Fassadensanierung der Landdrostei Pinneberg
Die Landdrostei wurde in den Jahren 1765-1767 im Stil des norddeutschen Backsteinbarock mit leichten Rokokoanklängen erbaut und war ursprünglich Wohn- und Amtssitz des Landdrosten, des dänischen Verwalters der Grafschaft Pinneberg (bis 1864). Später war dort der Amtssitz des Landrats (bis 1933) des Kreises Pinneberg und danach viele Jahre lang das Katasteramt.
1965 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und im Laufe der Jahre umfassend restauriert und saniert.
Seit 2008 werden an der Drostei umfängliche Fugensanierungen durchgeführt. Um den geeigneten Fugenmörtel zu entwickeln wurde mit Hilfe des Landesdenkmalpflegers eine Studie in Auftrag gegeben. Das Problem war der Gips-Muschelkalk-Mörtel, der dazu neigt Calziumsulfate zu bilden, die den Verbund Stein-Mörtel lockern.
Die Sanierung wurde in folgenden Schritten ausgeführt:
1. Voranstrich Acrylatdispersion
2. Grundverfugung mit zementfreiem Mörtel
3. Deckverfugung mit zementfreiem und Quarzsand pigmentiertem Fugenmörtel.
2008 wurde der Westgiebel, 2009 die Nordseite (zum Markt), 2010 der Ostgiebel und die Südseite saniert. Dem Erhalt möglichst vieler Orginalsubstanz wurde damit weitgehend entsprochen. Nach der Grundsanierung, die 1990 abgeschlossen wurde, ist dies die erste größere Fassadensanierung an der Drostei.





