WANTED: Herkulesstaude
Die Herkulesstaude (lat. Heracleum mategazzianum) zählt bei uns zu den invasiven Neophyten, also zu den nichteinheimischen Pflanzenarten, die durch den Menschen absichtlich oder unabsichtlich eingeführt worden sind und unsere Umwelt schädigen. Zudem stellt die Art eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere dar, die mit ihr in Kontakt kommen und verursacht auch wirtschaftliche Kosten.
Seit der Verwilderung der Pflanze in den 1980er Jahren hat die Herkulesstaude bereits weite Teile Süd-, Mittel- und Westdeutschlands eingenommen und lässt sich dort nur schwerlich zurückdrängen. Bevor es auch in Norddeutschland zu einer flächigen Verbreitung des Doldengewächses kommt, sollen seine bei uns bereits vorhandenen Bestände nun mit aller Macht bekämpft werden. Damit möglichst alle Vorkommen der Staude erfasst werden, sind Naturschutzbehörden und Gemeinden jedoch auf Ihre Unterstützung angewiesen!
Weitergehende Informationen zur Herkulesstaude, ihrem Aussehen und Verbreitungsgebiet sowie möglicher Bekämpfungsmaßnahmen entnehmen Sie bitte der PDF-Broschüre
"WANTED: Herkulesstaude" (1,37 MB).
Wie können Sie helfen?
Aufgrund ihres rasanten Ausbreitungsvermögens können die Standorte der Pflanze im Kreis Pinneberg kaum überblickt werden. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen in der Lage sind eine Riesenbärenklau-Art zu erkennen und dass sie ihre Sichtung zunächst den Kommunen und nachrichtlich auch der Naturschutzbehörde mitteilen.
Bitte pflanzen Sie keine neuen Herkulesstauden an und verhindern Sie, dass ihre Mitbürger es tun, indem Sie sie aufklären! Einige Gärtnerei-Betriebe und Kataloge führen diese Art leider immer noch in ihrem Sortiment.
Zudem können Kommunen und Naturschutzbehörde nur auf öffentlichen Flächen handeln, die Bekämpfung von Pflanzen auf Privatgelände liegt in der Verantwortung der jeweiligen Besitzer. Melden Sie bitte auch diese Standorte auf ihrem eigenen oder fremden privaten Grundstück. Durch diesen Kontakt mit Kommunen und Behörden helfen Sie, eine flächendeckende Erfassung der vorhandenen Bestände für den Kreis Pinneberg zu ermöglichen.
Bevor Sie einen Standort melden, vergewissern Sie sich bitte, dass es sich bei dem Bestand tatsächlich um Herkulesstauden handelt. Hierfür können Sie die Übersicht "Merkmale der Bärenklau-Arten" nutzen, die sowohl invasive nichteinheimische als auch ungefährliche einheimische Bärenklau-Arten gegenüberstellt.
Online-Meldeformular Herkulesstaude
Meldeformular Herkulesstaude
Meldeformular Herkulesstaude
Achten Sie bitte außerdem darauf, keine Gartenabfälle in der Landschaft zu entsorgen, da sie keimfähiges Material enthalten könnten.
Des Weiteren können Sie helfen gefährliche Körperkontakte mit der Pflanze sowie ihre Verbreitung und Ansiedelung durch den Menschen zu vermeiden und viele weitere Bestände zu erfassen, indem Sie Anderen ihr Wissen über die Herkulesstaude und die Problematik bestimmter Neophyten weitergeben.
Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Herkulesstaude haben, erteilen Ihnen die zuständigen Kommunen und Naturschutzbehörden gerne Auskunft und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Herr Kastrup
Fachdienst Umwelt
Team Naturschutz