereinander austauschen können. Ziel sei es, Eltern in ihren Fähigkeiten als Erzieher zu bestätigen und zu unterstützen und ihnen - im Idealfall schon prophylaktisch - Instrumente an die Hand zu geben, damit sie unausweichlichen Erziehungsproblematiken gut gerüstet gegenüber stehen. Sie würden dadurch in den Stand versetzt, die Bedürfnisse ihrer Kinder mit ihren eigenen stärker in Einklang zu bringen und die Kinder in ihrer Entwicklung noch besser zu fördern. Auch auf diesem Feld der Prävention habe sich die Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Pinneberg als Kursusanbieter als wertvolle Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe erwiesen.
Wunsch des Kreises Pinneberg sei es, die Kooperation mit der Familienbildungsstätte auch langfristig fortzusetzen und im Sinne der Familien und zum Wohl insbesondere der Kinder erfolgreich weiter zu entwickeln.
Ein fünfzigjähriges Bestehen feiere man nicht alle Tage. Deshalb wünschte der Kreispräsident dem Festakt einen guten Verlauf. Den Mitarbeiterinnen der Familienbildungsstätte dankte er im Namen der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Pinneberg für die geleistete Arbeit. Sie hätten sich Ihre Anerkennung wahrlich verdient.
Zum dritten Male sind Menschen vom Kreistag für außerordentliches ehrenamtliches Engagement durch die Eintragung in das Bürgerbuch des Kreises Pinneberg geehrt worden.
Der Ältestenrat hatte am 08. Januar 2009 aus insgesamt 14 Vorschlägen drei Personen ausgewählt, die in der Kreistagssitzung am 28. Januar 2009 ausgezeichnet wurden.
Auf dem Foto (v.l.n.r.):
Stellv. Kreispräsidentin M. Kaddatz, Kreispräsident B. E. Tiemann, Quickborns Bürgervorsteher B. Kleinhapel (hintere Reihe)
M. Stolper, R. Roettig, J. Meyer, P. Schaumann, Lebenshilfe (vordere Reihe)
Margarete Stolper, wohnhaft in Prisdorf
Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Margarete Stolper ehrenamtlich für die Essensausgabe, zunächst im katholischen Kindergarten und seit einigen Jahren an der Grundschule Rübekamp in Pinneberg. Mit beispiellosem Engagement sorgt sie dafür, dass die Kinder beaufsichtigt werden und mittags eine warme Mahlzeit erhalten. Jeden Tag bereitet sie zu Hause das Essen für die Kinder, bringt es mit ihrem PKW zur Rübekampschule und verteilt es dort. Dafür erhält sie lediglich eine Aufwandsentschädigung, von der sie u.a. die Lebensmittel, Energie- und Fahrtkosten bestreitet.
Ruth Roettig, wohnhaft in Quickborn
Trotz ihres hohen Alters von 92 Jahren engagiert sich Ruth Roettig seit mehr als 20 Jahren im Besuchsdienst der Ev.-Luth. Martin-Luther-Kirchengemeinde Quickborn-Heide. Sie besucht regelmäßig einmal im Monat 10 Senioren. Durch ihr unermüdliches Engagement hat sie dazu beigetragen, dass viele ältere Menschen das Gefühl erhalten, auch weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sie benutzt noch heute für die Besuche ihr eigenes Fahrrad. Durch diese besondere und bemerkenswerte Leistung beweist Ruth Roettig, dass sich auch Menschen bis ins hohe Alter für ihre Mitmenschen engagieren können.
Jürgen Meyer, wohnhaft in Schenefeld
Seit 1974 engagiert sich Jürgen Meyer ehrenamtlich in der Lebenshilfe. In verschiedenen Ämtern hat er sich immer für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung am Leben in der Gesellschaft eingesetzt. Durch sein unermüdliches Engagement hat er zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und Unterstützung ihrer Familien beigetragen.
Als 1. Vorsitzender des Ortsvereins Pinneberg hat er sich dafür eingesetzt, dass Kindergärten für Kinder mit geistiger Behinderung geschaffen wurden. 1982 wurde insbesondere durch seine Unterstützung im Kindergarten Appen-Etz die erste Integrationsgruppe zur gemeinsamen Betreuung von Kindern in Betrieb genommen. Zusammen mit betroffenen Eltern hat er dafür gekämpft, dass diese Kinder als Erwachsene die Möglichkeit erhalten, am Arbeitsleben teilzuhaben.
Seit 1981 ist Jürgen Meyer Mitglied des Aufsichtsrates des Lebenshilfewerkes und seit dem auch - mit kurzer Unterbrechung - Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lebenshilfe. Seit 1993 bis heute ist er auch Vorsitzender der Kreisvereinigung der Lebenshilfe.
Alle 2 Jahre findet seit 2006 landesweit die Ehrenamtsmesse statt. Dazwischen laden alle Kreise zu Ehrenamtsforen ein. Erstmalig hat sich auch der Kreis Pinneberg unter der Federführung von Organisator Rainer Ronke beteiligt. Im Kreistagssaal im Pinneberger Kreishaus trafen sich am 20.02.2009 interessierte Ehrenamtler und informierten sich über die verschiedenen Möglichkeiten, die Mittel für das jeweilige bürgerschaftliche Engagement einzuwerben.
Über das Thema "Wie kommt man ans Geld?" referierten 4 Persönlichkeiten aus dem Kreis aus Sicht ihrer eigenen Tätigkeit: Stefan Dupke, Geschäftsführer der Stiftung Landdrostei, informierte über seine Aktivitäten auf dem Gebiet "Fundraising". Dr. Stefan Schäfer von den Freunden der Kammermusik Quickborn schilderte anschaulich das Projekt "Der Flügel". Bernd Schröder, MdL erläuterte die Aktivitäten des Fördervereins der Regio-Klinik Pinneberg und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die des von ihm gegründeten Vereins "Gemeinsam e.V.". Urte Steinberg, Geschäftsführerin der Stiftung der Sparkasse Südholstein informierte über die Vergabepraktiken der Sparkassenstiftung.
Die Ehrenamtler aus zahlreichen Vereinen und Verbänden diskutierten angeregt mit den Referenten. Einigkeit wurde über die Fortführung des Ehrenamtsforums im Kreis Pinneberg erzielt.
Eine hochrangige Delegation aus Sansibar haben Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Dr. Wolfgang Grimme am 13.02.2009 in der Landdrostei in Pinneberg empfangen. Wirtschafts- und Tourismusministerin Samia Suluhu Hassan aus dem zu Tansania gehörenden Sultanat im Indischen Ozean besuchte gemeinsam mit dem stellv. Tansanischen Botschafter in Berlin, Vertretern der Handelskammer und anderen Wirtschaftsorganisationen sowie Honorarkonsul Jürgen Gotthardt, den Kreis Pinneberg.
Hintergrund der Gespräche war der Wunsch der Sansibari, die Möglichkeiten einer Partnerschaft mit der Insel Helgoland oder dem Kreis Pinneberg auszuloten. Vertreter aller sechs im Kreistag vertretenen Fraktionen nahmen an den Gesprächen teil.
Im Katharina von Bora Haus kam es zu einem Treffen mit Propst Drope, anderen Vertretern der evangelischen Kirche sowie Persönlichkeiten von Organisationen, die bereits Bindungen nach Tansania haben.
Am Folgetag besuchte die Delegation Helgoland, wobei sie von vier Kamerateams begleitet wurde. Die Ministerin zeigte sich von der Insel sehr beeindruckt. Weitere Treffen der Sansibari gab es mit Landrat Dr. Grimme im Pinneberger Kreishaus sowie mit Kreispräsident Tiemann im Gästehaus des Hamburger Senats. Die Ministerin sprach eine Einladung nach Sansibar zu den Feierlichkeiten im Juni 2009 anlässlich der 150. Wiederkehr der Akkredition des ersten Hanseatischen Honorar Konsuls aus.
Dem Reeder Cassen Eils aus Cuxhaven wurde von Bundespräsident Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Ordensverleihung, die Ministerpräsident Peter Harry Carstensen am 19. März 2009 im Itzehoer Ständesaal vornahm, fand in Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Dr. Wolfgang Grimme statt.
Dieser würdigte die Verdienste Eils´, der sich seit mehr als fünfeinhalb Jahrzehnten für die Seetouristik einsetzt. Er ist Kapitän, Reeder und Namensgeber der Reederei Cassen Eils, die er 1952 gemeinsam mit einem Fischer von Norderney gründete. Sein Kapitänspatent erwarb er 1948 bereits im Alter von 24 Jahren. Direkt nach der Freigabe der Insel Helgoland durch die Alliierten bemühte sich der Ordensträger um eine Schiffsanbindung der Insel von Cuxhaven aus. Nach dem Krieg war er damit der erste, der Fahrten nach Helgoland anbot. Noch heute wird die Flotte seiner Schiffe überwiegend im Verkehr zu Deutschlands einziger Hochseeinsel eingesetzt und immer noch ist er ihr eng verwurzelt.
Grimme und Tiemann bedankten sich bei Cassen Eils für sein Engagement und seine enge Verbundenheit mit Helgoland. Diese stellt der Ordensträger zumeist über seine betriebswirtschaftlichen Ziele und sichert seit einem halben Jahrhundert die Versorgung der Insulaner bei jeder Witterung. Cassen Eils hat seine Seetouristik zu weiteren Nordseeinseln und bis zur Ostsee ausgebaut. Noch heute fährt der 85-jährige die Schiffe seiner Reederei auf unterschiedlichen Routen selbst.
Mehr als 100 Gäste aus dem gesamten Kreis Pinneberg waren der Einladung von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann in die Dittchenbühne gefolgt. Sie nahmen teil am Empfang aus Anlass des Welttheatertages.
Nun schon zum dritten Male ehrte der Kreispräsident am 27. März ehrenamtliche Theaterschaffende. Als besonderen Gast begrüßte Tiemann Caroline Schwarz, Kulturbeauftragte des Ministerpräsidenten, die ein Grußwort der Landesregierung überbrachte. Während der Kreispräsident für jeden zu Ehrenden eine kleine Laudatio hielt, überreichten Caroline Schwarz und Kerstin Seyfert, Vorsitzendes des Kreiskulturausschusses die individuellen Urkunden.
Abgerundet wurde die Veranstaltung von einem von der Dittchenbühne zusammen gestellten bunten Rahmenprogramm mit der Markus Riemann Group, dem Gedicht "Theaterkatzen", vorgetragen von Dorothee Neufeldt, einer Tanz-Darbietung von Suna Storm, dem "Schneeflockentanz" des Kindertheaters der Dittchenbühne sowie der Lesung von Brechts "Unwürdiger Greisin" durch Monika Pohle.
Vom Kreispräsidenten geehrt wurden:
Zum 56. Mal fand in diesem Jahr der Europäische Wettbewerb "Europa in der Schule" statt. Nach 2008 hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann erneut die Landessieger aus dem Kreis Pinneberg ausgezeichnet.
Der europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb in der Bundesrepublik Deutschland und eine der ältesten und traditionsreichsten transnationalen Initiativen zur politischen Bildung in Europa. Einer möglichst großen Zahl von Schülerinnen und Schülern in Europa soll bewusst gemacht werden, dass es eine europäische Dimension im Bildungskanon aller europäischer Völker gibt. Der europäische Wettbewerb greift sowohl Themen auf, die in den aktuellen Programmen des Europarates und der EU-Kommision einen hohen Stellenwert einnehmen, als auch Fragestellungen, die für den Prozess der europäischen Einigung unabdingbar sind: Erziehung zu Demokratie und Toleranz, Einhaltung der Menschenrechte, Grundfreiheiten oder der Schutz von Minderheiten.
16 Landessieger erhielten anlässlich der Preisverleihung am 07. Mai 2009 im Pinneberger Kreistagssaal von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und dem Landesvorsitzenden der Europa-Union Jens Ruge Urkunden und Preise: Florian Gutsche, Pauline Kahnes, Ole Ruge, Johanna Preuß, Lea Schwedewsky und Pia Iderhoff von der Astrid-Lindgren-Schule in Elmshorn, Mareike Ahrens, Felix Reimers, Rene Wendrich, Adrien Kröger, Pia-Lena Schramm und Janina Kullik von der Realschule Heidkamp sowie Melanie Hörborger, Till Schalt und Mila Nitzel von der IGS Wedel. Fiona Krause von der Astrid-Lindgren-Schule hat sich mit ihrem Bild für den Bundeswettbewerb qualifiziert.
Die höchsten Repräsentanten der betreffenden Schulträger ließen es sich nicht nehmen, den Siegerinnen und Siegern persönlich zu gratulieren. Stadtpräsidentin Sabine Lüchau aus Wedel, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek aus Elmshorn und Bürgervorsteher Bernd Kleinhapel aus Quickborn machten in ihren Grußworten deutlich, welche Bedeutung der Wettbewerb für die friedliche Kooperation der Staaten in Europa symbolisiert.
Im Oktober 2008 forderte das Landesministerium für Bildung und Familie alle Schulen zum Mitmachen auf. Schirmherr ist - wie immer - Bundespräsident Köhler. Die Europäische Union hat das Jahr 2009 zum "Europäischen Jahr von Kreativität und Innovation durch Bildung und Kultur" erklärt. Das Thema des 56. Europäischen Wettbewerbs: "Heureka - Ideen für Europa" wurde daher nicht zufällig gewählt.
Bundesweit hat sich die sagenhafte Zahl von 161.646 Schülerinnen und Schülern beteiligt. An die Landesjury wurden 1.189 bildnerische Arbeiten zu den Themen Zaubern, Sternstunde, Klimawandel, Metamorphose, Mobilität und Kampagne sowie 1.228 schriftliche Arbeiten zu den Themen Raummission, Idee, Kulturhauptstadt, Kreativität und Europawahl weitergeleitet. Damit steigt die Teilnehmerzahl in Schleswig-Holstein stetig. Auch die Zahl der Teilnehmer aus dem Kreis Pinneberg, der erst zum zweiten Mal die Federführung bei der Durchführung des Wettbewerbs auf Kreisebene hat, ist kräftig gestiegen.
35 Besucher aus dem russischen Partnerkreis Selenogradsk (ehemals Cranz) weilten in der Zeit vom 08. - 15. Mai 2009 auf Einladung des Vereins "Selenogradsk e.V." im Kreis Pinneberg.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann begrüßte die Reisegruppe, insbesondere die neue Vorsitzende des russischen Vereins Pinneberg-Selenogradsk, Lena Alexandrova und die deutschen Gastgeber im Gartenbauzentrum Thiensen in Ellerhoop. Angesichts der weltweiten Finanzkrise sei es nicht selbstverständlich, dass gegenseitige Besuche zustande kämen, sagte Tiemann. Umso mehr sei er den russischen Freunden, aber auch den Gastgebern und dem Verein Selenogradsk dankbar. Solche Treffen dienten nicht nur dem besseren Kennen lernen. Vielmehr bildeten sich Freundschaften, die friedenstiftende Funktion hätten. Menschen, die befreundet sind, würden in aller Regel nicht Krieg gegeneinander führen, erklärte der Kreispräsident.
Er bat darum, nach der Rückkehr nach Selenogradsk dem dortigen Landrat Valerie Gubarow und Kreispräsident Sergej Kulakow seine besten Grüße zu übermitteln. Beide werden im August zur Protokollfortschreibung der Partnerschaft mit dem Rayon Selenogradsk im Kreis Pinneberg erwartet.
Vor der Begrüßung im Gartenbauzentrum hatten die Gäste aus Russland bereits das Arboretum besichtigt. Anschließend besuchten sie die GAB (Gemeinnützige Abfall-Beseitigungsgesellschaft des Kreises Pinneberg) sowie die Kreisfeuerwehrzentrale.
An den Folgetagen standen u.a. noch eine Rundfahrt durch den Kreis Pinneberg, der Besuch der Baumschule Hachmann und Rosen Cordes sowie die Biogasanlage Bonhoff auf dem Programm.
Der langjährigen Schiedsfrau Ilona Fitschen aus Wedel wurde von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und der Wedeler Bürgermeister Nils Schmidt waren am 20. Mai 2009 im Reinbeker Schloss zugegen, als Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Ordensverleihung vornahm. Tiemann und Schmidt würdigten die Verdienste Fitschens in Grußworten und dankten ihr mit Blumensträußen.
Ilona Fitschen engagiert sich seit über zwei Jahrzehnten für das Schiedswesen in Schleswig-Holstein. Sie begann ihr Engagement 1987 in der Stadt Wedel und ist seit 1988 als Schiedsfrau für das gesamte Stadtgebiet verantwortlich. Durch ihre Arbeit erreicht sie, dass die Gerichte in ihrer Arbeit entlastet werden und die ursprünglich streitenden Parteien zufrieden auseinander gehen.
Mit einer Unterbrechung von drei Jahren ist die Ordensträgerin seit 1992 Vorsitzende des Bundes der Schiedsmänner und Schiedsfrauen in Schleswig-Holstein. Mit ihrer ausgleichenden Persönlichkeit setzte sie sich schon in jungem Alter auf dieser einflussreichen Position durch und führt bis heute erfolgreich den Verband mit über 300 Schiedsfrauen und Schiedsmännern. Ilona Fitschen engagiert sich besonders für die Aus- und Fortbildung der Schiedsleute und für die Methoden der Mediation in der Streitschlichtung.
In Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Ostholsteins stellvertretendem Landrat Ingo Gädechens, Malentes Bürgermeister Michael Koch, mehreren ehemaligen KSV-Vorsitzenden und zahlreichen Gästen wurde am 17. Juli 2009 das neue Sport- und Freizeitgelände am Feriencamp in Malente-Neukirchen eingeweiht. Der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Detlev Brüggemann ließ die Entstehungsgeschichte der neuen Anlage Revue passieren.
Foto v. lks.: K. Tiedemann (KSV), Bürgermeister M. Koch (Malente), U. Steinberg (Sparkasse Süd-Holstein), D. Brüggemann (KSV), Kreispräsident B.E. Tiemann
Seit 1975 bestand im Feriencamp Neukirchen die Vision, ein angrenzendes Gelände zu erwerben, um einen Bolzplatz und eine Beachvolleyball-Anlage zu errichten. Bislang besuchten jährlich ca. 1.600 Kinder und Jugendliche aus bis zu 40 Jugendgruppen und Schulklassen aus ganz Deutschland das Camp zu einem sozialverträglichen Tagessatz von 16 €. Sie nutzten dabei einen 300 m entfernt gelegenen provisorischen Platz auf einer Kuhweide.
In den vergangenen Jahren stand der Platz infolge Renaturierungsmaßnahmen und vermehrter Starkregenfälle während der Saison oft wochenlang unter Wasser. Das hatte zur Folge, dass die Gruppen lediglich den eigentlichen Zeltplatz für Spiel und Sport nutzen konnten und auswärtige Gruppen weggeblieben sind.
Ende 2007 konnte der KSV ein direkt angrenzendes Gelände von 6.000 m² oberhalb des Camps von einem Landwirt erwerben. Das Flächennutzungsplanverfahren, welches nötig war, damit Kinder auf einer Weide bolzen und spielen können, wurde im Sommer 2008 abgeschlossen und rechtskräftig. Vor Jahren forderte das Sozialministerium im Rahmen der Erteilung der Betriebserlaubnis bereits die Ausweisung von mehr Spielflächen. Das Vorhaben wurde bis Juli 2009 realisiert. Der Kreis Pinneberg beteiligte sich mit 55% der Baukosten, die zunächst auf 110.000 € geschätzt wurden, höchstens 60.000 €. Die Stiftung der Sparkasse Südholstein beteiligte sich mit 20.000 €. Den Geländekauf mit insgesamt 55.000 € schaffte der KSV aus eigener Kraft.
Kreispräsident Tiemann gratulierte, lobte das Engagement des KSV sowie der Sparkasse Südholstein und hob die freiwillige Leistung des Kreises Pinneberg hervor: "Der KSV hat hier mit Hilfe des Kreises und der Sparkasse ein niederschwelliges Angebot für Jugendliche, für Sportvereine, für Gruppen aus dem Kreis Pinneberg, aber auch aus ganz Deutschland geschaffen, das weit und breit einzigartig ist!"
Als durchweg gelungen hat Kreispräsident und Schirmherr Burkhard E. Tiemann die ersten Kreis-Umwelt-Tage in seinem Fazit zum Abschluss der 14-tägigen Veranstaltungsreihe am 19. Juli 2009 bezeichnet. Unter dem Motto "Kinder aktiv im Klimaschutz" nahmen rund 800 Kinder und Jugendliche an 26 Projekten zum Thema Klima, Energie und Natur teil. Im April 2008 hatte der Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung einstimmig die Umwelttage beschlossen. In der Arbeitsgruppe Klimaschutz erarbeiteten Vertreter aller Fraktionen das zukunftsweisende Konzept. Die Initiative soll alle zwei Jahre wiederholt werden.
"Sie waren ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für Klima- und Umweltveränderungen zu erweitern", bewertete der Kreispräsident die Umwelttage. Im Rahmen der Workshops und Exkursionen konnte sich der Nachwuchs "ganz konkret und direkt" informieren. Ausdrücklich dankte Tiemann - genau so wie die Umweltausschussvorsitzende Dr. Valerie Wilms - allen Verbänden, Helfern und Organisationen sowie den Mitarbeitern des Fachdienstes Umwelt, die an der Umsetzung der Projekte beteiligt waren. Ehrenamtliche wie Hauptamtliche hätten sich in beeindruckender Weise engagiert. Beide Repräsentanten des Kreises dankten auch Umweltminister Dr. Christian von Boetticher, dass er sich für die Eröffnungsveranstaltung Zeit genommen habe. Dies sei nicht schwierig gewesen, zeigte dieser sich bescheiden. Er wohne nur 500 m entfernt vom Veranstaltungsort Geschwister-Scholl-Haus in Pinneberg.
Eine Delegation aus dem russischen Partnerkreis Rayon Selenogradsk mit Landrat Valerij Gubarov und Kreispräsident Sergej Kulakov an der Spitze besuchte am 30. August 2009 den Kreis Pinneberg. Anlass war die Fortschreibung des Partnerschafts-Protokolls zwischen den beiden Kreisen.
"Wo befreundete Wege zusammen laufen, da sieht die Welt für eine Stunde wie Heimat aus", mit diesem Zitat von Hermann Hesse lässt Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Feierstunde ausklingen. Gemeinsam mit Gubarov setzte Tiemann in der Landdrostei Pinneberg seine Unterschrift unter die Urkunde und besiegelte damit die Partnerschaft für die nächsten drei Jahre. In seiner Rede hob Gubarov die innig gewachsene Freundschaft in den vergangenen 18 Jahren hervor.
Tiemann würdigte besonders das Engagement von Gabi Kascha, die mit ihrem Verein Selenogradsk genau so wie der russische Partnerschaftsverein im sozialen Bereich unterstützend tätig ist und dafür sorgt, dass russische Gastschüler jedes Jahr den Kreis Pinneberg besuchen können und Reisen in den Rayon stattfinden. Der Wissensaustausch im sozialen, kulturellen und touristischen Bereich sowie der Tierschutz sollen weiter gefördert werden.
Die Künstlerin Inken N. Woldsen überreichte dem russischen Landrat eines ihrer Bilder und berichtete über den Austausch mit russischen Künstlern aus Selengradsk. Im Gegenzug übergab Gubarov ein Gemälde der russlandweit bekannten Künstlerin Luidmila Igumnova.
Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher hat am 09. September 2009 bei strahlendem Sonnenschein im Außenbereich des Victor-Andersen-Hauses den Förderbescheid zur Sanierung der Jugendbildungsstätte Barmstedt an Kreispräsident Burkhard E. Tiemann übergeben.
Er umfasst die Energieoptimierung und ein energetisches Jugendbildungsprogramm. Die Fördersumme beträgt 600.000 €. Tiemann machte deutlich, dass der Kreis Pinneberg stolz darauf sei, dass das Projekt vom Aktiv-Region-Beirat als so genanntes Leuchtturmprojekt eingestuft worden sei. Darunter verstehe man Projekte, mit denen Arbeitsplätze gesichert und Rahmenbedingungen für Kooperationen und Innovationen geschaffen werden sollen.
Die Jugendbildungsstätte ist Sitz des Kreisjugendringes Pinneberg. Vorsitzender Arne Naujokat und Geschäftsführer Ingo Waschkau freuten sich gleichermaßen über die Fördermittel: " Mit diesen Investitionen wird nicht nur über nachhaltige Bildung geredet, sondern es sind konkrete Maßnahmen zum Erleben und Anfassen für junge Menschen". Es sollen geeignete Veranstaltungen entwickelt werden, um ein Höchstmaß an Transparenz herzustellen.
Mit dem Fördergeld soll das denkmalgeschützte Gebäude modellhaft energetisch saniert werden. Durch die Sanierung soll der jährliche CO2-Ausstoß um jährlich bis zu 66 Tonnen reduziert werden und die Heizkosten halbiert werden. Zudem soll die landesweite Modellprojektstelle Jugendtourismus etabliert werden und weitere erlebnisorientierte Angebote in den Bereichen Klimaschutz und Naturwissenschaft entwickelt werden. Weitere Ziele sind Steigerung der Übernachtungszahlen und die Schaffung von barrierefreien Seminar- und Übernachtungsangeboten.
Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 2,5 Mio. Euro und sollen über drei Jahre verteilt werden. Der Kreis Pinneberg bezuschusst die Sanierung mit ca. 1,3 Mio. Euro.
Mit dem Kreis-Kulturpreis 2009 sind zwei herausragende Künstler von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Dr. Wolfgang Grimme am 01. November 2009 in der Drostei ausgezeichnet worden.
Während der in Wedel lebende Dirigent Robert Stehli den mit 5000 Euro dotierten Anerkennungspreis erhielt, ging der Förderpreis in Höhe von 2500 Euro an den Filmemacher Hannes Burchert aus Barmstedt.
Gerhard Folkerts, Konzertpianist und Kulturpreisträger des Jahres 1984, hielt die Laudatio auf Robert Stehli. "Mit jeder Aufführung bringen sie mehr Menschen zur klassischen Musik", würdigte er die Verdienste des Dirigenten. Stehli sei ein "kultureller Botschafter". In diesem Zusammenhang führte Folkerts u.a. die von Stehli seit 14 Jahren geleiteten Konzerte in der stets ausverkauften Moorreger Mehrzweckhalle An'n Himmelsbarg an. Gleichzeitig lobte er die Politiker des Kreistages dafür, dass sie in einer Zeit der Wirtschafts- und Finanzkrise die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um das künstlerische Leben im Kreis Pinneberg aufrecht zu erhalten.
Hannes Burchert hatte die Jury besonders mit seinem Kurzfilm "Schneezeit" überzeugt. Mit dem Streifen, der zugleich die Diplomarbeit des 29-Jährigen an der Hamburger Kunsthochschule darstellte, gewann Burchert bereits in diesem Jahr den Filmpreis Schleswig-Holstein. Im Mai 2009 wurde "Schneezeit" anlässlich der Film-Festspiele in Cannes vorgestellt.
Eine sehr persönliche Laudatio hielt die Schauspielerin Rebecca Indermaur. Auf einer Leinwand wurde der 20-Minuten-Streifen "Eiszeit" präsentiert, der am 15. November ab 20 Uhr noch einmal im Barmstedter Kino zu sehen sein wird.
An die Geschichte des Kulturpreises erinnerte der Vorsitzende der Jury, Klaus G. Bremer. So wurde der Kulturpreis des Kreises Pinneberg in diesem Jahr zum 27. Mal seit 1981 verliehen. Auch Bremer sprach sich dafür aus, die Preisvergabe in Zukunft aufrecht zu erhalten.
Glückwünsche erhielten die beiden Preisträger auch von Sabine Lüchau, Stadtpräsidentin in Wedel, und von Barmstedts stellvertretendem Bürgermeister Michael Schönfelder.
Erst nach Umrundung von Panzersperren und mit abgestempeltem Passierschein konnten sich die Besucher den Ausstellungsräumen nähern. Die spontane Uniformspende eines ehemaligen DDR-Bürgers für den "Grenzbeamten" ließ Erinnerungen an den Transitverkehr aufleben.
Vor mehr als 60 Gästen eröffnete Kreispräsident Burkhard E. Tiemann als Schirmherr am 16.11.2009 die Wanderausstellung "Die Mauer ist weg" in der Drostei in Pinneberg. Ziel ist die Aufklärung über die DDR-Diktatur und die Unterdrückung von 18 Millionen Ostdeutschen. In seiner Eröffnungsansprache ließ der Kreispräsident auch persönliche Erfahrungen mit der Staatssicherheit einfließen.
Er machte deutlich, dass die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei, auf Unrecht gegründet, ohne legale Opposition, ohne freie Wahlen, ohne unabhängige Justiz, ohne Meinungsfreiheit. Der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze sei "pure Menschenverachtung" eines Regimes, das auf Verängstigung und Einschüchterung gesetzt habe. 20 Jahre nach dem Mauerfall sei die Aufklärung über die DDR-Diktatur und die Verbrechen der SED wichtiger denn je.
Dabei sei es erschütternd, dass knapp zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution der Ostdeutschen Ewiggestrige versuchten, die DDR zu verharmlosen und teilweise auch zu verklären. Sie leugneten das Unrecht, das die Ostdeutschen 40 Jahre lang durch die SED und die Stasi erfahren mussten. Solcher Geschichtsfälschung entschlossen entgegen zu treten, sei heute eine wichtige Aufgabe. Als Konsequenz aus solchen Verklärungsversuchen und dem fast nicht vorhandenen Wissen der jungen Generation über die DDR-Geschichte werde eine intensive politische Auseinandersetzung mit der kommunistischen Ideologie gebraucht.
"Die Erinnerung an die friedliche Revolution der Ostdeutschen, aber auch an die Gründungsphase der DDR vor 60 Jahren, die Unterdrückung von 18 Millionen Ost-Deutschen und die Erinnerung an den brutal niedergeschlagenen Volksaufstand am 17. Juni 1953, als der Kommunismus die Sehnsucht nach Freiheit mit Panzergewalt beantwortete und der unvergessen bleiben muss als ein mutiges Signal für Freiheit, Demokratie und die Überwindung der deutschen Teilung, all das sollte an Schulen, gleichsam mit den Grundwerten einer wehrhaften Demokratie vermittelt werden", so Kreispräsident Tiemann.
Als Zeitzeugen berichteten Pastor Matthias Neumann, der als Musiker und Theologe 1976 aus der DDR ausgewiesen wurde und Hans-Eberhard Zahn, der für seine politischen Aktivitäten sieben Jahre in verschiedenen Zuchthäusern in der DDR verbringen musste.
Die Wanderausstellung, die gemeinsam vom Kreisjugendring Pinneberg, der Sportjugend des Kreissportverbandes und der Kreis-Jugendpflege organisiert wurde, kann von Schulen und Vereinen gebucht werden. Die Ausleihe erfolgt über das Kreismedienzentrum in der Stadtbücherei Tornesch während der Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 15 bis 18.30 Uhr; Mittwochnachmittag geschlossen. Interessenten können sich bei Martina Harbeck unter der Rufnummer 04122 / 9 64 60 melden.
Vier verdiente Kommunalpolitiker aus dem Kreis Pinneberg wurden am 30. November 2009 in Bad Segeberg mit einer besonderen Auszeichnung geehrt.
Dem Bilsener Bürgermeister Rainer Ute Harms, dem Elmshorner Bürgervorsteher Karl Holbach, der Pinneberger Ratsfrau Ilse Ohrt sowie dem Gemeindevertreter Birger Paulsen aus Kölln-Reisiek wurde von Innenminister Klaus Schlie die Freiherr-vom-Stein-Ehrennadel verliehen. In Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der mit Blumensträußen gratulierte, wurde das langjährige ehrenamtliche Engagement der vier Politiker für das Gemeinwesen gewürdigt. Der Kreis Pinneberg ist stolz auf sie.
Von links nach rechts: Birger Paulsen, Rainer Ute Harms, Minister Klaus Schlie, Ilse Ohrt, Karl Holbach, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann
Deutschlands einzige Hochseeinsel ist an das Schleswig-Holsteinische Stromnetz angeschlossen. E.ON Hanse-Vorstand Hans-Jakob Tiessen schaltete am 30.11.2009 von Quickborn aus gemeinsam mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann per Knopfdruck den Strom an. Bislang geschah die Stromversorgung über mit Öl befeuerte Stromerzeugungsaggregate, die nun gleichzeitig mit dem Anschluss an das Stromnetz abgeschaltet wurden. "Dies ist ein großer Tag für Helgoland", freute sich Bürgermeister Frank Botter, der per Videoübertragung live nach Quickborn zugeschaltet war.
"Jetzt ist mit Helgoland die letzte Gemeinde in Schleswig-Holstein an das Stromnetz des Landes angeschlossen und die Inselversorgung in Zukunft unabhängig von den Schwankungen des Ölpreises gemacht worden", sagte der Kreispräsident in seinem Grußwort. Auch aus ökologischer Sicht und für den Tourismus sei der Anschluss von erheblicher Bedeutung. So solle eine deutliche Reduzierung des CO2 Ausstoßes erreicht werden.
Die Finanzierung der Kabelverlegung war für E.ON Hanse ein finanzieller Kraftakt. 20 Mio. Euro hat das Energieversorgungsunternehmen in das Projekt investiert. Das 53 km lange und 800 Tonnen schwere Kabel wurde von einem Spezialschiff von St. Peter Ording bis zu 50 m tief unter dem Meeresboden bis zur Helgoländer Düne verlegt.
Die Wärmeversorgung wird für einige Zeit noch weiter mit Öl betrieben werden. Allerdings wird unter dem Stichwort "Wind gegen Öl" eine ökologische Lösung durch den Bau zweier Windkraftanlagen angestrebt, die neben Strom auch Wärme produzieren sollen. Der Kreispräsident machte deutlich, dass das Ereignis von ganz besonderer Tragweite für die Menschen auf Helgoland sei: Sie dürften sich künftig über die niedrigsten Strompreise in ganz Deutschland freuen.
Der Kreis Pinneberg kann stolz sein auf die Hans-Walter Mohr GmbH, Präzisionswerkzeugbau-Firma aus Bönningstedt.
Unter 21 Ausbildungsbetrieben aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer Lübeck, die für die Kreise Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg sowie die Städte Kiel, Lübeck und Neumünster zuständig ist, wurde die Firma Mohr als bester Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. In Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der auch Mitglied der Jury war, nahm Kammerpräsident Horst Kruse am 26.11.2009 die feierliche Urkunden-Übergabe an Hans-Walter Mohr und den Ausbildungsmeister Stefan Luerssen der Bönningstedter Firma vor.
Jedes Jahr bietet der Vorzeigebetrieb zwei bis vier Ausbildungsplätze zum Feinwerkmechaniker, Fachrichtung Werkzeugbau an. Bereits 16-mal stellte die Hans-Walter Mohr GmbH Landes- und fünfmal Bundessieger. Bereits 2007 wurde sie von der Bundesagentur für Arbeit für "herausragendes Engagement in der Ausbildung" ausgezeichnet.
2010
Anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz fand - wie jedes Jahr - am 27. Januar in der Drostei in Pinneberg die kreisweite Gedenkfeier zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus statt.
Die Ansprachen wurden gehalten von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Nanette Wolf und Propst Dr. Thomas Bergemann.
"Mohn und Gedächtnis" haben die jüdische Kantorin Yalda Rebling, deren Mutter gemeinsam mit Anne Frank in Bergen-Belsen inhaftiert war sowie der Konzertpianist und Kreiskulturpreisträger Gerhard Folkerts ihre Lieder zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus überschrieben. Ca. 100 Gäste waren ergriffen von dem beeindruckenden musikalischen Programm, geprägt von der Virtuosität Folkerts am Flügel und der faszinierenden Stimme Reblings sowie den Wortbeiträgen, die die jüdische Sängerin zwischen den Liedern einfließen ließ.
Möglich wurde dieses Konzert durch die Unterstützung vom Rotary Club Wedel und dem Rotary Club Pinneberg.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann erinnert daran, dass mit der Befreiung das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte endete, dem allein in Auschwitz geschätzte 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Auschwitz sei zum Symbol für die gnadenlose Vernichtung menschlichen Lebens geworden und stehe stellvertretend für alle Vernichtungs- und Konzentrationslager auf der Landkarte des nationalsozialistischen Terrors. Auschwitz sei der schreckliche Höhepunkt einer mörderischen Ideologie, die jeden Respekt vor dem menschlichen Leben und seiner Würde verloren gehabt und an die niedersten Instinkte des Menschen appelliert hätte.
Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland der zentrale Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus.
Die Rede des Kreispräsidenten im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Propst Dr. Bergemann, liebe Frau Wolf, verehrte Gäste, die Sie meiner Bitte gefolgt sind, heute hier in der Drostei gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. im Namen des Pinneberger Kreistages begrüße ich Sie zu dieser Gedenk-Feier.
Ganz besonders begrüßen möchte ich Yalda Rebling, deren Mutter bereits mit ihren jiddischen Liedern Anne Frank im Konzentrationslager Bergen-Belsen Zuversicht und Trost spendete, bevor diese dort ums Leben kam.
Und ich begrüße Gerhard Folkerts, der die großartige Idee hatte, gemeinsam mit Yalda Rebling heute für uns zu spielen, und ich bedanke mich im Vorwege bereits sehr herzlich bei den Rotary-Clubs Wedel und Pinneberg, die mit ihrer großzügigen Spende dieses Konzert möglich gemacht haben.
Bedanken möchte ich mich bei Ihnen, Frau Wolf und auch bei Ihnen, Propst Bergemann für Ihre Bereitschaft, heute zu uns zu sprechen. Ich überbringe Ihnen Grüße von Landrat Dr. Grimme und von meinem Stellvertreter Herrn Anders, der nicht anwesend sein kann, weil er den Kreis bei der zentralen Gedenkfeier des Landes Schleswig-Holstein in Rendsburg repräsentiert.
Meine Damen und Herren, ab Ende 1941 wurden die Juden aus dem Deutschen Reich und den besetzten Gebieten systematisch in die Vernichtungslager deportiert. Bereits während der zum Teil tagelangen Transporte kamen Tausende der in Güter- und Viehwaggons zusammengepferchten Juden durch Hitze oder Kälte, Hunger, Durst und Krankheiten um.
Bei ihrer Ankunft in den Vernichtungslagern wurde ihnen Juden erklärt, dass sie aus hygienischen Gründen gebadet und ihre Kleidung entlaust und entwest werden müsse.
Sie hatten sich zu entkleiden, den Frauen wurden die Haare geschoren, anschließend wurden sie nackt in die Duschräume - also die Gaskammern getrieben. Aus dem persönlichen Besitz der Opfer wurde alles Verwert- und Verwendbare wie Schuhe, Kleidung, Wertsachen und Brillen zur Weiterverwendung bzw. zur Beschlagnahme aussortiert; Arbeitshäftlinge mussten den Toten die Goldzähne ausbrechen. Die Leichen kamen in Massengräber oder wurden verbrannt.
Die Massentötung mit Giftgas, die Deportation, die "Selektion" an der "Rampe", die "Beseitigung" der Ermordeten und schließlich die Verwertung ihrer Habe in einer Sortierstelle gehörten zum durchorganisierten Mordverfahren fast aller Vernichtungslager. Auschwitz ist zum Symbol für die industrielle Vernichtung menschlichen Lebens geworden und für eine beispiellose universalhistorische Zäsur.
Als schrecklichster Höhepunkt einer mörderischen Ideologie, die jeden Respekt vor dem menschlichen Leben und seiner Würde verloren hatte und an die niedersten Instinkte des Menschen appellierte, steht Auschwitz stellvertretend für alle Vernichtungs- und Konzentrationslager, für Treblinka, für Majdanek, für Dachau, für Theresienstadt, für Bergen-Belsen und die zahllosen anderen Orte in der Topographie des nationalsozialistischen Terrors.
Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz von Truppen der Roten Armee befreit. Von den rund 1,5 Millionen Menschen, die allein hier ermordet wurden, fanden die Befreier nur noch 7650 Menschen vor.
Damit endete das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Dieser Tag, der nicht nur das Grauen im KZ Auschwitz beendete, sondern das Ende der Nazi-Herrschaft einläutete, wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt.
Seitdem ist der 27. Januar in Deutschland der zentrale Gedenktag. Er soll das Vermächtnis der Opfer, ihren moralischen Imperativ des "Nie wieder!" bewahren und an künftige Generationen weitergeben. Er steht für das Ende der Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft und ist der Tag der Befreiung und Erleichterung.
Er ist ein Tag des Erinnerns gegen das Vergessen und das Schweigen. Und er ist für uns ein Tag, der uns innehalten lässt, um uns unserer eigenen Geschichte zuzuwenden und der uns mahnt, sie nicht zu vergessen oder zu verdrängen.
Deshalb sind wir heute zusammen gekommen, um an diesem Jahrestag der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Es wäre unangemessen, zu sagen, ich freue mich - lassen Sie mich sagen: Es befriedigt mich zutiefst, dass diese Gedenkstunde, die ich im Namen des Pinneberger Kreistages eingeführt habe, heute zum 4. Male stattfindet und damit hoffentlich zur unverrückbaren, ständig wiederkehrenden Einrichtung geworden ist.
Es ist aber auch erforderlich, deutlich zu machen, dass unsere Geschichte nicht nur in Gedenkveranstaltungen wie der heutigen in Erinnerung gerufen wird, sondern dass sie unsere ständige Begleiterin ist und sein wird, dass wir den Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog richten müssen und dass wir uns bei unserem politischen Handeln daran orientieren und unseren Blick für Gefahren von Totalitarismus jeglicher Art schärfen. Denn der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus steht auch für die Selbstverpflichtung des demokratischen Deutschlands, das sich seiner Vergangenheit und seiner Verantwortung gegenüber den Opfern stellt in dem Bewusstsein, dass Geschichte nicht vergeht oder zu bewältigen ist. Die Vergangenheit ist nicht nachträglich zu korrigieren.
Meine Damen und Herren, die Menschheitsverbrechen der Nationalsozialisten sind allgegenwärtig und für alle Zeiten ein Mahnmal dafür - wohin die menschliche Vermessenheit führen kann.
Nach Auschwitz ist nichts mehr wie vorher. Das Wissen um die Vergangenheit ermahnt uns für die Zukunft. Es hat uns allen hinlänglich deutlich gemacht, wie dünn das Eis ist, auf dem wir uns bewegen.
Ich weiß, dass es schon viele gibt - vielleicht sollte ich sagen - noch viele gibt, die sagen, dass sie es leid seien, immer noch in Sack und Asche zu gehen. Sie hätten nichts damit zu tun gehabt. Irgendwann müsse mal Schluss sein. Man müsse auch vergessen können.
Meine Damen und Herren, die Sie heute hier sind: Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist kein einmaliger, abschließbarer, sondern ein andauernder Prozess. Wir Lebenden haben kein Recht zu vergessen. Der Schatten von Auschwitz, des Unfassbaren, wird für immer bleiben.
Anlässlich der 25. Einbürgerungszeremonie des Kreises Pinneberg am 01. Februar 2010 wurden 65 Menschen aus 25 verschiedenen Ländern neue deutsche Staatsbürger.
Neben Vertretern der Kreistagsfraktionen, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus Pinneberg, Wedel, Schenefeld, Quickborn und Tornesch konnte Landrat Dr. Grimme im bis auf den letzten Platz gefüllten Kreistagssaal auch die Bürgervorsteher aus Elmshorn und Halstenbek, die Landtagsabgeordnete Ines Strehlau (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Kreispräsident Burkhard E. Tiemann begrüßen. Alle Bürgermeister hatten für ihre Neubürger Geschenke mitgebracht. Ein besonderer Gast war der Integrations-Beauftragte der Landesregierung Peter Lehnert (CDU), der dieses Amt erst seit Januar dieses Jahres bekleidet. In seiner Ansprache rief Lehnert den neuen Staatsbürgern zu: "Wir haben Ihnen die Hand ausgestreckt - und Sie haben ja gesagt zu Deutschland. Für Sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Seien Sie uns herzlich willkommen!"
Bundesweit habe jeder Fünfte, in Schleswig-Holstein jeder Achte einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern seien es noch mehr: Jedes dritte Kind unter fünf Jahren komme bundesweit aus einer Zuwandererfamilie, in Schleswig-Holstein sei es jedes fünfte Kind. Insgesamt steige die Zahl der Migranten an - im Gegensatz zur einheimischen Bevölkerung. Zugleich sei die Gruppe der Migranten im Schnitt auch deutlich jünger. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liege bei 44,9 Jahren - bei den Migranten seien es 34,3 Jahre. Diese Zahlen machten klar: Deutschland werde vielfältiger. Damit wir alle davon profitieren könnten, müssten verstärkt die Fähigkeiten der Migranten genutzt werden.
Deutschland werbe aktiv darum, Ausländerinnen und Ausländer für die deutsche Staatsangehörigkeit zu gewinnen. Einzelne unserer Mitbürger sähen es immer noch als Entgegenkommen, wenn wir Menschen aus anderen Kulturkreisen aufnehmen. Dabei hätten sie noch nicht verstanden, wie sehr unsere Gesellschaft auch von ihnen profitiert.
Es sei eine besondere Chance, in der Zeit einer immer offeneren Weltgesellschaft im eigenen Land verschiedene Kulturen erleben zu können. Die Offenheit für die jeweiligen kulturellen Leistungen diene dem wechselseitigen Verständnis und Respekt.
Deutschland brauche mehr Einbürgerungen, auch um ein Zeichen zu setzen. Deshalb begrüße Lehnert es, dass in immer mehr Kommunen die Einbürgerung in einem feierlichen Rahmen vollzogen werde. Der erste Tag als deutscher Staatsbürger solle jedem, der sich einbürgern lasse, in guter Erinnerung bleiben.
Für herausragende \/erdienste im ehrenamtlichen Bereich ist Hans Ewers aus Appen vom Bundespräsidenten mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. In Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Appens Bürgermeister Detlev Brüggemann überreichte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Auszeichnung am 2. Februar 2010 in Kiel.
Hans Ewers engagiert sich seit fast 30 Jahren im Naturschutzbund Schleswig-Holstein und war viele Jahre Vorsitzender des Umweltausschusses in seiner Heimatgemeinde und im Pinneberger Kreistag sowie im Wasserverbandsausschuss.
Er ist seit vielen Jahren Kreissprecher des Naturschutzbundes Pinneberg und seit 2003 stellvertretender \/orsitzender des Landesverbandes. In Projektgruppen setzt er sich für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinien ein. Daneben ist er Betreuer des Naturschutzgebietes "Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland' und Fachberater unter anderem für die Themen Entsorgung und Umwelttechnik.
Der Wassererlebnisbereich beim Klärwerk Hetlingen geht auf seine Idee zurück. Er entwickelte das Projekt, koordinierte die Arbeiten und integrierte Partner wie den Abwasserzweckverband Pinneberg. Der Wassererlebnisbereich lädt zu Exkursionen für Erwachsene sowie Schulklassen und Kindergruppen ein. In der Brutzeit ist dort eine begehbare Vogelbeobachtungshütte, in der Nistplätze für Vögel, eine Wochenstube für Fledermäuse und Insekten-Röhren geschaffen wurden.
Seit 2004 ist der Ordensträger Motor des Projektes "Schulen für eine lebendige Unterelbe". Er ist ehrenamtlicher Referent bei Lehrerfortbildungen zur Wasserrahmenrichtlinie, berät Schulen bei der Schulwaldarbeit und engagiert sich beim "Geo-Tag der Artenvielfalt". Hans Ewers kümmert sich um Gewässeruntersuchungen und half mit beim Bau eines Schulteiches sowie der Gestaltung eines "Grünen Klassenzimmers" in der Grundschule Appen.
Auch im Jahr 2010 besuchten deutlich mehr als Tausend Interessierte PIAktiv3, die Ehrenamtsmesse des Kreises in der Rübekamphalle in Pinneberg. Unter der Schirmherrschaft von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Dr. Wolfgang Grimme präsentierten sich am 14.02.2010 insgesamt 68 Vereine, Verbände und Initiativen, um für ihre Sache zu werben und vor allen Dingen neue Freiwillige zu gewinnen.
Die Ehrenamtsmesse hat in den letzten Jahren erheblich dazu beigetragen, dass die Bedeutung des Ehrenamts in der Gesellschaft deutlicher wahrgenommen wird. Sie bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich über Angebote für ehrenamtlich Tätige zu informieren. Viele Menschen sind offensichtlich bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren, wissen aber nicht genau, an wen sie sich wenden sollen und welches Engagement zu ihnen passt.
Der Kreispräsident bedankte sich in seiner Eröffnungsrede bei allen, die an der außerordentlich intensiven Vorbereitung dieser Messe beteiligt waren und in unzähligen Stunden ihrer Freizeit diese Messe organisiert hatten, allen voran Rainer Ronke als Verantwortlicher von PI-Aktiv3, Gerhard Kähler und Dr. Wolfgang Heckmann sowie Peter Schaumann, stellvertretend für die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft paritätischer Wohlfahrtsverbände:
"Wir brauchen diese Menschen, die sich in Gemeinden und Kirchen, in Vereinen, bei Hilfsdiensten, Schulprojekten, in sozialen Organisationen, in Selbsthilfegruppen oder auch in der Politik engagieren. Wir brauchen Menschen, die Probleme selbst anpacken und nicht darauf warten, dass andere oder der Staat sie lösen - wir brauchen sie, denn Sie schenken der Gemeinschaft ihre Zeit, ihre Tatkraft, gute Ideen und oft auch viel Erfahrung", so Tiemann.
Der Reichtum unserer Gesellschaft sei nicht in Geld zu messen. Unser Wohlstand und unser freiheitlich demokratisches Staatswesen basiere auf der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Jeder, der hierzu etwas beitragen könne oder wolle, sei herzlich eingeladen, sich ehrenamtlich zu engagieren.
Nach 42 Jahren im Vorstand des Kreisschützenverbands und davon allein 26 Jahre als Vorsitzender, hat Rolf Slomian anlässlich seiner Verabschiedung in würdigem Rahmen des Kreis-Schützenverbandstages am 21. März 2010 eine besondere Ehrung durch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann erfahren.
Bereits vor 2 Jahren sei Slomian vom Amt des Vorsitzenden des Kreissportverbandes zurück getreten. Er habe damals - 66-jährig - freiwillig "Platz für Jüngere" machen wollen, obwohl er seine Aufgabe mit viel Herzblut, Sachverstand und vor allem mit großem Erfolg erledigt habe, wie der Kreispräsident in seinem Grußwort hervor hob.
Herzblut, Sachverstand und Erfolg sowie seine Fähigkeit, Lösungen im Konsens zu erzielen und Interessen zusammenzubringen seien die Attribute, die auch seine Amtszeit im Kreisschützenverband prägten. Mit einer Urkunde sprach Tiemann dem scheidenden Vorsitzenden des Kreisschützenverbands Dank und Anerkennung des Kreises Pinneberg aus.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hat am 26. März 2010 in der Geschäftstelle der Maritimen Landschaft Unterelbe in Grünendeich die Ausstellung Ansichten einer Hochseeinsel mit Fotografien von Torsten Berndt eröffnet. Sie zeigt Werke eines der profiliertesten Künstler des Kreises Pinneberg, aufgenommen auf Helgoland.
Er sei ausgesprochen dankbar, dass diese Ausstellung hier stattfinde und dass Karin Warncke, Geschäftsführerin der Maritimen Landschaft Unterelbe sich mit der wirtschaftlichen und touristischen Zugehörigkeit Helgolands zum Kooperationsraum Unterelbe identifiziere. Sie leiste wertvolle Arbeit für die Region und dafür gebühre Ihr auch von schleswig-holsteinischer Seite Anerkennung, so der Kreispräsident.
In seiner Laudatio machte er deutlich, dass Thorsten Berndt eine langjährige Beziehung zu Helgoland habe. Schon als Schüler sei er mit der Wappen von Hamburg zum ersten Mal nach Helgoland gefahren, und auch heute besuche er noch jedes Jahr die Insel, meist für mehrere Tage. Berndt habe all die Schönheit, den rauen Charme, die Urwüchsigkeit, aber auch die Unzulänglichkeiten und Problemfelder, die das abgeschiedene Leben weitab vom Festland mit sich brächten, in unverwechselbaren Bildern festgehalten.
Immer wieder gelänge es ihm, Momente von Stimmungen, Empfindungen und Sehnsüchten ohne den Einsatz unnatürlicher Farben oder moderner technischer Hilfsmittel dem Betrachter unverfälscht zu vermitteln. Thorsten Berndt arbeite analog, die Bilder entstünden klassisch mit Stativ und Mittelformatkamera vor Ort und würden nicht weiter am PC bearbeitet. Natürlich sei die Arbeit in der Dunkelkammer damit verbunden, die der Photograph selbst ausführe.
Zum 4. Male hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann anlässlich des Welttheatertages 2010 Theaterschaffende aus dem Kreis Pinneberg in der Dittchenbühne in Elmshorn geehrt.
Der Empfang zum Welttheatertag sei auf dem besten Wege, Kultstatus anzunehmen, Tradition zu werden, erwähnte Tiemann in seiner Ansprache. "Auf den Brettern, die die Welt bedeuten" bereite das Amateurtheater vielen Menschen mit ihrer Kunst schöne und unvergessliche Stunden und rege andere zu aktiver und sinnvoller Freizeitgestaltung an. Die Faszination von Theater entstehe aus der Unmittelbarkeit des Handelns und Geschehens auf der Bühne und des Erlebens im Zuschauerraum. Jede Aufführung sei unwiederholbar, auch wenn am nächsten Tag das gleiche Stück oder die gleiche Performance aufgeführt werde. Abend für Abend entstehe Einzigartiges. Dies sei allerdings nicht möglich ohne das uneigennützige Wirken vieler ehrenamtlich engagierter Mitglieder, die ihre Freizeit opferten und ihre persönlichen Interessen oftmals über viele Jahre dem Gedeihen des Vereins unterordneten. Das Amateur-Theater sei eine Bereicherung des kulturellen Lebens im Kreis Pinneberg. So lange es hier Menschen gebe, die in Theatern und Theatervereinen zusammen kämen, die die Schauspielerei mit Freude betrieben, anderen damit Freude bereiteten und sich zur Gemeinschaft bekennen würden, würden sie immer ein leuchtendes Beispiel sein, das letztlich der Allgemeinheit und dem Gemeinwohl diene.
Der Kreispräsident bedankte sich bei Reimar Neufeldt von der Dittchen-Bühne, der vor vier Jahren die Idee hatte, einmal jährlich am Welttheatertag solch bürgerschaftliches Engagement zu würdigen. Ganz besonders freute er sich darüber, dass in diesem Jahr der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, Michael Koch sowie die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, Kerstin Seyfert, Grußworte sprachen. Außerdem bedankte er sich bei Gerd Richert von der elmshorner speeldeel, der diesmal für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt hatte.
Geehrt wurden:
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hat am 23. März 2010 gemeinsam mit Redaktionsleiter Peter Schweinberger und dem Vorsitzenden des Kreissportverbands, Detlev Brüggemann verdiente Sportler des Kreises Pinneberg geehrt. Ausgewählt worden sind die Geehrten von den Leserinnen und Lesern des Pinneberger Tageblatts.
Sieger in der Kategorie der Männer wurde Carsten-Otto Nagel, bei den Frauen Janne Friederike Meyer, bei der männlichen Jugend Jörn Andresen, bei der weiblichen Jugend Nina Brüggemann und im Mannschaftssport die WG Hamburg-Wedel.
Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk übergab Tiemann an Günter Wilke, langjähriger Sportfunktionär und schon vor 45 Jahren Spartenleiter der Boxabteilung des TSV Wedel, als der Kreispräsident selber noch beim TSV Wedel aktiv war.
Am 31. März 2010 trafen sich Schleswig-Holsteins Kreispräsidenten in Fockbek zur Nachbetrachtung der Klausurtagung mit Kommunalvertretern in Wyk/Föhr. Gleichzeitig seien die Entscheidung des Landesverfassungsgerichtes zum Normenkontrollverfahren gegen die Amtsordnung, die aktuelle Situation zum SGB II sowie die Änderung des Sparkassengesetzes erörtert worden, wie Pinnebergs Kreispräsident Burkhard E. Tiemann berichtete. Gastgeber war Ing. Harald Striewski, der in das Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek eingeladen hatte.
Am Vormittag hatten sich die Kreispräsidenten zur Besichtigung des Werkes getroffen. Hier wurden seit der Gründung 1967 mehr als 500.000 Caravans gebaut. Seit 1984 entstand mit dem legendären Hobby 600 das erste Hobby-Reisemobil. 38 junge Leute seien zurzeit bei Hobby als Holzmechaniker oder Industriekaufleute in der Ausbildung. Alle erhielten eine Arbeitsplatzgarantie, weiß Tiemann.
Zum vierten Male sind Menschen vom Kreistag für außerordentliches ehrenamtliches Engagement durch die Eintragung in das Bürgerbuch des Kreises Pinneberg geehrt worden.
Der Ältestenrat hatte am 15. März 2010 drei Personen ausgewählt, die in der Kreistagssitzung am 28. April 2010 ausgezeichnet wurden.
Auf dem Foto (v.l.n.r.):
Alfred Fichte, Martina Kaddatz (2.Stellv. Kreispräsidentin), Johann Knoll, Dietrich Anders (1.Stellv. Kreispräsident), Heinz Nottelmann, Burkhard E. Tiemann (Kreispräsident)
Alfred Fichte, wohnhaft in Elmshorn
Der ehemalige Kreisjugendpfleger des Kreises Pinneberg Alfred Fichte setzt sich an seinem Wohnsitz in Hainholz in Elmshorn in ganz besonderer Weise für Kinder und Jugendliche ein. Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit ist die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Besonders die kleinen Streetfußballspieler mit ausländischer Herkunft liegen ihm am Herzen. Teilweise finanziert er die Maßnahmen, beispielsweise für die Fußballtage des Kreisjugendringes selbst. Für Gerechtigkeit und Toleranz in Hainholz setzt sich Alfred Fichte auch öffentlich ein.
Der Kreisjugendring liegt Alfred Fichte von je her am Herzen. Neben der offenen Jugendarbeit hat auch die Verbandsjugendarbeit bei ihm einen hohen Stellenwert. Er versuchte immer wieder zwischen den Verbänden zu vermitteln und verbrachte einen großen Teil seiner Zeit damit, Jugendleiter zu schulen. Für den Erhalt und die Sanierung des Hauses der Jugend auf Helgoland und für die finanzielle Ausstattung der Spieliothek mobil e.V. hat Alfred Fichte sich unermüdlich eingesetzt.
Johann Knoll, wohnhaft in Pinneberg
Seit 1997 arbeitet Johann Knoll ehrenamtlich in der Opferbetreuung des Weißen Ringes im Kreis Pinneberg.
Seine beruflichen Erfahrungen in den Bereichen Jugendhilfe/ Familienfürsorge und Bewährungshilfe/Straffälligenhilfe verschaffen ihm Einblicke in die Denkweise von Straftätern. Johann Knoll verfügt darüber hinaus aber auch über das notwendige Einfühlungsvermögen, sich in die Opfer hereinzuversetzen und ihnen zuzuhören. Mit seinem bürgerschaftlichen Engagement hat er vielen Betroffenen wertvolle Hilfe und Unterstützung gewährt.
Heinz Nottelmann, wohnhaft in Bönningstedt
Seit der Verlegung seines Wohnsitzes 1962 nach Bönningstedt engagiert sich Heinz Nottelmann ehrenamtlich im Gesangsverein Liedertafel Harmonie - Rugenbergen e.V. von 1896.
25 Jahre lang war er als 1.Vorsitzender aktiv und setzte sich u.a. auch für die Gründung des Jugend- und Kinderchores ein. Über viele Jahre hinweg war er daneben auch im Vorstand des Bönningstedter Sportvereins SV Rugenbergen von 1925 e.V. tätig, wo er sich als Schatzmeister, Kassierer und oftmals auch als "Mädchen für alles" in ganz besonderer Weise engagierte.
Die Insel Helgoland stand im Mai 2010 mehrfach im Focus des Kreises Pinneberg. Höchste Repräsentanten des Kreises besuchten gleich dreimal Deutschlands einzige Hochseeinsel:
So gedachten die Helgoländer nach genau 65 Jahren der Männer, die wenige Tage vor Kriegsende die Insel retten und kampflos durch Kapitulation an die Alliierten übergeben wollten, allerdings verraten und in Cuxhaven hingerichtet wurden.
Während einer Feierstunde ehrte Helgoland die ermordeten Widerständler Georg E. Braun, Erich P. J. Friedrichs, Kurt A. Pester, Karl Fnouka und Martin O. Wachtel sowie den bereits 1943 verhafteten und 1944 hingerichteten Insel-Frisörmeister Heinrich K. Prüß, der seine offen geäußerte Meinung gegen die Nazis mit dem Leben bezahlen musste.
Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig hatte zuvor sechs so genannte "Stolpersteine" - versehen mit Namen, Geburts- und Sterbedatum - verlegt, die das Wirken der mutigen Männer unvergessen machen sollen. Damit ist die Hochseeinsel die 545. Kommune, in der - europaweit mittlerweile über 23 000 - Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann fand deutliche Worte gegen die Nationalsozialistische Terrorherrschaft und erinnerte an den Tag, "der uns inne halten lässt und mahnt, die eigene Geschichte nicht zu vergessen". Er machte deutlich, dass "diese Geschichte unsere ständige Begleiterin ist und sein wird". Dies diene nicht zuletzt dazu, den Blick für die Gefahren des Totalitarismus zu schärfen. Bürgermeister Frank Botter und Bürgervorsteher Claus Wickidal legten zum Gedenken an die Opfer in der St. Nicolai-Kirche einen Kranz nieder.
Landrat Oliver Stolz nahm bei einem weiteren Besuch auf Helgoland an der offiziellen Wiedereröffnung der modernisierten Jugendherberge teil. Prominenter Gast war Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der von einem "Gewinn für die gesamte Insel" sprach. Rund 4,44 Millionen Euro haben Umbau und Renovierung der 1957 erbauten Jugendherberge gekostet. Dafür verfügt Helgoland jetzt über ein attraktives Haus, mit dem vom exklusiven Hotel bis zum attraktiven Haus der Jugend mit modernen Zimmern und zeitgemäßen Seminar- und Aufenthaltsräumen die gesamte touristische Bandbreite abgedeckt wird.
Angela Braasch-Eggert, Vorsitzende des Jugendherbergswerks, Bürgermeister Frank Botter sowie Vertreter des Kreises Pinneberg besichtigten die Jugendherberge, die jetzt nicht mehr 176, sondern nur noch 146 Betten hat und mit der neuen Freizeithalle erstmals über eine Möglichkeit zu Sport und Spiel auch bei schlechtem Wetter verfügt. Die Zuschüsse von Bund und Land betrugen zwei Drittel der Bausumme, also jeweils 1,48 Millionen. Der Kreis Pinneberg beteiligte sich mit 309 000 Euro, die Gemeinde Helgoland mit 232 000 Euro an den Baukosten. Die restlichen 940 000 Euro trug die Träger-Gesellschaft bei.
Vom 10. bis 12. Mai hatte der Schleswig-Holsteinische Landkreistag zu einer hochkarätig besetzten dreitägigen Konferenz eingeladen. Neben den zahlreichen prominenten Referenten sprachen Innenminister Klaus Schlie, der Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Heinz Maurus und der Pinneberger Kreispräsident Burkhard E. Tiemann zum Thema "Europa und die Kommunen - strategische Neuausrichtung der EU". Am Montagabend luden Landrat Oliver Stolz und Helgolands Bürgermeister Frank Botter zum Empfang unter dem Motto "Zu Gast auf Helgoland - zu Gast im Kreis Pinneberg" ins Rathaus ein.
Im Rahmen der Übergabe von Katastrophenschutzfahrzeugen an die Kreise und kreisfreien Städte hat Staatssekretär Volker Dornquast (Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein) am 04.06.2010 in Neumünster im Beisein von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Pinnebergs THW-Ortsbeauftragtem Claus Böttcher und Kreismitarbeiter Rainer Röpcke (Team Katastrophenschutz und Feuerwehrwesen) auch vier Fahrzeuge an den Kreis Pinneberg übergeben. Das DRK übernimmt einen Krankentransportwagen KTW Typ B sowie zwei Betreuungskombi MZF/Bt-Kombi. Darüber hinaus erhält der ABC-Dienst einen Einsatzleitwagen, der seinen Standort in der Kreisfeuerwehrzentrale einnehmen wird.
Staatssekretär Dornquast und Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, hoben in ihren Ansprachen insbesondere die Bedeutung der zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auf allen Ebenen der Gefahrenabwehr hervor.
Mit der Gründung der Stiftung Landdrostei wurde vor 40 Jahren die Basis für das heutige Kulturzentrum des Kreises Pinneberg geschaffen. Über 500 Künstler und Kulturinteressierte feierten am 8. Mai 2010 gemeinsam dieses Jubiläum mit einem zwölfstündigen Fest. Zahlreiche Beiträge von Künstlern aus der Region ermöglichten ein abwechslungsreiches Programm mit Kunst, Unterhaltung, Informationen und kulinarischen Genüssen, so dass für jeden Geschmack und alle Altersgruppen etwas geboten wurde.
Zunächst eröffneten Landrat Oliver Stolz und Bürgermeisterin Kristin Alheit die Feierlichkeiten auf dem Treppenaufgang der Drostei. Direkt danach begann im Gartensaal das erste Konzert des Singers und Songwriters Matt Charles, der mit seinen Blues- und Folk-Liedern die Zuhörer begeisterte. Zeitgleich wurde auf dem Drosteivorplatz in einer imposanten Malaktion der Künstlergilde ein Gemälde von einem Barockgarten geschaffen, gemalt von zahlreichen großen und kleinen Künstlern, unter ihnen Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Drostei-Geschäftsführer Stefan Dupke, Sparkassenvorstand Martin Deertz sowie Landrat und Bürgermeisterin.
Über den Tag verteilt gab es insgesamt 10 Konzerte, eine Aufführung mit historischen Tänzen, drei Führungen zur Geschichte der Drostei und der aktuellen Ausstellung, ein Kindertheater, eine Märchenstunde und schließlich die Musik-Lounge mit Cocktails und Tapas aus dem neueröffneten Restaurant "Zur Landdrostei".
Das abwechslungsreiche Programm lud viele Gäste zum längeren Verweilen ein. So begeisterten die talentierten jungen Musiker der Johannes-Brahms-Schule, die sich zum Teil gerade an Musikhochschulen um Studienplätze bewerben und die amerikanische Gospelsängerin Beverlee, die hier ein berührendes und mitreißendes Solo-Konzert gab.
Insgesamt waren es die Begegnungen, die diesen Tag prägten. So hat Owe Beck spontan zu den Liedern von Matt Charles am Klavier improvisiert. Oder der Kulturpreisträger Rainer Schnelle traf hier die Sängerin Petra, mit der er spontan noch ein paar Jazz-Standards zum Besten gab. So erklang kurz vor Mitternacht neben seinen Eigenkompositionen noch "Girl from Ipanema", bevor mit dem "Lullaby of Birdland" die Nacht ausklang und auch die letzten Gäste beschwingt nach Hause gingen.
Ausgehend vom Länderschwerpunkt des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals findet nicht nur der Literatursommer zu dem jeweiligen Thema statt. Auch andere Veranstaltungen unterschiedlicher Kunstsparten versammeln sich unter dem Dach des "KulturSommers".
In den letzten Jahren hat er zunehmend an Profil gewonnen und ist inzwischen in Schleswig-Holstein Tradition. Die Stiftung Landdrostei beteiligt sich seit 2001 regelmäßig mit einer Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen zum jeweiligen Länderschwerpunkt. SZTUKA! (das polnische Wort für "Kunst"). Die Gruppenausstellung mit Positionen aktueller polnischer Kunst ist mittlerweile die zehnte!
Aus über 70 Bewerbungen hat Rita Strate eine Ausstellung konzipiert, die eine große Bandbreite künstlerischen Ausdrucks zeigt:
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In verschiedenen Techniken - Fotografie, Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Collage und Bildhauerei - sind abstrakte und gegenständliche Werke vertreten.
Sie geben den künstlerischen Blick frei auf Alltägliches und Außergewöhnliches, auf Menschen, Symbole und Rituale, auf Lebensgefühle in ländlichen oder urbanen Zusammenhängen.
"Oft ist es ja auch so, dass kulturelle Wurzeln außerhalb des Heimatlandes an Gewicht und Bedeutung gewinnen, ja, manchmal werden sie erst dort bewusst wahrgenommen", erklärte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann in seiner Begrüßungsrede.
Hubert Rutkowski, 1981 im polnischen Plonsk geboren, studierte an der Musikakademie Fryderyk Chopin in Warschau Klavier und Kammermusik und schloss 2005 mit Auszeichnung ab. Gleichzeitig absolvierte er ein Studium an der Technischen Universität in Warschau. Seit 2005 perfektioniert er sein Klavierspiel in der Meisterklasse von Evgeni Koroliov an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Während internationaler und inländischer Klavierwettbewerbe wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. im Jahre 2007 mit dem Hauptpreis des Chopinwettbewerbs in Hannover.
Hubert Rutkowski umrahmte die Ausstellungseröffnung musikalisch, gemeinsam mit Frau Konsul Magdalena Erdmann vom Hamburger Generalkonsulat der Republik Polen.
Der Kreispräsident dankte beiden, ebenso wie dem Landeskulturverband, der Sparkasse Südholstein sowie dem Mineralöl- und Petrochemiekonzern PKN Orlen Deutschland GmbH, der einen Teil der Kosten übernommen hat.
Der Deutsch-Englische Abend in der Aula der Gemeinschaftsschule Rugenbergen am 29. Mai 2010 war ein voller Erfolg. Darüber waren sich 18 "Friends of Boenningstedt", Mitglieder des englischen Partnerschaftsvereins aus Seaford/East-Sussex und rund 100 Bönningstedter einig. Sie waren der Einladung der Gemeinde zum Deutsch-Englischen Abend in der Aula der Gemeinschaftsschule Rugenbergen gefolgt.
Das bunte musikalische Programm, zusammengestellt von der 2. Stellvertretenden Kreispräsidentin Martina Kaddatz, begeisterte die Gäste aus beiden Ländern. Unter ihnen Bürgermeister Peter Liske, die ehemaligen Bürgermeister Peter Gehring und Vera Bornholdt, der Crivitzer Bürgermeister Ulrich Güßmann und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der die Gelegenheit nutzte, über die seit genau 30 Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Kreis Pinneberg und der Grafschaft East Sussex zu berichten. Tiemann bedankte sich bei den Seafordern für den Besuch im Kreis und lobte die Partnerschaftsaktivitäten der Bönningstedter.
Seit 26 Jahren besteht die Partnerschaft der Gemeinde mit der englischen Stadt. Das 25-jährige Bestehen wurde 2009 in Seaford gefeiert, nun erfolgte der Gegenbesuch. Ein Besuch des Elbmarschenhauses und eines Apfelhofes in der Haseldorfer Marsch sowie ein Gottesdienst in der Simon-Petrus-Kirche, den Pastorin Denecke in englischer und deutscher Sprache abhielt, standen auf dem Programm.
Laut Kreispräsident Tiemann sind die Beziehungen der Kommunen Quickborn, Appen, Ellerhoop und nicht zuletzt Bönningstedt, die allesamt Partnerschaften in East Sussex pflegen, die tragenden Säulen der Kreispartnerschaft mit der englischen Grafschaft.
Vor zwei Jahren hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Schleswig-Holstein-Medaille gestiftet. Bisher habe er diese nur sehr selten verliehen, ließ er die geladenen Gäste - unter ihnen Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Elmshorns Bürgervorsteher Karl Holbach - im Ratssaal des Alten Rathauses in Rendsburg wissen. Die Künstlerin Deborah di Meglio, Landesvorsitzende des Bundesverbandes Bildender Künstler in Schleswig-Holstein, der ehemalige Landtagspräsident Heinz-Werner Arens, der langjährige Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Professor Dr. Eberhard Dall´Ásta, der Gründungsvorsitzende des Instituts für Meereswissenschaften (IFM Geomar), Professor Dr. Peter Herzig sowie Professor Dr. Hans Heinrich Driftmann nahmen die hohe Auszeichnung aus den Händen des Ministerpräsidenten am 05.06.2010 entgegen. Kreispräsident Tiemann gratulierte im Namen des Kreises Pinneberg.
Hans Heinrich Driftmann engagiert sich neben seinen Aufgaben als Geschäftsführender Gesellschafter der Peter Kölln KGaA seit mehr als viereinhalb Jahrzehnten auf verschieden Feldern in Schleswig-Holstein sowie über die Landesgrenzen hinaus.
Er ist seit den 60-er Jahren ehrenamtlich aktiv und übernimmt bis heute Verantwortung in Führungspositionen zahlreicher Institutionen und Gremien unter anderem im wirtschaftlichen, sozialen und sportlichen Bereich. Seit 1998 ist er zudem Honorarkonsul der Bolivarischen Republik Venezuela. 1993 wurde Hans Heinrich Driftmann Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer zu Kiel und hat sich auf vorbildliche Weise für die Aus- und Weiterbildung eingesetzt. 2004 übernahm er die Aufgaben des Präsidenten. In diesem Amt hat er sich intensiv für den Ausbau der Infrastruktur in Schleswig-Holstein und den Abbau der Bürokratie stark gemacht.
Von 2006 bis 2007 wirkte Hans Heinrich Driftmann als Präsident der Industrie- und Handelkammer Schleswig-Holstein als Kooperation der Kammern in Kiel, Flensburg und Lübeck. 2005 weitete er seinen Einsatz auf die Bundesebene aus und übernahm zudem das Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Er wurde 2009 zu dessen Präsidenten gewählt und macht das Thema Bildung zu einem Schwerpunkt seines Engagements. Ausbildungsangebote für junge Menschen sind für ihn bis heute ein besonders Anliegen. 2000 wurde er Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord). Im Rahmen dieser Aufgabe hat sich Hans Heinrich Driftmann insbesondere für die enge Zusammenarbeit der norddeutschen Länder stark gemacht. Seit 2009 übernimmt er die Aufgaben des Vizepräsidenten der UV Nord sowie der Industrie- und Handelskammer zu Kiel.
Im Juni 2010 fand in Holm das diesjährige dreitägige Kreisschülerturnfest statt. Mehr als 300 junge Sportler der Jahrgänge 1990-2006 fanden sich am Sonntag in der Holmer Sporthalle zur Siegerehrung ein, die von der Vorsitzenden des Kreisturnverbandes, Bärbel Renner, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, unterstützt von der Schulleiterin der Heinrich-Eschenburg-Schule, Frau Zwack und Oberkreisturnwart Andreas Goerlich vorgenommen wurde.
In seiner Ansprache beglückwünschte der Kreispräsident alle, die sich bei den Wettkämpfen fair verhalten haben. Sie sollten in ihren Siegen Ansporn für sich selber sehen und als Vorbild und Ansporn für andere dienen, die deren Erfolgen nacheifern wollen.
Für junge Menschen aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg ist ein wichtiger Abschnitt im Leben zu Ende gegangen und ein Neuer hat begonnen: Landwirtinnen und Landwirte haben ihre Prüfungen mit Erfolg abgeschlossen.
Landwirtschaftkammerpräsident Claus Heller gratulierte den Absolventen am 9. Juli 2010 anlässlich einer Feierstunde im Hotel "Stadt Hamburg" in Horst (Kreis Steinburg). Kreispräsident Burkhard E. Tiemann sprach - auch im Namen seines Steinburger Amtskollegen Hans-Friedrich Tiemann und der beiden Landräte Oliver Stolz und Dr. Jens Kullik - die besten Grüße und Glückwünsche der Kreise Steinburg und Pinneberg aus.
Nichts sei in der heutigen Zeit wichtiger als eine fundierte Ausbildung und er hoffe für jeden einzelnen, dass bei aller Freude über das Erreichte die jungen Landwirte sich nicht den Blick für die Möglichkeiten der Weiterbildung versperren lassen, erklärte der Kreispräsident. Je besser sie ausgebildet seien, umso größer seien einerseits ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit auf ein gutes und gesichertes Einkommen, andererseits wachse der Beitrag, den sie für das Gemeinwohl leisteten.
Auch der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes, Lars Kuhlmann und die Landfrauen-Kreisvorsitzende Maren Ahrens (beide aus Tangstedt) gratulierten. Alle Jung-Landwirte erhielten neben ihrer Urkunde auch ein Bäumchen zur Erinnerung an diesen Tag. Der Glückwunsch von Kreispräsident Tiemann galt ausdrücklich auch den Ausbildungsbetrieben.
An der Spitze des THW (Technisches Hilfswerk) Elmshorn ist es Anfang des Jahres zu einem Wechsel gekommen. Offiziell besiegelt wurde er in einer Feierstunde im Restaurant Sibirien in Elmshorn am 28. Juni 2010. Der bisherige Ortsbeauftragte Ernst-Otto Rellensmann, der dieses Amt von 1998 bis 2009 ausübte, machte Platz für Wolfgang Hilge.
Stephan Bröckmann, THW-Landesbeauftragter für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, würdigte Rellensmann als jemanden, der außerordentliches Engagement gezeigt, viel Sachverstand erworben und ungewöhnlichen Einsatzwillen an den Tag gelegt habe. Auch der Landtagsabgeordnete Michael von Abercron und Kreiswehrführer Bernd Affeldt hatten nur lobende Worte für den scheidenden Funktionär.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann erklärte, Rellensmann als kompetenten und angenehmen Gesprächspartner empfunden zu haben, der immer sachorientiert gehandelt habe. Sicher scheide er auch nicht ohne Wehmut, denn so leicht streife man ein Amt nicht ab, das man fast zwölf Jahre lang ausübte und dem man sich sozusagen mit Haut und Haaren verschrieben habe.
Rellensmann habe sich bei der Modernisierung des Katastrophenschutzes und auch im Teilsachgebiet S34 - schwere Bergung - nie entmutigen lassen. Er habe immer für seine Ziele geworben und Überzeugungsarbeit geleistet. Dabei habe er es verstanden, die Interessen des THW konsequent zu vertreten. Aber er konnte auch nach Kompromissen suchen, die für alle annehmbar gewesen seien. Er sei immer offen gewesen für die Argumente Anderer.
Seine Arbeit habe ihm viel Anerkennung eingetragen. Im Namen des Kreises Pinneberg reihte sich der Kreispräsident in die Zahl derer ein, die ihm zu Recht Hochachtung zollten.
Rellensmanns Nachfolger, Wolfgang Hilge. Viel Glück und immer eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen wünschte Tiemann.
Zum Abschluss überreichte der Kreispräsident dem scheidenden Ortsbeauftragten ein hölzernes Einsatzfahrzeug mit einem entsprechenden Spritvorrat.
In der beruflichen Schule Elmshorn wurden am 01.07.2010 ca. 30 auszubildende Restaurant- und Hotelfachkräfte, Köche, Bäcker und Systemgastronomen aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg geehrt, die sich durch besondere Leistungen während ihrer Ausbildung ausgezeichnet haben.
Die beiden Kreispräsidenten Hans-Friedrich und Burkhard E. Tiemann überreichten Geschenke und Urkunden. So wurde Niklas Dwenger für seinen zweiten Platz beim Pokalbacken der Bäckerjugend in Schleswig-Holstein geehrt. Sandra Bies (Foto) wurde sogar Bundessiegerin des Bäckerhandwerks.
Die Bundessieger beim TeamCup der Systemgastronomen wurden genau so geehrt wie zwei Klassen, die beim Wedeler Ochsenmarkt die alte Tradition des Ochsen am Spieß wieder belebten.
Unter der Schirmherrschaft von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und in Anwesenheit der Pinneberger Bürgermeisterin Kristin Alheit, des Kreisschützenverbandsvorsitzenden Bernd Röding, seines Vorgängers Rolf Slomian und Weinkönigin Nikole Nieber wurde am 3. Juli 2010 der neue Schützenkönig ausgerufen.
Ein Jahr Regentschaft liegt vor Hinrich Krodel (Halstenbek). Ilona Krüger-Laube als Erste Ritterin und Peter Lohse (Pinneberg) als Zweiter Ritter stehen ihm zur Seite.Nach der Proklamation wurde die vorjährige Königsrotte mit Ursula Rohwer, Gabriele Sinner und Bernd Möller verabschiedet.
Sowohl Alheit als auch Tiemann stellten in ihren Grußworten besonders die Traditionspflege der Schützen lobend hervor.
Hoher Besuch aus Kiel im Kreis Pinneberg. Im Rahmen seiner Sommer-Tour hat Ministerpräsident Peter Harry Carstensen am 21. Juli 2010 den Kreis Pinneberg besucht.
In Begleitung von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz sowie Bürgervorsteher Bernd Kleinhapel und Bürgermeister Thomas Köppl wurde zunächst die Söring GmbH in Quickborn besichtigt. Söring ist einer der Pioniere der Ultraschall-Technologie und versorgt seit 25 Jahren den internationalen Markt mit innovativen Lösungen für die Ultraschall- und Hochfrequenzchirurgie.
Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von der weltweit anerkannten Qualität und der hohen Verlässlichkeit der Produkte. Geschäftsführerin Natali Salcenko bezeichnet die Aussicht, durch die Verwirklichung von Visionen die Medizintechnik ein Stück weit nach vorn zu bringen, als Motivation der Söring-Mitarbeiter - heute wie vor 25 Jahren.
Nach dem Besuch des Medizintechnik-Marktführers machte der Ministerpräsident einen Abstecher bei der Baumschule Stoldt in Rellingen. Anschließend ging es nach Elmshorn in den Stadtteil Hainholz, wo er die Burg Frischlinge e.V., eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Not besuchte. Es war nicht der erste Besuch Peter Harry Carstensens bei den Frischlingen. Besonders imponiert ihm, dass für die Kinder regelmäßige Mahlzeiten sicher gestellt werden, dass sie zur Hygiene und zu Tischsitten angeleitet werden und dass ihnen Höflichkeit und Freundlichkeit vermittelt werden. Wichtig seien auch sinnvolle Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbetreuung. Der Ministerpräsident hatte einen leistungsstarken Nass-Trocken-Staubsauger mitgebracht, über den die Vereinsvorsitzende Denise Low sich sichtlich freute.
Ministerpräsident, Kreispräsident, Landrat und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek wurden anschließend eingeladen zu Leckereien vom Schwenkgrill und dem liebevoll hergerichteten Salatbuffet.
Von August bis Oktober 2010 präsentierte die Stiftung Landdrostei in Kooperation mit KiC (Kunst in der Carlshütte gGmbH), dem Kunstverein Elmshorn und der Galerie Atelier III in Barmstedt zeitgenössische Kunst aus China. "The Beijing View" gibt einen Einblick in Positionen und Tendenzen der aktuellen Kunst in Chinas Hauptstadt.
Am 15. August eröffnete Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Ausstellung in Elmshorn. Er machte deutlich, wie wichtig die Förderung des Kreises Pinneberg für die Realisierung eines solchen Leuchtturmprojektes sei und dankte den zahlreichen ehrenamtlich an den Ausstellungen Beteiligten für ihr großes Engagement. Christel Storm, Vorsitzende des Kunstverein Elmshorn begrüßte die Besucher und Stefan Dupke, Geschäftsführer der Stiftung Landdrostei führte in die Ausstellung ein.
Er machte deutlich, dass die unabhängige Kunstszene Chinas sich erst nach dem Ende der Mao-Ära mit der einsetzenden Reformpolitik Ende der 1970er Jahre entwickelte. Trotz der weiterhin schwierigen Bedingungen explodierten hier in den letzten Jahren förmlich Angebot und Nachfrage zeitgenössischer Kunst. Die Künstlerinnen und Künstler haben sowohl die traditionell chinesischen wie die westlichen Themen und Techniken studiert, teilweise adaptiert und bedienen sich ihrer in virtuoser Weise. Dabei setzen sich viele der Künstler in ihren Arbeiten mit der eigenen gesellschaftlichen und politischen Historie sowie der chinesischen Kunstgeschichte auseinander, die auf jahrhundertealte Traditionen zurückblicken kann, zu der aber auch der bis in die späten 70er Jahre vorgeschriebene sozialistische Realismus gehört. Gerade diese beiden Pole erklären, warum die gegenständliche Malerei besonders im Vergleich zur europäischen und amerikanischen Kunst einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.
Ein weiteres wichtiges Feld ist die Auseinandersetzung mit der westlichen Kunstgeschichte, die häufig mit Ironie gepaart wird. Vor allem jedoch sind die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwälzungen, das Verhältnis von Individuum und Kollektiv in einem Staat der gleichermaßen von kommunistischen Idealen wie vom modernen Kapitalismus geprägt ist, Themen der chinesischen Avantgarde-Kunst.
An den drei Orten wurden rund 100 aktuelle Arbeiten von 29 Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Fotografie und Plastik gezeigt, die in den Jahren 2003 bis 2010 entstanden sind. Die Gemeinschaftsausstellung im Rahmen von "China Time Hamburg 2010" wurde möglich durch die Kulturförderung des Kreises Pinneberg.
Seit fast 20 Jahren besteht die Partnerschaft des Kreises Pinneberg und des Rayon Selenogradsk. Seit Jahren pflegen auch die Feuerwehren im Kreis Pinneberg und die im Rayon Selenogradsk eine enge Freundschaft.
Am 08.09.2010 besuchte eine Gruppe russischer Feuerwehrleute zum dritten Mal den Kreis. Der Kreisfeuerwehrverband hatte ein Ausflugs- und Besichtigungsprogramm für die russischen Freunde ausgearbeitet. Schwerpunkt des Besuches war jedoch die Ausbildung z. B. im Bereich Atemschutz, Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen oder Wasserförderung mit tragbaren Pumpen. Unter anderem besuchten die russischen Feuerwehrleute gemeinsam mit Kreiswehrführer Bernd Affeldt die Kummerfelder Feuerwehr, wo sie von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Bürgermeister Hanns-Jürgen Bohland empfangen wurden.
Der Kreis Pinneberg übt eine Patenschaft zur Deutschen Schule in Hadersleben (Dänemark) aus. In diesem Jahr wurde der "Tag der Deutschen Kindergärten und Schulen", der alljährlich in einer anderen dänischen Stadt begangen wird, in Hadersleben gefeiert.
Schulverein, Kindergarten und Deutsche Schule organisierten das Fest mit großem Engagement und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann war am 10. September 2010 zum Gegenbesuch erschienen, nachdem Schulleiter Philipp Rogge den Kreis Pinneberg anlässlich des Sommerfestes des Kreistages besucht hatte.
In Hadersleben traf Tiemann den Abgeordneten Uwe Jessen von der Deutschen Minderheit sowie Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender der Nordschleswiger. Gleichzeitig nutzte der Kreispräsident den Besuch, um sich über die neueste Entwicklung des Pinneberg-Heims in Hejsager Strand zu informieren.
Der Barmstedter Axel Schmidt ist von Bundespräsident Christian Wulf mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Überreicht wurde es ihm am 14. September 2010 im Beisein von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Bürgermeister Nils Hammermann durch den Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen.
Ausgezeichnet wurde Schmidt für seine Verdienste, die er sich um die Spieliothek-mobil erworben hat. Schon seit 1977 - als erster Zivildienstleistender im Verein - engagiert er sich hier. Seit 23 Jahren ist er sogar Vorsitzender. Von den 4.000 verschiedenen Spielen, mit denen die Spieliothek Eltern und Kinder regelmäßig versorgt, profitieren 23 Kommunen im Kreis Pinneberg. Insgesamt werden jährlich 25.000 Spiele ausgeliehen.
Seit mehr als 10 Jahren engagiert Schmidt sich darüber hinaus im Kreisjugendring, mehr als 20 Jahre betreut er Ferienfahrten von Kindern aus sozial schwachen Familien. Außerdem trainierte er drei Jugendhandballmannschaften im Barmstedter MTV. Seit über 20 Jahren ist er auch in der Kommunalpolitik engagiert. Kreispräsident Tiemann bedankte sich für Axel Schmidts Engagement mit einem großen Blumenstrauß.
Der Kreis Pinneberg ist Pate der Kreisgemeinschaft Fischhausen. Alljährlich treffen sich die Mitglieder dieser Vereinigung von überwiegend Vertriebenen aus Ostpreußen in Pinneberg zum Tag der Heimat. Schirmherr der Veranstaltung 2010 war Kreispräsident Burkhard E. Tiemann. Schon zwei Tage vorher kamen die "Samländer" zu einem geselligen Beisammensein mit dem Kreispräsidenten und Landrat Oliver Stolz zusammen, nachdem sie im Drosteipark einen Kranz niedergelegt hatten.
Am Tag der Heimat am 19. September hielt Tiemann die Festrede, in der er deutlich machte, dass die Vertriebenen dem Gedanken an Rache und Vergeltung eine entschiedene Absage erteilt hätten. Sie hätten einst versprochen, jedes Beginnen mit allen Kräften zu unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet sei, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben könnten. Wörtlich habe es in der Charta der Vertriebenen geheißen: "Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas." Dieses Versprechen hätten sie gehalten. Das gehöre zu den großen Leistungen der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, auf die sie mit Recht stolz sein könnten.
Dank ihrer Versöhnungsbereitschaft, dank der vielen Kontakte, die sie zu Ihrer alten Heimat geknüpft und über die Jahre aufrecht erhalten hätten, lebten wir heute in einem vereinten Deutschland und in einem zusammenwachsenden Europa. Das alles sei auch das Verdienst der Vertriebenen und der Vertriebenenverbände, machte Tiemann deutlich.
Der enorme Beitrag der Vertriebenen für unser Land werde erst vor dem dunklen Hintergrund des Geschehenen und Erlittenen voll erfassbar. Die Vertriebenenverbände hätten beharrlich dafür gekämpft, dass das erlittene Unrecht ebenso wie die späteren Leistungen der Vertriebenen respektiert und anerkannt würden.
Bis zu 2 Millionen von ihnen, vor allem Alte, Frauen und Kinder, überlebten den Marsch nach Westen nicht. Sie erfroren, sie ertranken, sie verhungerten, sie starben an Seuchen. Tausende wurden ermordet, zahllose Frauen vergewaltigt. Massenhaft begingen die Menschen Selbstmord, weil sie nicht fertig wurden mit den Bildern, die sie gesehen hatten, mit den Verlusten, die ihnen zugefügt wurden, mit dem Leid, das ihnen angetan worden war. Viele würden sich mit den Schrecken dieser Zeit bis heute quälen und vielen Überlebenden seien die Schrecken jener Zeit noch immer gegenwärtig, als wäre alles erst gestern geschehen. Fast 15 Millionen hätten ihre Heimat verloren und die Lebensgrundlage, die sie sich dort aufgebaut hatten. Ihr Schicksal sei von unermesslichem Leid begleitet, so der Kreispräsident.
All das gehöre zur Gesamtheit der Erfahrungen, die die Deutschen im 20. Jahrhundert gemacht hätten, sie seien Teil unserer heutigen Identität. Es sei in den letzten Jahrzehnten oft nicht einfach gewesen, sich mit dem Schicksal von Flucht und Vertreibung zu beschäftigen. So hätte es Vorurteile gegeben und alte Wunden, die noch nicht verheilt seien, vielleicht nie ganz heilen könnten.
Die Gründung der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" sei Ausdruck einer zwar langsamen, oft mühsamen, aber im Ganzen doch gelingenden Annäherung. Sie schaffe die Grundlage, um der Flucht und Vertreibung an einer zentralen Stätte zu gedenken. Damit werde ein lang gehegter Wunsch vieler Vertriebener Wirklichkeit. Die Ausstellungs- und Dokumentationsstelle werde einen bleibenden, würdigen Erinnerungsort für Flucht, Vertreibung und Versöhnung schaffen. Er werde die junge Generation über das Jahrhundert der Vertreibungen informieren können und er werde dazu beitragen, das Bewusstsein für die Erlebnisse der Betroffenen lebendig zu halten.
"Vielleicht können wir dazu beitragen, Vertreibungen in Gegenwart und Zukunft dauerhaft und weltweit zu ächten. Es ist Aufgabe der gesamten Völkergemeinschaft, dieser Erkenntnis überall auf der Welt zum Durchbruch zu verhelfen - beharrlich, aber mit dem Ziel, am Ende doch eine bessere Welt zu schaffen", rief Tiemann den Delegierten zum Schluss seiner Rede zu.
Jugendliche auf den Spuren der Berliner Mauer
Der Kreistag hat 2008 beschlossen, dass junge Menschen Aufklärung über das menschenverachtende und verbrecherische System der kommunistischen Diktatur in der ehemaligen DDR erfahren sollen.
2009 haben Kreisjugendpflege, Kreisjugendring, Kreissportjugend und Kreismedienzentrum gemeinsam eine beeindruckende Ausstellung zum Thema "20 Jahre Mauerfall" in der Pinneberger Drostei organisiert.
In diesem Jahr haben sie, 20 Jahre nach Vollendung der Deutschen Einheit während einer 4-tägigen Fahrt nach Berlin Jugendlichen den Verlust der Freiheit vor Augen geführt, den die Landsleute im Unrechtstaat DDR erfahren mussten und das unbeschreibliche Leid, das die Stasi über viele Menschen jenseits der Mauer gebracht hat.
Vom 8.-11 Oktober 2010 weilten 19 junge Menschen mit 4 Begleitern (Kreisjugendring Pinneberg e.V., Kreissportjugend, Kreisjugendpflege und Kreismedienzentrum) aus dem Kreis Pinneberg in Berlin, um Spuren und Informationen zur jüngsten, deutschen Geschichte, dem Bau und dem Fall der Mauer durch Berlin ausfindig zu machen. Die Jugendlichen kamen aus der Jugendverbandsarbeit, von Kinder- und Jugendbeiräten, einem Jugendzentrum und unterschiedlichen Schulen.
Ihnen wurde ein umfangreiches Programm mit Besuchen der Parlamentsausstellung im Deutschen Dom, dem Mauermuseum am Checkpoint Charly in der Friedrichstraße und der noch bestehenden Mauer mit dem ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Straße geboten. Beeindruckender Höhepunkt war die Führung durch das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Tief betroffen erfuhr die Kreisdelegation, wie in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg
dort körperlich gefoltert wurde und später ein ausgeklügeltes Verhörsystem entwickelt wurde, in dem alle psychologischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, um Geständnisse zu erpressen.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann begleitete die Gruppe in das Mauermuseum sowie in das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen. Er hatte die Schirmherrschaft für diese Fahrt übernommen und berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen mit dem DDR-Regime.
Die DDR sei auf Unrecht gegründet, ohne legale Opposition, ohne freie Wahlen, ohne unabhängige Justiz, ohne Meinungsfreiheit. Das geradezu unerträgliche Leben im anderen Teil Deutschlands habe aber letztlich zur friedlichen Revolution geführt. Es sei das ganz große Verdienst der Menschen, die unbeirrt und entschlossen mit den Montagsdemonstrationen die friedliche Revolution eingeleitet hatten, dass Deutschland heute wiedervereint sei und alle Menschen in unserem Land in Freiheit leben könnten, so der Kreispräsident.
Dabei sei es erschütternd, dass zwei Jahrzehnte nach der friedlichen Revolution Ewiggestrige versuchten, die DDR wieder zu verharmlosen und teilweise auch zu verklären. Sie leugneten das Unrecht, das die Ostdeutschen mehr als 50 Jahre lang durch die SED und die Stasi erfahren mussten.
Solcher Geschichtsfälschung müsste entschlossen begegnet werden. Als Konsequenz aus solchen Verklärungsversuchen und dem fast nicht vorhandenen Wissen der jungen Generation über die DDR-Geschichte bedürfe es einer intensiven politischen Auseinandersetzung mit der kommunistischen Ideologie.
Eine weitere Besonderheit der Berlin-Fahrt war der Besuch aller drei Bundestagsabgeordneten des Kreises Pinneberg im Berliner Reichstag. Dr. Ernst-Dieter Rossmann empfing die Delegation zum Beginn des Besuches im Paul-Löbe-Haus. Der parlamentarische Staatssekretär und Dr. Ole Schröder und Dr. Valerie Wilms trafen sich mit der Gruppe im Jakob Kaiser Haus. Nach intensiven Kontrollen und Sicherheitschecks diskutierten die Jugendlichen mit den Politikern über den Alltag der gewählten Vertreter in Berlin und über den Bau bzw. den Fall der Mauer quer durch Berlin.
Allen Mitfahrern wurde deutlich, wie wenig sie bisher über die Strukturen und die Politik der ehemaligen DDR wussten. Niemand der Mitfahrer konnte von sich sagen, die Funktion und die Auswirkungen der Trennung dieser Mauer in der Schule behandelt zu haben. Das wurde in allen Gesprächen auch mit den Politikern sehr bedauert. Das Bedürfnis, Kenntnisse über die jüngste Geschichte zu erhalten, ist groß.
Die Ausstellung zum Thema "Die Mauer ist weg - Schon seit 20 Jahren" kann immer noch im Kreismedienzentrum in der Stadtbücherei Tornesch (Sandra Harbeck, Tel. 04122 / 9646-0) von Schulen und Vereinen ausgeliehen werden.
Einen Tag vor Heilig-Abend rettete die damals 17-jährige Patrizia Ortlinghaus aus Neuendeich einer Mitbürgerin das Leben. Als Zeitungsausträgerin kam sie zufällig an deren brennenden Haus vorbei. Patrizia Ortlinghaus reagierte sofort auf die Hilferufe, drang in das total verqualmte Gebäude ein und schob die 87-jährige Rollstuhlfahrerin ins Freie.
Am 19.10.2010 hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, gemeinsam mit der Neuendeicher Bürgermeisterin Bärbel Thiemann die 18-Jährige für ihre mutige Rettungstat geehrt. Eine Urkunde, ein großer Blumenstrauß und eine ganz besondere Überraschung warteten auf Patrizia Ortlinghaus, die Pferdeliebhaberin und leidenschaftliche Reiterin ist: Der Kreispräsident hatte Herbert Blöcker, Reiterlegende und 10-facher Medaillengewinner bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften gebeten, Patrizia eine Reitstunde auf einem Holsteiner Pferd beim Holsteiner Verband in Elmshorn zu geben. Beiden hat das Treffen offensichtlich viel Spaß gemacht. Die junge Lebensretterin war total begeistert und Herbert Blöcker zeigte ihr nicht nur die Ställe und die legendären Pferde, sondern lobte auch ihren Reitstil.
Patrizia Ortlinghaus möchte später einmal zur berittenen Polizei. Bürgermeisterin und Kreispräsident bedankten sich und wünschten viel Erfolg auf Patrizias weiterem Lebensweg.
Am 23. Oktober 2010 wurde die Johanniter-Schule-Quickborn als erste christliche Privatschule im Kreis Pinneberg feierlich eröffnet. Bundesweit ist dies erst die zweite Übernahme einer solchen Trägerschaft und die erste Neugründung einer Johanniter-Schule überhaupt. Nicht nur bundesweit nimmt die Anzahl von Schulen in privater Trägerschaft zu. Im Kreis Pinneberg gibt es bereits zwei Anbieter in Elmshorn und eine weitere Einrichtung in Pinneberg. Von der Idee der Schulgründung bis zum Unterrichtsbeginn im August dieses Jahres vergingen sechs Jahre. Die Kinder werden nach dem Prinzip der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Die Schule soll jedes Jahr um eine erste Klasse anwachsen, nach 13 Jahren Schulzeit sollen die ersten Schüler ihr Abitur ablegen.
Präsident Hans-Peter von Kirchbach, bundesweit ranghöchstes Mitglied der Johanniter-Unfallhilfe Deutschlands hielt die Festrede. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann machte in seinem Grußwort deutlich, dass die gemeinsame Verantwortung von Schule und Elternhaus wichtig sei für die Erziehung zur Selbständigkeit, mit der Kinder in allen Bereichen lernten, Verantwortung für ihr tägliches Handeln zu übernehmen. Neben dem Elternhaus sei die Schule der wichtigste Lern- und Lebensraum für Kinder. Insofern sei es unabdingbar, dass Schüler miteinander und voneinander lernten und füreinander einstehen würden.
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten seien Schlüsselqualifikationen, durch die Gemeinschaftsgefühl und soziale Kompetenz gefördert würden. "Ich begrüße ausdrücklich, dass mit der Johanniter-Schule und auch den anderen Kinder- und Jugendeinrichtungen der Johanniter ein explizit christlicher Träger sich so stark hier in Quickborn für das Wohl der jungen Generation einsetzt," versicherte der Kreispräsident und wünschte der Johanniter-Schule Quickborn einen guten Start in eine ereignisreiche Zukunft und dass sie ihre ambitionierten Pläne mit der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes von Maria Montessori erfolgreich realisieren möge.
Am 07.11.2010 wurden die Pinneberger Kreis-Kulturpreise zum 28. Mal feierlich verliehen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz überreichten die Auszeichnungen während eines Festaktes in der Drostei an die beiden Künstler.
Der mit 2.500 Euro dotierte Förderpreis ging an den in Appen lebenden Kontrabassisten Alexander Suslin welcher die Preisverleihung in Begleitung von Waldemar Gudi am Bajan musikalisch umrahmte.
Der mit 5.000 Euro dotierte Anerkennungspreis ging an die Bildende Künstlerin Sabine Mohr. Frau Mohr präsentierte vor einem der großen Fenster der Drostei eine Scherenschnitt-Arbeit welche alle Bergzüge vom Nullpunkt bis zum Mount Everest darstellt.
Weitergehende Informationen zum Kreiskulturpreis und deren Preisträger der vergangenen Jahre finden Sie unter Kreiskulturpreis.
Anlässlich des 200. Geburtstages des preußischen Reformers und Staatsmanns Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757-1831) wurde am 26. Oktober 1957 die Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel (früher Freiherr-vom-Stein-Medaille) gestiftet. Alljährlich wird sie vom Innenminister des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden Frauen und Männer geehrt, die sich durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung erworben haben. Langjähriges Engagement und die Wahrnehmung herausragender Funktionen sollen damit anerkannt werden.
In diesem Jahr sind unter den 29 Ausgezeichneten auch 3 verdiente Kommunalpolitiker aus dem Kreis Pinneberg: Hanns-Jürgen Bohland, Lothar Hachmann und Erna Koss. In Anwesenheit zahlreicher Landräte und fast aller Kreispräsidenten des Landes, unter ihnen auch Pinnebergs Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, nahm Innenminister Klaus Schlie die Ehrung vor.
Im Folgenden finden Sie die Laudatien, die Ministerialdirigentin Manuela Söller-Winkler aus dem Innenministerium hielt:
Hanns-Jürgen Bohland
wohnhaft in Kummerfeld
Bürgermeister
Herr Hanns-Jürgen Bohland kann auf eine 24-jährige Mitgliedschaft in der Gemeindevertretung Kummerfeld zurückblicken. Seit 1986 ist er Gemeindevertreter, Mitglied in diversen kommunalen Ausschüssen auf Gemeinde- bzw. Amtsebene und hat seitdem insgesamt 18 Jahre bis heute das Amt des Bürgermeisters seiner Heimatgemeinde Kummerfeld inne. Ebenso lange ist er Mitglied im Amtsausschuss des Amtes Pinnau. Herr Bohland ist darüber hinaus auch in verschiedenen Zweckverbänden, zum Teil auch in leitender Position, ehrenamtlich tätig.
Sein Hauptaugenmerk war und ist stets dem Wohl der Kinder und Jugendlichen seiner Gemeinde zugewandt; „Die Jugend ist unsere Zukunft!“, lautet sein Schlagwort bei zahlreichen Anlässen. In seiner Amtszeit als Bürgermeister wurden das Gewerbegebiet Kummerfeld um neun Betriebe und die Grundschule erweitert. Herrn Bohland ist es maßgeblich zu verdanken, dass 2007 die Sport- und Freizeitanlage durch eine moderne 3-Feld-Sporthalle erweitert werden konnte. Neubaugebiete wurden erschlossen und so war es einfach folgerichtig, dass in seiner Amtszeit auch ein neuer Kindergarten errichtet wurde und der Neubau einer Grundschule angestrebt wird.
Lothar Hachmann
wohnhaft in Klein Offenseth-Sparrieshoop
Gemeindevertreter und ehemaliger Bürgermeister
Herr Lothar Hachmann gehörte von 1976 bis 1978 und dann wieder von 1982 ununterbrochen bis heute, somit insgesamt bisher drei Jahrzehnte, der Gemeindevertretung und verschiedenen Ausschüssen seiner Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop als Mitglied bzw. sogar als Vorsitzender an. Von 1998 bis 2008 übte er das Amt des Bürgermeisters aus; seit Beginn der letzten Kommunalwahlperiode ist er 1. stellvertretender Bürgermeister seiner Gemeinde.
Insbesondere mit seinem Engagement auf dem Gebiet des Bauwesens hat Herr Hachmann in seiner Zeit als Bürgermeister u. a. zum Entstehen eines Gewerbegebietes, von altengerechten Wohnungen und weiteren Wohneinheiten beigetragen. Weiterhin war er maßgeblich an der Erweiterung der Schule und der Schaffung eines zweiten Kindergartens beteiligt.
Als Bauausschussvorsitzender sorgte Herr Hachmann dafür, dass ein altes Bauernhaus zum Gemeindezentrum ausgebaut wurde, das von Grund auf saniert wurde und heute das Gemeindebüro beherbergt, die jedem Bürger für Feiern und andere Anlässe zur Verfügung stehen.
Besonders zu erwähnen ist zudem sein jahrzehntelanges Wirken im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr.
Erna Koss
wohnhaft in Elmshorn
Ehemalige Stadtverordnete
Frau Erna Koss war bis Ende Juni 2010 Stadtverordnete im Stadtverordnetenkollegium der Stadt Elmshorn. Ihre ehrenamtliche Mandatstätigkeit im Bereich der kommunalen Selbstverwaltung begann Frau Koss im Jahre 1986; seitdem war sie ununterbrochen in den kommunalen Ausschüssen und im Stadtverordnetenkollegium der Stadt Elmshorn äußerst aktiv tätig. So war sie beispielsweise seit der Einführung des Hauptausschusses auch in den Städten seit 1998 bis zu ihrem Ausscheiden ein beständiges Mitglied in diesem Gremium.
Frau Koss hat sich sehr im Bereich der Kultur und der Weiterbildung engagiert. Ihr Wissen auf diesen Gebieten hat sie stets in die Arbeit der Ausschüsse, in denen sie Mitglied war, eingebracht. Frau Koss ist eine für ihr ehrenamtliches Engagement bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Elmshorn bekannte und beliebte ehemalige Stadtverordnete.
Am 7. Dezember 2010 wurde der Vorsitzende der Mehrheitsfraktion FWB im Barmstedter Rat, Michael Schönfelder, mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen im Haus B des Landeshauses in Kiel ausgezeichnet. Neben seiner gesamte Familie nahmen auch Barmstedts Ehrenbürger Uwe Nienstedt, Bürgermeister Nils Hammermann und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann an der feierlichen Zeremonie teil.
Am folgenden Tage wurde zwei weiteren ehrenamtlich Tätigen aus dem Kreis Pinneberg für langjähriges und außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom Stellvertretenden Ministerpräsidenten Heiner Garg verliehen. In Anwesenheit der 2. Stellvertretenden Landrätin Anna-Ilse Wehner wurden Arthur Mölln aus Tornesch und Johann-Otto Plump aus Uetersen ausgezeichnet.
Michael Schönfelder
gehört seit 35 Jahren der Stadtvertretung in Barmstedt an, ist seit 25 Jahren Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport und seit vielen Jahren stellvertretender Bürgermeister. Insbesondere als Vorsteher des Schulverbandes Barmstedt/Rantzau hat er sich große Verdienste erworben. Unter seinem Vorsitz wurde im Schulverband ein Sanierungs- und Neubauprogramm für alle Barmstedter Schulen aufgelegt. Seit 1993 macht er sich stark für einen Schul- und Kulturaustausch zwischen der Elsa-Brändström-Schule Elmshorn und der Moskauer Schule 1332. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Auftritte der Musik- und Theatergruppen.
Bereits in jungen Jahren betreute er als Handballspieler in den Sommerferien Jugendgruppen des Barmstedter Männer-Turnvereins. Seit fast 40 Jahren ist er Turnierleiter des von ihm ins Leben gerufenen und jährlich in Barmstedt stattfindenden "Ede-Menzler-Gedächtnis-Turniers", das sich unter seiner Leitung zu einem der größten Jugendhandballturniere in Norddeutschland entwickelte. Der Ordensträger war auch Vorsitzender des Organisationskomitees der 850-Jahr-Feier der Stadt Barmstedt.
Arthur Mölln
gründete 1985 die "Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch von 1985". Bis 1992 war er Vorsitzender des Vereins. Im gleichen Jahr wurde die "Ernst-Martin-Groth-Stiftung" gegründet. So konnte der "Ostermannsche Hof" im Ortsteil Esingen im Rahmen der Dorferneuerung erhalten werden. Mit diesem Hof schuf Arthur Mölln einen kulturellen und sozialen Veranstaltungstreffpunkt. Später engagierte er sich für den Aufbau des volkskundlichen Museums "Mölln-Hof", das im Mai 2007 eröffnet wurde. Der Mölln-Hof ist das ehemals landwirtschaftlich genutzte Elternhaus Arthur Möllns.
Er hat darüber hinaus in den 80er Jahren als Co-Autor an der Ortschronik für Tornesch sowie bei der Organisation der 700-Jahr-Feier des Ortsteils Esingen mitgewirkt.
Johann-Otto Plump
ist seit 1981 Mitglied im Verein "Historisches Uetersen", den er seit 1999 leitet. Durch sein Engagement entstand im vom Verein betriebenen Heimatmuseum ein Fundus aus zahlreichen Ausstellungsobjekten zur Präsentation der Stadtgeschichte. Seiner Initiative ist auch das alle zwei Jahre stattfindende Altstadtfest zu verdanken, das erstmals vor 25 Jahren gefeiert wurde. Er engagiert sich bei der Planung, Organisation und dem Aufbau des Festes und bringt den Besuchern mit Präsentationen das alte Handwerk nahe.
Johann-Otto Plump engagiert sich auch in der Gesellschaft der Freunde des Klosters Uetersen und setzte sich dafür ein, dass die Priörinnenscheune des Klosters für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. Auch im Senioren- und Pflegeheim der Stadt Uetersen ist er engagiert und hilft bei Entrümpelungen und kleinen Reparaturen. Eine von ihm selbst gebaute mobile Kegelbahn stellt er den Bewohnern leihweise zur Verfügung. Johann-Otto Plump war viele Jahrzehnte Mitglied in der Uetersener Schützengilde und der Freiwilligen Feuerwehr Uetersen.
Um sich in der Verwaltung über die Europa-Arbeit des Kreises Pinneberg zu informieren, hat Europa-Staatssekretär Heinz Maurus das Kreishaus besucht. Hier wurde er von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und dem Leiter des Europa-Referats in der Kreisverwaltung, Andreas Köhler begrüßt.
Sabine Roberts, Helgolandbeauftragte des Kreises Pinneberg, berichtete über das "Regionale Entwicklungskonzept Helgoland". Der Staatssekretär interessierte sich neben den inhaltlichen Aspekten auch für die Erfahrungen bei der Projektabwicklung.
Der Kreis Pinneberg zeige, wie erfolgreiche Europapolitik auf kommunaler Ebene gemacht werden müsse: „Nämlich konkret in Projekten vor Ort und in enger Anbindung an Brüssel", erklärte der Staatssekretär beim anschließenden Pressegespräch. Er habe die Erfahrung gemacht, dass mehr als die Hälfte aller Dinge, mit denen sich der Bundesrat beschäftigte, mit Europa zu tun habe. Der Kreis Pinneberg sei sehr europa-kompetent und ein Kreis, der in Europa angekommen sei und die Chancen nutze, die die EU bietet. Die Tatsache, dass Andreas Thaler, Mitarbeiter des Kreises, seit dem 1. November nach Brüssel ins Hanse Office abgeordnet wurde, sehe er als Zeichen, wie sehr die Arbeit des Kreises geschätzt werde.
Seinen Besuch begründete der Europa-Staatssekretär damit, dass die Landesregierung auf besonders gelungene Projekte aufmerksam machen und andere dazu auffordern wolle, mitzumachen und Projekte einzureichen. Eines, das nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterließ, ist das „Best Agers“-Projekt, das von Jonas Meixner vorgestellt wurde. Dieses nehme ein ganz aktuelles Thema auf und sei durch die logische Herangehensweise vorbildlich, so Maurus. Er beabsichtige, das Projekt "Best Agers" als "Best Governance Example" in Berlin vorzustellen.
Andreas Köhler betonte, dass es das Ziel des Kreises Pinneberg sei, auch über 2013 hinaus in der Förderkulisse zu bleiben. Der Kreispräsident sah in dem Besuch des Staatssekretärs ein positives Signal und machte deutlich, dass der Kreis angesichts der angespannten Haushaltslage dankbar für die Förderungen sei.
2011
Am 23. Januar 2011 hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann mit „Im Dialog“ in der Drostei in Pinneberg die Ausstellung einer außergewöhnlichen Künstlerfamilie mit engen Verbindungen zum Kreiskulturzentrum eröffnet.
Vor 15 Jahren kam das Moskauer Künstlerpaar Lydia Schulgina (1957-2000) und Nikolai Estis (geb. 1937) mit ihrem Sohn Alexander (geb. 1986) nach Deutschland. In der Anfangsphase wurde ihnen von der Drostei ein Raum zur Verfügung gestellt, den sie als offenes Atelier nutzten. Der Dialog - sowohl untereinander wie auch mit anderen - war von Beginn an wichtige Inspirationsquelle für das Schaffen von Lydia Schulgina und Nikolai Estis. Alexander Estis wurde früh einbezogen und hat auch eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen.
“Im Dialog“ präsentiert Arbeiten der Künstlerfamilie aus verschiedenen Schaffensperioden. Neben der Entdeckung inhaltlicher Bezüge eröffnen sich dem Betrachter spannende Dialoge zwischen Russland und Deutschland, Tradition und Moderne, spirituellen und weltlichen Themen, wie Professor Dr. Hartmut Freytag in seiner Laudatio erläuterte. Die Pinneberger dürften stolz auf diesen Künstler sein, der die kulturelle Vielfalt in der Region maßgeblich beeinflusst und mitgeprägt habe, lobte der Kreispräsident das Schaffen von Nikolai Estis. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er nur allzu gern auch Lydia Schulgina begrüßt hätte. „Das ist uns nicht vergönnt, aber ich bin sicher, sie wäre stolz gewesen, in der Drostei gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn auszustellen“, so Tiemann.
Lydia Schulgina war in Russland eine bedeutende Buchillustratorin. Seit Mitte der 1980er Jahre beschäftigte sie sich auch mit der Malerei und entwickelte eine spezielle Art, aus Papier und weißer Farbe Plastiken und Reliefs zu schaffen, darunter lebensgroße Figuren. Nikolai Estis arbeitet seit ungefähr 40 Jahren in großen Werkzyklen zu den Themen "Vögel", "Engel", "Türme" und „Kompositionen“ in Temperafarbe. In seinen Zeichnungen entfaltet er eine eigene, sehr reduzierte grafische Sprache. Die bevorzugte Technik von Alexander Estis ist die Zeichnung sowie die Illustration von Texten, die er zum Teil selbst verfasst.
Die israelische Pianistin Alona Vigovsky (1983 in Moskau geboren) verlieh der Vernissage einen ganz besonderen musikalischen Glanz Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Musik Academie in Tel Aviv und an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, wo sie seit Oktober 2009 einen Lehrauftrag für Klavier hat. Einer ihrer vielen Preise ist der "Steinway International Prize", mit dem sie 2009 ausgezeichnet wurde.
Es ist bereits Tradition geworden, dass der Kreis Pinneberg Menschen durch die Eintragung in das Bürgerbuch ehrt, die sich durch außergewöhnliches, bürgerschaftliches Engagement im Kreis Pinneberg ausgezeichnet haben.
Der Ältestenrat hat am 13. Januar 2011 die folgenden Personen ausgewählt, die in der Kreistagssitzung am 26. Januar 2011 geehrt wurden:
Auf dem Foto (v.l.n.r.):
Martina Kaddatz (2. Stellv. Kreispräsidentin), Christian Nahrwold, Nicole Kaufmann, Dietrich Anders (1. Stellv. Kreispräsident), Hannelore Krüger, Burkhard E. Tiemann (Kreispräsident)
Nicole Kaufmann, wohnhaft in Appen
„Mit Herzen gegen Schmerzen“: Die ursprünglich aus den USA stammende Idee wurde von Nicole Kaufmann aufgegriffen und mit großem Engagement im Kreis Pinneberg umgesetzt. Bei dem Herzkissen für an Brustkrebs erkrankte Frauen handelt es sich um ein in einer bestimmten Größe aus Stoff genähtes Herzkissen, das mit einer festgesetzten Menge Füllwatte versehen wird. Es ist nicht im Fachhandel zu erwerben, sondern wird nach einer Vorlage genäht und gefüllt. Das Kissen wird von den Patientinnen unter dem Arm getragen, lindert Schmerzen und bietet einen gewissen Schutz bei plötzlichen Bewegungen und Stößen.
Nicole Kaufmann hat dafür gesorgt, dass erkrankte Frauen ein Herzkissen erhalten haben und setzt sich dafür ein, dass künftig alle Betroffenen ein Herz erhalten werden. Hierfür fertigt sie nicht nur selbst, sondern motiviert auch andere Begeisterte, sich zu beteiligen.
Hannelore Krüger, wohnhaft in Ellerbek
Hannelore Krüger organisiert seit 1974 bis heute - also insgesamt 36 Jahre lang -ununterbrochen Essen auf Rädern in Ellerbek. Täglich ist sie mit ihrem Pkw unterwegs, um andere Mitbürger, die teilweise weit jünger sind als sie selbst, mit einer warmen Mahlzeit zu versorgen. Dieser persönliche Einsatz ist beispiellos. Dabei bleibt sie immer bescheiden im Hintergrund und macht niemals Aufhebens von ihrem bürgerschaftlichen Engagement.
25 Jahre lang hat Hannelore Krüger auch beim Kaffeeballett der Ellerbeker Seniorenbetreuung mitgewirkt, andere ältere Menschen bei den zahlreichen monatlich stattfindenden Seniorenveranstaltungen unterhalten und bedient.
Ein ganz besonderes ehrenamtliches Engagement sind die Gratulationsbesuche bei Altersjubiläen und Goldenen und Diamantenen Hochzeiten in Ellerbek, die sie von 1975 -1994 vertretungsweise und seit 1994 überwiegend allein - insgesamt also bisher 35 Jahre lang - in Vertretung des Bürgermeisters übernimmt. Sie ist in der Gemeinde außerordentlich beliebt und die älteren Mitbürger begrüßen es, wenn Hannelore Krüger sie an ihrem Ehrentage besucht.
Christian Nahrwold, wohnhaft in Pinneberg
Neben seinem Beruf als Altenpflegehelfer ist Christian Nahrwold seit 1990 ehrenamtlich als Jugendwart und Jugendgruppenleiter beim Partnerclub der Lebenshilfe Schenefeld e.V. tätig. Mit großem Engagement setzt er sich für die Belange von Menschen mit und ohne Behinderungen, insbesondere von Jugendlichen, ein. Die Discoveranstaltungen des Partnerclubs, als Veranstaltung einzigartig in der Behindertenarbeit, sind über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Diese eigenständig zu organisieren hilft Christian Nahrwold den Jugendlichen aus dem Partnerclub.
Außerdem ermöglichte er drei jungen Menschen mit Behinderung die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter beim Kreisjugendring und unterstützt diese in ihrer praktischen Arbeit. 2008 gelang es dem Partnerclub unter seiner Führung beim Aktionswettbewerb „Jugendinitiative mit Pfiff“ mit dem Projekt einer Integrativen „Indoor Beach Party“ den 2. Platz zu belegen, 2010 konnte sogar der 1. Platz gewonnen werden.
Unermüdlich ist Christian Nahrwold auf der Suche nach Sponsoren und neuen Kontakten für den Partnerclub, um die partnerschaftlichen Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung fortzuführen.
Bundespräsident Christian Wulff hat dem Ehrenbürgermeister und Ehrenamtsvorsteher Hans Albert Höft aus der Gemeinde Prisdorf das Bundesverdienstkreuz verliehen. Überreicht wurde es am 01. Februar 2011 im Beisein von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann durch Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Außerdem war mit dem Landesvorsitzenden Dr. Christian von Boetticher und dem Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Ole Schröder die Parteispitze der Schleswig-Holsteinischen CDU vertreten.
Hans Albert Höft aus Prisdorf engagiert sich seit über drei Jahrzehnten in der Kommunalpolitik. Er war 32 Jahre Gemeindevertreter, 28 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Prisdorf und ebenso lange Amtsvorsteher des Amtes Pinneberg-Land. Er machte sich stark für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben sowie für den Bau vieler gemeindlicher Einrichtungen. Heute ist er Ehrenbürgermeister und Ehrenamtsvorsteher. Darüber hinaus ist er Mitglied des Rotary Clubs Pinneberg. Als Präsident des Clubs 2005/2006 kümmerte er sich um die Pflasterung des Vorplatzes der barocken Rellinger Kirche. Dieses Projekt wurde vom Rotary Club finanziert und von Hans Albert Höft in allen Bauphasen begleitet.
Von 2003 bis 2008 war er Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Südholstein und gestaltete 2005 den Fusionsprozess mit der Sparkasse Neumünster. Als Verwaltungsratsvorsitzender setzte er sich dafür ein, dass alte Fresken eines italienischen Künstlers in die Rellinger Kirche zurückgeführt und das Treppenhaus teilweise saniert wurde. Als Vorstandsmitglied der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Hamburg engagiert er sich außerdem für den wirtschaftlichen und kulturellen Ausbau zwischen beiden Ländern.
Bereits 1996 wurde Hans Albert Höft für sein kommunalpolitisches Engagement mit der Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille ausgezeichnet.
Der Wedeler Karl-Heinz Camien und der Elmshorner Christian Saborowski sind von Bundespräsident Christian Wulf mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.
Überreicht wurde es ihnen am 08. Februar 2011 im Beisein von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann durch den Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen. Neben zahlreichen Freunden und Familienmitgliedern sind die beiden Geehrten auch von der Stadtpräsidentin Sabine Lüchau und Bürgermeister Niels Schmidt (beide Wedel) sowie vom 1. Stadtrat Volker Hatje (Elmshorn) begleitet worden.
Ausgezeichnet wurde Camien für seine Verdienste als Mitglied des Seniorenrates der Stadt Wedel , dem er seit 1996 angehört. Er war Mitinitiator der lokalen Agenda 21. Auch im Vorstand des Landesseniorenrates setzt er sich für die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen ein. In Gesprächsrunden mit der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein macht er sich für Senioren mit eingeschränkter Mobilität stark. Seit 2001 ist er Mitglied des landesweiten Arbeitskreises „Dialog der Generationen".
Karl-Heinz Camien engagiert sich seit 1988 im Altenparlament Schleswig-Holstein sowie in den Jurys für den Bürgerpreis und für den Altenpflegepreis Schleswig-Holstein. Er macht sich auch für Jugendliche stark, wirkt im Jugendparlament mit, hält Vorträge vor Schülern und engagiert sich im Bildungsbereich der Akademie für ländliche Räume.
Christian Saborowski aus Elmshorn engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Kommunalpolitik. Der ehemalige Pinneberger Kreistagsabgeordnete wurde 1982 Stadtverordneter in Elmshorn und war Vorsitzender des Umweltausschusses. Nach mehrjähriger Unterbrechung engagiert er sich seit 2003 wieder als Stadtverordneter. Seit 2008 ist er Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung.
Christian Saborowski erblindete vor vielen Jahren und muss sich seitdem noch intensiver auf Sitzungen vorbereiten. Er macht sich dafür stark, dass in Zeiten leerer kommunaler Kassen das Geld durch geschickte Haushaltspolitik effizienter eingesetzt wird. So setzt er sich dafür ein, die Schuldenbremse auch auf kommunaler Ebene einzuführen. Auch im Gesundheitswesen engagiert er sich für eine solide Finanzpolitik und eine gute medizinische Versorgung.
Gisela Peschel aus Quickborn, und Gerhard Richert aus Haselau sind vom Bundespräsidenten mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen überreichte die Auszeichnungen am 15. Februar 2011 in Kiel.
Gisela Peschel aus Quickborn engagiert sich seit über 20 Jahren in der Frauenverbandsarbeit. Sie war von 1993 bis 2002 Vorsitzende des Ortsringes Ellerau/ Quickborn im Deutschen Frauenring. Im Landesverband engagierte sie sich von 1995 bis 2004 als Schriftführerin und war sechs Jahre lang Vorsitzende. Die Themen waren geprägt von der Agenda 21 und dem Zusammenwachsen der Länder in der Europäischen Union. Sie regte auch Diskussionsrunden zu den Themen Gesundheitswesen und Stammzellenforschung an. Seit 2003 ist Gisela Peschel wieder im Vorstand des Ortsringes Ellerau/ Quickborn, seit März 2010 wieder Schriftführerin im Landesverband. Auf Bundesebene war sie von 2006 bis 2009 Schriftführerin im Präsidium und Mitglied im Ausschuss „Modellhafte Projekte“. Darüber hinaus engagiert sie sich für das Kinderhilfswerk Unicef, setzt sich für die Integration von Spätaussiedlern ein und ist Mitglied im Kirchenvorstand der Marienkirchengemeinde Quickborn-Hasloh.
Gerhard Richert aus Haselau engagiert sich seit über 40 Jahren im Kreis Pinneberg. Bereits seit 1964 ist er Mitglied und Mitspieler in der Elmshorner Speeldeel. 1990 übernahm er die Bühnenleitung und den Vorsitz des Vereins. Durch dieses Amt ist er auch Mitglied im Niederdeutschen Bühnenbund Schleswig-Holsteins und einer der tragenden Säulen des Verbandes. Er war Initiator und Regisseur des "Plattdeutschen Theaters für Schulkinder 2007" und spielte in dem Theaterstück "Uns Modersprook", das in vielen Schulen des Kreises aufgeführt wird auch selbst mit
Weiterhin gründete er 1963 die Landjugendgruppe Hohenhorst, war vier Jahre Vorstandsmitglied und wurde 1967 zum Vorsitzenden gewählt. Seit 1971 ist er Ehrenvorsitzender. 1974 war Gerhard Richert Mitbegründer der Vereinsgemeinschaft Haseldorfer Marsch, deren Vorsitz er von 1990 bis 2000 übernahm. Hier organisierte er Kindernachmittage sowie Seniorenausfahrten und entwickelte einen Dorfabend. Außerdem engagierte er sich fast 40 Jahre lang in der Kommunalpolitik.
Im Februar 2011 konnte die Barmstedter Künstlerin Karin Weißenbacher ein persönliches Jubiläum feiern: 15-jähriges Schaffen in der Galerie Atelier III auf der Schlossinsel in Barmstedt. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der die Ausstellung und Werkschau Weißenbachers in Anwesenheit der 1. und 2. Stellvertretenden Bürgermeister Michael Schönfelder und Ortwin Schmidt eröffnete, würdigte das langjährige Engagement als etwas ganz Besonderes, weil die Arbeit Weißenbachers auch auf die Kulturarbeit des Kreises Einfluss gehabt habe. In vielen Ausstellungen habe die Galerie Atelier III in diesem Zeitraum den Besuchern die Werke zahlreicher Künstler aus dem In- und Ausland nahe gebracht, der Skulpturenpark sei alljährlich wieder ein großer Anziehungspunkt und mit „Bejing View“ habe sich Weißenbacher mit großem Erfolg an einem „Leuchtturmprojekt“ des Kreises Pinneberg beteiligt.
In seiner launigen Eröffnungsrede machte der Kreispräsident deutlich, dass es immer wieder Kulturschaffenden wie Weißenbacher zu verdanken sei, dass sie mit ihrer Arbeit die Grenzen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsschichten oft weit früher öffneten als es die Kultur-Politik zu tun in der Lage sei. Gerade auch deshalb könnte er als Politiker auf den Künstler manchmal neidisch werden, so Tiemann. Auch er wolle ja die Realität gestalten, weil das die Aufgabe des Politikers sei. Die Gestaltungsfreiheit der Politik sei allerdings viel beschränkter als die der Kunst. Mit sehr persönlichen Worten würdigte die Journalistin Helga Pergande anschließend Weißenbachers Werk.
Unter dem Motto " Ehrenamt bewegt " finden im Jahr 2011 die Veranstaltungen des landesweiten Ehrenamt-Forums bereits zum dritten Mal statt. Das EhrenamtNetzwerk Schleswig-Holstein setzt damit seine erfolgreiche Veranstaltungsreihe fort, mit der Schleswig-Holstein bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt.
Das Ziel ist klar: Die ehrenamtlich Engagierten sollen Gelegenheit bekommen, voneinander zu lernen und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Unser Gemeinwesen lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit ihm identifizieren - und dies im freiwilligem Engagement für andere und für die Gemeinschaft ausdrücken. Erst dieser Einsatz gestaltet und festigt unsere Bürgergesellschaft. Das Ehrenamt-Forum Schleswig-Holstein 2011 bietet den ehrenamtlich Engagierten ein öffentliches Forum zu Austausch und Begegnung. Aktive in Vereinen, Verbänden, Stiftungen und Initiativen erhalten dadurch die Möglichkeit, voneinander zu lernen und neue Kooperationen zu schmieden. Zugleich ist das Forum ein Beitrag zu einer Kultur der öffentlichen Anerkennung, die wir brauchen. Sehr gerne habe ich daher die Schirmherrschaft für das EhrenamtForum 2011 übernommen. Dem EhrenamtNetzwerk wünsche ich viel Erfolg und lade alle Bürgerinnen und Bürger zu den Veranstaltungen im Rahmen des EhrenamtForums herzlich ein!
Unter dieses Leitmotiv hat Dr. Heiner Garg, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein in seinem Grußwort die landesweit stattfindenden Ehrenamts-Foren gestellt.
„Ehrenamt... Entschädigung oder Würdigung allein? - Eine kritische Bestandsaufnahme“ lautete das Thema des Ehrenamts-Forums des Kreises Pinneberg.
Auch in diesem Jahr hatte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Schirmherrschaft übernommen. Er machte in seinen einführenden Worten deutlich, dass es in vielen Bereichen ehrenamtlicher Tätigkeit ohne Entschädigung nicht gehe, weil der Aufwand dort überproportional hoch sei. Man müsse sich aber gut überlegen, wie man Ehrenamt Anerkennung zukommen lasse. Sie refinanziere sich weit besser als jede Entschädigung.
An der PODIUMS-Diskussion im Pinneberger Kreistagssaal nahmen am 25. Februar 2011 unter der Moderation von Michael Kluth, Redaktionsleiter Pinneberger Tageblatt, Kreisfeuerwehrführer Bernd Affeldt, Michael Behrens, Geschäftsführer Lebenshilfe-Werkstatt Eichenkamp in Pinneberg, Rudolf Rump, Organisator der Selbsthilfegruppen Elmshorn und Ingo Waschkau, Geschäftsführer Kreisjugendring Pinneberg teil.
Der Kreispräsident dankte dem Verlag Beig und der Sparkasse Südholstein als regionale Förderer sowie der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Pinneberg und hier insbesondere Rainer Ronke, Dr. Wolfgang Heckmann und Gerhard Kähler für ihr Engagement. Die Organisatoren kündigten an, dass 2012 im Kreis Pinneberg wieder eine Ehrenamtsmesse geplant sei.
Zum 52. Mal fand 2011 der bundesweite Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten statt. Ca. 700.000 Kinder aus ca. 7.500 Schulen im ganzen Bundesgebiet beteiligen sich jedes Jahr daran. Mit diesem Wettbewerb soll Kindern Spaß am Lesen vermittelt werden und das Interesse an der Literatur geweckt und gefördert werden.
Auch im Kreistagssaal in Pinneberg gab es am 22. Februar wieder einen Regionalentscheid unter der Schirmherrschaft von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann. Er bedankte sich bei der Jury und bei allen, die zum Gelingen des Wettbewerbs beigetragen hätten, insbesondere bei Sabine Körner vom Spielewurm Pinneberg, die auch in diesem Jahr wieder die Organisation übernommen hatte. Urkunden und Preise wurden vom Kreispräsidenten an die Schülerinnen und Schüler vergeben, die am besten vorgelesen haben, das größte Textverständnis zeigten und über die beste Lesetechnik und Textgestaltung verfügten.
Sieger und damit berechtigt, am Landesentscheid in Kiel teilzunehmen, wurden, wurden Luisa Pietruska, Knut Wolny und Leonard Schulz.
Sie erhielten bei der anschließenden Siegerehrung zusätzlich ein Buch und einen Büchergutschein. Im Prinzip seien alle Teilnehmer Sieger, so der Kreispräsident in seiner kurzen Ansprache. Denn Lesen mache nicht nur Spaß, es bilde auch und verschaffe denen, die gerne lesen, einen großen Vorsprung für das spätere Leben.
Die Preisträger des 48. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ stellten sich am 12. März 2011 in der Drostei in Pinneberg einem breiten Publikum in zwei „Preisträgerkonzerten“. Zunächst traten die sechs- bis dreizehnjährigen auf. Danach begann das Konzert der Jugendlichen von 14 bis 20 Jahren.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann war nach eigenem Bekunden „wieder einmal beeindruckt von dem hohen Niveau“. Er lobte „Jugend musiziert“ als erfolgreichste Unternehmung der musikalischen Jugendbildung in Deutschland, von der jedes Jahr sehr viele junge Menschen angesprochen würden, die ihre Begabung und Ihr Können einzeln und im Zusammenspiel zeigten, die nicht nur ein Beispiel gäben, sondern auch Motivatoren seien für das gemeinsame Musizieren in der Schule, in der Gemeinde, in der Familie oder im Freundeskreis. Dabei würden immer wieder hervorragende Leistungen gezeigt, und neue Erwartungen und Maßstäbe für das Musizieren der Jugend bildeten sich heraus.
Seit mehr als 25 Jahren gewährt der Kreis Pinneberg für den Regionalwettbewerb organisatorische Unterstützung. Vor 4 Jahren wurde der Zuschuss dafür trotz der äußerst angespannten finanziellen Lage verdoppelt und die Musikschulen im Kreis erhalten mit 30.000 Euro fast sechsmal soviel wie noch vor 2007.
Im Rahmen des Preisträgerkonzertes verlieh Tiemann wie jedes Jahr den „Preis des Kreispräsidenten“ an ein herausragendes Talent. Der Regionalausschuss hat aus der Zahl der Teilnehmer des diesjährigen Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert 2011“ Annika Westlund vorgeschlagen, eine Schülerin des Brahms-Gymnasium in Pinneberg, die 1996 geboren wurde - damit 14 Jahre jung ist - und in der Kategorie „Solowertung Gesang“ mit hervorragendem Erfolg teilgenommen und die Höchstpunktzahl von 25 Punkten erreicht hat.
Schon im letzten Jahr konnte sie sich zusammen mit ihrer Schwester in der Duowertung Gesang sowohl auf Regional- als auch auf Landesebene durchsetzen, so dass sie und ihre Schwester schließlich auf der Bundesebene mit einem Dritten Preis ausgezeichnet werden konnten. Neben der Schule besucht sie die „musical academy“ der Hamburger Musikschule, wo sie auch in Tanz und Schauspiel ausgebildet wird. Trotz ihres jugendlichen Alters verfügt sie über reichlich Bühnenerfahrung, wobei sie sich sowohl für Musical als auch für den klassischen Gesang interessiert.
Und auch mit ihrem Violoncello ist sie bisweilen zu hören, so hat sie auch mit diesem Instrument bei „Jugend Musiziert“ teilgenommen. Herzlichen Glückwunsch: Annika Westlund !
Zum 5. Male hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann nun bereits anlässlich des Welttheatertages Theaterschaffende aus dem Kreis Pinneberg geehrt. Zum Empfang in der Dittchenbühne in Elmshorn am 24.03.2011 hatte der Generalintendant des Theaters Kiel, Daniel Karasek zugesagt, die Festrede zu halten. Durch unglückliche Umstände war Karasek jedoch verhindert. Glücklicherweise sprang die Kulturbeauftragte der Landesregierung, Caroline Schwarz ein, die in ihrem Grußwort den Organisatoren ein großes Kompliment aussprach. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Kreispräsident einen solchen Empfang ausrichte, und es sei nicht selbstverständlich, dass alljährlich eine so große Zahl von Theaterschaffenden sich versammele, um an diesem Empfang teilzunehmen.
Sie überbrachte die Grüße der Landesregierung und bedankte sich bei allen, die es immer wieder ermöglichten, dass Theatervereine lebendig blieben, bei denen, die in den Vereinsvorständen tätig seien, bei den vielen Schauspielern und bei allen, die den Theatern immer wieder mit Rat und Tat zur Seite stünden, unabhängig davon, ob sie vor, auf oder hinter der Bühne aktiv seien.
Die Vielfalt der Darstellungsmöglichkeiten und Ausdrucksformen sei ein ganz besonderes Kennzeichen der vielen Amateur-Theater in unserem Kreis, und nicht wenige entfalteten kulturellen Glanz weit über die eigene Gemeinde oder die Region hinaus, lobte Kreispräsident Tiemann. Das Amateur-Theater sei und bleibe eine kulturelle Bereicherung und leiste einen Beitrag zur Lebensqualität im Kreis Pinneberg.
Er bedankte sich bei Reimar Neufeldt von der Dittchenbühne, Mike Eschenbach von der Theatergruppe „Würfelzucker“ sowie bei Gerd Richert von der Elmshorner Speeldeel, die von Caroline Schwarz zum 50-jährigen Bestehen geehrt wurde und für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt hatten.
Geehrt wurden folgende Theaterschaffende:
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann freute sich, nach längerer Zeit wieder einmal eine Gruppe von Besuchern aus dem Partnerkreis Selenogradsk am 06. April 2011 im Kreistagssaal in Pinneberg begrüßen zu können, die auf Einladung des Vereins „Selenogradsk e.V.“ einige Tage im Kreis Pinneberg verbrachte.
Er erklärte den russischen Besuchern die Bedeutung des Kreistages als Organ des Kreises, das die politischen Vorgaben bestimme, die Ziele und Grundsätze für die Verwaltung festlege und alle für den Kreis wichtigen Entscheidungen treffe und auch ihre Durchführung überwache.
Tiemann kündigte an, im August mit dem neuen Landrat Oliver Stolz Selenogradsk besuchen zu wollen. Er sei sehr gespannt, was es über die Entwicklungen in der Stadt und im ganzen Rayon zu berichten und zu entdecken gebe.
Der Verein Selenogradsk e.V. hatte ein abwechslungsreiches Besuchs-Programm für die Tage in Deutschland ausgearbeitet, das von den Gästen aus Russland dankbar und mit großer Begeisterung wahrgenommen wurde.
Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz
In Deutschland gibt es 84 deutsch-russische Städtepartnerschaften und 9 Kreispartnerschaften. Der Kreis Pinneberg ist der einzige Kreis in Schleswig-Holstein, der eine lebendige Partnerschaft mit einem russischen Kreis - in unserem Fall dem Rayon Selenogradsk (ehemals Cranz) - pflegt. Der Grundstein für die erste deutsch-russische Städtepartnerschaft wurde 1957 gelegt. Die Partnerschaft Hamburg - Leningrad (heute St. Petersburg) wurde noch ohne schriftliche Vereinbarung geschlossen. Die Partnerschaft Kreis Pinneberg - Rayon Selenogradsk wurde 1991 begründet und besteht damit seit 20 Jahren.
An der XI. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz in Rothenburg ob der Tauber im April 2011 nahmen fast alle Städte und Kreise mit russischen Partnern teil. Aus dem Kreis Pinneberg war die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk e.V., Gabriele Kascha und ihr Mann Gerhard angereist. Selenogradsk war vertreten durch die dortige Vereinsvorsitzende Elena Alexandrova, und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann vertrat den Kreis Pinneberg.
Zum Auftakt der Konferenz hatte Bundespräsident Christian Wulf die Teilnehmer ins Schloss Bellevue nach Berlin eingeladen. Kreispräsident Tiemann zeigte sich beeindruckt vom Amtssitz des ersten Deutschen Repräsentanten. Am Rande des Empfangs hatte er Gelegenheit zu kurzen Gesprächen mit dem Bundespräsidenten sowie dem ersten demokratisch gewählten und zugleich letzten Ministerpräsidenten der DDR, Lothar de Maiziere sowie zahlreichen für deutsch-russische Partnerschaften Verantwortliche in ihren Kommunen.
Anlässlich des jüngsten Kreispräsidenten-Treffen im Kreishaus Dithmarschen in Heide im Mai 2011 standen das Bildungs- und Teilhabepaket für bedürftige Kinder sowie die Beteiligung der Eltern an den Kosten der Schülerbeförderung im Mittelpunkt der Beratungen, an denen 10 von 11 Kreispräsidenten teilnahmen, unter ihnen Pinnebergs Kreispräsident Burkhard E. Tiemann.
Während zunehmend Fragen im Zusammenhang mit der durch das Haushaltsbegleitgesetz erfolgten Änderung des Schulgesetzes aufgetreten sind, durch die die Kreise verpflichtet wurden, eine Satzung zu erlassen, die eine Eigenbeteiligung an den Schülerbeförderungskosten zwingend vorsieht, begrüßten die Kreispräsidenten, dass das Bildungs- und Teilhabepaket den Landkreisen und kreisfreien Städten als Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises bei vollständigem Kostenausgleich durch den Bund übertragen worden ist. Da das Gesetz rückwirkend zum 01.01.2011 in Kraft getreten ist, stand kaum Vorbereitungszeit zur Verfügung, Die kommunalen Träger werden aber alles daran setzen, schnellstmöglich den Kindern passgenaue und unkomplizierte Teilhabe an den Angeboten vor Ort zu ermöglichen.
Nach den Beratungen nahmen die Kreispräsidenten eine Besichtigung des Aldra Marktplatzes und der Aldra Solar GmbH in Meldorf vor. Hier informierten sie sich über die Produktion modernster energiesparender Fenster und die zahlreichen Varianten, Energiesparmaßnahmen zu ergreifen oder in den Bereichen Solarthermie, Photovoltaik und Umweltwärme Investitionen in die Erneuerbaren Energietechniken zu tätigen.
Eine wachsende Weltbevölkerung und zunehmender Wohlstand führten zu stark steigendem Verbrauch natürlicher Ressourcen, vor allem bei endlicher Primärenergie. Der vernünftige Umgang mit Energieressourcen und neue Formen der Energiegewinnung seien zentrale Aufgaben dieser und nachfolgender Generationen, erläuterte Peter Albers, Inhaber und Gesellschafter von Aldra.
Eine Gruppe von Oldtimer-Enthusiasten um den Pinneberger Klaus-Jürgen Bahrke hat mit viel Elan die Oldtimer-Rallye rund um die Drostei veranstaltet, die ausschließlich von Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern getragen und von der Stadt Pinneberg unterstützt wurde. Sowohl Bürgermeisterin Kristin Alheit als auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hoben das außerordentliche bürgerschaftliche Engagement hervor, das Bahrke seit Jahren mit der Organisation dieses Stadt und Kreis prägenden Events immer wieder an den Tag lege.
Am Samstag, den 21. Mai 2011 fand eine Ausfahrt von Fahrzeugen bis Baujahr 1945 sowie für Fahrzeuge aller Baujahre mit ILO-Motoren über Tornesch, Bullenkuhlen, Barmstedt, Kaltenkirchen zur Landesgartenschau in Norderstedt und zurück nach Pinneberg statt. Der Start erfolgte durch Pinnebergs Bürgermeisterin Alheit vor der Drostei. Das "Rollende Museum" PINNEBERG MOBIL mit etwa 150 Oldtimern führte am Sonntag, den 22. Mai zum 12. Mal durch das Kreisgebiet und wurde von Klaus-Jürgen Bahrke, dem mehrfachen Sandbahn-Weltmeister Egon Müller und Kreispräsident Tiemann gestartet, der mit einem VW T2 Westfalia auch selber teilnahm und einen ehrenvollen 7. Platz belegte.
Neben der Ausfahrt fand auf der Drosteiwiese ein allgemeines Oldtimer-Treffen, ein Teilemarkt, das norddeutsche Ford- und Audi/Auto Union-Treffen, ein BMW-, Trabant-, Wartburg-Treffen sowie das norddeutsche Treffen der Citroen 2 CV (Ente) aller Baujahre statt. Das Stadtmuseum im Alten Amtsgericht öffnete das ILO-Museum. Vor dem Museum wurden Geräte mit ILO-Motoren ausgestellt. Auch das "Restaurant zur Landdrostei" konnte als Partner gewonnen werden. Das Rote Kreuz war mit einem Stand vertreten und wie jedes Jahr wurde die Seniorenresidenz K&S Gut Thesdorf in die Veranstaltung mit einbezogen, gemäß der PINNEBERG-MOBIL-Devise: "Alte Autos und alte Menschen gehören zusammen".
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hat seine Amtskollegen Lutz Clefsen aus Rendsburg-Eckernförde und Hans-Friedrich Tiemann aus dem Kreis Steinburg am 27. Mai 2011 zu einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch über die kulturellen Aktivitäten der drei Kreise und die Möglichkeiten der Kooperation empfangen. Zum Auftakt der Gespräche besuchten die Repräsentanten der drei Kreise das Mehrgenerationenhaus in Elmshorn. Reimar Neufeldt, Vorsitzender des Trägervereins Forum Baltikum führte die Gäste durch die am Vortag eröffneten Räume der Kindertagesstätte „Storchennest“ sowie die Dittchenbühne und erläuterte in einem Lichtbildervortrag die lange und wechselvolle Geschichte des Vereins.
Anschließend besichtigten die Gäste das Betriebsgelände von W. Kordes’ Söhne, einer der weltweit bedeutendsten Rosenzüchter für Garten- und Schnittrosen. Der Vertrieb der eigenen Sorten erfolge über die ganze Welt, die Züchtung und der größte Teil der Pflanzenproduktion für Gartenrosen würden am Hauptsitz von Kordes in Sparrieshoop vorgenommen, erläuterte Rosenzüchter Thomas Proll. Insgesamt produziere Kordes ca. 3,5 Millionen Rosen pro Jahr.
Zum Abschluss der Tagestour statteten die Kreispräsidenten der Schlossinsel in Barmstedt einen Besuch ab. Museumsführer Jochen Proll erläuterte die Geschichte der Insel, die sich einst im Besitz der Schauenburger und später der Rantzauer Grafen befand und vom 18. Jahrhundert an Sitz der dänischen Verwalter wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss Rantzau abgetragen und durch ein bescheidenes Herrenhaus ersetzt. Das ehemalige Amtsgericht, in dem sich heute das Museum befindet, das Schlossgefängnis und die Wassermühle sind beredte Zeugen der wechselvollen Geschichte.
Im ehemaligen Gerichtsschreiberhaus, das heute die Galerie Atelier III beherbergt, empfing Karin Weißenbacher die Kreisrepräsentanten. Diese zeigten sich beeindruckt von der künstlerischen Vielseitigkeit der Malerin und Bildhauerin. Tiemann machte deutlich, dass der Kreis Pinneberg stolz sein könne auf die kleine, aber feine Galerie, die im vergangenen Jahr sogar mit einer Teilausstellung von „Bejing View“ gemeinsam mit dem Torhaus Elmshorn und der Drostei Pinneberg an einem Leuchtturmprojekt des Kreises Pinneberg beteiligt war.
Zu seinem 50. Geburtstag geben die Drostei in Pinneberg und das Museum Langes Tannen in Uetersen mit einer gemeinsamen Ausstellung erstmals einen Überblick über das Werk des in Tornesch lebenden Künstlers Jörgen Habedank.
1961 in Münster geboren, arbeitete Habedank nach einem Kunst- und Kunstpädagogik-Studium zunächst als Kunstlehrer und ist seit 1994 als freischaffender Künstler tätig. Seit 1999 widmet er sich der Glasmalerei und architekturbezogenen Glasgestaltungen. Leuchtende und kräftige Farben sind charakteristisch sowohl für Habedanks freie Arbeiten als auch für seine Glasmalerei.
Die Kuratorin Rita Strate begrüßte das zahlreich erschienene Publikum in der Pinneberger Drostei. Wilhelm Peters, Geschäftsführer der Glasmalerei Peters GmbH führte in die Ausstellung ein, und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann wurde die Ehre zuteil, die Ausstellung zu eröffnen.
Mit seinen Arbeiten sei Habedank im öffentlichen Raum bundesweit, besonders aber in Schleswig-Holstein und auch im Kreis Pinneberg präsent. So könne man beispielsweise in Holm, am Johannes-Rist-Gymnasium Wedel, in Pinneberg in der Regio-Klinik, dem Schwimmbad oder in der Helene-Donner-Stiftung Werke Habedanks bewundern. Seine Glaskunst sei flächig angelegt, mit wenigen schwungvollen Linien setze Habedank Akzente. Dabei konzentriere er sich ganz auf die Farbe, auf die Transparenz des Materials und das Wechselspiel von Licht und Natur, so Tiemann in seiner Eröffnungsrede. Das Duo „glass & strings“ rundete mit seinen außergewöhnlichen Kompositionen die Veranstaltung ab.
Kreiskulturtag
Unmittelbar im Anschluss an die Vernissage in der Drostei sprach der Kreispräsident beim Kreiskulturtag in Seeth-Ekholt. Dieser war ein Novum: Wurden früher Künstler eines Ortes oder einer Region vorgestellt, so ging es dieses Mal ausschließlich um zwei verstorbene Künstler: Den Kreiskulturpreisträger Professor Walter Arno und seine langjährige Lebensgefährtin Gerda Stelzer und deren Werke. Die zahlreichen Besucher hatten Gelegenheit, im Brunnenweg 10 in Seeth-Ekholt Skulpturen und Schmuckstücke der beiden verstorbenen Künstler sowie ihr Wohnhaus zu besichtigen.
Der Kreiskulturtag 2011 unter dem Motto "In memoriam Gerda Stelzer und Walter Arno" wurde ein voller Erfolg. So wurde das Wohn- und Atelierhaus von Arno und Stelzer zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert, zahlreiche Gemälde sowie kunstvoll hergerichtete Maschinen des Bildhauers, Grafikers und Malers Arno waren zu bewundern. Aber auch von Stelzers Reliefs und Schmuckgegenstände waren die zahlreichen Besucher beeindruckt.
Außerdem konnte man sich einen Einblick in die Arbeitsprozesse der Künstler verschaffen. Wohin man sah, überall fand man überraschende und beeindruckende Arrangements: Pinsel, Farben und Bücher lagen überall herum, ganz wie zu Lebzeiten des Paares. Riesige Skulpturen aus Chromnickelstahl und die werftähnliche Außenansicht der Werkstatt prägten das Außenambiente der Kulturstätte.
Kreispräsident Tiemann dankte der Kreiskulturverbands-Vorsitzenden und Organisatorin Waltraut Buchholz sowie der Tochter Walter Arnos, Anna-Marfa Mathes, die gemeinsam mit ihrem Mann Friedhelm aus dem Gelände in Seeth-Ekholt eine Begegnungsstätte für Kunst- und Kulturinteressierte gestalten möchte.
Zu einer gemeinsamen Sitzung des Vorstands, der Kreispräsidenten sowie der Landräte aus Schleswig-Holstein hatte der Landkreistag Mitte Juni 2011 nach Helgoland eingeladen.
Über die Zukunft der Kommunalfinanzen im Angesicht der Schuldenbremse des Landes und das „Bündnis für Teilhabe - eine Initiative des Sozialministers“, zu der Referatsleiterin Familienpolitik, Jugendschutz und Stiftung „Familie in Not“ Sabine Toffolo Stellung nahm, wurde eingehend diskutiert. Zuvor hatten die Repräsentanten der Kreise Gelegenheit, aus erster Hand Informationen über die kommunalpolitischen Vorstellungen von Bündnis 90 / Die Grünen zu erhalten. Der Landkreistag hatte deren Fraktionsvorsitzenden Dr. Robert Habeck eingeladen, der sich der anschließenden Diskussion stellte und zu den meisten Fragen sachkundig und erschöpfend Auskunft erteilte.
Am Vorabend hatte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen.
Auch in diesem Jahr hat Dr. Udo Pfahl von der Beruflichen Schule Elmshorn zur Besten-Ehrung besondere Leistungen im Schuljahr 2011/2011 in der Nahrungsgewerblichen Abteilung eingeladen. Sowohl Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann aus dem Kreis Steinburg als auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann aus dem Kreis Pinneberg ließen es sich nicht nehmen, die herausragenden Leistungen der Auszubildenden aus den jeweiligen Kreisen zu würdigen.
Aus dem Kreis Pinneberg ragten anlässlich von Berufswettkämpfen und internen schulischen Projekten besonders Annika Puttfarcken von der Stadtbäckerei Pinneberg als beste Bäckerin in Schleswig-Holstein sowie Jan Pluntke von McDonald Quickborn heraus. Dieser dominierte seine Mitbewerber in ganz Schleswig-Holstein in mehreren Kategorien der Systemgastronomie. Dr. Pfahl und Kreispräsident Tiemann drücken ihm die Daumen für die Deutschen Meisterschaften im Herbst, bei denen Pluntke sich gute Chancen ausrechnen kann.
Der Bundesverband der Systemgastronomie hat erstmalig den Deutschen Ehrenpreis vergeben. Als beste Lehrer waren Claudia Letzner und Conrad Krödel in Berlin ausgezeichnet worden. Auch dazu gratulierten die Kreispräsidenten sehr herzlich.
Die besten Auszubildenden aus dem Kreis Pinneberg:
Marvib Szikorra, Restaurantfachmann, Cap Polonio, Pinneberg; Florian Dannenberg, Fachmann für Systemgastronomie, Oliver Bayer SG, Wedel; Sandra Scheibengraber, Hotelfachfrau, Hotel Klövensteen, Schenefeld; Katharina Möckelmann, Hotelfachfrau, Hotel zum Fuchsbau, Rellingen; Malte Schulz, Bäcker, Bäckerei Millahn, Elmshorn; Carmelina Jenemann, Bäckereifachverkäuferin, Bäckerei Millan, Elmshorn; Stefanie Herold, Bäckereifachverkäuferin, Bäckerei Rohwer, Elmshorn; Pierre-Marcel Wegener, Fleischer, Edeka Bert Meyer, Pinneberg; Annika Puttfarcken, Bäckerin, Stadtbäckerei Pinneberg und Jan Pluntke, Fachmann für Systemgastronomie, McDonald, Quickborn.
Johann Behnke, langjähriger Vorsitzender des Vereins Tävsmoor e.V. hat Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und die Fraktionen des Kreistages zur Besichtigung des Tävsmoores am 05.07.2011 eingeladen. Nur der Kreispräsident und der Vorsitzende des Umweltausschusses, Helmuth Kruse sowie Renate Kruse folgten der Einladung. Auch der Heistmer Bürgermeister Neumann ließ es sich nicht nehmen, an der interessanten Exkursion teilzunehmen. Der Verein Tävsmoor hatte ein halbes Dutzend von Experten aufgeboten, die ihre Gäste nicht nur über die Historie des Moores, sondern auch über seine Beschaffenheit, Flora und Fauna aufklärten. Eine Vielzahl von Schmetterlingen lernten sie kennen, Libellen, seltene Insekten und Vögel. Zu Bäumen, Sträuchern und Pflanzen erhielten sie beeindruckende Informationen.
Das Naturschutzgebiet Tävsmoor entstand in der letzten Nacheiszeit vor etwa 12.000 Jahren aus einem verlandeten Gewässer und hat eine Fläche von ca. 150 ha. Es liegt im Naturraum der Pinneberger Geest und besteht aus zwei Teilen. Der nördliche Teil mit dem großen See, das Tävsmoor, liegt in der Gemeinde Appen und entwässert über die Appener Beek in die Pinnau. Der südliche Teil, das Haselauer Moor, gehört zur Gemeinde Heist und wird zum Happelbach entwässert.
Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum für eine Vielfalt an Pflanzen und Tierarten. Über 300 Gefäßpflanzen, von denen mindestens 40 Arten auf der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen in Schleswig-Holstein stehen, kommen hier vor. Über 130 Wirbeltierarten, mehr als 70 Schmetterlingsarten, mehr als 20 Libellenarten und fast 100 Vogelarten wurden hier gezählt.
Der ca. zweieinhalb-stündige Rundgang endete im Tower-Restaurant am Rande des Tävsmoores, wo Bürgermeister Neumann zu Kaffee und Kuchen einlud. Kreispräsident und Umweltausschussvorsitzender waren sich einig, dass der Besuch mehr Präsenz der Politik verdient hätte. Die Arbeit der Vereinsmitglieder und ihr Einsatz für Umwelt und Natur, aber auch für wissenschaftliche Erkenntnisse sei nicht hoch genug einzuschätzen, so Tiemann. Es sei das Verdienst Behnkes und seiner Mitstreiter, dass dieses Stück fast unberührter Natur für den Kreis Pinneberg erhalten bleibt.
Die Kunst der Zeichnung - Teil II
Zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren werden in der Drostei Werke Horst Janssens gezeigt, des wohl bekanntesten deutschen Zeichners des 20. Jahrhunderts. Zusammengestellt wurde die Werkschau von Stefan Blessin, dem Sammler, Freund und Biografen Janssens, der bereits vor zwei Jahren "Die Kunst der Zeichnung - Horst Janssen zum 80. Geburtstag" in der Drostei präsentierte.
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Die Besucher der Vernissage in der überfüllten Drostei hängen an den
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Bevor Professor Stefan Blessin, aus dessen privater Sammlung die in der Drostei präsentierten Arbeiten stammen, in die Ausstellung einführte, begrüßte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann als amtierender Vorsitzender der Stiftung Landdrostei die zahlreichen Besucher. In seinem Grußwort dankte er Stefan Blessin für die präsentierten Arbeiten, die durchweg aus seiner Sammlung stammen, einer der größten, mit Sicherheit aber auch einer der schönsten und interessantesten aller privaten Sammlungen von Kunstwerken Horst Janssens, die Blessin regelmäßig ausschnittsweise in Museen und Kunstvereinen zeige.
Janssens Werk sei aber nicht nur in Deutschland ausgestellt worden, sondern in aller Welt - in Wanderausstellungen durch Japan, die USA, in Basel, London, Zürich, Oslo, Göteborg, New York, Cambridge, Barcelona, Lugano, Chicago, Nowosibirsk, im Amsterdamer Rembrandthaus und nun - so Tiemann stolz - auch in der Pinneberger Drostei.
Er hob hervor, dass Blessin über die Drostei im Vorfeld der Ausstellung geschwärmt habe, das Licht und das Raumgefühl dieses Saales sei immer wieder beeindruckend. Die von Stefan Dupke kuratierte Sammlung hänge ideal und mustergültig. Nur so müssten die Werke hängen und Hamburg habe nicht so ein grandioses Haus. Eine solche Ausstellung könne man „nur hier machen, und in Zukunft würde er sie immer so hängen lassen wie in der Drostei. Notfalls würden die Häuser eben umgebaut“.
Im Laufe seiner fast 20jährigen Freundschaft, die Blessin mit dem Künstler verband, sei dieser zu einem besessenen Verehrer geworden, der durch seine Vertrautheit und seine enge Verbundenheit mit Janssen dessen Werke den Besuchern der Vernissage weit besser nahe bringe als jeder Kunsthistoriker es tun könnte. Blessin, über viele Jahre Gesprächspartner und Freund, sei nicht nur Janssens Biograph, sondern in gewisser Weise auch Teil vieler seiner Kunstwerke gewesen.
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Schon am ersten Tag fanden mehr als 300 Kunstliebhaber in das Barockgebäude in Pinneberg. Die Ausstellung „Die Kunst der Zeichnung - Teil II“ vermittelt mit rund 100 Zeichnungen, Grafiken und Aquarellen einen Eindruck des umfangreichen Oeuvres des Ausnahmekünstlers Horst Janssen. Sie widmet sich vor allem den so genannten Meisterjahren der späten 70er bis zu seinem Tod 1995.
Zusammenhängende Werkgruppen aus verschiedenen Themenbereichen wie „Landschaften“, „Stilleben“, „Figürliches“, „Erotika“ und dem Zyklus “Wiesen und Äcker“ zeigen die Vielseitigkeit und Genialität des Künstlers.
Vor 20 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen dem Kreis Pinneberg und dem Rayon Selenogradsk begründet. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der für die Partnerschaften des Kreises verantwortlich ist, hat gemeinsam mit Landrat Oliver Stolz und der zuständigen Mitarbeiterin im Kreistagsbüro, Kerstin Seidler, den Partnerkreis besucht. Vier Tage hielt sich die Delegation aus dem Kreis Pinneberg in Cranz auf. Während Tiemann zum sechsten Mal den Rayon besuchte, war es für Seidler und Stolz der erste Besuch in Cranz. Das ehemalige ostpreußische Ostseebad ist heute Sitz der Administration des Rayon Selenogradsk.
Wie immer wurde die Delegation von Landrat Valerij Gubarov und Rayon-Präsident Sergej Kulakov begrüßt. Die Gastfreundschaft war wieder überaus herzlich. Neben einem umfangreichen Besuchsprogramm stand auch die inhaltliche Überarbeitung des Partnerschaftsprotokolls an, das im kommenden Jahr in Selenogradsk fortgeschrieben werden soll. Vereinbart wurde auch ein Gegenbesuch im kommenden Frühjahr in Pinneberg.
Besonders beeindruckt war der Kreispräsident von der rasanten Entwicklung, die Cranz seit seinem ersten Besuch 2003 genommen hat. Während es damals kaum ein Wohnhaus gegeben habe, bei dem nicht mindestens ein Fenster zugenagelt oder mit Säcken oder Plastikplanen verhängt gewesen sei, könne man heute kaum noch eine zerbrochene Fensterscheibe entdecken. Vor acht Jahren habe es auch kaum Läden gegeben. Heute sei die Hauptstraße eine vorzeigbare Einkaufsmeile mit zahlreichen Geschäften mit ansprechenden Auslagen und Reklameschildern.
Landrat Stolz war insbesondere von der neuen Schule angetan, die am 1. September eröffnet wird und zum neuen Schuljahr 2011/2012 mehr als Tausend Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 11 zur Verfügung stehen wird. Verkehrsübungsplatz und zahlreiche Spielgeräte auf dem Schulhof, Laptops ab Klasse 4 und höhenverstellbare Tische ab Klasse 1, zwei Sporthallen und ein Schwimmbad machen den hohen Standard deutlich, auf dem den russischen Kindern Bildung vermittelt werden soll.
Einem Stadtrundgang unter der Führung von Klaus A. Lunau, Ortsvertreter von Cranz und stellvertretender Vorsitzender der Kreisgemeinschaft Fischhausen sowie Anastasia Fjodorowa, Kontaktperson für die Partnerschaftlichen Beziehungen zum Kreis Pinneberg, folgte der Besuch der Kurischen Nehrung, die das Kurische Haff von der Ostsee trennt. Sie besteht aus einem 98 km langen Landstreifen zwischen Klaipėda (deutsch: Memel) und Lesnoi (deutsch: Sarkau), von dem 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland gehören.
Hier besuchte die Delegation die Vogelwarte Rybatschi (ehemals Rossitten), in der der Vogelzug und die Zugrouten unzähliger Vogelarten erforscht werden. Im Wald der tanzenden Bäume bestaunten die Pinneberger die vielfach gekrümmten, in Ringe verdrehten „tanzenden“ Kiefern.
In Wiskiauten kam es zu einem neuen Zusammentreffen mit Dr. Timo Ibsen vom Archäologischen Landesmuseum Schleswig von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen. Gemeinsam mit der Baltischen Expedition des Instituts für Archäologie der Russischen Akademie der Wissenschaften Moskau wird seit 2005 in einem gemeinsamen russisch-deutschen Forschungsprojekt versucht, die hier vermutete Wikingersiedlung zu finden. Wiskiauten ist ein berühmtes wikingerzeitliches Gräberfeld mit über 500 Grabhügeln im gleichnamigen Dorf nahe Cranz.
Im Krankenhaus Selenogradsk führte die Delegation Gespräche mit Dr. Mikhail Druker, dem stellvertretendem ärztlicher Leiter des Krankenhauses und weiteren der vierzig Ärzte, die 112 Patienten im Bereich der Chirurgie, Gynäkologie, Kindermedizin und Hauttherapie versorgen. Landrat Stolz bot an, bei den Regio-Kliniken eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Erfahrungsaustausch deutscher und russischer Ärzte anzuregen.
Gesprächen bei der Feuerwehr Selenogradsk mit Eduard Kolkin vom Katastrophenschutz und bei der dem THW und der DLRG ähnlichen Rettungsstation mit Sergej Galitzky über den Ablauf von Rettungseinsätzen folgte der Besuch der Behindertengruppe „Rutschijok“. Vera Malzewa, Vorsitzende des Trägervereins, ist selbst Mutter eines geistig behinderten Sohnes und hat im Kreis Pinneberg die praktische Arbeit mit behinderten Menschen erlernt. Anwesend waren auch Lena Aleksandrova vom russischen Verein Selenogradsk-Pinneberg wie auch weitere aktive Mitglieder des Vereins, die die Behindertengruppe stark unterstützen. Die Delegation aus Pinneberg wurde mit einer Theateraufführung begrüßt. Hier ergab sich auch die Gelegenheit, mit dem Tierarzt Andrej Shestakov zum Thema Tierschutz und der gewünschten Errichtung eines Tierheimes zu sprechen.
Noch am Abreisetag gab es einen Empfang in der russischen Administration. Hier führten Tiemann und Stolz Verwaltungsgespräche mit Landrat Valerij Gubarow und seiner Stellvertreterin. Bei dieser Gelegenheit wurden Vorbereitungen zur Fortschreibung des Partnerschaftsprotokolls und des Besuchsprogramm 2012 getroffen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann gratulierte Lena Aleksandrova mit einer Urkunde zum 15-jährigen Bestehen des Vereins Selenogradsk-Pinneberg.
Als Gastgeschenk für Landrat Valerij Gubarov, Rayon-Präsident Sergej Kulakov und die anderen russischen Repräsentanten hatte der Kreispräsident sich etwas Besonderes ausgedacht: Gemeinsam mit Dr. Udo Pfahl, Leiter der Nahrungsgewerblichen Abteilung in der Beruflichen Schule Elmshorn, hat Tiemann Original Königsberger Marzipan nach dem Rezept von Pfahls Vater Erich hergestellt. Außerdem überreichte er ein Fotobuch mit über 300 Fotos der bisherigen Partnerschaftsbesuche seit 2003 sowie eine Lithografie des Pinneberger Kreiskulturpreisträgers Professor Erhard Göttlicher.
Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen hat das ehrenamtliche Engagement aktiver Schleswig-Holsteiner gewürdigt. Als Dankeschön für ihren großen Einsatz hat die Landesregierung am 19.08.2011 zu einem Empfang in das Gartenbauzentrum Schleswig-Holstein nach Ellerhoop eingeladen. Der Regierungschef begrüßte dort über 300 Gäste aus dem Sozialbereich, der Kommunalpolitik, aus Bildung, Kultur und Sport.
In Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Landrat Oliver Stolz und Ellerhoops Bürgermeister Martin Pentz betonte der Ministerpräsident den großen Wert ehrenamtlich Tätiger für die Gesellschaft: Sie würden die Probleme eigenhändig anpacken und nicht darauf warten, dass andere sie lösen: In Kreisen und Gemeinden, in Kirchen und Verbänden, in Vereinen und Selbsthilfegruppen könne auf Ihr Engagement gesetzt werden. Er wies auch darauf hin, dass die Öffentlichkeit von dieser ehrenamtlichen Arbeit oft nichts bemerke. Wie viel Aufwand an Energie und Zeit, aber auch wie viel Idealismus für die Sache dahinter stecke, würden die Wenigsten sehen.
Eingeladen zum Ehrenamts-Empfang waren auch Mitarbeiter aus Krankenhäusern und medizinischen Forschungseinrichtungen, die sich in der Ehec-Krise stark engagiert hatten. Der Ministerpräsident dankte ihnen für ihre aufopferungsvolle Arbeit in dieser schwierigen Zeit: Weit über das normale Maß hinaus haben Sie Ihre Kraft und Ihre Zeit für andere Menschen eingesetzt und in Ihren Berufen etwas ganz besonderes geleistet. Auch aus dem Kreis Pinneberg war eine Reihe Ehrenamtler eingeladen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh sowie von der Jugend-musiziert-Bundespreisträgerin Annika Westlund (Gesang) und Maria Livaschnikova (Piano).
Fotos: © Lennart Feix
Zum 65. Jahrestag seiner Gründung hat der Schleswig-Holsteinische Landkreistag ins Plöner Schloss eingeladen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Landrat Oliver Stolz sowie die Kreistagsabgeordneten Manfred Kannenbäumer, Hans Andresen (beide CDU) und Helmuth Kruse (Bündnis 90/Die Grünen) repräsentierten den Kreis Pinneberg und erlebten am 18.08.2011 beeindruckende Festreden vom Geschäftsführenden Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages, Professor Hans-Günter Hennecke und Bundesinnenminister a.D. Rudolf Seiters.
Die Landesregierung setze bei der Zusammenarbeit der Kreise auch in Zukunft auf freiwillige Kooperationen und nicht auf gesetzlichen Zwang erläuterte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen in seinem Grußwort. Eine Kreisgebietsreform gegen den Willen der Kreise werde es mit ihm nicht geben. Auch über Kooperationen könne ein erhebliches Einsparpotenzial erreicht werden. Der Regierungschef appellierte an die Kreise, diese Kooperationen und Wege zu suchen, wo immer es sinnvoll sei. Die Konsolidierung der Haushalte und damit der Verzicht auf neue Kredite seien die wichtigsten politischen Herausforderungen. Der Landkreistag stehe den Kreisen hier beratend zur Seite. Das wisse die Landesregierung zu schätzen.
Carstensen würdigte den Landkreistag als eine Einrichtung, die die Interessen der Kreise gegenüber Landtag und Landesregierung von Beginn selbstbewusst vertreten habe. Das Land brauche den Rat des Landkreistages, um die Vorstellungen der Kreise in wichtige Gesetzesvorhaben mit einbeziehen zu können. Das betreffe aktuell das Gesetz zur Änderung kommunalverfassungs- und wahlrechtlicher Vorschriften, das noch vor der nächsten Landtagswahl auf den Weg gebracht werden solle. Dieses Gesetz sei ein gutes Beispiel für die wichtige Beteiligung unserer kommunalen Landesverbände.
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Jost de Jager war am 19.08.2011 persönlich nach Barmstedt gekommen, um Bürgermeister Nils Hammermann im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Anerkennungsurkunde als erstem Erholungsort Schleswig-Holsteins zu überreichen, der im Kreis Pinneberg liegt. Insgesamt gibt es 112 Erholungsorte in Deutschlands nördlichstem Bundesland. Durch die Verleihung des Prädikats wird die Stadt Barmstedt so zur anerkannten Topadresse. Die Zeremonie wurde u.a. von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Bürgervorsteher Christian Kahns verfolgt.
„Die Anerkennung als Erholungsort ist ein nachgewiesener Standortvorteil im touristischen Wettbewerb, der jedoch an strenge Kriterien geknüpft ist. Barmstedt mit seinem Naherholungsgebiet und einmaligen historischen Sehenswürdigkeiten setzt ganz auf die Tourismuswirtschaft und hat sich seit Jahren mit immer neuen Ideen weiter entwickelt“, sagte de Jager. Er sei zuversichtlich, dass das neue Prädikat weitere Gäste in die Gemeinde am Rantzauer See locken werde.
Für Barmstedt sei die Anerkennung als Erholungsort ein folgerichtiger Schritt, der die jahrzehntelangen Bemühungen der Stadt im Tourismus- und Naherholungsbereich unterstreiche, sagte Bürgermeister Hammermann. Die Auszeichnung als Erholungsort garantiere den Gästen einen bestimmten Mindeststandard hinsichtlich klimatischer und lufthygienischer Gegebenheiten, aber auch beim Orts-Charakter sowie bei notwendigen Erholungseinrichtungen. Sie werde nicht von leichter Hand, sondern nach eingehender Prüfung durch ein Expertengremium vergeben. In Zeiten verschärften Wettbewerbs im Tourismus komme es auf die Qualität von Tourismuseinrichtungen besonders an, so Bürgermeister Hammermann weiter. Die Stadt werde auch in Zukunft nicht nachlassen, die Qualität im Ort stetig zu verbessern.
Im Anerkennungsverfahren als Erholungsort konnte Barmstedt unter anderem mit folgenden Aspekten überzeugen:
So ließ der Minister es sich nicht nehmen, auch das Museum auf der Schlossinsel zu besichtigen und der Galerie Atelier III einen Besuch abzustatten. Dabei zeigte er sich ausgesprochen interessiert an den künstlerischen Aktivitäten von Karin Weißenbacher, die Jost de Jager zu den Tibetischen Wochen nach Barmstedt einlud.
Mehr als hundert Besucher begrüßte der Barmstedter Bürgervorsteher Christian Kahns auf der Schlossinsel, wo er in Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Bürgermeister Nils Hammermann sowie des persönlichen Assistenten des Dalai Lama, Tenzin D. Sewo die tibetischen Wochen in Barmstedt eröffnete. Sewo war extra aus dem Tibet-Büro in Zürich, der offiziellen Vertretung des Dalai Lama in Europa angereist. "Mit den tibetischen Wochen geben Sie uns Tibetern eine Stimme für die breite Öffentlichkeit - die größte Gefahr für uns ist das Vergessen", rief er den Besuchern zu. Bürgermeister Nils Hammermann überreichte er ein Gästebuch, in das der Dalai Lama persönlich und handschriftlich ein Grußwort in tibetisch geschrieben hatte. Kahns umriss in seiner Rede die bewegte und auch leidvolle Geschichte des Landes Tibets und des tibetischen Volkes.
Eine Augenweide war die Tanzgruppe des Tibetvereins Hamburg in traditionellen Kostümen mit Tänzen, die Szenen aus der Heimat darstellten. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann lobte die Schusterstädter: „Tibetische Wochen, welch geniale Idee“. Und er mahnte: „Wir, die wir das Privileg genießen, in einer freien demokratischen Welt leben zu dürfen, haben die moralische Verpflichtung, die Geschichte Tibets und insbesondere die Gegenwart mit allen Repressalien, die
dieses Volk zu erleiden hatte und hat, in unser Bewusstsein zu rücken, und es ist eine freudvolle Aufgabe, die großartige reiche Kultur Tibets zu beleuchten und einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“.
Foto oben links:© Helga Pergande
Christel Storm, Vorsitzende des Kunstvereins Elmshorn begrüßte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek anlässlich der jüngsten Ausstellungseröffnung im Torhaus in Elmshorn.
Unter dem Titel „Der private Blick“ zeigt die Ausstellung eine einmalige Präsentation von Kunstwerken aus dem Privatbesitz Elmshorner Bürgerinnen und Bürger. Bei der Auswahl der „Kunst unter Elmshorner Dächern“ stand weniger der materielle Wert als vielmehr die persönliche Wertschätzung im Vordergrund der Betrachtung.
Knut Penaranda, Redakteur der Elmshorner Nachrichten, führte einfühlsam und mit viel Sachverstand in die Ausstellung ein und machte neugierig auf Kunstwerke, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.
Zu seinem jährlichen Treffen ist der Pinneberg-Heim-Ausschuss in Hadersleben am Hejsager Strand zusammen gekommen. Unter dem Vorsitz von Dieter Hallmann waren neben Vertretern des Kreisjugendringes Alfred Fichte und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann mit Vertretern der Pinneberg-Heim-Stiftung erschienen. Als Gast konnte Hallmann Heiko Frost, Geschäftsführer des Kooperationspartners „Knivsberg“ begrüßen.
Frost lobte die gute Zusammenarbeit mit dem KJR. Die Kooperation ermöglicht es, trotz exorbitant gestiegener Verpflegungs-, Energie- und Lohnkosten (12% in den letzten 3 Jahren) sowie Grundstücksabgaben, die von 7.000 auf 18.000 Euro jährlich angestiegen sind, mit dem Kreiszuschuss auszukommen. Hilfreich sei dabei, dass die Zahl der Belegungen von 3.049 in 2010 auf 3.624 in 2011 gestiegen seien, erläuterte Kreispräsident Tiemann, der Alfred Fichte zum neuen Vorsitzenden des Ausschusses vorschlug. Bei der anschließenden Abstimmung wurde Fichte einstimmig gewählt.
Nach ihrer Ausstellung in der Uetersener Museumsscheune Langes Tannen und der Stadtbücherei in Quickborn stellt die Pinneberger Künstlergilde in der Altstadtresidenz in Kiel aus. Gilde-Vorsitzende Tamara Nickel-Gomille hatte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann zur Vernissage eingeladen. Dieser zeigte sich beeindruckt von dem hohen Niveau der Darstellungen der Pinneberger Künstlerinnen und Künstler.
Am 30. November 2011 möchte die Pinneberger Künstlergilde in der Drostei ein Resümee des Jubiläumsjahres mit Malerei, Fotos und Musik ziehen. Hierbei wird es auch zur Projektvorstellung mit Frühwerken von Schülern und Kunststudenten kommen.
Folgende Künstler stellen z.Zt. in Kiel aus:
Kirsten Berg, Annelie Haack, Wolfgang Fischer, Anna Goldmund, Jörgen Habedank, Rita Hintze, Wolfgang Hirsch (+2011), Bettina Jungmann, Ruth Houtrow, Helmtrud Kraienhorst, Reinhard Lau, Magret Lieser, Martin Musiol, Tamara Nickel, Helga Peters (+2011), Doris Ong, Gudrun Probst, Dieter Tautz, Editha Weishaupt sowie Künstler aus Schweden und der Schweiz.
Am 30. März 1951 hat der Pinneberger Kreistag einstimmig den Beschluss gefasst, der Kreis Pinneberg möge die Patenschaft zur „Kreisgemeinschaft Fischhausen“ übernehmen und damit einen Beitrag zur Förderung und Hilfe bei der ideellen und kulturellen Betreuung des Samlandkreises Fischhausen zu leisten.
Mit dieser Patenschaftsübernahme, die die erste Patenschaft eines Kreises der Bundesrepublik Deutschland zu einer Region in den ehemaligen deutschen Ostgebieten war, wollte der Kreistag seinem Willen Ausdruck verleihen, der vertriebenen Bevölkerung des Kreises Fischhausen wieder einen Mittelpunkt der Erinnerung und eine Sammelstelle für ihre Traditionspflege zu geben.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz begrüßten es, dass das Heimatkreistreffen des Kreises Fischhausen seit so vielen Jahren in der Kreisstadt durchgeführt wird. Durch diese persönlichen Begegnungen seien wichtige Brücken geschlagen und das Zusammengehörigkeitsgefühl nachhaltig gefördert worden. Vielfach hätten die Begegnungen auch zu Freundschaften zwischen den Menschen aus dem Samland und denen aus dem Kreis Pinneberg geführt.
Besondere Beachtung fand die Wiedereröffnung des Samlandmuseums in Pinneberg durch Landrat Stolz. Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten hat Kreispräsident Tiemann zu einem Empfang in die Drostei eingeladen. Da vor zehn Jahren der damalige Kreispräsident Dietrich Anders den Empfang zum 50-jährigen Bestehen wegen der Anschläge auf das World Trade Center in New York abgesagt hatte, hatte der Kreispräsident Herrn Anders gebeten, in diesem Jahr einen Festvortrag zu halten.
„Nebel von gestern“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Pinneberger Drostei. Sie zeigt großflächige Exponate des in Quickborn lebenden Malers Rudi Kargus. Einst Torwart der HSV-Bundesligaprofis und der Fußball-Nationalmannschaft hat Kargus sich mittlerweile zu „einem ernsten und ernst zu nehmenden Künstler“ entwickelt, wie Kreispräsident Burkhard E. Tiemann anlässlich der Vernissage wissen ließ. Kargus sage mit seinen Werken etwas über sich und seine Wahrnehmung der Welt. Er wähle dabei die Ausdrucksform, die es ihm am besten ermögliche, sich und die Art und Weise, wie er die Welt erfahre, anderen mitzuteilen. Mit seiner besonderen "Sprache" schaffe er seine subjektive Wirklichkeit, die seinen Mitmenschen nicht immer ohne weiteres zugänglich sei. Er sei stolz, die Ausstellung eröffnen zu dürfen, so der Kreispräsident.
Seit 15 Jahren beschäftigt sich Rudi Kargus intensiv mit der Malerei, wobei seine bevorzugte Technik die Ölmalerei ist. Seine technische Ausbildung erhielt er von Kunstdozent Jens Hasenberg, der ihn in seinem expressiven Umgang mit Farben maßgeblich beeinflusst hat. Wer genau hinsehe, bemerke Brüche in ein und demselben Bild, manchmal sogar in der Hängung, bemerkte Rita Strate, Kuratorin der Ausstellung. Das Vorleben des Künstlers, das sich früher im Fokus der Öffentlichkeit abspielte, finde mit den daraus resultierenden Fragestellungen durchaus, aber viel subtiler Ausdruck in seinen Werken.
Die Einführung in die Ausstellung wurde von dem Hamburger Galeristen Thomas Holthoff vorgenommen. Kargus habe sich erkannt, er habe das Karriereende zugelassen und sich Zeit genommen, nachzudenken und sich in Frage zu stellen - heute stelle er die Fragen in seinen Bildern, führte Holthoff aus.
© Foto: Natalie Kordowski
Am 06.11.2011 wurden die Pinneberger Kreiskulturpreise zum 29. Mal feierlich verliehen. Kreispäsident Burkhard E. Tiemann und Landrat Oliver Stolz überreichten die Auszeichnungen während eines Festaktes in der Drostei an die beiden Künstler.
Der mit 2.500,- € dotierte Förderpreis ging an die in Hamburg lebende Jazzgitarristin Sandra Hempel, welche die Preisverleihung in Begleitung des Pianisten Reiner Schnelle musikalisch unter anderem mit eigenen Kompositionen umrahmte.
Der mit 5.000,- € dotierte Anerkennungspreis ging an die in Hamburg lebende Fotokünstlerin Pitt Sauerwein. Frau Sauerwein präsentierte vor einem der großen Fenster der Drostei ein Selbstportrait mit Mann und Kind aus dem Jahre 2001 mit dem Titel „Gepard“.
Weitergehende Informationen zum Kreiskulturpreis und deren Preisträger der vergangenen Jahre finden Sie unter Kreiskulturpreis.
Anlässlich der Regionalkonferenz der Deutschen Freundschaftsgesellschaft West-Ost in Schleswig-Holstein am 08.10.2011 wurden unter dem Thema „Ökologie und Gesundheit“ zivilgesellschaftliche Themen diskutiert. Schwerpunkt der Konferenz war die Intensivierung der Zusammenarbeit von Initiativen und Vereinen aus Norddeutschland, die inhaltlich mit Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO`s) in diversen GUS-Staaten arbeiten.
Es wurden Informationen ausgetauscht und Projekte vorgestellt. Vom besonderen Interesse für den Kreis Pinneberg war der Vortrag von Thomas Meier-Ahrens über den „Nationalpark Kurische Nehrung - Küstenschutz durch Jugendliche aus Russland, Belarus und Schleswig-Holstein“. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann berichtete über die Aktivitäten im Partnerkreis, dem Rayon Selenogradsk, zu dem die Kurische Nehrung gehört.
In Anwesenheit des russischen Vizekonsuls standen weitere Vorträge von Dietrich von Bodelschwingh sowie Dr. Swetlana Harder auf dem Programm der Konferenz. Der Kreispräsident strebt eine weitere enge Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden Herrn Friedrich Möller an.
Am 5. November 2011 fand auf Einladung des „Bundes Deutscher Nordschleswiger“, der Vereinigung der Deutschen Minderheit in Süddänemark der „Deutsche Tag“ in Tingleff statt.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann war auch in diesem Jahr Gast beim Deutschen Tag, der unter dem Motto „Ehrenamt - unbezahlbar“ stand. Grund: Der Kreispräsident ist für die Partner- und Patenschaften des Kreises Pinneberg zuständig. Deshalb pflegt er auch den Kontakt zur Deutschen Schule in Hadersleben, zu der der Kreis eine Patenschaft unterhält.
Uwe Jessen, Generalsekretär des BDN, begrüßte neben dem Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen auch zahlreiche Gäste aus Schleswig-Holstein, u.a. Landtagspräsident Torsten Geerdts, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, Landtagsdirektor Prof. Dr. Utz Schliesky, die Bundestagsabgeordneten Jürgen Koppelin und Dr. Valerie Wilms sowie zahlreiche Kreispräsidenten.
Dem Festakt voran gingen Informationsgespräche über die Situation der deutschen Volksgruppe, Aktuelles aus der dänischen Politik und den Sozialdienst Nordschleswig.
Foto: © Karin Riggelsen
Das Innenministerium hatte am 12. November 2011 zur Übergabe von 60 Einsatzfahrzeugen für den ergänzenden Katastrophenschutz nach Neumünster in das Gefahrenabwehrzentrum eingeladen. Alle Fahrzeuge wurden aus dem Konjunkturprogramm finanziert. Für den Kreis Pinneberg wurden 2 Krankentransportwagen, 2 Betreuungs-LKW sowie 1 Reaktorerkunder im Wert von insgesamt mehr als einer halben Million Euro beschafft.
Die Kreise und kreisfreien Städte sowie die Insel Helgoland wegen ihrer besonderen Lage sind als untere Katastrophenschutzbehörden für Katastrophenschutzaufgaben in ihren Regionen verantwortlich. Katastrophen werden vor Ort von den öffentlichen und privaten Katastrophenschutz- und Hilfeleistungsorganisationen bekämpft. Deshalb bedankte sich Innenminister Klaus Schlie insbesondere bei den über 10.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Einheiten des Katastrophenschutzes sowie den über 50.000 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren als tragende Säulen des Katastrophenschutzes in Schleswig-Holstein.
Für die kommunale Familie bedankte sich Neumünsters Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Aus dem Kreis Pinneberg nahmen neben Mitarbeitern der Kreisverwaltung und der Katastrophenschutzorganisationen auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, Helmut Kruse sowie Kreiswehrführer Bernd Affeldt teil.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt sich Brigitta Tschermak aus Barmstedt beruflich, aber auch ehrenamtlich für straffällig gewordene Jugendliche ein. Jetzt wurde ihr von Bundespräsident Christian Wulff das Bundesverdienstkreuz verliehen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und der Barmstedter Bürgervorsteher Christian Kahns waren in Kiel dabei, als Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Ordensverleihung vornahm. Tiemann und Kahns dankten Frau Tschermak mit Blumensträußen.
Ihre beruflichen Erfahrungen brachte sie auch in ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten im Bereich der Opferhilfe und der Jugendprävention ein. So hat sie „JIM - Jugendschutz im Mittelpunkt“ mit initiiert. Auch für die „Nachtraben für die Suchtprävention in Barmstedt“ war sie Ideengeberin. Außerdem ist sie Mitglied in Fachkommissionen und Präventionsräten sowie Jugendschöffin beim Amtsgericht Elmshorn.
Schon vor fünf Jahren wurde Brigitta Tschermak vom Land Schleswig-Holstein die Ehrennadel in Silber für ihr bürgerschaftliches Engagement verliehen.
V.i.S.d.P.
Büro des Kreistages
Stellvertretend für den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein hat der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Arne Wulff die Pinnebergerin Ingeborg Triskatis am 22.11.2011 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Zeremonie fand in Anwesenheit von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Pinnebergs Bürgermeisterin Kristin Alheit, des Landtagsabgeordneten Dr. Christian von Boetticher sowie der ganzen Familie Triskatis statt.
In ihrem langjährigen bürgerschaftlichen Engagement übte Ingeborg Triskatis 15 Jahre lang das Amt der Schulelternbeiratsvorsitzenden der Grundschule Rübekamp aus und war auch im Elternbeirat der Johannes-Brahms-Schule. 1982 gründete sie die Bürgerinitiative „Notarztwagen in Pinneberg rund um die Uhr“ und drei Jahre später gemeinsam mit Ärzten die Bürgerinitiative „Neues Krankenhaus Pinneberg“. 1998 war sie Mitbegründerin des Vereins der Freunde der Regio-Kliniken, den sie bis 2009 leitete.
Viele Projekte, wie der „Raum der Stille“ im Klinikum, zahlreiche Benefizkonzerte und das Projekt „Pinneberg im Licht“ sind mit Triskatis´ Engagement verbunden. So setzt sie sich seit 2005 auch erfolgreich für die Hospizbewegung ein. Alheit und Tiemann würdigten ihr Engagement mit Blumen und Geschenken.
Foto: Uwe Voss
v. lks.: Kristin Alheit, Chr. von Boetticher, I. Triskatis, Dr. A. Wulff, B. E. Tiemann
Einen feierlichen Moment erlebten zwei ehrenamtliche Bürgermeister aus dem Kreis Pinneberg zusammen mit 24 anderen verdienten Kommunalpolitikern aus ganz Schleswig-Holstein. Im Sitzungssaal des Ostholsteinischen Kreistages im Eutiner Kreishaus wurde ihnen im Beisein von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann am 24.11.2011 die Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel verliehen. Innenminister Klaus Schlie nahm die Ehrung von Beverns Bürgermeister Johann Hachmann und Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg vor.
Diese Auszeichnung, die anlässlich des 200. Geburtstages des Reichsfreiherrn Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein 1957 gestiftet wurde, wird alljährlich in einer Feierstunde vom Innenminister des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Damit werden Frauen und Männer geehrt, die sich durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung erworben haben. Es sollen damit langjähriges Engagement und die Wahrnehmung herausragender Funktionen anerkannt werden. Vorschlagsberechtigt sind die Landräte, die Oberbürgermeister und Bürgermeister der kreisfreien Städte sowie die Bürgermeister der Städte über 20.000 Einwohner. Aus diesen Vorschlägen wird jährlich eine begrenzte Anzahl für die Verleihung ausgewählt.
Johann Hachmann ist seit 33 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv und war bereits vier Jahre stellvertretender Bürgermeister in Bevern, bevor er 1990 Bürgermeister wurde. Fünfmal wurde er hintereinander in das Amt des Bürgermeister gewählt, das er noch heute inne hat. Seit 30 Jahren gehört Karl-Heinz Weinberg dem Gemeinderat an. Seit 17 Jahren ist er Bürgermeister seiner Gemeinde. Ihm sei es zu verdanken, "dass das Miteinander in Moorrege einen hohen Stellenwert besitzt", sagte Schlie. Die Finanzlage Moorreges sei stabil, für die Bürger und Vereine gebe es vielfältige Angebote, das Gemeindeleben sei sehr rege. Es konnten zahlreiche neue Baugebiete ausgewiesen werden. Und das jährliche Konzert der Klassikphilharmonie habe er ebenfalls initiiert.
Mit der Kommunalisierung der Regionalplanung und der Weiterentwicklung des Kommunalverfassungsrechts setzt die Landesregierung das wachsende Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Mitgestaltung um. „Wir befreien die politische Arbeit vor Ort von einengenden Vorgaben und erweitern die Gestaltungsmöglichkeiten“, sagte Innenminister Klaus Schlie. Das stärke die Arbeit in den Kreis-, Stadt- und Gemeindevertretungen und trage zur Attraktivitätssteigerung des Ehrenamts bei. Kreispräsident Tiemann richtete die Grüße und Glückwünsche des Kreises Pinneberg aus und überreichte Blumen an Hachmann und Weinberg.
Künstlerinnen und Künstler feierten mit ihren Gästen am 30.11.2011 in der Drostei in Pinneberg das 60-jährige Bestehen der Künstlergilde Pinneberg.
1951 als erster Zusammenschluss bildender Künstler im Kreis Pinneberg gegründet, zählt die Gruppe z.Zt. 30 Mitglieder. Auf die zahlreichen Aktivitäten, Ausstellungen und Begegnungen von Kunst und Mensch blickten die Vorsitzende der Gilde Tamara Gomille-Nickel und der Rellinger Maler Reinhard Lau zurück, der von 2000 bis 2006 an der Spitze der Vereinigung stand. In einem Jubiläumsdialog ließen beide die Höhepunkte aus sechs Jahrzehnten Revue passieren, etwa die von der deutschen Botschaft unterstützte Ausstellung auf Malta oder die zahlreichen Benefizaktionen. Immer wieder stellten Gildemitglieder Bilder für Auktionen zur Verfügung, unterstützten damit beispielsweise die Drostei oder den Pinneberger Verein "Waldkindergarten".
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Kreises Pinneberg, wobei er die Gilde mit einer von ihm und dem Landrat unterzeichneten Urkunde überraschte. In seinem Grußwort hob er hervor, dass zur Gilde ein Spektrum von engagierten Künstlern gehöre, die alle den aktiven Austausch suchten. Die unterschiedliche Sichtweise auf Kunst nutzten sie zur gegenseitigen Inspiration und Verwirklichung. Somit verbinde Kultur die Menschen, und die Künstlergilde erweise sich als idealer Nährboden für überraschendes künstlerisches Schaffen. Ihre Lebendigkeit und ihre Vielfalt seien das stolze Resultat eines ständigen Prozesses der kreativen Entwicklung und Veränderung.
Der Abend wurde darüber hinaus von der Künstlergilde genutzt, um ein spannendes neues Kulturprojekt vorzustellen: „Früh werk“ wendet sich an talentierte Oberstufenschüler und -schülerinnen aus dem Kreis Pinneberg und will ihren Werken einen ersten öffentlichen Raum öffnen. Die Initiatoren der Künstlergilde Pinneberg Marion Inge Otto-Quoos, Jörgen Habedank und Martin Musiol stellten das in Kooperation mit der Drostei Pinneberg geplante Projekt vor. Als erste beispielhafte Ausstellung wurden Arbeiten der diesjährigen Abiturienten Lorena Sophia Bernhöft (Malerei), Malte Quistorff (Fotografie) und Finn Quoos (Malerei) gezeigt, Pia Koch rundete die Ausstellung mit Eigenkompositionen am Flügel ab. Einführende Worte zum Projekt sprach Augustin Noffke, Künstler und Kunstpädagoge, der von der Bedeutung der frühen Förderung zu berichten wusste. Als Bezug zum Thema zeigten die Gildemitglieder je ein eigenes Frühwerk.
Wie jedes Jahr besuchten auf Einladung des Vereins „Selenogradsk e.V.“ auch 2011 sozial schwache Kinder aus dem russischen Partnerkreis den Kreis Pinneberg.
Gemeinsam mit den Kindern malte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann am 09.12.2011 Weihnachtsmotive. Vereinsvorsitzende Gabriele Kascha, Kunstpädagogin Tamara Sidorowa und Geschäftsführer Ingo Waschkau von der Jugendbildungsstätte unterstützten ihn dabei tatkräftig im Plenum des neu gestalteten Victor-Andersen-Hauses in Barmstedt.
Tiemann zeigte sich beeindruckt von dem hohen Niveau der phantasiereich gestalteten Kunstwerke der russischen Kinder, versprach, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und lobte das große soziale Engagement des Vereins Selenogradsk.
2012
Liebe Bürgerinnen und Bürger im Kreis Pinneberg,
den Jahresbeginn möchte ich zum Anlass nehmen, zurück zu blicken. Wir sind erschüttert und beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes nun rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur unvorstellbarer Mordtaten hinterlässt. Die Polizei ist nur durch Zufall auf rechtsradikale Verbrecher gestoßen, die in Deutschland mindestens 13 Jahre lang ungestört gemordet haben. Die große Mehrheit der Deutschen schätzt und schützt unsere demokratische Verfassung, unsere Freiheit und unseren Frieden, und Deutschland hat ein aufrichtiges Interesse am Gelingen von Integration. Deshalb können und dürfen wir nicht zulassen, dass Menschenverachtung und ideologische Verblendung die Errungenschaften der Demokratie in ihren Grundpfeilern erschüttern. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darf in Deutschland keinen Platz mehr haben.
Auch, wenn die meisten von uns im zu Ende gehenden Jahr den Gürtel enger schnallen mussten, so war es letztendlich doch ein gutes Jahr. Zwar haben viele von uns Niederlagen oder Leid erfahren müssen. Wie unwichtig unsere ganz speziellen, eigenen Probleme sind, gemessen an dem Leid der Ärmsten der Armen in der Welt, der Opfer von Kriegen und Naturkatastrophen oder derer, die einen geliebten Menschen verloren haben, wird uns oft erst in diesen Tagen der Ruhe und Besinnung bewusst.
Die Armut in vielen Ländern, Hunger, Katastrophen, Kriege und Krankheit in den Krisengebieten der Welt können uns nicht gleichgültig lassen. Wir dürfen nicht die Augen verschließen vor dem Unglück, das über die Menschen tagtäglich neu hereinbricht. Der Bürgerkrieg in Afghanistan, die Nuklearkatastrophe in Fukushima oder die Hungersnöte am Horn von Afrika sind Beispiele für unendliches Leid, vor dem unsere Sorgen nahezu bedeutungslos werden.
In vielen Teilen des Erdballs kämpfen Menschen um die Freiheit, in Ägypten, in Tunesien, in Libyen und ganz aktuell in Syrien. Nur dort, wo Freiheit sich entfalten kann, ist der Frieden wirklich sicher. Deshalb sollten uns die Menschenrechte und die Selbstbestimmung anderer Völker nicht gleichgültig sein. Wir sollten uns dankbar zeigen für den Frieden und die Freiheit, die wir hier in Deutschland seit Jahrzehnten erleben. Dankbarkeit dafür sollte unsere Herzen öffnen für die Nöte der Ärmsten und Schwächsten und alle, die am Rande der Gesellschaft stehen, draußen in der Welt, aber auch hier bei uns.
Denn auch vor der eigenen Haustür gibt es noch viel zu tun. Mehr als 800.000 Familien in Deutschland haben ein behindertes oder chronisch krankes Kind. Nur allzu oft ist hier die Belastungsgrenze der Eltern schnell erreicht - finanziell, aber auch, was Zuwendung und menschliche Wärme betrifft. Christliche Verantwortung ist Verantwortung für den Nächsten, Menschen zu helfen ist Teil christlichen Selbstverständnisses. Das darf aber nicht nur Aufgabe karitativer Verbände sein. Deshalb müssen wir denen dankbar sein, die sich uneigennützig einsetzen für Menschen, die unserer Hilfe bedürfen. Wir alle sollten ein offenes Ohr haben für die Sorgen, die Ängste und die Nöte unserer Mitmenschen und versuchen, ihnen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Wir haben aber auch Verantwortung für unsere Kinder und deren Kinder, müssen Not abwenden von nachfolgenden Generationen und dürfen nicht verfrühstücken, wovon diese später leben müssen. Es gilt heute mehr denn je, die Finanzen endlich in den Griff zu bekommen. Nur so schaffen wir Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Das wird zwar Einschnitte erforderlich machen, die jeden von uns betreffen, und manche im Laufe der Jahre geschätzte staatliche Leistungen werden möglicherweise auf dem Prüfstand stehen. Nicht alles, was uns im Laufe der Jahre lieb und vor allem teuer geworden ist, lässt sich erhalten. Auch das ist gerechte Sozialpolitik, denn die Addition der Einzelinteressen ist nicht das Gemeinwohl. Vielmehr muss die Bildung unser zentrales Anliegen sein. Sie ist der beste Garant für gute Lebenschancen unserer Kinder. Zugleich legt sie den Grundstein für eine dynamische Wirtschaft, von der wir alle profitieren.
Dank sagen möchte ich den zahlreichen Frauen und Männern in den sozialen Diensten, bei den Feuerwehren, den Rettungsdiensten, bei der Polizei und überall dort, wo Menschen sich auch in ehrenamtlicher Tätigkeit in Vereinen und Verbänden für das Gemeinwohl engagieren. Ich wünsche Ihnen allen Glück, Erfolg, Zufriedenheit und Erfüllung bei Ihren Aufgaben, in erster Linie aber Gesundheit im Neuen Jahr 2012.
Ihr
Burkhard E. Tiemann
Kreispräsident
Anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz hat der Pinneberger Kreistag - wie jedes Jahr - am 27. Januar in die Drostei in Pinneberg eingeladen, wo die zentrale kreisweite Gedenkfeier zu dem vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog 1996 eingeführten „Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus“ stattfand.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann konnte Vertreter aller Fraktionen, Bürgervorsteherinnen und Bürgervorsteher, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Pröpste, hochrangige Vertreter von Polizei und Bundeswehr sowie zahlreicher Verbände begrüßen. Gemeinsam gedachten sie dieses dunkelsten Kapitels deutscher Geschichte. Allein in Auschwitz fielen geschätzte 1,5 Millionen Menschen dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer.
In einer bewegenden Rede schilderte die Elmshorner Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek ihre Empfindungen und die Verarbeitung der schrecklichen Geschehnisse aus ganz persönlicher Sicht. Propst Dr. Horst Gorski vom Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein stellte seinen Redebeitrag unter das Motto „Soll ich meines Bruders Hüter sein?“ Er beleuchtete die ganz persönliche Verantwortung jedes Einzelnen und sparte auch die Rolle der Kirche nicht aus seinen Betrachtungen aus.
Der Kreispräsident erinnerte daran, dass unter dem menschenverachtenden Nazi-Regime Millionen Juden ermordet worden seien, zehntausende sowjetische Kriegsgefangene, Frauen und Männer des Widerstands aus allen Richtungen bürgerlich humanistischer Kreise wie auch der Arbeiterbewegung, Sinti und Roma, Opfer der Militärgerichtsbarkeit, Opfer der Euthanasie, Kriegsgefangene, politische Häftlinge, Zwangsarbeiter, Homosexuelle, Behinderte und andere stigmatisierte Gruppen, die in die ideologischen Vorstellungen der Nationalsozialisten nicht hineinpassten und denen deshalb das Existenzrecht abgesprochen worden sei.
Auschwitz sei zum Symbol für die industrielle Vernichtung menschlichen Lebens geworden und für eine beispiellose universalhistorische Zäsur. Als schrecklichster Höhepunkt einer mörderischen Ideologie, die jeden Respekt vor dem menschlichen Leben und seiner Würde verloren hätte und an die niedersten Instinkte des Menschen appellierte, stehe Auschwitz stellvertretend für alle Vernichtungs- und Konzentrationslager, für Treblinka, für Maidanek und alle anderen Orte in der Topographie des nationalsozialistischen Terrors.
Der Kreispräsident zeigte sich zutiefst erschüttert und beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes im gerade zu Ende gegangenen Jahr rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur von Mordtaten an Menschen anderer Kulturkreise hinterlassen habe. Deshalb müssten die Deutschen bereit sein, Lehren aus ihrer Geschichte zu ziehen, den Blick für kommende Gefahren zu schärfen.
Tiemann nannte es einen bescheidenen Verdienst des Pinneberger Kreistages, mit dieser Feierstunde eine Form des Gedenkens in einem würdevollen Rahmen gefunden zu haben, so, wie Roman Herzog sie sich gewünscht habe. Sie solle Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken der Opfer, die durch das nationalsozialistische Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden, gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken. Und es gelte allen, die, auch wenn sie die infernalische Todesmaschinerie überlebt hätten, jedoch an ihr zerbrochen seien an dem zugefügten Schmerz, an dem Verlust des Glaubens an die Menschlichkeit, an der Unbeschreiblichkeit dessen, was geschehen sei. Die Erinnerung dürfe nicht enden; sie müsse auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.
Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus stehe für die Selbstverpflichtung des modernen und demokratischen Deutschlands, das sich seiner Vergangenheit und seiner Verantwortung gegenüber den Opfern stelle - in dem Bewusstsein, dass Geschichte nicht vergehe oder zu bewältigen sei. Die Menschheitsverbrechen der Nazis seien allgegenwärtig und für alle Zeiten ein Mahnmal, wohin die menschliche Vermessenheit führen könne.
Fotos: Ute Springer
Es ist bereits Tradition geworden, dass der Kreis Pinneberg Menschen durch die Eintragung in das Bürgerbuch ehrt, die sich durch außergewöhnliches, bürgerschaftliches Engagement im Kreis Pinneberg ausgezeichnet haben.
Der Ältestenrat hat am 07. Februar 2012 die folgenden Personen ausgewählt, die in der Kreistagssitzung am 22. Februar 2012 geehrt wurden:
Auf dem Foto (v.l.n.r.):
Dieter Fischer, Ursula Lüdemann, Walter Baltruweit; Kreispräsident Burkhard E. Tiemann
Walter Baltruweit, wohnhaft in Pinneberg
Walter Baltruweit beschäftigt sich seit über 60 Jahren ehrenamtlich mit heimischen Schmetterlingen, Pflanzen und Amphibien. Durch jahrzehntelange Feldforschung und Aufzuchterfahrungen von Raupen hat er umfangreiche Kenntnisse der Lebensweise in Schleswig-Holstein heimischer Schmetterlingsarten erworben. Seit 2004 beschäftigt er sich verstärkt mit der Gruppe der Kleinschmetterlinge. Hierzu wird seit Jahren ein Monitoring im Naturschutzgebiet Tävsmoor durchgeführt, wo Walter Baltruweit 705 Arten bestimmen konnte.
Seine Ergebnisse haben wichtige Erkenntnisse für das Tävsmoor geliefert. Hier ist Walter Baltruweit auch für seine Führungen bekannt. Mit großer Sicherheit und geschultem Blick gibt er sein Wissen auch an nachfolgende Generationen weiter.
Dieter Fischer, wohnhaft in Pinneberg
Dieter Fischer leidet seit seinem sechsten Lebensjahr an Asthma. Dies hat ihn 1983 dazu bewogen, eine zusätzliche Ausbildung zum lizenzierten Asthmasporttrainer zu machen. Damit war er 1985 der Initiator der ersten Asthmasportgruppe in Schleswig-Holstein im VfL Pinneberg. Seit diesem Jahr, und damit seit über 27 Jahren, ist er im VfL Pinneberg auch ehrenamtlicher Leiter der größten Abteilung - Fitness, Turnen und Gesundheitssport. Unter seiner Führung erhielt der VfL Pinneberg im Jahre 1990 als erster Sportverein in Deutschland die Zulassung für ambulante Kinder- und Elternasthmaschulung mit Kindern und Lungenfachärzten. Der seit 1998 alljährlich stattfindende Gesundheitsvorsorgetag als Gesundheitsmesse in Pinneberg trägt nachhaltig die Handschrift seines Erfinders, Dieter Fischer.
Dieter Fischer ist ein Beispiel dafür, wie man in einem Sportverein seine Erfahrung an andere Betroffene weitergeben und diesen durch das Lungensportangebot trotz ihrer Krankheit Lebensqualität vermitteln kann.
Ursula Lüdemann, wohnhaft in Halstenbek
Schon früh engagierte sich Ursula Lüdemann bei der AWO im Ortsverein Halstenbek. Dort macht sie sich seit mehr als 35 Jahren mit großem Einsatz als Vorsitzende für die Belange des Vereins stark. So gelang ihr u.a., in Halstenbek eine Begegnungsstätte für Seniorinnen und Senioren zu schaffen. Doch Mittelpunkt ihrer Tätigkeit ist es, Menschen aus der Einsamkeit zu holen, Fahrten durchzuführen, Feste zu organisieren und Freude zu bereiten. Bastelkurse und Spielabende im Haus der AWO sind ein fester Bestandteil ihrer Arbeit.
Ursula Lüdemann hat auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet, da die Aufgaben bei der AWO neben Haus und Familie ihre gesamte Zeit in Anspruch nahmen. Sie hat ihr Leben dem Ehrenamt, dem Dienst am Nächsten gewidmet.
Die Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt, an der Kreispräsident Burkhard E. Tiemann am 23.02.2012 teilnehmen durfte, ist für ihn ein Tag des Erinnerns gegen das Vergessen und das kommunikative Schweigen. Dies ist Tiemanns Anliegen, der seit 2006 alljährlich auch die zentrale Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Pinneberg organisiert. Gerade wegen dieser Verdienste, auf die Gefährdungen hinzuweisen, die mit dem Vergessen einhergehen, hat der Kreispräsident als Einziger aus dem Kreis und einer von ganz wenigen aus Schleswig-Holstein die Einladung nach Berlin erhalten.
„Wir vergessen zu schnell“, sagte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihrer Ansprache im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, und sie bat die Opfer und ihre Angehörigen um Verzeihung - auch für die falschen Verdächtigungen, denen viele von ihnen sich jahrelang ausgesetzt sahen. Tiemann empfand die Gedenkfeier, an der neben der gesamten deutschen Staatsführung auch der designierte Bundespräsident Joachim Gauck teilnahm, als würdig und einfühlsam. Das Orchester der Universität Berlin unter der Leitung von Manuel Nawri untermalte die Feier. Die Schauspieler Iris Berben und Erol Sander rezitierten Gedichte. Besonders beeindruckt war Pinnebergs Kreispräsident aber von den Ansprachen zweier Töchter von Mordopfern der thüringischen Terrorzelle. sowie des Vaters eines Getöteten.
Gerade diese Beiträge hätten deutlich gemacht, dass Freiheit und Demokratie ohne Achtung der Menschenwürde niemals und nirgends überleben könnten und dass deswegen die Wahrung der Menschenrechte eine Mahnung sei, die eben nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern täglich neu auf die Tagesordnung der Besinnung gehöre. Die Morde seien eine Schande für unser Land, habe die Kanzlerin gesagt. „Aber die würdevolle Art, in der unser Land zu seiner Verantwortung steht und die Opfer um Vergebung gebeten hat für das Leid, das nicht mehr ungeschehen gemacht werden kann, sind ein Signal an alle Völker in der Welt“, meint Tiemann. Er sei zutiefst erschüttert und beschämt, dass nach den ungeheuren Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes nun rechtsextremistische Ideologie in unserem Land eine blutige Spur von Mordtaten an Menschen anderer Kulturkreise hinterlasse habe. Für ihn sei es wichtig gewesen, unter dem Eindruck des Gedenkens und der anschließenden Schweigeminute am Rande der Veranstaltung auch Gelegenheit gefunden zu haben, mit Joachim Gauck darüber ins Gespräch zu kommen.
V.i.S.d.P.
Pressesprecher
Am 25. Februar 2012 stellten die Preisträger des 49. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ in der Drostei in Pinneberg einem breiten Publikum in zwei „Preisträgerkonzerten“ ihre erlernten Fähigkeiten vor. Zunächst traten die sechs- bis dreizehnjährigen auf. Danach begann das Konzert der Jugendlichen von 14 bis 20 Jahren.
Seit mehr als 25 Jahren gewährt der Kreis Pinneberg für diesen Regionalwettbewerb organisatorische Unterstützung. Vor 5 Jahren wurde der Zuschuss dafür trotz der angespannten finanziellen Lage verdoppelt und die Musikschulen im Kreis erhalten mit 30.000 Euro fast sechsmal soviel wie noch vor 2007. Dieses Geld sei gut angelegt - angesichts der Leistungen, die hier gezeigt werden, sagte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der sich einmal mehr beeindruckt zeigte von dem hohen Niveau der jungen Musikerinnen und Musiker. Er lobte „Jugend musiziert“ als erfolgreichste Unternehmung der musikalischen Jugendbildung in Deutschland, aus der immer wieder hervorragende Talente hervor gingen.
Im Rahmen des Preisträgerkonzertes verlieh Tiemann wie jedes Jahr den „Preis des Kreispräsidenten“ an ein herausragendes Talent. Aus der Zahl der Teilnehmer des diesjährigen Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert 2012“ hat der Regionalausschuss Anna Rüpcke vorgeschlagen. Sie ist 16 Jahre alt und wohnt in Schenefeld. Sie besucht das Gymnasium Schenefeld, erst im Musikzweig der Schule und jetzt in der Oberstufe.
Unterrichtet wird sie seit vielen Jahren von Steffen Trekel, Spezialist für Zupfmusik in Hamburg. Seit 2006 nimmt sie regelmäßig am Wettbewerb teil, immer mit hervorragenden Ergebnissen. Im Jahr 2010 wurde Sie im Ensemble zum Bundeswettbewerb in Lübeck weitergeleitet, wo sie mit respektablen 19 von 25 Punkten bewertet wurde. Für das im Norden seltene Instrument Mandoline hat Sie sich nach einem Instrumentenkarussell im Konservatorium Hamburg entschieden, das ihr nach Ihrem Erstwunsch Violine am nächsten kam. Durch die Erfolge und die unermüdliche Förderung durch Ihren Lehrer hat Sie dieses Instrument lieben gelernt und dazu beigetragen, die Mandoline hier im Norden aus seinem Schattendasein zu holen. Unter Leitung von Katharina Hempel hat sie Ihren „Kompetenznachweis Kultur“ absolviert.
Foto: © Ute Springer
Glanzvolles Fest am 1. März 2012
Die Insulaner und die zahlreichen Ehrengäste feierten ein tolles Fest anlässlich des 60. Jubiläums der Wiederfreigabe Helgolands.
Auch Jost de Jager, Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, ließ es sich trotz der widrigen Umstände, die eine Anreise per Flugzeug nicht ermöglichten (er setzte mit dem Polizeiboot von Büsum aus auf die Insel über), nicht nehmen, auf die Insel zu kommen - schließlich hatte er einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 630.000 € im Gepäck, mit dem das Land den 1. Bauabschnitt der Kurpromenade am Südstrand fördert. Bei einem Empfang im Rathaus überreichte er Helgolands Bürgermeister Jörg Singer nach dessen Grußworten das entsprechende Schriftstück. Nach einer kurzen Stärkung machte sich eine Delegation aus Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung auf den Weg zu einem Inselrundgang.
Einer der Höhepunkte war die Anlandung von Zeitzeugen (angeführt von René Leudesdorff), die in einem geschmückten Börteboot in den Nord-Ost-Hafen einliefen, wo sie bereits von der Inselgemeinschaft und den Ehrengästen erwartet wurden. Die mitgebrachten Flaggen wurden an Kinder übergeben, die das Hissen dann souverän absolvierten. Leider musste aufgrund beständigen Nebels die angekündigte Sternfahrt der 14 (Regierungs-)Schiffe entfallen. Anschließend ging es dann in die Nordseehalle, wo zu Kaffee und Kuchen und einem kulturellen Programm geladen war.
Kreispräsident Burkhard E. Tiemann machte in seinem Grußwort deutlich, dass man in diesem Jahr nicht nur die 60. Wiederkehr der Freigabe Helgolands feiere, sondern auch die 80-jährige Zugehörigkeit der Insel zum Kreis Pinneberg. Er kündigte an, aus diesem Anlass über eine Kreistagssitzung auf Helgoland nachzudenken. Als Gastgeschenk hatte der Kreispräsident das Foto eines 2,90 m langen, 1,34 m breiten und fast 30 cm tiefen kunstvoll geschnitzten, hölzernen Höhenreliefs mitgebracht, das vom Modellatelier Mohr aus Hamburg-Altona im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs 1952 erstellt wurde und als Grundlage für die Architekten beim Wiederaufbau Helgolands diente. Eine Besonderheit sei, dass das Relief die Topografie nach der Bebombung, aber ganz deutlich auch die Straßen vor dem Krieg darstelle. Bürgermeister Jörg Singer kündigte an, dass die Gemeinde einen geeigneten Platz für das Relief finden werde, falls der Kreis es ihr überlasse. Die Reederei Cassen Eils habe bereits zugesagt, es kostenlos nach Helgoland zu verschiffen.
Den Abschluss des 1. Teils des Festtages bildete die Eröffnung der Ausstellung „Kinder träumen“ - Kinder der James-Krüss-Schule hatten Exponate vorbereitet, anhand derer sie ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Zukunft Helgolands darstellten.
Abends hatte die Gemeinde dann zu einem Galaempfang geladen: Nach der Begrüßung durch Bürgervorsteher Peter F. Botter hielt der ehemalige Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Lothar Hay, die Festansprache. Höhepunkt des Abends war eine moderierte Gesprächsrunde mit sechs Zeitzeugen, die den über 400 Gästen im Saal ihre bewegenden und ganz persönlichen Eindrücke im Zusammenhang mit dem 60. Jahrestag der Wiederfreigabe der Insel Helgoland schilderten. Nach den umjubelten Darbietungen der Helgoländer „Karkfinken“, der Volkstanz- und Trachtengruppe wurde dann mit der großartigen musikalischen Unterstützung der Bigband der Landespolizeischule Kiel bis weit nach Mitternacht getanzt und gefeiert.
Helgolands Bürgervorsteher Peter F. Botter, Bürgermeister Jörg Singer sowie Tourismusdirektor Klaus Furtmeier bedanken sich nachdrücklich bei allen Mitwirkenden, Helfern, Unterstützern und Ehrengästen für das Gelingen dieser würdigen und glanzvollen Festveranstaltung!
Fotos: © Roswitha Juds, Andreas Schulz, beide Gemeinde Helgoland
Aus dem Partnerkreis Rayon Selenogradsk stammen 37 Besucher, die zur Zeit auf Einladung des Vereins Selenogradsk e.V. im Kreis Pinneberg zu Gast sind.
Laut Aussage der Vereinsvorsitzenden Gabriele Kascha seien die Gäste besonders kulturinteressiert. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann begrüßt wurden, der für einen Tag Gastgeber der russischen Delegation war. Solche Treffen seien geeignet, gemeinsam eine lebendige Gesellschaft zu gestalten, die mit Offenheit und Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit sich auch in kommenden Generationen in Freundschaft begegnet, erklärte der Kreispräsident. Schon vormittags traf man sich in der Dittchenbühne in Elmshorn, wo Reimar Neufeldt, Vorsitzender des Forum Baltikums durch das Mehrgenerationenhaus und das Theater führte. In einem launigen Vortrag ließ er die lange Geschichte des Kulturzentrums Revue passieren.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen in der Kantine des Kreishauses ging es unverzüglich weiter zur Barmstedter Schlossinsel. Nach einem Rundgang konnte die Gruppe in der Galerie Atelier III in Anwesenheit des Künstlers Andre Attyas die aktuelle Ausstellung bewundern, und Atelier-Chefin Karin Weißenbacher gab einen Einblick in ihr Schaffen auf der Museumsinsel.
Die nächste Station auf der kulturellen Rundreise durch den Kreis war das Samlandmuseum in Pinneberg, wo Geschäftsführerin Ursula Albers nicht nur zur Kaffeetafel, sondern auch zum Rundgang durch die Ausstellung einlud. Für die russischen Partner war es besonders eindrucksvoll, Fotos und Exponate aus ihrer neuen Heimat zu betrachten aus der Zeit, bevor sie die russische Enklave im ehemaligen Ostpreußen besiedelten. Beeindruckt waren der Kreispräsident und die Vorsitzende des russischen Vereins, Jelena Alexandrowa, wie freundschaftlich sich Russen und Deutsche, darunter einige Vertriebene begegneten. Besonders die jungen Russen hingen Albers an den Lippen, als sie die Vertreibung, aber auch das Leben im Königsberger Gebiet lange vor dem 2. Weltkrieg schilderte. „Wir können nur hoffen, dass durch unsere Partnerschaft das gegenseitige Vertrauen wächst. Wir alle haben die Möglichkeit, unseren Beitrag für dauerhaften Frieden zu leisten und gefestigte Völkerverständigung zu praktizieren“, so Tiemann. Der versöhnende Gedanke sei immer die Richtschnur des gemeinsamen Handelns gewesen.
Letzte Station eines langen Tages war der Besuch der Drostei in Pinneberg. Hier wartete eine besondere Überraschung auf die Besucher. Der Kreispräsident hatte kurzfristig die im Kreis lebende russische Pianistin Maria Livaschnikova gebeten, für seine Gäste zu spielen. Schon bei der Ankunft vor dem Haus, als der Kreispräsident die Geschichte der Drostei erläuterte, waren die Klänge des Flügels zu hören. Von der Musik Livaschnikovas, die zunächst im Saal für ihre Landsleute spielte, waren alle Besucher stark beeindruckt.
Die Kulturreferentin der Drostei, Stephanie Fricke führte anschließend ausführlich durch die aktuelle Ausstellung „GEDOK unterwegs“. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages wurden im Amtssitz des Kreispräsidenten im Obergeschoss der Drostei Gastgeschenke ausgetauscht. Alexandrowa bedankte sich für den ereignisreichen Tag. Man verabredete sich für die Protokollfortschreibung der deutsch-russischen Partnerschaft, die im August in Selenogradsk stattfinden wird.
Fotos: oben: Russische Gäste in der Dittchenbühne; unten: Galerie Atelier III - von links, Barmstedts Bürgervorsteher Christian Kahns, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Dolmetscherin Natascha, Karin Weißenbacher, Andre Attyas, Jelena Alexandrowa
Zahlreiche Besucher aus Seaford in der Grafschaft East Sussex weilten am Wochenende im Kreis und speziell in der Partnergemeinde Bönningstedt. Towncryer Peter White, der vor mehr als 20 Jahren ehrenhalber auch zum Stadtausrufer Bönningstedts ernannt wurde, besuchte den Golfclub an der Wendlohe. Zweck des Gespräches mit dem Vorstand war der sportliche Austausch Seaforder Golfclubs mit dem Club an der Wendlohe, der auf Bönningstedter Gebiet liegt. Vermittelt wurde das Treffen von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der verantwortlich ist für die Partnerschaft des Kreises Pinneberg mit der Grafschaft East Sussex. Mit von der Partie war die Stellvertretende Kreispräsidentin Martina Kaddatz, die sich in Doppelfunktion als Bönningstedter Partnerschaftsbeauftragte und für den Kreis an den Gesprächen beteiligte.
Peter White machte den Gastgebern die Seaforder Golfplätze schmackhaft, von denen einer direkt oberhalb der Weißen Klippen liegt. Wer in die Nähe von Brighton komme und wem der Sinn nach Kreideklippen-Golf stehe, dem sei der gepflegte Seaford Golf Club dringend zu empfehlen, so White. Etliche Bahnen würden scharf am Klippenrand entlang verlaufen. Das Loch 18 sei eine Sensation, denn der Abschlag des Par 5 sei derart hoch, dass man das Gefühl habe, ins Nichts zu spielen.
Der Kreispräsident begrüßte jeglichen Austausch zwischen Menschen beider Regionen, egal ob Golfer oder nicht. „Noch ist es nur ein Pflänzchen, vielleicht wächst daraus Freundschaft“, so Tiemann. Er versprach, die zarten partnerschaftlichen Bande, die am Wochenende geknüpft wurden, nach Kräften zu unterstützen. Auch Präsident Werner Gehrmann, Vizepräsident Klaus Stange und Clubmanagerin Nicole David vom Golfclub an der Wendlohe zeigten sich optimistisch. Hier fanden bereits die Ladies German Open statt. Nun soll es zu Wettkämpfen der Ladies in Bönningstedt und Seaford kommen.
Foto (von links): Vizepräsident Klaus Stange, Partnerschaftsbeauftragte Martina Kaddatz, Peter White, Clubmanagerin Nicole David, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann
Auch 2012 gibt es beim 59. Europäischen Wettbewerb „Europa in der Schule“ mehrere Landessieger aus dem Kreis Pinneberg.
Leon Alexander Hinnah, Xenia Hartung, Melanie Klose, Filippo Mazzasette und Friederike Schütte von der Johannes-Brahms-Schule Pinneberg (Klassen 5 und 10) und Mette Weiß und Jule Horneburg von der Astrid-Lindgren-Schule Elmshorn (Klasse 4) haben am 10. Mai 2012 im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus in Elmshorn von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann ihre Urkunden und Preise als Landessieger erhalten.
Zusätzlich hat der Kreispräsident jeder Klasse einen Scheck in Höhe von jeweils 100,00 € für die Klassenkasse als Dank für die Teilnahme überreicht. Ehrenpreise des Kreispräsidenten gingen an Bennet Vollbehr, Julia Kaczmierczak und Katharina Pansch für die künstlerisch wertvollsten Beiträge am Wettbewerb.
In seiner Begrüßung machte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann den Kindern deutlich, dass ein vereintes Europa mit gemeinsamer Währung und gemeinsamer Politik Probleme wie Inflation, Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung, internationale Kriminalität und Rassismus wirksam bekämpfen könne. Natürlich sei es nicht einfach, alle Probleme auf einmal zu lösen, aber ein vereintes Europa sei wichtig als friedenssichernde Kraft.
Der Landtagsabgeordnete Lars Harms vom Südschleswigschen Wählerverband hielt die Laudatio. Außerdem begrüßte Tiemann Pinnebergs Bürgervorsteherin Natalina Boenigk und Elmshorns Bürgervorsteher Karl Holbach. Besonders bedankte sich der Kreispräsident beim Chor der Leibniz-Schule Elmshorn, der die Veranstaltung musikalisch umrahmte.
Bundesweit haben sich in diesem Jahr 81.261 Schülerinnen und Schüler von 1071 Schulen beworben, damit ist in diesem Schuljahr die Teilnahmezahl deutlich angestiegen. In Schleswig-Holstein haben sich 2.149 Schülerinnen und Schüler beteiligt.
Der europäische Wettbewerb ist der älteste Schülerwettbewerb in der Bundesrepublik Deutschland und eine der ältesten und traditionsreichsten transnationalen Initiativen zur politischen Bildung in Europa. Er ruft zum Mitmachen auf, um die europäische Idee zu stärken. Der europäische Wettbewerb wendet sich an alle Altersstufen und alle Schularten. Er greift Themen auf, die für den Prozess der europäischen Einigung unabdingbar sind: Erziehung zu Demokratie und Toleranz, die Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten, der Schutz von Minderheiten und die Wahrung des kulturellen Erbes in Europa.
Der Wettbewerb 2012 war dem Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen gewidmet und hat zu diesem Motto in verschiedenen Modulen altersgerechte Themen für den Unterricht angeboten.
Die Johannes-Brahms-Schule hat sich bei ihrer Teilnahme am Wettbewerb für das Modul Wohn(t)raum (Klasse 5) und Familienmodelle - Modellfamilien (Klasse 10) entschieden. Ideen für eine europäische „Stadt der Zukunft“ und Architekturvisionen, die das Miteinander mehrerer Generationen in einem Haus ermöglichen, waren gefragt.
Die Astrid-Lindgren-Schule hat sich für das Modul Wenn ich groß bin (Klasse 4) entschieden. Hier sind Bilder entstanden, die zeigen, als was man in einem anderen europäischen Land arbeiten möchte.
V.i.S.d.P.
Büro des Kreistages
Als Tage, die „nachhaltigen Eindruck“ hinterlassen hätten, bezeichnete Landrat Valerij Gubarov aus dem Rayon Selenogradsk die Begegnung mit den Partnern aus dem Kreis Pinneberg. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann hatte ein straff gefülltes Besuchsprogramm zusammen gestellt, das am Samstag morgens mit dem Besuch des Selbsthilfetages in Pinnebergs Rathauspassage begann und nach 23 Uhr in der Dittchenbühne in Elmshorn endete.
Gemeinsam mit Landrat Gubarov waren Dumapräsident Sergej Kulakov, die Chefärztin des Krankenhauses in Selenogradsk, Elena Kutscherenko sowie Dolmetscherin Anastassja Fjodorowa nach Pinneberg gekommen. Der Sebsthilfetag sei eine völlig neue Erfahrung für die russischen Partner. In Russland gebe es nichts Vergleichbares. Darum zeigte sich Kutscherenko besonders interessiert an der Freiwilligenarbeit, die im Kreis Pinneberg vom Roten Kreuz unter der Leitung von Kerstin Kreuzhage koordiniert wird. 25 Selbsthilfegruppen aus dem ganzen Kreisgebiet hatten sich vorgestellt.
Sie wollen betroffene Menschen auf die diversen Angebote aufmerksam machen, und auch Kreispräsident Tiemann, der die Ausstellung eröffnete, will mithelfen, das Thema Selbsthilfe noch mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Die zahlreichen Gruppen hätten im Laufe der Jahre vielen Erkrankten und auch deren Angehörigen geholfen, ihnen Informationen zugänglich gemacht, neue Perspektiven aufgezeigt und damit letztendlich neuen Lebensmut gegeben. Gerade in der heutigen Zeit, in der die menschliche Isolation zunehme, sei eine Selbsthilfegruppe für viele ein Ort, an dem er sich über seine Ängste, Nöte und Sorgen austauschen könne, erklärte Tiemann.
Der offene Gedankenaustausch über die Verarbeitung ihrer Erkrankung wirke für viele Betroffene oft befreiend und könne Mut machen, sich schwierigen Lebenssituationen zu stellen, die durch Krankheiten oder andere Schicksalsschläge verursacht worden seien. „Das Gefühl, in solch einer schwierigen Situation nicht allein zu sein ist unbezahlbar und für den einzelnen Betroffenen von existenzieller Bedeutung“, so der Kreispräsident in seiner Eröffnungsrede. Er bedankte sich bei Kreuzhage und ihren Mitstreitern und sprach den Betroffenen Mut zu und wünschte ihnen Kraft für ihr bürgerschaftliches Engagement.
Am Nachmittag führten die Präsidenten Tiemann und Kulakov sowie die Landräte beider Partner Stolz und Gubarov, die stellvertretende Kreispräsidentin Martina Kaddatz, der stellvertretende Landrat Lutz Degener sowie Vertreter des Vereins Selenogradsk und der Kreisgemeinschaft Fischhausen intensive Gespräche über das Partnerschaftsprotokoll, das im August in Russland fortgeschrieben werden soll. Wichtigste Neuerungen im Protokoll werden die touristische Verwertung der archäologischen Funde einer Wikingersiedlung in Selenogradsk, die Unterstützung durch den Kreis Pinneberg beim Aufbau eines modernen Krankentransportwesens und einer Jugendfeuerwehr in Selenogradsk sowie die bessere Förderung der Partnerschaftsvereine sein.
Nach der „Kopfarbeit“ ging es zu Fuß zum Samlandmuseum. Hier waren die russischen Gäste beeindruckt von der Vielzahl bei der Flucht geretteter Exponate. Den Abschluss des Besuchtages bildete der Besuch der neuen Kreisverwaltung in Elmshorn und des Forum Baltikum. Vereinschef Reimar Neufeldt zeigte den russischen Gästen stolz das Theater der Dittchenbühne, den Kindergarten und die Krippe des Mehrgenerationenhauses. Beim anschließenden Austausch von Gastgeschenken hatten sich beide Seiten auf Kunst festgelegt. Während die deutschen Gastgeber Originale der russischen Künstlerin Ludmilla Igumnova erhielten, überreichte Tiemann den russischen Gästen handsignierte Kunstdrucke des Wedeler Künstlers Ole West.
V.i.S.d.P.
Büro des Kreistages
Foto (vor der Drostei Pinneberg) von links: Valerij Gubarov, Lutz Degener, B.E. Tiemann, Sergej Kulakov, Hauptausschussvorsitzende Heike Beukelmann, Steffen Hansch (Verein Selenogradsk), Martina Kaddatz, Anastassja Fjodorowa, Klaus Lunau (Kreisgemeinschaft Fischhausen)
Im ganz besonderen Glanz, in Farbe und Lichterpracht präsentiert sich seit Neuestem das Landeshaus in Kiel. Die Pinneberger Künstlerin und Lichtwerkerin Gisela Meyer-Hahn präsentierte in Gegenwart von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann am 15. Mai 2012 ihre Installation anlässlich der Vernissage im Landeshaus.
Dieses wurde zu einer interaktiven Rauminszenierung aus Farbe, Licht und Klang mit einem ganz besonderen Sinneserlebnis. Der Pinneberger Landtagsabgeordnete Bernd Schröder (SPD) hat zur Realisierung der Ausstellung durch sein Engagement auch bei der Suche nach Sponsoren maßgeblich beigetragen und sich selbst damit ein wunderbares Abschiedsgeschenk zu seiner 16-jährigen Amtszeit im schleswig-holsteinischen Landtag gemacht.
Anlässlich der Vernissage im Landtag sprachen neben Schröder und Meyer-Hahn auch Landtagspräsident Torsten Geerdts sowie der Hamburger Kulturmanager Stefan Dupke, ehemals Geschäftsführer der Pinneberger Stiftung Landdrostei. Gemeinsam mit Gisela Meyer-Hahn haben der Cellist Sonny That aus Berlin und der Klangarchitekt Heinz Grobmeier aus Regensburg ein faszinierendes Tonerlebnis im Einklang mit der Lichtkunst geschaffen.
Ihre Kenntnisse von den vielfältigen Facetten der Wirkung von Farbe und Licht zeigt Gisela Meyer-Hahn in den künstlerischen Realisierungen ihrer Werke, die mehrfach ausgezeichnet wurden. In ihrem Atelier „farbton“ entstehen ihre Farbprojekte. Die Künstlerin fertigt raumbezogene - temporäre und konstante - textile Installationen für Innen- und Außenräume. Sie entwickelte das Farbglas Textil Aquarell, das für den Deutschen Designpreis nominiert wurde. Seit vielen Jahren vertieft sie ihre Auseinandersetzung mit der Farbe Blau. Mit ihrem Dialogprojekt ‚Pinneberg im Licht erleben‘ in dem die Pinneberger Bürger ihre eigene Stadt inszenierten, erweiterte sie 2010 ihr Arbeitsspektrum nochmals.
Bis zum 30. Mai ist die Ausstellung im Landeshaus am Düsternbrooker Weg täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, aus Sicherheitsgründen zum freien Eintritt in die Ausstellung, den Personalausweis mitzubringen.